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historische Sorten (Gelesen 9969 mal)
Moderatoren: Nina, Phalaina, AndreasR
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Inken
Re:historische Sorten
@Lisa, ja!
'Honorine Jobert', hinter der sich vielleicht 'Marie Maushart' versteckt?
Auch zu den Stauden-Päonien, die Schantalle schon ins Spiel brachte: Hier gibt es noch verhältnismäßig viele Sorten aus der betreffenden Zeit. (@Lisa, über "1824" sollten wir mal reden.
) In Mode waren neben den bereits genannten auch Dahlien und Chrysanthemen sowie Einjährige wie zum Beispiel Phlox drummondii. @Waldmeisterin, ich finde das gewählte Thema hervorragend. Schade, dass die Idee nicht von mir stammt.
- oile
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Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin Brandenburg, zwei Gärten: Nähe Schönefeld und Nähe Fürstenwalde.
Re:historische Sorten
Solltest Du Sandboden haben, rate ich von Madonnenlilien ab. Die funktionieren da nicht.
Bis jetzt ist es gut gegangen, sagte der Mann, als er am 13. Stockwerk vorbei fiel.
Don't feed the troll!
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Schantalle
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NRW | Kölner Bucht | 8a
Re:historische Sorten
Ja, sehr wahrscheinlich. Ist aber unwichtig. Du schreibst auch selbst "so alt, dass es auch im ursprünglichen, ersten Garten [...] gewachsen sein könnte". Vielleicht bin ich zu sehr ein Augen gesteuertes Mensch, aber für mich wäre der ursprüngliche Zustand des Gartens nicht so entscheidend ...[size=0] (bei mir z.B., um das immerhin 1912 zu rekonstruieren, bräuchte ich bloß "alles platt, die Wandhaken wieder befreien, Wäscheleinen aufhängen, fertig" *grins*) [/size] ... wichtiger wären mir die historisch anmutende Blütenformen: Die Rosen so wie so, aber auch die von Inken genannte Chrysanthemen, oder Iris wirken auf den ersten Blick historisch, weil man sie aus den alten Abbildungen kennt. Da könnte z.B. die Heuchera so alt sein, wie sie möchte. Auf mich wirkt sie nicht so, weil man sie nicht verewigt hat. Als zweite Stufe der Auswahl-Beschränkung dann tatsächlich das Alter einer konkreten Sorte. Plus die Gestaltung des Ganzen ohne unserer Materialien.PS. Zu der "Deppen-Anleitung": Es war nicht als 'mach so, Du Depp' gemeint, sorry! Auch nicht als 'nimmt Päonien oder stirb' ... Ich hatte nur das Gefühl, dass die, von Dir genannte "freiwillige bzw. notwendige Auswahlbeschränkung" noch nicht wirklich hilft und dass (eigentlich logisch), je länger man sich in das Thema vertieft, desto größer die Auswahl.Übrigens und nur am Rande: Kann jemand erkennen, welche Pflanze Herr Mucha für 'Rubin' ausgewählt hat?Allerdings scheinen die Erbauer auch nicht so richtig viel Geld gehabt zu haben, das Haus wird in einem zeitgenössischen Bericht als "Sommerhaus in einem großen Obstgarten" beschrieben und ist auch nicht wirklich herrschaftlich. Ich nehme mal an, dass hier neben Zier- auch ganz viel Nutzgarten war.
Aster!
- Gartenplaner
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Re:historische Sorten
Ich würd mal sagen, Judassilberling-Samenstände (Lunaria annua) für 'Topas', Eukalyptus mit Früchten für 'Smaragd', Bart-Iris für 'Amethyst' und Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) für 'Rubin'Wenn es keinen prägnanten Garten gab, der rekonstruierbar wäre, spielt es bei der Gestaltungsüberlegung keine Rolle, was vorher da war, dann kann man aus dem Vollen und seinen eigenen Vorlieben schöpfen.Ich denke aber, daß es ein ordnender Ansatz wäre, zu überlegen, welche Grundstruktur man dem Vorgarten verpassen möchte, bevor man sich durch hunderte Stauden-Sorten aus der Zeit durchwühlt.Und da das "Historische" ein spannendes Thema für einen Garten an einem historischen Haus ist, würde ich da mit interessanten, für die Fläche und die Umgebung passende und vom Besitzer als schön empfundene Gestaltungsstile der Zeit anfangen.
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Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
“Frei zu sein bedeutet nicht nur seine eigenen Ketten abzulegen, sondern sein Leben so respektvoll zu leben, dass es die Freiheit anderer steigert.“ Nelson Mandela
Erich Kästner, (1933/46), Ein alter Mann geht vorüber
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sarastro
Re:historische Sorten
'Septembercharme' und 'Honorine Jobert' sind fast nicht mehr echt im Handel. Von diesen Sorten wird alles mögliche vertrieben. Ich kann dies auch nicht mit Sicherheit sagen, was echt ist. Ein älterer Kollege behauptete vor vielen Jahren, dass 'Honorine Jobert' unregelmäßige Blüten besitzt, hoch wird und sehr wuchert.
- Waldmeisterin
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Re:historische Sorten
Och, nun macht mir doch nicht meine Honorine madig. Aber ich bin auch gar kein Sortenfreak, wenn das Ding in Wirklichkeit Gretchen Müller heißt, ist es mir auch wurscht.Lisa, Mme P. darf ruhig wuchern, in ihrem Beet wächst sonst nicht viel. Ich bin mal gespannt, wie die sich entwickelt. Deine Päonientips habe ich notiert.Apropos, Schantall, ich fand die Deppenanleitung wirklich hilfreich, immerhin bin ich was Beetplanung angeht, noch ein ziemlicher Volltrottel.Ok, weiter, Madonnenlilien. Ich habe hier keinen Sand, sondern würde meinen Boden ganz unbescheiden als „Schwarzerde“ bezeichnen. Problem könnte eher werden, vor dem Haus ein Plätzchen mit ausreichend Sonne zu finden.Dahlien, Chrysanthemen, Akeleien, Iris gefällt mir alles sehr gut, ist aber auch schon wieder ein Fass ohne Boden. Aber ich werde mich dem Thema annähern.Gartenplaner, eine Grundstruktur haben wir schon, sie ist durch die leider noch lange nicht vollendete Pflasterung (historisches Kopfsteinpflaster
) und den alten Pflaumenbaum vor der Haustür vorgegeben. Bis da drumherum irgendwas gepflanzt wird, wird noch einige Zeit vergehen. Deshalb sammle ich erst mal Material.
Patriotismus ist auf Kartografie und Zufall basierende Esoterik.
Re:historische Sorten
Ich habe mich vertan, sorry!@Lisa, ja!'Honorine Jobert', hinter der sich vielleicht 'Marie Maushart' versteckt?
Auch zu den Stauden-Päonien, die Schantalle schon ins Spiel brachte: Hier gibt es noch verhältnismäßig viele Sorten aus der betreffenden Zeit. (@Lisa, über "1824" sollten wir mal reden.
) ....

@Waldmeisterin:Schwarzerde ist ideal! Für allerlei Gewächse. -
Inken
Re:historische Sorten
Keinesfalls, eine Sorte mit Geschichte, welcher auch immer.Och, nun macht mir doch nicht meine Honorine madig.
- Waldmeisterin
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Re: historische Sorten
Peinlich, jetzt, nach zwei Jahren, ist vor dem Haus endlich gepflastert. Oder fast, der Rest wird am Donnerstag gemacht.
Zum Pflanzen ist es jetzt zu spät, aber man kann ja planen :P.
Status: Mme Plantier und Honorine Jobert haben sich zwischenzeitlich verabschiedet, so viel zum Thema Wuchern. Phlox "Freifrau von Lassing" wächst hier allerdings tapfer, auch der Hochzeitsphlox. Ich hoffe mal, dass Paeonia "Festiva maxima" auch wieder kommt.
Weiterhin verfolge ich Ebucht-Kleinanzeigen, wo gerne mal Kleingärten ausgeräumt werden, um Platz für Rasen und das Planschbecken von Klein-Jonathan zu schaffen. Im Augenblick ist mein Keller voller Dahlienknollen, keine Ahung, was daraus nächstes Jahr erwachsen wird.
Witzigerweise ist mein Garten total mohnverseucht, aber ich habe damit nix zu tun. Mir gefällt die Vorstellung, dass "Witwe Krieger", als sie einstmals dieses Haus erbauen ließ, Mohn ausstreute, damit es schnell sprießt und sich das bis heute erhalten hat.
Jedenfalls: die Planung geht weiter, bis zum nächsten Frühjahr sollte sie stehen. :D
Zum Pflanzen ist es jetzt zu spät, aber man kann ja planen :P.
Status: Mme Plantier und Honorine Jobert haben sich zwischenzeitlich verabschiedet, so viel zum Thema Wuchern. Phlox "Freifrau von Lassing" wächst hier allerdings tapfer, auch der Hochzeitsphlox. Ich hoffe mal, dass Paeonia "Festiva maxima" auch wieder kommt.
Weiterhin verfolge ich Ebucht-Kleinanzeigen, wo gerne mal Kleingärten ausgeräumt werden, um Platz für Rasen und das Planschbecken von Klein-Jonathan zu schaffen. Im Augenblick ist mein Keller voller Dahlienknollen, keine Ahung, was daraus nächstes Jahr erwachsen wird.
Witzigerweise ist mein Garten total mohnverseucht, aber ich habe damit nix zu tun. Mir gefällt die Vorstellung, dass "Witwe Krieger", als sie einstmals dieses Haus erbauen ließ, Mohn ausstreute, damit es schnell sprießt und sich das bis heute erhalten hat.
Jedenfalls: die Planung geht weiter, bis zum nächsten Frühjahr sollte sie stehen. :D
Patriotismus ist auf Kartografie und Zufall basierende Esoterik.
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blommorvan
Re: historische Sorten
@Waldmeisterin: Wie sieht denn der Hochzeitsphlox aus? Hast Du vielleicht ein Bildchen? :D
Re: historische Sorten
Nach Gaißmayer wird 'Miss Lingard' als Hochzeitsühlox bezeichnet.
Viele Grüße,
Hortus
Hortus
- Waldmeisterin
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Re: historische Sorten
Hortus hat geschrieben: ↑21. Nov 2017, 16:52
Nach Gaißmayer wird 'Miss Lingard' als Hochzeitsühlox bezeichnet.
laut Inken auch :D
Bild habe ich leider nicht, ich bin ja schon froh, dass der nicht wieder verschwunden ist...
Patriotismus ist auf Kartografie und Zufall basierende Esoterik.
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Conni
Re: historische Sorten
Waldmeisterin hat geschrieben: ↑21. Nov 2017, 16:19
... Mme Plantier und Honorine Jobert haben sich zwischenzeitlich verabschiedet ...
Ich habe in diesem Jahr Stecklinge von 'Lyykefund' und 'Mosel' gemacht - wenn Du Interesse hast, kannst Du gern welche haben (bewurzelt sind sie).
- Staudo
- Beiträge: 35946
- Registriert: 7. Jul 2007, 08:39
- Wohnort: Südbrandenburg
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- Winterhärtezone: 7a: -17,7 °C bis -15,0 °C
Re: historische Sorten
Waldmeisterin hat geschrieben: ↑21. Nov 2017, 16:19Im Augenblick ist mein Keller voller Dahlienknollen, keine Ahung, was daraus nächstes Jahr erwachsen wird.
Dahlien. ;)
„Am Ende entscheidet die Wirklichkeit.“ Robert Habeck