Hallo bezi-bhg, hallo Bettina,
der Faden kommt nicht so recht in Schwung, da kann ich vielleicht doch noch Erfahrungen beitragen:
Ich stimme enaira vollkommen zu, wenn sie sagt, dass die Pflanzung des Hausbaums gut überlegt sein will. Überhaupt jeder Baum, finde ich. Daher vielleicht noch einige Aspekte, die bisher noch nicht angesprochen wurden: Als ich unseren Baum für den Hof ausgesucht hatte, war mir wichtig, dass er lichten und keinen dichten Schatten macht. Die Lichtdurchlässigkeit (und damit auch die Wasserdurchlässigkeit) ist sicher auch einen Gedanken wert, wenn man später noch unterpflanzen will. So wie ich dich verstanden habe, soll da weiter Rasen drunter wachsen. Da wäre etwas Licht am Boden nicht schlecht. Eng damit verbunden, die Überlegung, ob es ein Flachwurzler sein darf. Die sind bekannter Maßen ja nur extrem schwer unterpflanzbar weil sie alles Wasser absaugen (obwohl ich hier im Forum immer wieder mal Gegenbeispeile sehe). Aber eben nur so zum drüber nachdenken.
Dann wäre noch die Frage, wie sich der Baum ausbreitet. Wir haben hier ans Grundstück angrenzend Hainbuchen stehen und die sind diesbezüglich der Horror: Drunter wächst nix, weil durch die dichte Krone kein Wasser durchkommt, dafür wachsen die Sämlinge unter jeder Form von Bepflanzung und - viel schlimmer eigentlich - in jeder Ritze. Zu hunderten.
Den Vorschlag von Bristlecone finde ich übrigens gut. Ich kenne ein wirklich schönes Exemplar einer Blasenesche... mit der gelblaubigen Gleditschie hatte ich auch mal geliebäugelt, sie dann aber wg. der doch ziemlich grellen Farbe im Frühjahr und aus anderen Gründen verworfen. Aber eben nur meine persönliche Meinung.
Zu deiner Frage, wie schnell / langsam sich Bäume entwickeln. Sicher auch unterschiedlich, aber ich will dir mal zeigen, was unsere Blumenesche (Fraxinus ornus) in drei Jahren geschafft hat (jedenfalls nicht zum eindrucksvollen, ehrfürchtigen Hofbaum wie GG sich so vorstellt). Hier also Fraxinus ornus im Frühsommer 2012 damals für einiges Geld frisch gekauft.