also, das ist so. Wenn man die landläufig im Frühjahr angebotenen Frühlingsprimeln im Garten auspflanzt, dann hat man eine Mischung von Farben. Mit der Zeit hat man einen Bestand von vor allem weißen und fleischrosafarbenen.
Solche Bestände kann man hier in den Gärten sehen. Ich sprach vor Jahren mal mit einem Herren, der mich angetroffen hatte als ich seinen mit Frühlings-Primeln übervollen Vorgarten bewunderte. Der bedauerte sehr, dass die roten immer weniger werden und die weißen sich behaupten.
Gelegentlich sind nämlich kräftig purpurrote in solchen alten Beständen. Durch Segregation sind die Unterarten in ihrer ungemischten Form vertreten und je nach Standort sind die Lebensbedingungen für die roten ungünstiger.
Hier traten sie im alten Garten im Gebüsch an schattigen feuchteren Stellen auf.
In dem Vorgarten des ältern Herren waren zu seinem Bedaueren die weißen in der vollen Sonne an dem trockenen Hang vertreten.
Die hässlich fleischfarbenen sind die Mischlinge.
Was John Grimshaw da hat, ist eine ganz besondere englische Kiste, wir wissen es nicht.
Aber das, was ich da aus eigener Anschauung beschreibe, entspricht dem, was Fritz Köhlein und Fritz Kummert über
Primula vulgaris subs.
sibthorpii in Deutschland und Österreich schreiben. Beide beziehen sich auf die von Hoffmanns und dann von W.W.Sm. et Forrest gültig veröffentlichten Namen mit den Beschreibungen der Pflanzen.
Die
Primula vulgaris var.
rubra (Sibth. et Sm.) Lüdi ist Synonym mit
Primula vulgaris subsp.
sibthorpii. Also ist das, was rot blüht die Karnevalsprimel.
Fleischfarben blühende sind die Mischung und entmischt ist der Bestand weiß mit einigen roten im Gebüsch.