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|18|10|Meine Gartenklamotten sind Sachen, die ursprünglich meist "gut" waren, bis ich mal kurz damit im Garten war... (Euphrasia)

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Autor Thema: Lubera - Äpfel  (Gelesen 35987 mal)

b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #285 am: 08. September 2017, 17:06:18 »

Seit letzten August steht ein Paradis Morgana bei mir, seit Winter am jetzigen Platz - und dieser Tage hat er seinen Erstertrag abgeliefert: 2 Äpfel.
Der eine war vom Hagel am 28. August weitgehend zerstört, den anderen, ebenfalls lädierten, habe ich heute abgemacht:















Morgana ist etwa zur gleichen Zeit reif wie Marilyn und macht auch sonst den Eindruck ein Bruder  von ihr zu sein.
Der erste Eindruck beim Reinbeissen: Der ist derber als Marilyn, nicht ganz so spritzig-saftig, die Textur erscheint gröber als es der Katalog glauben machen will. Fest-knackig - und gibt den Saft nicht ganz so gut frei; bei Marilyn muss man aufpassen, dass man nicht sich oder sein Gegenüber mit Saft volspritzt, einer der saftigsten Äpfel, die ich überhaupt kenne.
Beide sind süß, sehr süß, aber, wie ich finde nicht langweilig süß, etwas Säure ist im Hintergrund - aber das hat kaum mehr etwas mit dem herkömmlichen Konzept von Säure aus Apfel zu tun - eher wie eine tropische Frucht - wenn da nicht die harte Textur des Morgana  wäre.
Auch die Aromen weisen in Richtung tropischer Blüten oder Früchte. Schwer zu beschreiben - ein Parfumeur für Toilettenartikel könnte sich hier Anregung für eine blumig duftende Seife holen - oder vielleicht den nächsten Weichspüler... .

Diese "unapfelige" Blumigkeit kann man natürlich als übertrieben oder unpassend ablehnen. Es gibt auch Leute die sagen, ein Mann müsse nach Whiskey und Tabak riechen (oder nach Knoblauch und Schweiß) - und ein Apfel dürfe nicht so exaltiert blumig-süß daherkommen. Ich finde Morgana trotzdem interessant. Man kann doch nicht die Vielfalt tropischer Früchte bewundern und es dann ablehnen, wenn ein Hauch davon in einer einheimischen Frucht zur Verfügung gestellt wird. Bestenfalls spart man sich eine Fernreise (was aus ökologischer Sicht höchst lobenswert wäre!).
Für einen einzigen Apfel im Garten wäre mir das wohl auch zuviel, aber so als Ergänzung finde ich das sehr willkommen.

Baumgesundheit:
Von der Marilyn habe bereits einzelne gelb-sprenkelig Blätter abgemacht, bevor der Hagel den Baum zerzaust hat.
Bei Morgana habe ich noch kein einziges Marssonina-Blatt gesehen (auch heute nicht) und auch sonst keinerlei Probleme - aber da ist ein Jahr Beobachtungszeit wohl noch nicht genug für ein abschließendes Urteil. Wir hatten ja auch einen sehr trockenen Mai und Juni... .

Jetzt die Frage: Morgana oder Marilyn?
Ich tendiere zu Marilyn, weil spritziger, meiner Meinung nach harmonischer in der Textur - nicht gar so abknackend. Vom Aroma her traue ich mir noch keine endgültige Wahl - letztes Jahr war die vollreife Marilyn schon eine tolle Sache, dieses Jahr macht der Hagelschaden weiteren Sonnenstunden am Baum ein Ende. Ansonsten gibt es sich nicht viel... .
« Letzte Änderung: 10. September 2017, 12:36:21 von b-hoernchen »
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #286 am: 08. September 2017, 17:37:26 »















Und warum die thumbnails der Bilder bei bilder-upload.eu nicht angezeigt werden, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn ich den Beitrag editiere sehe ich die URLs... .
« Letzte Änderung: 09. September 2017, 18:01:02 von b-hoernchen »
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schnagga

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #287 am: 08. September 2017, 19:37:02 »

Vermutlich durch die neue SSL Verschlüsselung?!
Kannst du die Bilder nicht direkt hochladen?
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Rib-Huftier

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #288 am: 08. September 2017, 21:09:06 »

Ich habe das auch gerade probiert. Eine verlinkung geht nicht mehr. Lustig ist, dass mein upgeloadetes Foto bei bilder-upload.eu nicht erreichbar ist. Ich vermute ein Problem bei dieser Domain, nicht bei Garten-pur.

http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=b3d129-1504897520.jpg
« Letzte Änderung: 08. September 2017, 21:14:57 von Яib-∃səl »
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Rib-3sel

cydorian

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #289 am: 08. September 2017, 21:13:30 »

"Das angeforderte Bild ist leider nicht mehr verfügbar." - probier mal einen anderen Dienst.



Hm, scheint zu funktionieren. (Posting wird wieder gelöscht da offtopic)
« Letzte Änderung: 08. September 2017, 21:19:28 von cydorian »
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ToLu

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #290 am: 08. September 2017, 21:25:15 »

Und warum wird nicht die Forum-Funktion genutzt um Bilder hier (in den Beitrag) hochzuladen und damit dann auch einzufügen? "Bild aus privatem Album einfügen:"
Warum dann einen externen Dienst?
 ???
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #291 am: 10. September 2017, 11:42:42 »

Nächster Versuch - Paradis Morgana, geerntet am 08 September:
















« Letzte Änderung: 14. September 2017, 21:44:52 von b-hoernchen »
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #292 am: 13. September 2017, 17:51:40 »

Mal etwas zu den angegebenen Reifezeiten des Katalogs:

Die variieren bei mir teilweise deutlich von den tatsächlichen, teilweise stimmen sie passabel. Mir scheint, als würden hier Reifezeiten aus Norddeutschland und solche aus der Schweiz (Rheintal, Bodenseegbiet?) öfters durcheinandergewürfelt.

Vom Sparkling habe ich die ersten genussreifen Äpfel dieses Jahr zur Zeit des Hagels (letzte Augusttage) abgemacht - die hätten zwar noch etwas hängen dürfen, hatten aber bereits braune Kerne und waren durchaus tauglich für den Verzehr - also ein Spätsommer- bis Frühherbstapfel.
Auch letztes Jahr war der Sparkling bei mir bereits im September reif. Die Angabe im Katalog (Mitte Oktober) gilt wohl für Bad Zwischenahn.

Marilyn und Patrizia sind meiner Meinung nach keinesfalls früher als im Katalog angegeben zu ernten, die werden sogar erst richtg gut, wenn man sie etwas länger hängen lässt: Marilyn also ab 10./Mitte September bis Ende September ernten, wenn die Sonnenseite einen leuchtenden gelben bis blassrötlichen blush kriegt. Vorher ist die bei mir zu grün. Patrizia mindestens bis Mitte Oktober hängen lassen, wenn's der Herbst hergibt, gerne auch bis in den November hinein.
Das mag in Norddeutschland heißen: Marilyn Ende September bis Anfang Oktober ernten, bei Patrizia könnte es vielleicht sogar eng werden? Ich mag aber auch sehr sonnengereiftes Obst... .
« Letzte Änderung: 27. Oktober 2017, 19:38:35 von b-hoernchen »
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floXIII

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #293 am: 16. September 2017, 08:12:45 »

Gestern habe ich meinen einzigen Odysso verkostet.
Im 3. Standjahr leider nur ein Apfel am Baum. Grund dafür war wohl der nahestehende Walnussbaum. Dieser wurde letztes Jahr gefällt und dieses Jahr zeigte Odysso dann auch erstmals passables Wachstum. Das lies mich schon auf eine schöne Ernte im nächsten Jahr hoffen, wäre da nicht der Hagel gekommen. Kaum ein Blatt oder Zweig blieb heil. Darüberhinaus begann mein Odysso vor ein zwei Wochen auch noch erneut zum Blühen an. Ich hoffe mal, dass für den Frühling nun noch genug Blütenknospen übrig sein werden.

Nun aber zur Verkostung selbst: Meine Bilder sind leider nicht so umfangreich und detailliert wie die von b-hoernchen, aber besser als gar nichts  ;)


Odysso1


Geerntet habe ich den Apfel Anfang September. Dem schon dunkelbraunen Kern und vom doch relativ hellen Fruchtfleisch zu Urteilen, habe ich den idealen Erntezeitpunkt wohl etwas verpasst. 1-2 Wochen früher wäre vielleicht besser gewesen? Es wurde ja glaub ich hier schon erwähnt/gemutmaßt, dass das Fruchtfleich umso heller wird, je länger der Apfel am Baum bleibt.


Odysso2


Der Geschmack war aber sehr gut, keine unangenehmen Nebenaromen wie ich sie in den zwei Jahren zuvor wahrgenommen habe. Ein gutes Verhältnis zwischen Säure und Zucker. Wobei die Säure zu Beginn noch etwas spitz wirkt und der Zucker erst etwas später spürbar wird. Vielleicht hätte ich dem Apfel noch 1-2 Wochen länger lagern sollen. Das Fruchtfleisch war noch sehr fest und hatte eine schwammige/zähe (kanns leider nicht besser beschreiben) Konsistenz. Geschmacklich wirklich sehr gut, nur die Konsistenz stört bisweilen.
Allerdings zeigte der Apfel, wie auch die wenigen Äpfel aus den Vorjahren wieder Anzeichen auf Stippe. Ich wollte den Apfel deshalb nicht zu lange lagern. Ich fürchte Stippe könnte ein generelles Problem von Odysso sein, bei b-hoernchen zeigte sich Odysso auch anfällig darauf (wenn ich mich noch richtig erinnere). Vielleicht liegt es aber auch nur noch am Jugendstadium des Baumes oder an der Unterdrückung durch den Walnussbaum bei mir im Garten. Die nächsten Jahre werden es zeigen. Vielleicht versuche ich auch gezielt zu düngen. Stippe tritt ja, glaub ich, nur aufgrund einer Mangelerscheinung (Calcium?) auf.
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #294 am: 10. Oktober 2017, 20:05:05 »

Zeit drei weitere Äpfel vorzustellen: Paradis Lummerland, New Year und Utopia.
New Year hatte ich vor ca. 5 Tagen geerntet, einer von drei Erstlingsfrüchten; den Lummerland und den Utopia habe ich heute geerntet, wobei der Lummerland auch drei Erstlingsfrüchte abgeliefert hat, der Utopia kam als 1-jährige Veredlung im Juli 2015 in den Garten und wird heuer stark von den wuchernden Herbsthimbeeren bedrängt.

Lummerland:









New Year:








Utopia:










Wie bereits erwähnt, Erstlingsäpfel bei Lummerland und New Year und keine idealen Wachstumsbedingungen für Utopia, wie auch überhaupt das Jahr mit zwei Schnee- und Frosteinbrüchen unter dem Austrieb, nachfolgender Trockenheit und Hagel im Sommer es den Obstbauern so schwer wie mäglich machen will.

Trotzdem mal ein paar Eindrücke:
Den ersten Lummerland (vom Hagel zerknautscht) habe ich vor ca. 2 Wochen vom Baum weg gegessen, da war er reif, hart-knackig geradezu wie ein Bruder von Topaz. Die heute geernteten Äpfel hatten ihren Höhepunkt bereits etwas überschritten, was an abnehmender Härte und Saftigkeit zu spüren war. Das "Saftwunder" (so die Katalogwerbung) ist ausgefallen - trocken war er aber noch nicht.
Das Aroma ist nicht schlecht aber auch nicht herausragend, irgendwie unscheinbar "modern-luberös".

Laut Katalog wäre der New Year ab November essreif. Aber dieses Jahr ist sowieso alles anders... .
Der erste New Year mit Hageldellen war schon vor zwei Wochen passabel essreif. Und nachdem der vor knapp einer Woche geerntete so eine leuchtende Grundfarbe bekommen hatte, beschloss ich einfach, dass es schlachtreif sein müsste. Tatsächlich hatte er heute ideale Genussreife.

Ebenfalls genussreif der Utopia: Spritzig-saftig, der Saft spritzt Anschneiden des Apfels und läuft dann das Messer runter. Intensiv süß-säuerlich mit Bonbon-Drops-Aroma; Textur knackig-fest, etwas brechend.

Der New Year kommt mir feinzelliger vor, nicht ganz so saftig wie der Utopia und etwas mürber. Im Katalog wird er beworben "vereinigt das Beste von Braeburn und Jonagold". In der Tat kommt das ganz gut hin - auch wenn diese beiden Sorten wirklich nicht meine Lieblingsäpfel sind. Der Braeburn im Handel ist mir meist zu trocken und das Aroma find' ich irgendwie komisch, einfach nicht meine Sache. Die Braeburn-Note fand ich deutlich rauszuschmecken aus dem New Year, der Apfel vom eigenen Baum ist saftiger, das Aroma intensiver - überraschenderweise hat er mir doch gut geschmeckt.
Nur eins kann man vergessen - das ist kein säuerlicher Apfel, allenfalls ein ausgeglichener. Die Lagerbarkeit kann ich noch nicht beurteilen und wäre mit einer Erstlingsernte auch kaum zu machen.

Den säuerlichen Apfel habe ich bei Lubera noch nicht gefunden.

Und der Lummerland? Eigentlich finde ich den vom Geschmack her entbehrlich. Der Utopia ist besser, saftiger.
Allerdings hat der Lummerland immer noch keine Marssonina-gesprenkelten Blätter, New-Year und Utopia dagegen schon.











« Letzte Änderung: 10. Oktober 2017, 21:33:25 von b-hoernchen »
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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #295 am: 11. Oktober 2017, 21:00:52 »

Und jetzt hier exklusiv auf garten-pur, der Vergleich "Freiherr von Hallberg gegen Utopia".
Beide Sorten sind Kreuzungen von Pinova X Topaz - und genau deshalb wollte ich sie auch mal gegeneinander antreten lassen - quasi im Duell Lubera gegen BayOZ. Der Freiherr kam heuer im Frühjahr von Obstwelt Kiefer und hat einen einzigen Erstlingsapfel gebracht (die anderen beiden hat der Hagel vernichtet). Rechts jeweils mit dem kürzeren Stiel der Freiherr, links der Utopia:











Überrascht war ich, wie berostet der Freiherr ist (sind das eure auch so?), dagegen ist der Utopia so glattschalig, dass mir schon Zweifel kamen, ob mir die Obstwelt die richtige Sorte geliefert hat.
Reinbeissen beseitigt die Zweifel, die stammen definitiv von den gleichen Eltern ab, das nämliche bonbonfruchtige Aroma, dieselbe Süße, Unterschiede gibt es allenfalls in Nuancen: Der Utopia kam mir etwas frisch-säuerlicher vor, das kann aber auch am Erntezeitpunkt liegen, der lag für den Freiherrn vielleicht etwas zu spät oder es liegt am Erstertrag dieses Baumes. Ebenfalls kam mir der der Freiherr etwas mürber vor - der Utopia geht sehr in Richtung abknackend fest, wie der Topaz.

Also vom Geschmack her ziemlich gehupft wie gesprungen, welchen Baum man sich kauft. Klar, das ist noch keine endgültige Beurteilung, hier wurde eine Erstlingsfrucht des Freiherrn mit den Früchten eines Baum im dritten Standjahr verglichen. Der Utopia kostet als zweijährige Veredlung derzeit 29,90€ (im Container), den Freiherrn gab's als 2-jährige Veredelung wurzelnackt bei Kiefer Obstwelt für 19,80€. Der Baum von Kiefer kam in einer Qualität zum Niederknien, bei Lubera war ich in letzter Zeit öfters mal nicht so zufrieden - schwache Bäume, zu niedrige Veredelungshöhe (keine 5 cm über der Wurzel, wie soll ich da die Veredelungsstelle eine Handbreit über dem Boden platzieren?).
Dafür subventioniert Lubera den Versandkostenanteil, bei Kiefer wurden 28.-€ fällig für 5 Bäume.
« Letzte Änderung: 21. Oktober 2017, 21:32:36 von b-hoernchen »
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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #296 am: 21. Oktober 2017, 20:52:35 »

Paradis Elegance, dieses Jahr gepflanzt, hat ebenfalls einen Apfel im Erstertrag abgeliefert.
Foto habe ich keines gemacht, ich hab' einfach Mitte Oktober den knallig roten Apfel gepflückt und reingebissen... , hatte Hunger bekommen bei der Gartenarbeit.
Erwartet hatte ich mir eigentlich nichts Besonderes, vielleicht auch wegen des Namens, "Elegance" - klingt irgendwie nach glatt und geschniegelt - aber sonst?
Ich war anegenhm überrascht, der Apfel hat doch was Spezielles. Er hat natürlich den typischen "Wumms" an Zucker, ohne den kaum eine Sorte aus Herrn Kobelt's Werkstatt auskommt, aber auch doch ausreichend Säure, um nicht langweilig zu sein. Dazu Saftigkeit, die typische "Lubera-Intensität" an Geschmack - eigentlich alles Eigenschaften, die einen guten Tafelapfel  auszeichnen.
Aber dann war da doch noch etwas Besonderes, was ich bisher bei keinem anderen Apfel so gespürt habe - im Katalog steht "mit einem Hauch von Zimtaroma" - ich meine, ich hätte etwas anderes geschmeckt, aber auch aus der Weihnachtsbackstube: Nelkenaroma, so ein Kitzeln im hinteren Gaumenbereich.
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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #297 am: 30. Oktober 2017, 18:00:15 »

Weil ich gerade einen Paradis New Year zusammen mit einem Relinda-Apfel verspeist habe, welcher schmeckt besser?

Vorweg, Relinda halte ich für die Krönung des Winterapfelgenusses, zusammen mit Patrizia - zumindest unter den modernen Sorten. Da hat es jeder andere Apfel dagegen schwer.

Und nun also - Schnitz für Schnitz, jeweils abwechselnd eine Sorte und dann die andere in den Mund gesteckt:
Ich war überrascht, wie ähnlich sie im Zucker-Säure-Verhältnis sind. Beide haben die gleiche prickelnde, nicht beißende, aber doch kräftige Säure. Beide halten eine Menge Zucker dagegen, in jedem Fall ein sehr "intensives Geschmackserlebnis".

Der New Year hat vielleicht einen Tick kräftigere Süße, man spürt den Golden Delicious im Hintergrund. Dazu kommt, dass sein Fleisch etwas dichter, feinzelliger zu sein scheint. Relinda war ein klein wenig leichter zu beissen, gab den Saft noch bereitwiliger her: das sind die großen Zellen, die jede eine ganze Ladung Saft raushaut.

Beide haben gut Aroma - also das, was den Unterschied zu den totgelagerten Äpfeln aus dem Supermarkt ausmacht: Relinda fruchtig bis mandarinig, beim New Year kommen die Anklänge an Jona-Gold und Braeburn zum Tragen und im Abgang etwas, was vielleicht, also mit viel Phantasie, sogar eine leichte Himbeernote sein könnte.

Die Entscheidung ist wirklich nicht leicht. Ich mag sie beide. Zur Lagerbarkeit des New Year kann ich nichts sagen. Erstens sind sie beide vom Hagel erwischt worden, und dann war das der letzte Apfel vom New Year.
« Letzte Änderung: 30. Oktober 2017, 18:19:06 von b-hoernchen »
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Jopse

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #298 am: 01. November 2017, 08:30:46 »



Ich bin gerade auf der Facebook-Seite von Lubera über ein kurzes Video gestolpert. Dort wird kurz ein "voll durchgefärbter" Redlove gezeigt.

https://www.facebook.com/Park.der.Gaerten/videos/1484313785016827/

War zufällig jemand von euch in Bad Zwischenahn und kann über die dort vorgestellten Äpfel berichten?


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b-hoernchen

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Re: Lubera - Äpfel
« Antwort #299 am: 10. November 2017, 22:18:41 »

Heute die letzte Lubera-Sorte, Fantasia:

Steht seit letztem Jahr bei mir, im Winter umgesetzt und heuer erste Probierfrüchte, ebenfalls angehagelt.
Da Fantasia eine Sorte mit langer Lagerbarkeit sein soll (laut Katalog bis März), habe ich die Früchte bis November hängen gelassen und erst vor ein paar Tagen geerntet.

Klein und rund ist er, die Rosa-Bereifung ist in den letzten Wochen am Baum wieder ziemlich verschwunden. Die Äpfel sind ziemlich genussreif, feinzellig, knackig-fest, alles wie im Katalog beschrieben. Und nach einem Limoncella verkostet, kommen sie geradezu saftig vor, geben den Saft viel besser frei als jener. Aber er ist nicht so saftig wie eine Marilyn, eine Patrizia oder eine Relinda.

Im Katalog steht etwas von Mandarinen und Orangenaroma.
Ja, da is was dran - sozusagen "Kobelt's Mandarinenrenette" als Gegenstück zu "Cox's Orangenrenette". Aber weil er nicht so viel Säure hat, wie Relinda, kommt er mir gar nicht so mandarinig vor - obwohl das Aroma da ist. Stattdessen meine ich auch Birne herauszuschmecken, so ähnlich wie im Myra. Überhaupt ist er dem von Süße und Textur her recht ähnlich.

Ich finde ihn einen angenehmen, süßen Apfel, aber das ganz große "Apfelkino" wie Patrizia oder Relinda ist er für mich nicht, da fehlt die grobzellige Saftigkeit, das Spritzen, wenn man ein Messer ansetzt, das Explodieren der Zellen im Mund, das Prickeln der Säure, aber langweilig ist er auch nicht - er hat etwas Säure, aber dezent; insgesamt liegt er halt sehr auf der süßen Seite.

https://imgur.com/a/qTV4E

https://imgur.com/a/Q5r4c

https://imgur.com/a/hRmLA

https://imgur.com/a/MFTwN
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