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News: die "einen" krähen etwas wohltönender als die "andern". es kann aber auch umgekehrt sein.  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur)
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22. März 2019, 21:49:08
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News: die "einen" krähen etwas wohltönender als die "andern". es kann aber auch umgekehrt sein.  (Zitat aus einem Fachthread bei garten-pur)

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|22|1|Seltsam, was einem so auffällt, wenn man mal so überlegt. (pearl)

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Autor Thema: Vierbeeren  (Gelesen 10624 mal)

Jada

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Re: Vierbeeren
« Antwort #30 am: 12. August 2016, 02:35:32 »

Danke Hans für deinen sehr fachkundigen Bericht und den Tipp, die vierjährigen Zweige zu entfernen!:) Als Ergänzung: die Orangesse finde ich auch sehr aufrechtwachsend und standfest. Dein Veredelungsvorhaben hört sich gut an. Drück dir die Daumen. Wär toll, wenn du davon weiter berichten könntest.

@cydorian

Hast du mal richtig durchgereifte Lubera-Vierbeeren gekostet? Die finde ich viel interessanter als die meisten anderen Beerensorten, sehr geschmacksintensiv.

Meine "große" Orangesse macht wirklich Super-Früchte. Sie steht vollsonnig im Steingarten und bekommt wirklich sehr sehr viel Sonne. Das könnte man anderen Beeren wohl so nicht zumuten, aber ich habe es bei ihr getestet. Die Früchte werden ca. 1 cm groß. Die andere Orangesse steht im anderen Garten und bekommt vielleicht 3 - 4 Stunden direkte Sonne, danach, recht hell. Ihre Früchte sind deutlich kleiner und weniger süß, aber lecker genug und angesichts der kleinen Pflanzengröße mehr als bei dem Steingartenexemplar. Sicherlich produziert sie mehr Beeren, weil der Boden dort viel feuchter ist.

Bei der großen finde ich die Beeren mit keiner anderen Beerensorte vergleichbar (etwas tendiert sie wie Hans schon sagte in Richtung Maracuja) und sie würde sicherlich Deinen Fruchtmus-Test bestehen. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Beerenart jemals "richtig viel" trägt, wie z.B. eine Invicta.....und ausreichend Material zusammen käme..... Allerdings sehen die Sträucher auf den Lubera-Fotos recht gut behangen aus....

Eine Sache hat mich allerdings ziemlich verwirrt. Wir haben sehr viel Hummeln und Bienen (fast jede Staude ist auf Bienentauglichkeit getestet), aber sie lassen die Vierbeeren links liegen...., so dass ich sie per Hand bestäuben musste. Dafür haben wir jetzt Unmengen an blauen Johannisbeeren... Weil sich die lieben Tierchen fast nur noch darauf gestürzt haben.... ;) ::)
« Letzte Änderung: 12. August 2016, 02:48:35 von Jada »
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Fiscmac 65

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Re: Vierbeeren
« Antwort #31 am: 28. August 2016, 16:53:30 »

Ich habe heute BLACK GEM abgeerntet. Ein Busch im 2.ten Standjahr... Ein 4 Liter Kübel war voll, schaffte es aber nicht Richtung Küche und auf den Kuchen, zumal auch Nachbarn anwesend waren. Da lass ich jede Johannisbeere stehen, sogar die neuen Sorten, wie Rovada, Susette, Lisette, Barbette... die schwarzen ohnehin, die holländischen Sorten habe ich schon vor 2 Jahren gerodet ... Ein Geschmack der umwerfend ist, nicht nur von mir sondern auch von 5 Nachbarn ebenfalls so empfunden. Ich kann sie Euch guten Gewissens nur empfehlen.
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Elro

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Re: Vierbeeren
« Antwort #32 am: 28. August 2016, 17:48:39 »

Rovada ist keine neue Sorte, steht bei uns schon 40 Jahre, ist mit Züchtungsjahr 1968 gelistet.

Hattest Du denn Deinen Strauch wegen der Kirschessigfliege eingetütet?
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Liebe Grüße Elke

Rib-Huftier

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Re: Vierbeeren
« Antwort #33 am: 28. August 2016, 18:27:25 »

Die sog. Vierbeeren, Gold-Johannisbeeren oder auch Missouri-Johannisbeere, sind keine neue Sache. Selbst Mitschurin hatte schon Sorten selektiert. Das sich diese Johannisbeere nicht durchgestzt hat, liegt nicht am Geschmack, sondern eher an Trends. Die Stachelbeere Z.B. hat im 18. und 19 Jahrhundert seine Hochzeit gehabt. Dort war es dann Trend Riesen-Stachelbeeren zu Züchten. Am Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhundert kreiste dann der Stachelbeermehltau, der viele Sorten aussterben leiß. Dazu kahmen noch etliche Kriegsjahre.

Um die Stachelbeere zu retten, musste dann die amerikanische Stachelbeere eingekruzt werden. Aber während des 20. Jahrhunderts verlohr die Stachelbeere an Bedeutung. Dies führte zu einer langsameren Entwicklung der neueren Stachelbeersorten (z.B. dünnere Schale). Dies führte heute dazu, dass mehr Sorten im osten und im norden bekannt sind, als hier im Lande.

Dieser Trend zog sich durch alle Johannisbeer-arten. So wurden viele neuere westliche Cassis-sorten in England gezüchtet (Die ganzen Sorten, die mit Ben beginnen). Diese wurdenn aber nicht zum verzehr gezüchtet, sondern für pharmazeutische Zwecke (Farbe usw.).

Wer behauptet, dass sich die Gold-Johannisbeere nicht durchgesetzt hat, weil sie nicht so gut schmecken würde, der hat noch keine wilden Vertreter von roten und schwarzen Johannisbeeren verköstigt. Diese schmecken nämlich auch nicht so toll. Der Ertrag ist auch sehr klein. Geschmack liegt im Blickfeld des Betrachters. Man muss dazu bedenken, dass die Entwicklung der Sorten der Gold-Johannisbeere in den Kinderschuhen steckt.

Natürlich hat Lubera auch kommerzielle Interessen aber dies ist für eine Baumschule folgerichtig. Gut finde ich, dass sich überhaupt eine Baumschule um unbekannteres bzw noch nicht bearbeites Wildobst kümmert. Wenn irgendein Idealist sich um neue Sorten kümmern würde, dann hätten wir davon gar nichts. Eine schnellere Sortenentwicklung, braucht vor allem bei Gehölzen, viel Anbaufläche. Und dann muss man auch in der Lage sein, die neuen Sorten unter die Menschen zu bringen.

Die gold-Johannisbeere ist mit der Blut-johannisbeere und mit der schwarzen Johannisbeere näher verwand. Somit ist der Geschmack relativ ähnlich zur Cassis. Aber ohne Cassis-Aroma und weniger Säure.

Vielleicht ist die Frucht auch besser zur Verarbeitung geeignet. Das Trendobst Aronia oder Cido müssen verarbeitet werden. Als Marmelade hat man dann die Möglichkeit fehlende Aromen hinzu fügen. Himbeer-Marmelade wird auch immer gesäuert, da die Himbeere wenig Säure hat.

Die Gold-Johannisbeere hat ja noch mehr zu bieten, als die normale Johannisbeere. Eine weit schönere Blüte, die besser riechen soll, das Laub hat eine schöne exotische Note (Ginkgo) und im Herbst bietet der Busch ein schönes Indian-sommer-flear.
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Rib-3sel

Rib-Huftier

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Re: Vierbeeren
« Antwort #34 am: 28. August 2016, 18:34:10 »

Rovada ist erst 1980 im Handel!!!! -> rel. neue Sorte! (Quelle: Bundessortenamt)
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Rib-3sel

cydorian

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Re: Vierbeeren
« Antwort #35 am: 28. August 2016, 19:12:26 »

Rovada ist erst 1980 im Handel!!!!

Na ja, Sortenschutz schon seit vielen Jahren abgelaufen... aber das ist nicht das Thema.

Ribes Aureum scheint übrigens recht variabel zu sein bzw. einige Unterarten aufzuweisen, var. aureum, var. gracillimum, var. villosum. Die gelbfrüchtige Version ist normal:
http://www.swcoloradowildflowers.com/Yellow%20Enlarged%20Photo%20Pages/ribes%20aureum.htm
Rote gibts auch: http://wnmu.edu/academic/nspages/gilaflora/ribes_aureum.html
Wird auch verkauft: https://www.amazon.com/Aureum-Golden-Currant-Native-Plants/dp/B01BKOJDOI
Angebaut wird sie zwar von Gartenfreunde in den USA, aber Sorten oder nur Auslesen scheinen dort auch nicht besonders viele zu existieren, hier eine Diskussion mit interessanten Beiträgen: http://forums.gardenweb.com/discussions/1485891/native-golden-currant-bigger-better-than-cultivated-varieties

Fazit: Hat vielleicht Potential.
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Fiscmac 65

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Re: Vierbeeren
« Antwort #36 am: 28. August 2016, 20:19:20 »

Danke für Eure Informationen... Weder der noch der hat diese Gattung in seinem Garten und schreibt fleißig mit... Gescheiter und besser WISSEND als jeder EIGNER solch einer Pflanze... nur zu, aber wie so oft schade ...
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Rib-Huftier

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Re: Vierbeeren
« Antwort #37 am: 29. August 2016, 12:05:03 »

Ich hatte gedacht, dass die gelbe Version der Gold-Johannisbeere eine Albino-Varietät sei. So wie die weißen zu den roten Johannisbeeren oder die grünen Johannisbeeren zu den schwarzen. :o
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Rib-3sel

Jada

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Re: Vierbeeren
« Antwort #38 am: 01. September 2016, 02:18:03 »

Eure "gelbe" würde ich eher als orange bezeichnen. Wie z.b. die Orangesse von Lubera. Daneben gibt es eine mit richtig hellgelben Früchten. Hab diese auch im Garten, als Neuanpflanzung von Deaflora.

Die rote sieht auch klasse aus, cydorian!
Hab so eine dieses Jahr mit jemand getauscht und bin schon sehr gespannt auf die Früchte.
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Rib-Huftier

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Re: Vierbeeren
« Antwort #39 am: 01. September 2016, 09:36:01 »

Danke für Eure Informationen... Weder der noch der hat diese Gattung in seinem Garten und schreibt fleißig mit... Gescheiter und besser WISSEND als jeder EIGNER solch einer Pflanze... nur zu, aber wie so oft schade ...
Nein, ich habe mehrere Pflanzen, die aber sehr schlecht getragen haben. Ich kann dir z.B. sagen, dass du wahrscheinlich deine Pflanzen anstäben musst. Bei mir legten sich die Pflanzen im regen und blieben dann auch so. Stäben ist da unerlässlich.
Mann muss nicht immer eine Pflanze besitzen, um etwas darüber schreiben zu können.  Im Forum versucht man auch was zu vermitteln. Und dass man in Foren gerne das Thema verlässt, ist auch kein neues Ding. Wem aber das auch zu wieder ist, dem kann man nur raten, dass er sein Vorhaben begräbt oder gleich blind links in die Tat schreitet. Qualitätslose Beiträge las ich bei diesem Thema noch nicht.
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Rib-3sel

helga7

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Re: Vierbeeren
« Antwort #40 am: 14. März 2019, 09:34:31 »

Ich habe gerade diesen Faden durchgelesen, weil ich mir gerne eine Vierbeere zulegen möchte, am Liebsten die Orangesse.
Gibt es neuere Erfahrungen zu dieser Pflanze oder zu Vierbeeren allgemein?
Ich habe seit Jahren eine Ribes aureum (des Duftes wegen). Orangesse soll nicht selbstfruchtbar sein, der näheste Pflanzplatz zu meiner Ribes aureum ist 4m entfernt - kann sie da noch als Befruchter dienen?
danke für eure Antworten  :)
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Ciao
Helga

cydorian

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Re: Vierbeeren
« Antwort #41 am: 14. März 2019, 13:54:52 »

4m ist kein Problem. Ich habe jetzt seit einigen Jahren ein paar unterschiedliche Pflanzen der Duft-Johannisbeere, darunter auch die Orangesse. Eigentlich hätten die schon vor zwei Jahren mehr tragen sollen, es kamen 2017 erst ein paar Einzelfrüchte. Ich weiss nicht warum, aber es läuft eher enttäuschend. Wenig Neuzuwachs, absterbende Äste. Die trockene Hitze letztes Jahr haben sie auch nicht gemocht. Bin mir nicht mehr so sicher, welche Bedingungen die eigentlich wollen.
« Letzte Änderung: 14. März 2019, 13:57:22 von cydorian »
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helga7

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Re: Vierbeeren
« Antwort #42 am: 14. März 2019, 14:41:31 »

Danke Cydorian! :)
Konntest du irgend welche Unterschiede bei den Pflanzen erkennen, oder tragen und wachsen alle schlecht?
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Ciao
Helga

cydorian

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Re: Vierbeeren
« Antwort #43 am: 14. März 2019, 15:55:47 »

Die Orangesse gehörte noch zu den besseren und hatte auch weniger abgestorbene Äste. Sollte man aber als Einzelbeobachtung werten, sie sind einfach zu wenig verbreitet, da fehlen andere Erfahrungen. Eigentlich soll sie sehr robust sein, im Ursprungsgebiet zieht sie aber Flussauen vor. Vielleicht tut ihr etwas Halbschatten und Feuchtigkeit ganz gut.

Ausserdem habe ich gehört, dass von einigen Verkäufern fleissig die sehr ähnliche Goldjohannisbeere (Ribes aureum) als Duftjohannisbeere verkauft wird. Das merkt man erst an den Früchten oder wenn der Strauch etwas höher wird, r. odoratum schafft nur 2m. r. aureum findet sich auch als eingetreutes Strassenbegleitgehölz (hier z.B. an Autobahnen) und im Stadtgrün.
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b-hoernchen

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Re: Vierbeeren
« Antwort #44 am: 15. März 2019, 13:04:08 »

Ich hatte auch mal probiert sie anzubauen - nahe dem gerodeten Kirschbaum - vollsonnig. An der Stelle war mir schon eine Stachelbeere eingegangen und die Vierbeeren haben es auch nicht lange gemacht, sind einfach verdorrt; Wassermangel dürfte es nicht gewesen sein, ist's Verticillium?

Jedenfalls zeigen die nun dort gepflanzten Maibeeren keine Symptome (*klopf auf Holz*).
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Wenn ich auf die Wetterkarte schaue, beschleicht mich ein unheimliches Gefühl... .
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