... Mit großen (historischen) Rosen hab ich keine Erfahrung - sind die so unempfindlich?
Im Prinzip ja
. Aber verallgemeinern kann man nicht, es ist sortenabhängig.
Allgemein lässt sich immerhin sagen: Sehr viele Rosen sind extrem zäh
. Ich kenne riesige, Jahrzehnte alte Strauch- und Kletterrosen in städtischen Bereichen, die grad mal 30x30cm-Löcher im Asphalt zur Verfügung haben, nie gegossen oder gedüngt werden und trotzdem prächtigst wachsen und blühen. Am eigenen Haus stehen seit sieben (? - acht?) Jahren zwei Kletterrosen in einem ca. 40 cm schmalen Beetstreifen (daneben ist die Einfahrt, gepflastert, mit Schlackensteinen und Schotter untendrunter, also richtig dicht). Dort ist Regenschatten, im Sommer Knallsonne, den Wasserschlauch hole ich nur bei übelster Dürre raus, und gedüngt habe ich bisher noch nie. Eine dieser beiden sah im vorigen Sommer so aus (die Wand ist 6m hoch):
Wenn der Boden auch in der Tiefe sehr mager sein sollte, hat fyvie sicher Recht mit dem Hinweis, dass man die Rosen füttern sollte. Aber das ist ja kein Akt: beim Austrieb und im Frühsommer ein, zwei Hände voll Dünger streuen, ein, zwei Kannen Wasser drauf, fertig.
Ich stimme querkopf vollinhaltlich zu (schönes Foto von einer schönen Rose

). Nun ist es ja so, daß Hemerocallis dank einem geradezu unverschämt milden Klima ohnehin keinen Mangel an schönen Rosen hat - allerdings offenbar keine Alten. Ich wenigstens könnte an ihrer Stelle der Versuchung, ein paar zu pflanzen, nicht widerstehen

Ohne einen gewissen Pioniermut hätte ich weder am Land in sibirischem Klima noch in der schattigen Stadtsituation überhaupt Rosen, man muß halt experimentieren, darf die Erwartungen nicht zu hoch ansetzen und Mißerfolge nicht tragisch nehmen. Vielleicht auch etablieren sich Ausläufer leichter als Veredelungen
Meine Alten wurden teilweise in aufgeschüttetes Terrain aus Bauschutt, Aushub, Sandboden gepflanzt, noch dazu in einen Hang, also alles andere als optimal. Alerdings in ca. ca. 80 cm tiefe Löcher, die mit einer Mischung aus Kompost, Muttererde, Rosenerde, altem Mist etc. gefüllt worden waren, und haben sich den Umständen entsprechend sehr gut entwickelt. Immerhin haben sie, wie bei Hemerocallis, den ganzen Tag Sonne, und das ist schon mal wesentlich. Daß man in den ersten 2-3 Jahren wässern muß, versteht sich von selbst.
edit: querkopf, meine Rede