Das Auto-Thermometer, ziemlich verlässliches Ding, hat am späten Nachmittag fast eine Stunde lang auf 38°C beharrt
(beim Losfahren kurz nach 17 Uhr zeigte es 40,5°C an; sowas habe ich in den 12 Jahren, in denen ich die Karre fahre, noch nie gesehen).
Das Thermometer an der beschatteten Hauswand hat 36°C als T
max festgehalten. Das Thermometer eine Etage höher (zeitweilig besonnt, dafür windexponiert) behauptete ebenfalls noch nie gesehene 42,4°C als T
max. Egal, was stimmt, es ist zu viel

.
Erstaunlich ist aber, was Pflanzen aushalten:
- Die Ballhortensie 'Nikko Blue' im Vorgarten ließ gestern - der Tag war weniger heiß als der heutige! - Laub und Blüten kläglich hängen. Nachdem ich ihr abends eine halbe Stunde lang den Wasserschlauch zu Füßen gelegt hatte, sah sie wieder aus, als sei nichts gewesen. Die heutige Glut hat sie dann völlig ohne Stresssymptome überstanden.
- Gestern hat ein Schluri von Paketzusteller eine Staudensendung nicht etwa da abgegeben, wo er's laut Hinweis an der Haustür hätte tun können, sondern hat sie wieder in sein Auto geladen. In dieser Glutkiste ist das Paket 24 Stunden geblieben, bis es endlich im Paketshop landete

. Ziemlich nervös habe ich die Sendung dann abgeholt. Und war beim Auspacken erleichtert: Die Pflanzen haben die Brutalo-Tour lässig weggesteckt.
- Im Garten kommt der Sprenger nur langsam rum (durchdringende Bewässerung, aber für jeden Fleck bloß einmal pro Woche) - Notversorgung. Doch wirkliche Not sehe ich bisher nicht, obwohl es im Mai/Juni viel zu wenig geregnet hat.