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Autor Thema: Eberesche richtig gießen  (Gelesen 1087 mal)

bezi-bhg

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Eberesche richtig gießen
« am: 23. Juli 2015, 13:58:47 »

Hallo zusammen,

meiner Eberesche, 4 m breit, 6 m hoch, macht die anhaltene Trockenheit im Rhein-Main-Gebiet sehr zu schaffen! Das Laub rieselt wie im Herbst...

Welche Wassermeng muss ich wohl rechnen, um ausreichend zu gießen?

Bei einer Grundfläche von rd. 12 m² und einer Eindringtiefe von 10 cm in sandigen Lehm wären es etwa 120 l, oder?

Welche Eindringtiefe bräuchte ich, dass es dem Baum nachhaltig nützt? Und wie oft sollte ich das Gießen wiederholen?

Noch ist Wasser drin in der Zisterne, aber Regen - trotz etwas kühlerer Temperaturen - nicht wirklich in Sicht!

Herbstliche Grüße,

Bettina
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enigma

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Re: Bäume bei Trockenheit richtig gießen
« Antwort #1 am: 23. Juli 2015, 14:13:02 »

Ich habe den Threadtitel etwas abgeändert, da sich diese Frage sicherlich mehr Baumbesitzer stellen.

Abgesehen von Fällen, in denen der Boden zu Staunässe neigt oder man es mit einem außergewöhnlich nässeempfindlichen Gehölz zu tun hat (das aber dann auch kaum gewässert werden muss), kann man jedenfalls festhalten: Soviel Gießen, dass es dem Baum schadet, kann man so schnell nicht.
Solange der nicht mit den Wurzeln tage- oder wochenlang im Patschnassen steht, passiert bei zu viel oder zu oft Gießen nichts.
Ist also höchstens Verschwendung knapper Ressourcen.

Bleibt die Frage nach der Mindestmenge:

Die gesamte Grundfläche von 12 m² mit 120 l Wasser zu begießen halte ich für nicht zweckmäßig. Natürlich hängt es von der Bodenbeschaffenheit ab, wie tief das Wasser überhaupt in den Boden eindringt, aber generell bleibt so das Wasser in der allerobersten Schicht, wo erstens nicht so viele Baumwurzeln sind, die vorhandenen zweitens in der Regel mit denen von Gräsern und Stauden konkurrieren und drittens die Verdunstung dafür sorgt, dass das Wasser binnen Kurzem wieder aus dem Boden verschwunden ist: Bei Temperaturen von über 30 °C und normaler Luftfeuchtigkeit verdunsten von einer baumlosen Fläche etwa 5-10 Liter Wasser pro Tag.

Besser ist es, punktuell um den Stamm und im Bereich der Kronentraufe kräftig zu gießen und dabei die besagten 120 l an drei oder vier Punkten auszubringen.

Noch besser ist es, großflächig um den Stamm - nicht gleich die ganze Kronenbreite - ausgiebig zu wässern, sodass das Wasser tiefer in den Boden eindringt, wo es den Baumwurzeln länger zur Verfügung steht.

Und zwar lieber etwas seltener, dafür aber dann umso kräftiger. Damit erreicht man auch, dass der Baum mit seinen Wurzeln in der Tiefe nach Wasser "sucht" und nicht ein Geflecht oberflächennaher Feinwurzeln entwickelt.

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Re: Eberesche richtig gießen
« Antwort #2 am: 23. Juli 2015, 14:14:53 »

Das Wasser müsste bestimmt 60-80cm tief einsickern, um vom Hauptteil der Baumwurzeln aufgenommen werden zu können.
Wenn du es schaffen solltest, soviel Wasser da auszubringen, wäre ein nächstes Gießen aber auch erst in 2-3 Wochen notwendig, schätz ich mal..
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Staudo

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Re: Bäume richtig gießen
« Antwort #3 am: 23. Juli 2015, 14:19:50 »

Ich gieße frisch gepflanzte Bäume mit jeweils ca. 30 Liter Wasser in die Gießmulde auf der Baumscheibe. Während der extremen Trockenheit im Mai/Juni war das alle zwei Wochen nötig, bis jetzt gab es 5 Gießgänge. Selbst sehr empfindliche Eichen sind zu 100% angewachsen.
« Letzte Änderung: 23. Juli 2015, 14:25:39 von Staudo »
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Re: Eberesche richtig gießen
« Antwort #4 am: 23. Juli 2015, 16:01:05 »

Das Bundesamt für Naturschutz bittet darum, Straßenbäume täglich mit zwei bis drei Eimern Wasser zu gießen: http://www.die-glocke.de/Buerger-sollen-Strassenbaeume-giessen-c907678a-cbac-40c8-943d-09e4da3c6f51-ds

Scheint mir relativ wenig, aber vielleicht will man den Anwohnern auch nicht mehr zumuten. Andererseits: Ich habe mal gelernt, für frische Pflanzungen die Gießmulde immer drei Mal hintereinander vollzumachen. Das könnte sich mit den drei Eimern decken. Ob das aber auch für eingewachsene, große Bäume gilt?
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Re: Eberesche richtig gießen
« Antwort #5 am: 23. Juli 2015, 19:38:23 »

Es hängt bestimmt auch von dem jeweiligen Boden ab und natürlich kann man neugepflanzte Bäume, die grad mal den Wurzelballen aus der Baumschule mitbringen, nicht mit schon seit einigen Jahren eingewachsenen vergleichen, da ist der durchwurzelte Bereich großflächiger aber auch tiefer.
Ich find ja 30l alle 2 Wochen etwas wenig, aber wenns funktioniert hat...vielleicht ja auch grad wegen dem leichteren Boden, da konnte das Wasser gleich in die Tiefe, während es in meinem Lehm erst mal in allen Poren in der obersten Bodenschicht aufgesaugt wird und erst langsam tiefer einsickert.
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Re: Eberesche richtig gießen
« Antwort #6 am: 25. Juli 2015, 10:37:07 »

Meine Erfahrung mit 'Rosina' in eher lehmigem Boden: Nach dem Einpflanzen der containergezogenen Pflanze ließ sie mich nur einmal durch schlappe Blätter wissen, dass sie Wasserstress hatte, weil die Wurzeln noch nicht rausgewachsen waren. Danach habe ich noch 1-2 Mal so 20 l gegossen und seitdem nie mehr. Der Baum ist sehr trockenresistent, auch in der langen Trockenheit im Frühjahr. Vielleicht wurden die Wurzeln deiner Eberesche beschädigt?
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