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News: Auch Schlafen ist eine Art von Kritik, vor allem im Theater. (George Bernhard Shaw)
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17. Oktober 2017, 09:31:25
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|15|8| Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun, wozu es im Winter zu kalt war. (Mark Twain)

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Autor Thema: Lubera - Äpfel  (Gelesen 23866 mal)

cydorian

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #270 am: 10. März 2017, 22:16:49 »

Vom Geschmack habe ich nie gesprochen, es ging um die Eignung als Spalierbaum. Lies nochmal nach.
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Chefchoch

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #271 am: 14. März 2017, 20:01:01 »

Vielen Dank für eure Rückmeldungen, v.a. auch für die Tipps zur Bodenvorbereitung @b-hoernchen

@floXIII, ja es soll ein zweidimensionaler Spalier werden.

Das mit der kurzen Lebensdauer überrascht mich zwar etwas, aber ist schon nachvollziehbar. Sollte eigentlich ein "Lebensprojekt" sein.
Stelle mich darauf ein, in 20 bis 30 Jahren nochmals neu zu beginnen ;)

Werde mir wohl nun einen RedLove Odysso und den Bionda Marylin zulegen.

Wie sieht es eigentlich bei Birnenspalieren aus, da wird ja wahrscheinlich eine andere Unterlage verwendet? Gibt es da längere Lebensdauern?
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #272 am: 14. März 2017, 20:29:55 »

So kurz ist die Lebensdauer von Bäumen auf M9 nicht.
Im kommerziellen Anbau diktiert profitmaxinierter Ertrag die Umbruchszeiten und oft der Handel auch einen Sortenwechsel.
Ich weiß hier schwach wüchsige Apfelbäume, laut Auskunft des Besitzers sind das Plantagenbäume aus Südtirol,  die seit 40 Jahren in einem Garten stehen.

Nochmal zur Bodenbearbeitung: Ideal wäre es, die Bodenbearbeitung ein halbes Jahr vor dem Setzen der Bäume in Angriff zu nehmen: Boden ausheben, gegebenenfalls Mischen, Aushub mit reichlich frischem Mist abdecken, halbes Jahr "durchziehen" lassen, anschließend wieder ins Loch, dabei wird das organische Material eingearbeitet und in diese Mischung dann die Bäume setzen (idealerweise, wenn sie keine Blätter haben, du sie also "wurzelnackt", nach Entfernen der Containererde, setzen kannst.

Du hast uns leider noch keine nähere Angaben zu deinem Boden (Sand, Moor, Gebirgsboden?) und deinen Klimaverhältnissen gegeben. Wo gärtnerst du bitte?

Mit Kunstdünger kommt man auf magerem Wiesenboden nicht weit. Ich hab' das auch schon auf der Bauernwiese probiert - da fehlt das organische Material, das Bodenleben. Der Garten ist kein Labor mit keimfreien Spezialsubstrat. Das ist etwas, was die Blaukornfraktion nie glauben wird, aber nichts ersetzt einen sauerstoffreichen, wurmgelockerten Boden mit Ton (Ionenaustauscherfunktion), Sand (anorganischer Strukturbildner) und reichlich organischer Substanz.
« Letzte Änderung: 14. März 2017, 21:58:26 von b-hoernchen »
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Elro

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #273 am: 14. März 2017, 21:36:25 »

Meine ältesten Bäume auf M9 sind auch schon 28 Jahre alt und sehen nicht aus als ob sie überaltert wären. Wenn sie keine Wühlmaus holt rechne ich mit weiteren 15 Jahren und wenn es mehr werden auch gut.
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Liebe Grüße Elke

Chefchoch

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #274 am: 15. März 2017, 20:24:50 »

Super, das lässt ja hoffen @Elro  :) :)

Ich gärtnere im Schweizer Mittelland, also wahrscheinlich Klimazone 7.
Beim Boden handelt es sich um eine Art Braunerde, Tendenz zu lehmig.

Danke für die Tipps zur Bodenvorbereitung, werde dies entsprechend in Betracht ziehen, die Pflanzung ist ja noch ausstehend.
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #275 am: 15. April 2017, 21:03:03 »

Wieder einmal ist Ostern, wieder einmal blühen die Äpfel - und wieder einmal ist Schnee bis ins Flachland angesagt.
Deshalb schnell noch ein Blick auf die Blüte der Lubera-Sorten dieses Jahr:

1. Circe:


2. Marilyn:


3. Calypso:


4. Odysso:

Odysso hat letztes Jahr (zweites Stand- und erstes Ertragsjahr)  zu viel getragen, ich hätte ausdünnen müssen. Dazu habe ich im Winter den besten Fruchtast durch meine Dummheit abgebrochen. Leider kommt die Blütenfarbe nicht gut rüber, war letztes Jahr auch mit den knallroten Äpfeln ein Hingucker.

5. Era:

Wohl der fruchtbarste meiner Redloves. Trug letztes Jahr so viel, dass - wieder mein Fehler - die Sprossachse abgeknickt ist. Man sollte halt ausdünnen, wenn man den Frost überstanden hat... . Muss wieder aufgebaut werden - sieht aber nach Rückschnitt der Seitenäste nun "harmonischer" aus. Hätte sonst sicher noch mehr Blüten

Era-Blüte im Detail:


Ich muss mich für die schlechte Farbwiedergabe entschuldigen, aber heute waren die Lichtverhältnisse nicht so gut, es war meist bedeckt und ein schlechter Witz von einem "Sprühregen" hat nicht einmal die Straße nass gemacht. Dabei hätte es einen druchdringenden Landregen notwendig.


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floXIII

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #276 am: 16. April 2017, 08:41:52 »

@b-hoernchen: Da werde ich wieder ganz neidisch. Aber wenigstens treibt mein Odysso dieses Jahr schön aus, ich hoffe dass bleibt auch so. Vielleicht blüht mein Baum nächstes Jahr ähnlich schön wie deine.

Für nächste Woche werden auch hier Frostnächte vorhergesagt. Hoffentlich trifft die Vorhersage nicht zu...
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #277 am: 16. April 2017, 11:25:22 »

Die Sorten an sich sind mega blühwillig und fruchtbar - man muss nur Konkurrenz ausschließen, auch im Wurzelraum. Eine gute Schippe frischer Mist wird auch gern als Düngung angenommen. Ansonsten ist das Problem eher die zu große Fruchtbarkeit. Aber wenn jetzt demnächst alles erfriert, kann ich mir das Ausdünnen sparen... .
« Letzte Änderung: 16. April 2017, 21:20:28 von b-hoernchen »
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schnagga

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #278 am: 16. April 2017, 14:54:14 »

Ähm, wieso blühen die bei dir schon? Ich habe auch ein paar Redloves und und drei weitere Sorten. Bei mir kann man aber gerade mal erkennen, dass Blüten kommen werden.
LG
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Яib-∃səl

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #279 am: 16. April 2017, 15:08:09 »

Bei ihm wird es wohl in Durchschnitt wärmer sein. Uch hänge auch einige Wochen hinter her.
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MFG

Rib-3sel

b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #280 am: 08. August 2017, 20:03:37 »

Hier nochmal Fotos vom Paradis Katka (den Zusatz "Paradis" braucht es hier, denn es gibt einen weiteren "Katka", der z. B. ein Ahne der Sorte "Merkur" ist):









Die Äpfel sind dieses Jahr deutlich größer geworden als letztes Jahr, haben jetzt "richtige" Tafelobstgröße. Ich glaube, man kann auch sehen, dass die äußere Schicht des Fruchtfleisches eine leichte Rosatönung aufweist.
Wie jedoch Herr Kobelt auf die Idee kommt, sein Katka wäre ein Apfel vom "säuerlichen Typ", das erschließt sich mir nicht. Das Ding ist pappsüß - sicherlich mit etwas Säure im Hintergrund und eigentlich nicht schlecht; ein süßer, schneller Energiespender bei der Gartenarbeit. Das Aroma ist deutlicher als beim Julka, aber prinzipiell ähnlich und nicht so intensiv wie das des Discovery oder so komplex exquisit-exotisch wie das des Piros. Letztere beiden bleiben meine Favoriten.

Noch was zur Marssonina-Anfälligkeit von Lubera-Sorten, weil ich nachgefragt habe: Lubera sagt, sie hätten ihre Sorten nicht auf Marssonina-Anfälligkeit geprüft, weil diese Krankheit erst kürzlich bei uns aufgetreten ist - nachdem die Sorten bereits selektioniert waren. Prinzipiell wären aber die frühen Lubera-Sorten weniger anfällig als die späten, z. B. der Utopia.

« Letzte Änderung: 08. August 2017, 20:56:23 von b-hoernchen »
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #281 am: 25. August 2017, 22:37:55 »

Paradis Werdenberg reift derzeit heran - und weil der Apfel auch als "Gravensteiner-ähnlicher" Apfel beworben wird, stelle ich nun beide Äpfel nebeneinander zum Vergleich:



Der Gravensteiner links im Bild stammt von einem Baum auf M26 und wurde letzte Nacht vom Sturm "gepflückt", Werdenberg ist im Bild rechts daneben zu sehen, der Apfel wurde heute von Hand geflückt.

Beide Äpfel sind etwa gleichermaßen genussreif, beide haben eine sehr ähnliche feinzellige Textur, sind saftig, haben eine ähnliche, feine, kribbelnde (ich sag' "aristokratische") Säure - im Gegesatz zur herben, beißenden Säure manch anderer Sorte.

Aber: Während der Gravensteiner "Feinsäuerlichkeit pur" bietet, kommt der Werdenberg mit einem gewaltigen Wumms Zucker daher!
Dieser überlagert teilweise das zurückhaltende Säurespiel. Dazu kommt beim Werdenberg noch ein Aroma, das ich "modern" nennen würde. Ich kenne etwas ähnliches vom "Julka" - bei dem aber deutlich fader und pomadiger. Hinter diesem "modernen" Aroma habe ich tatsächlich (und ich glaube zum ersten Mal bei einem Apfel) so etwas wie einen Hauch Bananaroma geschmeckt. Herr Kobelt erwähnt auch, dass der Werdenberg mit fortschreitender Reife "bananig" werden kann. Überreif würde ich meine Frucht heute keineswegs bezeichnen.

Fruchtfall und Reife:
Deutliche Neigung zu Fruchtfall bei Gravensteiner - vor der Ernte und auch bei Reife. Auf M9 wird (roter) Gravensteiner bei mir vor (!) Klarapfel reif - und die Früchte werden innerhalb zwei Wochen mehlig.
Kein Fruchtfall bislang bei Werdenberg.

Wuchs:
Werdenberg trägt schon klein (2-jährige Veredlelung, erstes Standjahr) - ich trau' mich zu sagen - der bleibt auf M9 klein und kompakt.
Hier ein Bild vom Baum:



Gravensteiner wächst auch auf M9 außergewöhnlich stark, will über die 3-Meter-Marke hinaus, auf M26 werde ich wohl kämpfen müssen, um den Baum < 4m und in Ertrag zu halten.

Baumgesundheit:
Werdenberg steht seit Ende letztes Jahr bei mir (wurde im Laufe des Winters an seinen jetzigen Platz im südseitigen Spalier gesetzt) und hat bei mir bisher keinen chemischen Pflanzenschutz erhalten. Der Neutrieb glänzt in makellosem Grün, auch sonst ist der Gesamteindruck bis jetzt sehr gut - hier ein Bild der Triebe heute:



Gravensteiner dagegen hat eine deutliche Neigung zu Mehltau, zu Blattschorf (oder anderen die Blätter graubraun verfärbenden Pilzen). Der Baum aus dem Gartencenter hat(te?) Rindenbrand, musste mit Duaxo vor dem Ableben gerettet werden

Die Sache mit der Marssonina:
Ein einziges gelbsprenkeliges Blatt musste ich bisher beim Werdenberg entfernen - Marssonina-resistent ist er wohl nicht, aber bisher nichts Dramatisches. Das ist der vorläufige Stand der Dinge.
Bei Gravensteiner weiß ich's noch nicht. Besonders Marssonina - empfindlich scheint er nicht zu sein, zumindest nicht so wie Berlepsch. Ich hab' mal hier im Forum gefragt, wie es denn bei dem mit der Marssonina steht, aber es hat sich noch niemand dazu gemeldet.
« Letzte Änderung: 25. August 2017, 22:41:49 von b-hoernchen »
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Wurmkönig

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #282 am: 26. August 2017, 17:06:57 »

Also der Werdenberg unter dem Ahorn hat heuer vernachlässigbar viel Marssonia (wenn es das wirklich ist). Letztes Jahr hatte dieses Bäumchen um diese Zeit kaum noch Blätter, heuer mit den Bekämpfungsmaßnahmen ist des massiv besser. Die anderen Bäume - mehr oder weniger alle vollsonnig sind unauffällig. Neue Blätter sind auch alle in Ordnung, was die vergelbenden reisse ich rechtzeitig ab.
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Wurmkönig

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #283 am: 26. August 2017, 17:08:59 »

Am allerschlimmsten trifft es Paradies Katka (der steht allerdings nahezu vollständig schattig unter dem Ahorn und hinter den Kiwis). Da hilft auch Myco-Sin kaum, letztes Jahr ist er nahezu nicht gewachsen. Alles ein Platzproblem.
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #284 am: 26. August 2017, 21:46:18 »

Bei mir hat der Katka derzeit ein paar wenige gesprenkelte Blätter - im Widerspruch zur Aussage von Lubera, dass ihre frühen Sorten weniger betroffen seien, aber noch nicht bedrohlich wie bei dir, Wurmkönig. Der Julka hat allerdings kein einziges gelbes oder gesprenkeltes Blatt.
Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Äpfel der Zukunft nicht alle wie Julka schmecken... .
« Letzte Änderung: 08. September 2017, 16:57:10 von b-hoernchen »
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