Hallo liebe Gemüsegärtner,
ich mache mir, wie viele von euch, Gedanken über Nachhaltigkeit, Unabhängigkeit von großen Konzernen, Anpassung von Pflanzen an den Standort und Wirtschaftlichkeit im Sinne der Selbstversorgung. Hier ganz im Speziellen die Gewinnung von Saatgut, denn da kann man einerseits Sparen und andererseits verschafft man so den Konzernen keine Gewinne, auch wenn es nur ein Tröpfchen auf den ach so heißen Stein ist.
Mir ist wichtig zu erfahren, wie ihr das handhabt: Viele Pflanzen wie Tomaten, Paprika, Chili, Gurke, Melone usw. lassen sich ja leicht vermehren, sortenrein halt mit" Verhüterli". Wie macht ihr das aber mit den Zweijährigen, z.B. allen Wurzelgemüsen (Möhren, Pastinaken, Petersilie usw.), Radicchio, Spinat, Mangold oder den Kohlgewächsen? Obwohl viele im zweiten Jahr durchaus ihren Reiz haben, weil sie die oft eindimensionale Struktur eines Gemüsegartens etwas aufbrechen und auch durch teils sehr schöne Blüten den Garten bereichern, mich stören sie dann doch ab und an, weil sie anderen Kulturen dann den Platz wegnehmen.
Meine Radicchiopflanze ist mittlerweile 1,70m hoch, muss gestützt werden und stört trotz schöner Blüte dann doch mehr, als dass sie mir Freude macht.
Nun will ich mir, zusammen mit euch, Gedanken machen, wie ich das nächstes Jahr besser lösen kann. Erster Gedanke war, mir einen Bereich des Gemüsegartens zur Saatgutvermehrung frei zu halten, wo ich Feldsalat und Spinat, Radicchio, Wurzelgemüse, Mangold, Kohl usw. im nächsten Jahr blühen lassen kann. Wie macht ihr das?