Definitiv werden Eiben schöne, mittelgroße Bäume - man braucht sich nur in älteren Stadtparks umzuschauen, um schöne baumförmige Exemplare zu sehen.
Und mittelgroß wäre für Junebugs Garten eben doch schon zu groß.
Ich musste vor Jahren mal eine Fichte etwas begrenzen, ein riesiger Baum mitten im Vorgarten, der anfing, alle Durchgänge am Haus vorbei und zum Briefkasten durch den Vorgarten zu blockieren.
Ich habs damals hingekriegt, diese üppigen unteren Äste so zu beschneiden, daß man es nicht wirklich erkennen konnte.
Der Trick war, der Spitze des Astes zu folgen und dann weiter im Inneren, an einer Stelle zu schneiden, wo 2 Seitenverzweigungsäste herauswuchsen.
Fichten und viele Koniferen haben ja einen sehr klaren, symmetrischen Aufbau der Äste, ein durchgehender Mitteltrieb und davon in regelmäßigen Abständen abgehende Seitenäste, bei der Fichte auch noch ganz symmetrisch sich gegenüberliegend.
Wenn man an einer Linie entlang sowohl die Spitze des Haupttriebes als auch die Spitzen von Seitenästen schneidet, wird das sofort als Eingriff sichtbar, wenn man der Spitze von Ästen sozusagen "ins Innere" des Baumes folgt und dort schneidet und den Ast damit um ein gutes Stück kürzt, sieht man das nicht, weil die Seitentriebe unangetastet bleiben und die Schnittstelle meist schon ganz gut verdecken.
Beim nächsten Mal müsste man dann die Spitzen der 2 Seitentriebe nach Innen "versetzen" und schneiden, damit wieder Seitenäste der Seitenäste deren Funktion übernehmen.
Allerdings müsste man das bei der Eibe den ganzen Baum hoch rundum machen, um das natürliche Aussehen zu erhalten und trotzdem zu begrenzen.
Wobei Eiben, wenn man nicht exzessiv düngt, wie ich das tue, um meine Hecken schnell groß zu kriegen, nicht so extrem ins Kraut schießen, daß man jedes Jahr auf der Leiter turnen müsste.