Guten Morgen zusammen,
zunächst einmal zu Deiner Frage, SusesGarten: Auf dem Bild siehst du eine von insgesant drei Stützmauern in unserem Garten, die das Grundstück in 3 Ebenen aufteilen. Die aktuelle noch vorhandene Stützmauer hat eine Höhe, sofern man hier überhaupt noch messen kann, von ca. 1,20m. Darüber stehen einige Forsythien in einem Beet mit Gefälle, das nochmals ca. 0,5m Höhenunterschied zur oberhalb befindlichen, relativ ebenen Rasenfläche überbrückt. Ich wünsche mir nun bei einer Erneuerung der Mauer, dass dieses Beet ebenfalls mit ausgegelichen wird um mir einfach zukünftig die Arbeit am Grundstück zu erleichtern. Insgesamt liegt der Höhenunterschied am Grundstück bei ca. 5m und ist damit nochmals erheblich größer.
Ich hoffe, Du kannst es noch etwas besser nachvollziehen, ziemlich zu Beginn dieses Themas habe ich auch ein paar schematische Skizzen hier hochgeladen. Bei Interesse schau sie dir einfach mal an.

Gestern habe ich mir dann nochmal ein Buch über den Aufbau von Gabionen bestellt, der örtliche Buchhändler hatte leider nichts im Programm, die Bücherei auch nicht.

Aber soweit hatte ich mich auch schon im Internet informiert. Unter die Gabionen gehört ein ordentliches Fundament aus Schotter, ca. 40cm tief sollte es schon sein, ggf. ein Drainagerohr und natürlich ein Vlies, wobei es hier wohl verschiedene Möglichkeiten gibt. Man kann es wohl in den Körben, direkt hinter den Körben oder zwischen Erdreich und Hinterfüllungsmaterial einbringen. Wenn man es ganz sicher haben möchte, sogar an mehreren Stellen.
Ich bin mir auch ohne Statiker ziemlich sicher, dass diese ca. 1m tiefen Gabionen diesen Hang abfangen werden und auch in ihrer Position verbleiben werden. Betrachte ich dagegen die aktuelle Bausituation, das verwendete Material und die Ausführung, hat das ja auch gute 40 Jahre seinen Dienst getan und ist, zumindest rein technisch betrachtet, noch immer in der Lage den Hang zu fangen.
Oder sehe ich das zu optimistisch? Ich habe mir das mal grob ausgerechnet. Bei der aktuellen Mauer habe ich folgende Werte zugrunde gelegt:
1. Beton, mittlere Rohdichte von ca. 2,4t/m³ bei einer Länge von 7m (Grundstücksgrenze bis zur Treppe, die mittig verläuft), Tiefe der Elemente 0,4m derzeitige Höhe ca. 1,2m. Das entspricht einem Gesamtgewicht von ca. 8,06t, das derzeit den Hang hält.
2. Gabionen: Füllmaterial Sandstein mit einer Rohdichte von 2,3t/m³ mit einer Gabionentiefe von 1m, restliche Werte identisch ergibt ein Gesamtgewicht von 19,32t abzüglich 15% für Lücken bei der Füllung ergibt ein Gewicht von 16,42t.
Es kann also überschlagen werden, dass durch die Neuanlage ca. das doppelte Gewicht gegen den Hang steht. Und diese neue Konstruktion auch noch technisch besser verarbeitet wird, da ein Fundament erstellt wird und die Hinterfüllung fachgerecht ausgeführt wird, was ebenfalls aktuell nicht der Fall ist.
Das sollte zumindest von diesen Daten her machbar sein. Oder?
