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Autor Thema: Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner  (Gelesen 8986 mal)

Querkopf

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #105 am: 30. Dezember 2014, 20:56:40 »

... Ich habe auf die Schnelle mal einen Vergleich durchgespielt. Habe für etliche Orte den Niederschlagswerten aus dem Link im Eingangsposting langjährige DWD-Jahresmittelwerte gegenübergestellt (okay, die DWD-Messwerte beziehen sich auf einen etwas anderen Zeitraum als die Rechenwerte im Link: DWD 1961-1990, Link 1982-2012; aber erstens gibt es da mehrere Jahre Überschneidung, zweitens hat sich das mitteleuropäische Klima in dieser Zeit nun mal nicht fundamental verändert).

Ergebnis:
Sowohl bei den Jahressummen als auch bei der Verteilung übers Jahr weichen die Rechenwerte erheblich (!) ab von den Messwerten. So erheblich, dass man gut auch würfeln könnte ;).
Spricht dafür, dass das Klimamodell, das dem Link zugrundeliegt, ähemm - verbesserungswürdig ;) ist.

Für die Temperaturen könnte man auch vergleichen, hier sind langjährige Mittelwerte zu finden. Die Mühe mag ich mir aber nicht mehr machen. Vielleicht mag ja jemand anderes das tun? ...

Zufällig bin ich grad drüber gestolpert, dass ich die DWD-Temperaturdatei (langjähriges Mittel 1961-1990) schon mal runtergeladen und entzippt hatte. Da die Daten eh auf dem Rechner waren, habe ich die Stichproben, zu denen ich vorhin zu faul war, nun doch noch gemacht.

Ergebnis:
deutliche Abweichungen der Rechen-Werte aus dem Link im Eingangspost zu den gemessenen DWD-Werten, nämlich
- bei den Jahresmittelwerten bis 0,8°C
- bei den Januar-Mittelwerten bis 1,1°C
- bei den Juli-Mittelwerten bis 1,2°C.

Bei dieser Datenqualität ::) kann man über die verlinkte Website nicht mehr ernsthaft diskutieren.
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Online-Leserkommentar zu einem Artikel der österreichischen Zeitung "Der Standard" über Donald Trump, 30.04.2020

philippus

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #106 am: 30. Dezember 2014, 22:23:49 »

Diese Theorie besagt, dass sie in einem Klima gärtnert, das mediterran sei. Die geniale Begründung: weil sie weiter südlich wohnt als wir.

Hierzu habe ich mich schon früher in diesem Jahr geäußert. Weder liegt die Steiermark südlich der Alpen (wohl südlich des Alpenhauptkamms) noch hat das Klima irgendwelche mediterranen Züge. Es reicht einen kurzen Blick auf die Hauptmerkmale des mediterranen Klimas zu werfen, um festzustellen dass nirgends in Österreich von mediterranem Klima, nicht einmal von submediterranem Klima, gesprochen werden kann. Auch nicht dann, wenn Adriatiefs immer wieder bis weit nach Österreich vordringen und sich hier ausregnen.
Wir haben in ganz Österreich recht kalte Winter, auch die Sommer sind nicht warm genug und das Niederschlagsbild ist genau konträr zu dem des mediterranen Klimas. Mir fehlen hier auch "botanische Marker" die mediterrane Einflüsse zeigen könnten.

Übrigens haben alle österreichischen user hier einschließlich von Sarastro überhaupt kein Bedürfnis danach ihr heimatliches Klima in irgendeiner Weise von dem deutschen Klima abzugrenzen. Selbst aus Ungarn gibt es user, die vergleichbares Klima haben wie wir hier.

Genauso ist es. Besonders wenn man es mit dem Klima unmittelbar südlich der Alpen vergleicht (Obere Adria, aber auch Friaul, Poebene) sieht man erst wie gering die Unterschiede zwischen der südlichen Hälfte Deutschlands und Österreich sind.
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troll13

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #107 am: 30. Dezember 2014, 22:33:20 »

Hab den Thread nur flüchtig quergelesen...
aber wie wertvoll sind solche Durchschnittswerte überhaupt.

Es ist für mich schon sinnvoll zu wissen in welcher Klimaregion, Winterhärtezone, wieauchimmer man gärtnert.

Aber es spielen doch Faktoren wie das Mikroklima und vor allem der Boden für mich eine ebenso große Rolle, was im Garten funktioniert oder eben auch nicht.

Und wenn es um die jahreszeitliche Verteilung der Niederschläge geht, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich eh nicht darauf verlassen kann. Hier bin ich in den letzten Jahren nicht nur im Hochsommer sondern auch schon im April und im Oktober mit dem Schlauch durch den Garten gezogen, wenn ich meinte, es wäre nötig.

Dafür pflanze ich auch zu fast allen Jahreszeiten neu und um. Nur in dem Sch... winter vor ein paar Jahren, wo es bis Januar zu warm war und dann erst die Barfröste kamen habe ich wirklich nennenswerte Ausfälle gehabt.

Aber da sind auch eingewachsene Rosenplanzungen u. ä. ausgefallen. Shit happens... ::) Aber da helfen dir auch noch so tolle Diagramme nicht. ;D
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philippus

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #108 am: 30. Dezember 2014, 22:45:38 »

Bei dieser Datenqualität ::) kann man über die verlinkte Website nicht mehr ernsthaft diskutieren.
Auf der Seite werden sogar etliche Orte angezeigt, in denen es gar keine Wetterstation gibt. Ich frage mich wie es zu den Daten kommt.

Zwecks besserer Vergleichbarkeit kann man sich die Histalp Daten ansehen. Histalp ist ein Projekt mehrerer europäischer Wetterdienste das die Klimaentwicklung im erweiterten Alpenraum untersucht. Die Rohdaten sind homogenisiert. Inhomogenitäten wie Änderungen der Messbedingungen an der Messstelle selbst oder ihres Umfeldes im Laufe der Zeit, Standortwechsel, Instrumentenwechsel, Urbanisierung, Änderung der Messzeiten, der Berechnung von Mittelwerten etc. wurden beseitigt.

Das wurde für etliche Stationen in mehreren Ländern, darunter Deutschland (südl. Hälfte) und Österreich, gemacht. Die Schweizer und französischen Daten sind aus urheberrechtlichen Gründen nicht mehr verfügbar.

Es ist nur mit etwas Arbeit verbunden weil die Daten in Excel importiert (und formatiert) werden müssen, um "lesbar" dargestellt zu werden. Vergleichbarer als "herkömmliche" Daten sind sie aber.

http://www.zamg.ac.at/histalp/dataset/station/csv.php
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philippus

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #109 am: 30. Dezember 2014, 22:52:37 »

Aber es spielen doch Faktoren wie das Mikroklima und vor allem der Boden für mich eine ebenso große Rolle, was im Garten funktioniert oder eben auch nicht.
Das wird leider viel zu oft nicht ausreichend berücksichtigt, vor allem die Bodenverhältnisse.

Ansonsten bin ich auch deiner Meinung, aber das Klima hat insofern Bedeutung als du abschätzen kannst was sich unter den gegebenen Bedingungen wohl fühlen kann. Herrscht im Sommer öfter mal Trockenheit, werden xerophile Pflanzen vielleicht eine gute Wahl sein (auch dann wenn ein Sommer einmal verregneter sein sollte). Das Klima (wie der Boden) sollte also auch die Pflanzenwahl beeinflussen.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2014, 22:56:14 von philippus »
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Danilo

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #110 am: 30. Dezember 2014, 22:54:53 »

Bei dieser Datenqualität ::) kann man über die verlinkte Website nicht mehr ernsthaft diskutieren.
Ich frage mich wie es zu den Daten kommt.

Die werden mittels verschiedener Interpolationsverfahren berechnet. Im simpelsten Fall wird einfach über die Daten der nächstgelegenen Meßpunkte gemittelt.
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troll13

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #111 am: 30. Dezember 2014, 23:05:10 »

Vielleicht bin ich hier in Nordwestdeutschland in einem Garten mit alten Gehölzen und humosem aber eben auch wasserdurchlässigem Boden ja gesegnet.

WHZ 7b und Lebensbereiche G, GR, FR 2-3 sind und bleiben für mich nach meinen Erfahrungen Richtsschnur. Alles andere ist eben Experiment.

Und ich habe auch nicht den Ehrgeiz, hier Prairie- und Kiesgarten oder eine Steppenvegetation zu etablieren.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2014, 23:06:38 von troll13 »
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Danilo

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #112 am: 30. Dezember 2014, 23:17:21 »

Hier im gelben, sommertrockenen Betonlehm fühlen sich staudige Paeonien und Lilium candidum pudelwohl; fünfzig Meter nordöstlich im elterlichen Garten wollen sie im humosen Sand nicht recht vom Fleck, werden überdies vom Dickmaulrüssler maltraitiert. Während Acer palmatum dort prächtig gedeiht, taugt der bei mir wiederum nur zur Saisonbepflanzung.
Kein noch so genaues Modell wird alle diese Facetten und winzigen Nuancen hinsichtlich der Standortbedingungen jemals flächendeckend oder gar global exakt beschreiben können.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2014, 23:18:14 von Danilo »
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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #113 am: 30. Dezember 2014, 23:40:00 »

...
Zufällig bin ich grad drüber gestolpert, dass ich die DWD-Temperaturdatei (langjähriges Mittel 1961-1990) schon mal runtergeladen und entzippt hatte. Da die Daten eh auf dem Rechner waren, habe ich die Stichproben, zu denen ich vorhin zu faul war, nun doch noch gemacht.

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Spielt da nicht auch ne Rolle, dass die Daten aus dem climate-Link von 1982-2012 stammen?
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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #114 am: 30. Dezember 2014, 23:50:52 »

@Danilo
So ist es bei mir bzw. meinem Umfeld auch.
Aktuelle Klimadaten zu einer Region finde ich als grobe Richtschnur zur Charakterisierung eines Landschaftsraumes interessant.
Aber dann sollte es mehr als die Temperatur sein. Zeiträume der Vegetationsperiode, Kaltluftströme, Niederschläge.....
Deutscher Wetterdienst. Aber vieles ist kostenpflichtig.

Gärtnerisch sind dann aber das Klein- oder Mikroklima im Zusammenspiel mit dem Boden (so kühlt z.B. unser Lehmboden erbärmlich aus) und Niederschläge ect. für mich entscheidend.
Und das macht es doch auch so spannend und viele Dinge möglich (oder auch unmöglich bei mir).



maliko
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2014, 23:51:35 von maliko »
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pearl

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #115 am: 30. Dezember 2014, 23:55:53 »


Genauso ist es. Besonders wenn man es mit dem Klima unmittelbar südlich der Alpen vergleicht (Obere Adria, aber auch Friaul, Poebene) sieht man erst wie gering die Unterschiede zwischen der südlichen Hälfte Deutschlands und Österreich sind.


in der Poebene bei Dignano, Undine, gibt es große Bestände von Hemerocallis lilioasphodelus hier und in den Donauauen bei Wien gibt es große Bestände von Hemerocallis fulva, hier.

Forum Botanische Spaziergänge.at, ich bin dort user unter dem gleichen Namen, schreibe aber nichts, sondern lese nur. Hier ein paar Vorkommen von Hemerocallis lilioasphodelus und hier ein paar aus den Donauauen mit Hemerocallis fulva.

In Deutschland sind beide Taglilien häufig verwildert. So unterschiedlich kann das Klima nicht sein.

Die Vegetation in Österreich schien mir auch nie großartig anders als in Deutschland zu sein, abgesehen von der überwältigenden Blütenfülle der Alpen, haben wir durchaus ähnliche Verhältnisse, wenn man den botanischen Spaziergängen folgt.
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2014, 00:05:58 von pearl »
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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #116 am: 31. Dezember 2014, 00:08:59 »

maliko, hier habe ich noch einen Aspekt erörtert


Die Klimawerte Temperatur und Niederschläge sind also nur in Verbindung mit Sonnenscheindauer und Lichtintensität von Nutzen. Der Klimafaktor, der für Gärtner wesentlich ist.
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2014, 00:09:22 von pearl »
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Querkopf

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #117 am: 31. Dezember 2014, 06:41:00 »

...
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Spielt da nicht auch ne Rolle, dass die Daten aus dem climate-Link von 1982-2012 stammen?
Zu deinem Einwand, gartenplaner, hatte ich zuvor schon was geschrieben:
(okay, die DWD-Messwerte beziehen sich auf einen etwas anderen Zeitraum als die Rechenwerte im Link: DWD 1961-1990, Link 1982-2012; aber erstens gibt es da mehrere Jahre Überschneidung, zweitens hat sich das mitteleuropäische Klima in dieser Zeit nun mal nicht fundamental verändert)[/size]....

Doch um sicher zu gehen, habe ich nun eine zweite Stichprobe gemacht: langjährige DWD-Temperatur-Mittelwerte 1981-2010 im Vergleich zu den Link-Daten für dieselben (zufällig ausgewählten) Orte. Damit passt der Vergleichszeitraum.

Ergebnis:
die Rechenwerte aus dem Link weichen deutlich ab von den DWD-Messwerten (sogar noch stärker als beim vorherigen Vergleich), nämlich
- fürs Jahresmittel um bis zu 0,9°C
- fürs Januarmittel um bis zu 1,2°C
- fürs Julimittel um bis zu 1,4°C.

Das bedarf, was die Datenqualität des Links betrifft, wohl keines Kommentars mehr.

"Hilfreich" ist der Link allenfalls für den Betreiber der Website selbst: Weil's nette Diagramme gibt von Aalen über Kleinkleckersdorf und Posemuckel bis Zwickau, bekommt die Seite viele Klicks - und so lässt sich prima Werbung verkaufen ;D.


« Letzte Änderung: 31. Dezember 2014, 06:51:40 von Querkopf »
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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #118 am: 31. Dezember 2014, 10:41:29 »

Hm..... ich hab grad mal die Daten von klimadiagramme.de und dem Statistikamt Luxemburg für Luxemburg (Zeitraum 1981-2010) verglichen - und das kommt überhaupt nicht hin, weder bei den Durchschnittstemperaturen der Monate:
Januar 0,2 zu 1,2
April 7,8 zu 8,7
Juli 17,1 zu 18,4
Oktober 9,3 zu 9,5
noch beim jährlichen durchschnittlichen Niederschlag - da gibt z.B. klimadiagramme 841mm an, das Statistikamt 733,2mm ??? ??? ??? ???
climate-data passt auch nicht, ist aber schon näher dran als klimadiagramme ???
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enigma

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Re:Konkrete Klimavergleiche als Hilfe für Hobbygärtner
« Antwort #119 am: 31. Dezember 2014, 10:46:21 »

Für welchen Zeitraum wurden denn die jeweiligen Klimadiagramme ermittelt?

Ich vermute, dass bei klimadiagramme.de eine ältere 30-Jahres-Periode zugrundegelegt wurde, am ehesten 1961-1990, vielleicht auch 1971-2000.

Dann wäre es an der Messstation im Durchschnitt wärmer und trockener geworden.
« Letzte Änderung: 31. Dezember 2014, 10:46:37 von bristlecone »
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