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Autor Thema: Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung  (Gelesen 152738 mal)

tarokaja

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #645 am: 01. September 2014, 10:24:51 »

Das habe ich auch schon überlegt.
Es sind halt die uralten Rebstöcke, die ich mit dem Haus zusammen übernommen habe...

Und es geht sicher eine Weile, bis Neupflanzungen tragen, nehme ich an.
Aber dann werde ich mal den Weinexperten im Ort fragen, der hier seit einigen Jahren mit neuen Sorten experimentiert, welche für die hiesigen Bedingungen gut geeignet sind.
Sonst melde ich mich wieder. :)
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Urmele

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #646 am: 01. September 2014, 14:18:36 »

Und es geht sicher eine Weile, bis Neupflanzungen tragen, nehme ich an.
Sonst melde ich mich wieder. :)
2-3 Jahre ungefähr. :D
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kulturtante

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Wein: Krankheiten
« Antwort #647 am: 05. September 2014, 13:05:07 »

Hallo zusammen, ich hoffe, ich habe zu diesem Thema als Neuling nichts übersehen:
Ich habe mehrere Weinstöcke, die im Frühjahr toll ausgetrieben haben und nach und nach viele Reben zeigten. Mittlerweile sind die Trauben regelrecht grau, geschrumpft und die Blätter rot/welk und die Zweige mit schwarzen Punkten überzogen.
Muss ich da jetzt etwas gegen tun? Oder einfach schneiden und das nächste Jahr gut düngen?
Bisher hatten wir 10-13kg tolle Trauben und haben Gelee und Likör produziert - leider dieses Jahr nciht möglich...
Ich hänge einfach mal ein paar Bilder an und danke schon einmal für eure Hilfe!
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- kulturtante -

Dietmar

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #648 am: 18. Oktober 2014, 14:29:48 »

Heute sind gleich zwei Hiobsbotschaften in der Sächsischen Zeitung zum Weinbau im Raum Dresden.

Der erste Artikel heißt "Faule Trauben am Elbhang". Ursache ist der Dauerregen und die Dunkelheit seit Mitte August. So sind einige Sorten nicht reif geworden, z.B. der Dornfelder. Da das Mindestmostgewicht von 75 Grad Oechsle vielfach nicht erreicht wurde, darf der Wein nicht gelesen werden.

Schon im ansonsten warmen Frühjahr hat der Spätfrost den Großteil von Bacchus und Müller-Thurgau vernichtet.

Beim Riesling sind wegen Botrytis und Pero bis zu 90 % Ausfall. Also ein Horrorjahr.

Der andere Artikel klingt auch nicht gerade optimistisch "Wenn Weinbauern das Heulen kriegen". Hier geht es um diese asiatische Kirschfliege. Diese wurde in Deutschland 2011 erstmals gesichtet. In Tirol hatte sie 2011 80 % der Ernte beim Wein vernichtet. Diese Jahr hat sie auch im Dresdner Raum zugeschlagen.
Die Gefahr durch diese Kirschfliege wird mittlerweile mit der Reblaus verglichen und bis jetzt gibt es kein Mittel dagegen.

Alle diese negativen Faktoren haben bei mir auch zugeschlagen, nur stärker als im Elbtal. Auch diese Kirschfliege trat erstmals auf und hat bei Kodrianka ca. 90 % der Beeren befallen und bei Frumoase Alba ca. 10 %. Es sind bei mir nur deshalb nicht mehr, weil kaum eine Sorte reif geworden ist und die Kirschfliege geht nur auf fast reife Früchte.

Nächstes Mal werde ich mal einen Versuch mit Organza-Beuteln starten. Die helfen auch gegen Wespen.

In den Weinbergen ist das keine Lösung. Die vorhandenen Insektizide können erst eingesetzt werden, wenn die Kirschfliege schon da ist, nicht jedoch vorbeugend. Und wenn sie da ist, darf nicht mehr gespritzt werden, weil diese Insektizite eine Wartezeit haben, so dass dann zwar die Kirschfliege tot ist, aber der Wein nicht gelesen werden darf.
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Urmele

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #649 am: 18. Oktober 2014, 18:56:39 »

Hallo Kulturtante, herzlich Willkommen :D

Deine Reben scheinen von mehreren Pilzen befallen zu sein. jetzt kannst Du nichts mehr machen außer die vergammelten Trauben und das Laub aufzusammeln, alles wegschaffen.

Schneiden erst im März.

Dann zum Austrieb gegen echten (Oidium) und falschen (Peronospora) Mehltau spritzen. Das sollte man bis zur Rebblüte mehrfach tun.
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emsalex

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #650 am: 20. Oktober 2014, 19:55:57 »

Hallo alle zusammen, ich habe ein Problem. Irgendwelche Insektlarfen haben fast alle meine veredelte Pflanzen vernichtet. Als Unterlage habe ich 125AA verwendet. Wer kennt diesen Schädling?

Tut mir leid, Bild wurde leider nicht übernommen. Bild folgt so schnell wie möglich.
« Letzte Änderung: 20. Oktober 2014, 20:04:33 von emsalex »
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Dietmar

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #651 am: 20. Oktober 2014, 22:23:34 »

Das Bild wäre schon sehr hilfreich.

Sind es mehr Maden oder Raupen? Wurden auch andere Pflanzen befallen oder nur die Reben?

Wenn es weintypische Schädlinge sind, müssten diese hier zu finden sein:

http://www.rebendoktor.de/


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Dietmar

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #652 am: 25. Oktober 2014, 18:20:00 »

Ich habe heute meine bestellten Organzabeutel bekommen (Testkauf). Es hat einige Wochen gedauert, also rechtzeitig bestellen. Es scheint so, dass auf Bestellung gefertigt wird.
Ich hatte das Maß 20x30 cm bestellt und beim Nachmessen stellte es sich heraus, dass dieses Maß das Mass des Rohschnittes ist. Beim Vernähen gehen in Länge und Breite ca. 1 cm verloren.
Die Beutel sind, soweit eine erste Prüfung ergab, sauber vernäht ist. Die Beutel lassen sich gut zuziehen und bleiben auch zu.
Da das Zugband auch einige cm weiter unten ist, ist die effektive Beutelgröße nur ca. 19 x 25 cm. Wenn man den Beutel mal zuzieht, sieht man die räumliche Größe des Beutels, d.h. da ist dieser viel kleiner als es das Mass 20x30 cm vermuten lässt. Es passen nur mittlere Traubengrößen rein.
Für große Trauben benötigt man die nächstgrößere Größe 30x40 cm.
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Urmele

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #653 am: 25. Oktober 2014, 19:10:39 »

Wo hast Du denn die Beutel gekauft? Deine Messungen decken sich in etwa mit meinen. Hab jetzt Beutel in der Größe 17x23, 20x30 und 30x40, das reicht für kleine bis große Trauben.
Wobei ich die großen Beutel wo anders bestellen musste, dort waren sie fast 4x teurer.
Für welche Farbe hast Du Dich entschieden?
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Dietmar

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #654 am: 25. Oktober 2014, 21:16:30 »

Soviel ich weiß, verletzt es die Forumsbestimmungen, wenn Bezugsquellen direkt benannt werden. Es war aber im großen Fluß.
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hargrand

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #655 am: 25. Oktober 2014, 21:26:25 »

Nein du darfst die Quelle schon nennen.
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emsalex

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #656 am: 25. Oktober 2014, 22:56:01 »

Hier ist das fehlende Bild
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Dietmar

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Re:Weinbau: Krankheiten, Schädlinge, Pflanzenschutz, Boden, Düngung
« Antwort #657 am: 26. Oktober 2014, 09:29:22 »

Zitat
Nein du darfst die Quelle schon nennen.


Es war im großen Fluß bei Housweety.

Es gab im großen Fluss und auch bei anderen Lieferanten vorwiegend winzig kleine Oraganzabeutel, meist als Geschenkverpachung, aber ich hatte nur 3 oder 4 Lieferanten mit größeren Beuteln gefunden und dieser Lieferant war der preiswerteste.

Bei Ebay habe ich nicht geguckt - da bin ich nicht angemeldet.
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guggi

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #658 am: 04. Dezember 2014, 10:27:54 »

Ja die Fliege, die wird wohl nächstes Jahr zur echten Seuche werden. Die Wengerter haben dieses Jahr schon gespritzt wie verrückt, wohl zu spät weil die Produzenten nicht nachkamen. Mal sehen ob es bis nächste Saison dann was vorbeugendes gibt.....
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Dietmar

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Re:Tafeltrauben (Sorten und Anbauerfahrungen)
« Antwort #659 am: 04. Dezember 2014, 21:44:20 »

Zitat
Die Wengerter haben dieses Jahr schon gespritzt wie verrückt, wohl zu spät weil die Produzenten nicht nachkamen.

Hier ein Zitat von Hr. Engelhart von der LWG Bayern:

"Die Kirschessigfliege kann man nicht totspritzen, weil Eier, Larven und erwachsene Tiere parallel nebeneinander existieren. Der Einsatz von Gazebeutel ist eine Möglichkeit zum Schutz. Suzuki soll intensiv erforscht werden. Infos finden Sie im Web von Südtirol (da ist sie schon seit 4 Jahren) und Oregon (da ist sie schon seit 5 Jahren). Sie ist spezialisiert auf rote Früchte, geht aber auch an weiße Trauben. Angeblich soll sie bei Frost von minus 4° C erfrieren…"

Ein weiteres Problem ist, dass die Suzuki viele verschiedene Früchte befällt, darunter fast alle Beerenarten, Erdbeeren, Pfirsich, Pflaumen, Aprikosen, Kirschen usw., d.h. hätte man es wirklich geschafft, diese auf einem Feld tot zu spritzen, dann erfolgen ständig Neuinfektionen von Nachbargrundstücken. Die Suzuki hat eine unglaubliche Vermehrungsrate und über 13 Generationen pro Saison und keine natürlichen Feinde hier in Europa.
Ein weiteres Problem ist, dass die Suzuki erst fast reife Früchte anfällt und wenn man da spritzt, kann man keine Wartezeiten mehr einhalten. Ein vorbeugendes Spritzen unreifer Früchte macht keinen Sinn.

Wenn nicht ein "Wunder" geschieht, dann wird die Suzuki ähnliche Auswirkungen wie die Reblaus haben, nur dass nicht nur Wein und Tafeltrauben, sondern fast alles Obst betroffen sein wird. Ich vermute mal, dass erst durch Zucht und Einbau asiatischer Gene eine Widerstandsfähigkeit unserer Obstsorten gegen die Suzuki erreicht werden kann, also in Analogie zur Zucht pilzfester Rebsorten.

Wir Tafeltrauben-Fans haben es vergleichsweise gut, da wir Gaze-Beutel einsetzen können. So etwas ist bei Erdbeeren, Kirschen, Pflaumen usw. nicht machbar.
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