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News: Manchmal muß sich ein Garten sogar von seinem Gärtner erholen. ;)  (partisanengärtner)
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News: Manchmal muß sich ein Garten sogar von seinem Gärtner erholen. ;)  (partisanengärtner)

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|23|7|Ich bin der festen Überzeugung, daß Werkzeug und Gartengeräte leben. In unbeobachteten Augenblicken fangen diese an die Umgebung zu erkundigen und manchmal sind sie ganz auf und davon. (Staudo)

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Autor Thema: Vierbeeren  (Gelesen 11240 mal)

Elro

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Re:Vierbeeren
« Antwort #15 am: 29. März 2015, 16:09:34 »

Konsistenz: Eine harte Schale macht ein Minus in der Konsistenz und damit beim Mundgefühl, aber noch kein Minus beim Geschmack.

Ich stimme Dir in allem zu, nur nicht was die Schale der Honigbeere betrifft, ich finde sie dünn und weder sauer noch störend.
Deswegen verstehe ich ja auch nicht warum neue Stachelbeersorten so eine harte und saure Schale haben.
Aber vielleicht liegt es auch daran, daß ich die Honigbeere erst ernte wenn sie vollreif ist. Ich neige dazu fast alles gerne vollreif bis zu überreif zu ernten. Johannisbeeren dürfen bei mir nach kompletter Rotfärbung noch zwei Wochen hängen, erst dann finde ich sie super.
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Liebe Grüße Elke

cydorian

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Re:Vierbeeren
« Antwort #16 am: 29. März 2015, 16:14:29 »

War nur ein Beispiel, nicht speziell auf r. divaricatum bezogen.

Stachelbeeren haben in der Tat ein viel grösseres Erntefenster wie die amerkanischen ribes-Arten und bei Johannisbeeren ist das Erntefenster sogar spektakulär lang.
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Bienenkönigin

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Re:Vierbeeren
« Antwort #17 am: 29. März 2015, 16:35:40 »

cydrian: danke für`s Zusammenführen. Ich wußte nicht, dass sie Vielbeeren heissen.

Und danke für eure Erfahrungen. Ich denke ich werde davon absehen, da probiere ich lieber noch ein paar alte schwarze Sorten.

LGr.
Bienenkönigin
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Gras wächst nicht schneller, wenn eine dran zieht!

floXIII

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Re:Vierbeeren
« Antwort #18 am: 04. Mai 2015, 19:26:49 »

Da man noch nicht sehr viel über Vierbeeren nachlesen kann, gebe ich auch mal ein paar Erfahrungswerte weiter. Auch wenn diese noch recht bescheiden sind, da ich meine Vierbeere erst seit letzten Spätsommer habe ;)

Meine Vierbeere "Black Saphir" habe ich nach Erhalt erst mal in einen Topf gepflanzt, da kein Platz im Garten frei war. Dieses Frühjahr konnte ich sie dann aber doch noch auspflanzen.
Die rote Herbstfärbung ist wirklich sehr schön anzusehen, genauso die Blüten (samt Duft), hier dürfte es aber zu normalen Goldjohannisbeeren kaum einen Unterschied geben. Der einzige Unterschied dürfte somit in der Selektion/Zucht mit Schwerpunkt auf Frucht, Fruchtgeschmack sein.
Die Blütezeit war mehrere Wochen lang. Die ersten haben sich Anfang April geöffnet und jetzt sind immer noch ein paar Blüten zu sehen.

Unten ein Foto der noch kleinen Vierbeeren-Früchte, mit dem verblühten/vertrocknenden Blüten daran.

Gefühlt wurden sämtliche Blüten auch erfolgreich bestäubt. Bei meinen noch sehr kleinen Strauch, nur ca. 50-60 cm hoch bei 5-6 Trieben, dürften dass ca. 200 Beeren ergeben. Bei Interesse kann ich sie aber auch mal ganz genau abzählen ;) Sofern nicht noch eine beträchtliche Anzahl abfällt, bin ich mit der Fruchtausbeute sicherlich mehr als zufrieden.
Über Gesundheit/Schädlingsbefall kann ich noch nicht viel sagen, außer dass sich ein paar Läuse auf der Vierbeere niedergelassen haben. Was bei der geringen Anzahl bisher aber nicht sonderlich stört. Warte da schon sehnlichst auf die Rückkehr der Marienkäfer, denn meine roten und weißen Johannisbeeren haben schon wesentlich mehr mit Läusen (vor allem Johannisbeerblasenläusen) zu kämpfen.

Ganz gespannt warte ich auf die anstehende Ernte der Beeren. Mal sehen wie sie schmecken werden. Falls der Geschmack gut sein sollte, kann man sicherlich von einer sehr schönen Kombination aus Zierstrauch und Beerenlieferant sprechen.

Eine Frage hätte ich dann aber doch noch, sind die schwarzen Früchte der Vierbeeren tatsächlich so glänzend schwarz wie auf manchen Bildern zu sehen? Falls ja, wäre das ein weiterer Pluspunkt :)

PS: Das hier ist mein erster Beitrag in diesem Forum, falls ich irgendwas Falsches geschrieben haben sollte, bspw. irgendein Regelverstoß, bitte ich um Nachsicht ;-)
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floXIII

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Re: Vierbeeren
« Antwort #19 am: 12. August 2015, 18:13:46 »

So die Erntezeit meiner Vierbeere ("Black Saphir") ist gekommen :)

Mehr oder weniger sind alle Beeren über den Sommer gekommen (siehe vorherigen Post). Für das erste Erntejahr also eine schon sehr große Ernte, bedenkt man die Größe des Strauches. Zum Wuchs möchte ich noch kurz erwähnen, dass die Bodentriebe die sich im Frühjahr gebildet haben, bereits um die 160-180 cm hochgewachsen sind. Aus einem kleinen Strauch wurde also im 1. Standjahr schon ein richtig großer.

Nun zu den Beeren selbst (siehe Foto im Anhang). Farblich tief schwarz, matt glänzend. Das Fruchtfleisch geht in Richtung gelb, ocker. Die größten Beeren sind so ca. 1,5 cm groß, im Durchschnitt ungefähr 1cm. Wie im Bild zu erkennen hängen sie an einzelnen Trauben, meist 6-8 Beeren zusammen.
Soweit so gut, nun zum Geschmack: Den Geschmack genau zu beschreiben fällt natürlich nicht leicht, vor allem da jeder eine andere Definition von gut oder schlecht hat ;-)
Anders als bei meinem Stachelbeeren, wo man zuerst die geballte süße und erst dann das Säuerliche der Schale schmeckt, verhält es sich bei meiner Vierbeere genau andersrum. Zuerst merkt man das Säuerliche, welches dann aber schnell von einem leicht süßlichen Geschmack/Aroma abgelöst wird. Also nicht gleich ausspucken wenn man beim ersten Reinbeißen den säuerlichen ersten Eindruck wahrnimmt, so geschehen bei meiner Mutter  ;D
Die Kerne der Beeren stören wesentlich weniger als bspw. jene der Johannisbeeren. Das Aroma selbst zu beschreiben fällt aber schwer. Vielleicht leicht harzig. Vergleichen würde ich es ein bisschen mit meiner Jostabeere. Mit dem feinen Unterschied, dass mir die Jostabeere nicht wirklich schmeckt (säuerlicher, unrunder Geschmack), während ich die Vierbeeren sehr ansprechend, ausgewogen finde. Von der Süße her sicherlich klar unter Kulturheidelbeeren oder Stachelbeeren anzusiedeln, aber doch wesentlich angenehmer als bspw. rote Johannisbeeren. Man muss die Beeren allerdings sehr lange hängen lassen. Nach dem Umfärben bestimmt mindestens 1 Monat (hab da leider nicht genau drauf geschaut, wann sich die ersten Beeren schwarz gefärbt haben).


Mein Fazit: Die Pflanze selbst scheint wirklich top zu sein. Schöne Blüte, kräftiger Wuchs (wichtig für ungeduldige Hobbygärtner, wie mich), schönes Herbstlaub. Geschmacklich finde ich die Beeren auch gut. Sicherlich nicht zu vergleichen mit Heidelbeeren, die ich Tonnenweise futtern könnte, aber dennoch als Naschobst, zum Frischverzehr, geeignet. Ich esse auch bspw. rote Johannisbeeren gerne frisch, weil mir das Aroma wirklich zusagt. Die Vierbeeren würde ich aber trotzdem darüber ansiedeln.
Deshalb kann ich die teils etwas negativen Berichte von weiter oben nicht ganz teilen. Auch vom Aroma finde ich sie keineswegs fad.  Wer also auch etwas säuerliche Früchte schätzt, dem könnten auch Vierbeeren schmecken.
Aber am Ende hängt sicherlich auch viel vom Boden, Klima, Sorte usw. ab. Wie bei so vielen anderen Früchten. Schlussendlich muss jeder selbst wissen, ob man das "Risiko" eingehen möchte, solche Beerensträucher in den Garten zu pfanzen oder doch auf bewährtes/bekanntes setzt.
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floXIII

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Re: Vierbeeren
« Antwort #20 am: 08. August 2016, 19:40:24 »

Nach einem Jahr möchte ich meine diesjährigen Erfahrungen mit meiner Vierbeere gerne weitergeben:

- Blüte: Wieder sehr schön anzusehen und zu riechen  ;) Leider waren nicht alle Triebe gleichmäßig stark mit Blüten besetzt. Muss das mal genauer beobachten, obs dafür nen einfach Grund gibt.

- Wuchs: Die neuen Bodentriebe sind auch dieses Jahr etwa 150cm hochgewachsen. Insgesamt ist der Strauch etwa 180cm hoch. In der Breite unter 1m.

- Beeren: Die ersten Beeren werden jetzt reif. Einen KEF-Befall konnte ich noch nicht erkennen, könnte aber noch kommen  >:(

Schädlingsbefall: Bisher nur Blattläuse, allerdings weniger an den Triebspitzen als vielmehr an den Traubenstielen. Einzelne "Trauben" waren an den Stielen regelrecht von Blattläusen überwuchert. Diese habe ich dann einfach mit einem Wasserstrahl abgespritzt. Danach waren nur noch kleiner Kolonien an den Trauben verteilt. Ob das Saugen der Blattläuse dem Ausreifen der Beeren schadet, weiß ich allerdings nicht. Ansonsten musste ich den Strauch bzw. die Beeren mit einem Netz gegen Vogelfraß schützen. Letztes Jahr war das nicht nötig, heuer wird aber mal alles von den Vogelvieh angeknabbert  ;)

Ich bin auch diese Jahr sehr zufrieden mit meinem Strauch. Es wäre echt toll wenn auch andere ihre Erfahrungen mit Vierbeeren (bzw. Goldjohannisbeeren) teilen würden  :)
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floXIII

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Re: Vierbeeren
« Antwort #21 am: 08. August 2016, 19:42:23 »

Noch ein Bild der Blüte
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Elro

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Re: Vierbeeren
« Antwort #22 am: 08. August 2016, 23:49:13 »

Danke für Deinen Bericht. Mich interessieren diese Pflanzen sehr, habe aber selbst keine weil ich erst mehr Berichte darüber lesen wollte.
Reifen die Früchte unregelmäßig?
Ich seh auf dem ersten Bild ganz dunkle und dann wieder ganz grüne Früchte.
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Liebe Grüße Elke

lerchenzorn

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Re: Vierbeeren
« Antwort #23 am: 09. August 2016, 06:46:38 »

Schöner Bericht. Danke!
Ist das etwas anderes als die Gold-Johannisbeere (Ribes aureum)?
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floXIII

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Re: Vierbeeren
« Antwort #24 am: 09. August 2016, 08:04:29 »

Ist das etwas anderes als die Gold-Johannisbeere (Ribes aureum)?
Es handelt sich um Ribes aurem/Goldjohannisbeeren. Vierbeere ist ein reiner Vermarktungsname, der die besonderheiten hervorheben soll. Vierbeere steht für die 4 Vorteile bzw. Besonderheiten der Pflanze: Schöne Blüte, der Duft der Blüten, die essbaren Früchte und die rote Herbstfärbung der Blätter.
Mir persönlich gefällt der Name Goldjohannisbeere aber einfach besser, hört sich doch viel edler als Vierbeere an  ;)
Die Vierbeeren wurden/werden vor allem in Richtung Fruchtgeschmack, -größe usw. gezüchtet, ausgelesen. Denke geschmacklich dürfte da schon ein Unterschied zu den als Ziergeschölzen gekannten (herkömmlichen) Goldjohannisbeeren bestehen.

Reifen die Früchte unregelmäßig?
Ja sie reifen doch recht unregelmäßig. Das Bild hab ich am Sonntag gemacht, die ersten Beeren konnte ich vor ca. einer Woche ernten. Alles auf einmal abernten ist, soweit ich das bisher beurteilen kann, nicht möglich. Auf der anderen Seite hat man so aber auch über ein paar Wochen Beeren zum naschen  :)
Reife Früchte erkennt man daran, dass sie auf Druck leicht nachgeben. Aber auch dann ist es noch schwer reife von noch nicht ganz reifen zu unterscheiden. Manche schmecken dann immer noch sauer andere dagegen süß-säuerlich. Richtig süß werden sie aber eher nicht. Vermutlich bekommt man mit der Zeit ein bessere Gespür für die reifen Früchte.
Mein Strauch steht eher schattig. Mit mehr Sonne könnten vielleicht die Früchte auch durchaus noch süßer werden.
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cydorian

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Re: Vierbeeren
« Antwort #25 am: 09. August 2016, 10:48:16 »

Und das Aroma? Also nicht Säure oder Süsse?
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floXIII

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Re: Vierbeeren
« Antwort #26 am: 09. August 2016, 13:01:53 »

Und das Aroma? Also nicht Säure oder Süsse?
Leider schwer zu beschreiben, da es ja auch auf dem persönlichen Geschmack ankommt. Man muss sie wohl oder übel selbst kosten. Ich weiß, blöde Antwort  ;D
Ich hab leider nicht viele Beeren mit denen ich sie vergleichen könnte. Am ehesten kam noch meine Josta in die Nähe vom Geschmack. Ich könnte mir also vorstellen, dass das Aroma auch in Richtung schwarze Johannisbeeren (habe dies allerdings noch nie gekostet) gehen könnte. Jostas schmeckten mir aber gar nicht, während ich die Vierbeeren ganz interessant finde. Man muss halt wirklich warten bis sie reif sind, sonst schmecken sie wirklich sehr sauer. Auch bei den reifen Beeren schmeckt man als erstes die Säure und erst dann kommt das Aroma und wenn man sie, aufgrund der Säure, nicht schon ausgespuckt hat, schmeckt man dann auch das süßliche raus. Was ich in Verbindung mit dem Aroma ganz gut finde.
Meinen Eltern schmecken sich auch gar nicht, meiner Nichte hingegen schon. Ist halt wirklich geschmackssache.
Zur Einordnung, eine Schale Kulturheidelbeeren, Erdbeeren werde ich gegenüber den Vierbeeren sicher bevorzugen. Vierbeeren vergrößern halt die Vielfalt im Garten. Als Zierde ein top Strauch, wenn man dann auch noch die Beeren essen kann, warum nicht. Es gibt ja auch eine orange Sorte. Da wären die Beeren auch nochmal ein Hingucker.
Um den Geschmack wirklich genau zu beschreiben müsste ich sofort nach dem Verkosten Notizen machen. Aus dem Gedächnis nicht ganz leicht, auch wenn ich erst vor ein paar Tagen eine kleine Schale verdrückt habe  ;D
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Jada

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Re: Vierbeeren
« Antwort #27 am: 11. August 2016, 04:03:30 »

wie die vierbeere schmeckt? wie eine verbesserte goldjohannisbeere, die ich übrigens auch sehr gern mag. die vierbeere ist vor allem viel größer, während die gjb ziemlich kleine früchte produziert (wie perlen, ca. 6-8 mm groß). die normale gjb ist toll in der marmelade, die vierbeere eine dessertfrucht. die orangesse ist superlecker, sehr exotisch, süß, herrlich von der farbe. einziger nachteil: wuchert sehr stark und produziert wenig früchte. eine schwarze muss auf jeden fall in der nähe stehen, weil sie nur eingeschränkt selbstfruchtbar ist. ich habe von deaflora mir auch noch die gelbfrüchtige besorgt, hoffe, sie entwickelt sich toll. 
meine orangesse 1 hat im zweiten jahr bei 1,50 höhe ca. 12 früchte produziert - trotz pollenspende von einer gjb, meine orangesse 2 im anderen garten ohne fremdpollen bei ca. 50 cm höhe ca 10.... aber sie sind wirklich grandios. die blüten ein echter traum, allein der duft....mein frühlings-lieblingsduft, den ich niemals mehr missen möchte. die nächste vierbeere würde ich auf jeden fall als stämmchen kaufen oder versuchen, eins  selber zu ziehen, so sind sie leider recht platzbedürftig. andererseits macht so eine vitale pflanze natürlich auch viel freude. :) schade, dass meine gärten zusammen nur ca. 420 m² groß sind.....:( es gäbe ja noch so viel interessante beeren zu pflanzen.....ansonsten kann ich gloires de sablons und jules sehr empfehlen, köstlicher als köstlich,  auch ometa und kierroyal, auch hedda. titania ist ok, aber fällt geschmacklich ab. red lake ist auch gut. als brombeere ist navaho unschlagbar lecker!!! und trägt in mehreren schüben. die beeren sind parfümiert und sehr sehr süß, ohne zuckrig zu sein natürlich ist vollreife wichtig, aber das sieht man bei dieser sorte besonders gut, weil die zellen größer werden und die früchte nachgiebiger. diese brombeere zeigt richtig an, wenn sie reif ist. nur schade, dass sie ein sehr enges erntefenster hat. wenn man nur 2-3 tage zu spät kommt, liegen die früchte auf dem boden.... liebe grüße von der beerenfront.
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Fiscmac 65

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Re: Vierbeeren
« Antwort #28 am: 11. August 2016, 18:10:15 »

Danke Flo und Jada für Eure Berichte.

Ich habe auch vier Sorten Ribes Aureum in meinem Garten. Nunmehr im 2. und 3. Standjahr haben sie sich nach zögerlichen Anwachsverhalten einigermaßen entwickelt, so das ich heuer reichlich Blüten hatte. Dieser Duft nach Vanille ist "einfach" umwerfend und sehr intensiv. Man riecht diese Staude bereits aus 2-3 m Entfernung. Bei der Ernte braucht es jedoch Geduld. Die Früchte werden auf 2-3 Wochen folgernd reif und müssen einem fast in die Hand oder auf den Boden fallen. Ab und an platzt auch eine Beere am Strauch, dann ist sie wirklich reif. Der Geschmack ist weniger für Freunde von eher milden, (fast langweiligen) Johannisbeeren sondern es sind Beeren mit aromatischer Vielfalt. Vom Biss bis zum Abgang erlebt man bei den schwarzen Sorten von Aroma, mitunter etwas säuerlich (je Sorte) und einem zuckersüßen Abgang ein großes Spektrum an Aromavielfalt. Bei der Orangesse erlebt man einen milderes, außergewöhnlich exotisches Aroma, irgendwie nach Mango-Maracuja... Neben den doch in meinem Breitengraden etwas schwierigeren Fruchtarten wie Pawpaw, Kaki und Eia Popeya ist die Orangesse eine einfachere Art, sich etwas Exotic in den Garten zu holen.

Wichtig zu wissen, das im Gegensatz zu den Johannis- und Stachelbeeren die Haupternte hauptsächlich an den 3 jährigen lateralen Trieben zu finden ist, vereinzelt auch am 2 und 4 jährigem Holz. Spätestens das 4 Jährige Holz sofort nach der Ernte entfernen um neues Triebwachstum aus dem Boden zu fördern. Hierfür pflanzt man den Busch 5-10cm tiefer als aus der Baumschule kommend.

Bei einigen Sorte ist ein Gerüst oder Anbinden an einen Pfahl erforderlich, weil doch teilweise hängendes und flaches Triebwachstum vorherrscht. Möglicherweise ein Grund, das es bei LUB nur die doch sehr aufrecht wachsende Saphir als Stämmchen gibt. Ich habe dennoch heuer 2 nicht zufriedenstellende Johannisstämmchen gekappt und per Geißfuß "Orangesse und Pearl" gemeinsam je Stamm gepropft. Mal sehen wie es wird.

Zumindest scheint es bei mir so, das die lieben Freunde der Wühlmäuse doch mehr Gefallen an den Aureum´s als an den "normalen" Sorten gefunden haben. Nach zwei Ausfällen habe ich allen einen Hasengitterkäfig verpasst. Auch lässt mich der Eindruck nicht los, das sich die Befruchtung doch etwas schwieriger gestaltet, jedoch war das Frühjahr heuer keine Referenz. Wie bekannt haben Spätfröste auch in Österreich intensiv zugeschlagen, die auch unsere lieben Bienen und Hummeln in Ihre Löcher vertrieben haben und wohl sind auch einige Blüten erfroren. Somit gilt es das nächste Jahr abzuwarten... daraus erkennbar, das auch meine noch nicht abgeschlossene Ernte eher bescheiden ausfallen wird. ABER die Blüten und der Duft, sowie das wunderschöne Herbstlaub entschädigen ...

LG Hans

Edit: Als Standort habe ich Vollsonne und Halbschatten, würde jedoch Vollsonne wie bei den Johannisbeeren vorziehen
 
   
« Letzte Änderung: 11. August 2016, 18:58:14 von Fiscmac 65 »
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cydorian

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Re: Vierbeeren
« Antwort #29 am: 11. August 2016, 19:18:05 »

die orangesse ist superlecker, sehr exotisch, süß, herrlich von der farbe.

Das Aroma, ist es erinnerlich, identifizierbar, deutlich? Würde man ein Fruchtmus (also keine Identifizierung über Forum und Konsistenz, sondern nur das Aroma) sofort zuordnen können, so wie bei anderem Gartenobst? Bei beispielsweise Stachelbeeren, Johannisbeeren, Äpfeln, Birnen, Erdbeeren etc. etc. klappts problemlos.

Dann wäre die orange Version klar besser wie normale Goldjohannisbeeren. Die habe ich als nicht ausdrucksstark in Erinnerung, sondern mit wenig Aroma. Gewiss, Säure und manchmal Zucker sind da, aber eben nicht viel Aroma. So wie bei leider vielen amerikanischen ribes - Arten.
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