Das Wetter spielte mit, es gab wieder Oktobermelonen. Zwei Sorten nur, aber immerhin. Erstmal Früchte von "Summer Dream", die ich schon öfter hatte und die mit ihren Eigenschaften für eine Melone vom Cantaloupe-Typ ganz gut für den Freilandanbau geeignet ist. Sie brachte fast ein Kilo auf die Waage, war trotz der kalten Nächte voll ausgereift, zuckersüss und himmlisch aromatisch:

Allerdings war zeitgleich auch das letzte Laub vertrocknet, spätestens ab Mitte September fangen die Krankheiten an, meist früher. Beginnt das aber spät und konnte man früh (bis spätestens Ende Juli) bereits eine Ladung ernten, setzen die Pflanzen zum zweiten Mal an und es kann ab Ende September nochmal Melonen geben. Bei "Wrangler" hat es mit drei Früchten auch geklappt.

Sind aber nicht ganz reif geworden (trotzdem durchaus essbar), die Krankheiten waren schneller und haben die Pflanze umgebracht. Angesetzt waren noch mehr Früchte, ebenso bei "Model" und sogar noch der Wassermelone, aber das reichte nicht mehr.
So wie die Jahre vorher blieb "Summer Dream" ein paar entscheidende Tage länger gesund. Im Gewächshaus geht es noch weiter, aber dort ist das Aroma einfach nie so gut wie vom Freiland. Sie brauchen Sonne, Sonne, Sonne, ansonsten wachsen sie zwar schön und setzen Früchte an, sind aber fader wie draussen.
Noch ein paar Daten, damit ihr abschätzen könnt, ob es noch klappen könnte: Blütenansatz Summer Dream und Wrangler um den 1. August. Früchte im starken Grössenwachstum befindlich Mitte August. Vollreif gepflückt 1. Oktober, weitere Früchte jetzt. Bei späterem Ansatz sollte man roden und Spinat säen, sonst ärgert man sich dass man die grossen aber unreifen Bollen nur kompostieren kann :-)