Ohne Kübel wird er bei unpassendem pH-Wert, das ist das A und O des Rhododendronanbaus, auch keine 2 m breit werden, da er in 20 Jahren gar nicht mehr lebt. Wenn der pH-Wert stimmt, kann man mit den - wie wir sagen - Alpenrosen vieles machen. Sie nehmen wenig übel. Unsere sind inzwischen über 4 m hoch. Wenn aber der pH-Wert nicht stimmt, kümmern sie vor sich hin und gehen relativ zügig ein. Da reicht auch der Rhododendron-Dünger nicht aus, um den pH-Wert zu senken.
Wenn man nur ein großes Loch gräbt und mit Torf füllt, kommt es zu einem Ausgleich durch den Kalk, der pH-Wert in dem Loch steigt relativ zügig auf den Wert der Umgebung an. Durch die Kübelwände kann der Ausgleich nicht erfolgen. Dann gibt es höchstens noch einen Ausgleich über die in den Boden hineingeschnittenen Entwässerungslöcher. Evtl. muss man die Pflanze bei relativer Trockenheit gelegentlich gießen, da sie ja nicht so tiefe Wurzeln bilden kann, aber bitte mit Regenwasser. Das Leitungswasser ist oft sehr kalkreich.
Wie stark die Alpenrosen auf den Kalk reagieren, haben wir in unserem Garten gesehen. An einer Stelle haben meine Eltern zwei gleich große Pflanzen der gleichen Sorte mit einem Meter Abstand gepflanzt, als der Hausbau fertig war. An dieser Stelle müssen die Maurer ihren Kübel geleert haben, so dass an dieser Stelle der pH-Wert für unseren Garten relativ hoch war. Die beiden Pflanzen haben sich sehr unterschiedlich entwickelt. Jetzt langsam nach über 40 Jahren, fängt die kleinere Pflanze langsam an, sich positiv zu entwickeln. Der Kalk wird sich abgebaut haben. In der Zwischenzeit haben wir von der anderen Pflanze bereits mehrfach Äste abgeschnitten, weil sie zu groß wurde. Dadurch haben die Pflanzen jetzt nach so vielen Jahren ca. die gleiche Größe.