Gestern Abend ist mir was dazwischen gekommen, dabei wollte ich eigentlich auch noch auf dieses Posting eingehen:
Ich habe die Erfahrung gemacht, daß in Topfkultur gemästete hems sich hier ausgepflanzt in meinen Gartenboden erstmal tödlich beleidigt zeigen. Aus dicksten Fächern werden Bleistiftfächer. Wann sich das akklimatisiert hat weiß ich noch nicht (Umstellungsprozeß läuft noch, z.T. seit Jahren
).
Dazu muß ich sagen, daß ich dabei das Topfsubstrat weitgehend entferne und das Pflanzloch immer schon mit Kompost aufgearbeitet habe. Aber mit wenig Wasser mußten die hems immer schon auskommen (was wohl der Knackpunkt ist).
Hems, die aus Lehmboden zu mir eingezogen sind, entwickelten sich erstmal rückwärts. Aber das hat sich zumeist nach 2-3 Jahren gegeben.
Ich kann deine Erfahrungen bestätigen, dayliliy, bin mir aber nicht sicher, ob es anders gelaufen wäre bzw. laufen würde, wenn du das Topfsubstat belassen und die Wasserzufuhr sicherstellen würdest. Meiner Erfahrung nach entwickeln sich die besagten "Topfmast-Hems" nämlich so und so erstmal über einen längeren Zeitraum rückwärts, da kann man machen, was man will. Und ich habe wirklich viel ausprobiert, im Topf wie im Beet, mit unbefriedigendem Ergebnis für diese spezielle Gruppe. Da war der kulturschock von "Ultra-Push-Modus" in sagen wir mal "Supported Garden-Modus" wohl dennoch zu groß, obwohl das übrige Gros meiner Taglilien sehr positiv auf die Maßnahmen angesprochen hat.
Ähnliche Erfahrungen habe ich übrigens auch mit den Pflanzen von Dan Hansen gemacht, der, sofern ich das noch richtig im Kopf habe, seine Taglilien in einem mit pulversiertem Klärschlamm-Sediment durchmischten Bodensubstrat kultiviert: Alle sind erstmal rückwärts gewachsen, gemeinsam auf Baby-Care-Station (für Bleistiftchen...) umgezogen und dann im dritten Jahr nach Kauf so langsam in die Hufen gekommen. Ich bin nun sehr gespannt, wie sie hier auf die neuerliche Bodenumstellung reagieren werden.