Selbst wenn genug Wasser dagewesen wäre, das Laub verbrannte bei den über 40°C hier.
Bei mir ist in den ersten beiden Augustwochen das Laub von neun Sarpo-Mira-Exemplaren komplett abgestorben. Dabei waren das die, die wegen eines danebenstehenden Birnbaumes ab Nachmittag Schatten hatten – aber der Baum hat halt auch die Wasservorräte abgesaugt … Diese neun Exemplare habe ich dann Anfang September gerodet, der Ertrag war erwartungsgemäß dürftig, da eben zwei komplette Wachstumsmonate fehlen.
Die 19 anderen Sarpo Mira, die nachmittags noch länger Sonne hatten, aber eben auch weiter weg vom saugenden Birnbaum standen, haben zwar laubseitig auch geschlappt, aber durchgehalten und nach Hitzeende und den Regenfällen vom 15./16.8. noch einige neue Blätter getrieben. Ich hoffe mal, das ist nicht gar zu sehr auf Kosten des Knollenwachstums gegangen … Ernten wollte ich die eigentlich übernächstes Wochenende, aber mal sehen, was dieser komische angedrohte Wintereinbruch bringt …
Die anderen fünf Dämme (vier Sorten) sind komplett geerntet – and the winner is …
Trommelwirbel ………Blumenau Brazil!Applaus ………Jedenfalls vom zahlen- und gewichtsmäßigen Ertrag her: an jeder Pflanze mindestens zehn mittelgroße bis große (teilweise auch sehr große) und zusätzlich noch etliche kleinere Kartoffeln. Allerdings habe ich noch keine gegessen und kann daher zu Zubereitungseigenschaften und Geschmack noch nix sagen …
Auch sehr gut geworden ist Almonda, wobei man den Unterschied zwischen dem am 6. und dem am 18.4. gelegten Damm in der Endgröße der größten Exemplare deutlich sieht, im Gesamtertrag aber eher wenig Unterschied festzustellen ist.
Solist hatte die letzten Jahre immer überzeugt, dieses Jahr weniger. Die am sonnigsten stehenden fünf Exemplare sind schon in der Hitzewelle Anfang Juli abgestorben, der Ertrag war eher mäßig. Die anderen acht hatten noch bis weit in den August hinein Laub (das gab's bei dieser extremen Frühkartoffel noch nie!), aber der Ertrag war auch nicht wesentlich höher als bei den schon früher abgestorbenen. Das trockene Frühjahr war für diese auf besonders kurze Entwicklungszeit geeichte Sorte wohl eher kontraproduktiv.
Nicht zufrieden bin ich dieses Jahr mit Salome, die 2012 und 2013 gute Erträge geliefert hatte, 2014 schon unter Ulk zu verbuchen war (in Analogie zu den Partytomaten könnte man hier von Partykartoffeln sprechen

) und auch dieses Jahr eher wenige und eher kleine Knollen hatte, wenngleich wenigstens wieder mehr und größere als 2014 (wobei sie dieses Jahr einen sonnigeren Standort hatte).
Gegessen habe ich von den geernteten bisher nur Solist (die halt so schmeckt, wie eine Frühkartoffel eben schmeckt …).