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Autor Thema: Gift in Nahrungsmitteln  (Gelesen 30111 mal)

bristlecone

  • Gast
Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #135 am: 29. September 2016, 08:54:17 »

Aus der heutigen Mitteilung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR):

Verunreinigungen in Tees und Honig sind die Hauptaufnahmequellen für Pyrrolizidinalkaloide (PA)

Auszug:

"PA - Verunreinigungen sind in Lebensmitteln unerwünscht, da sie die Leber schädigen und im Tierversuch erbgutverändernde und krebsauslösende Wirkungen zeigen. PA sollten also möglichst nicht oder wenig in Lebensmitteln vorkommen. ...

Verbraucher nehmen gesundheitlich bedenkliche Mengen an PA vor allem über Verunreinigungen in Kräutertees - einschließlich Rooibostee - sowie in schwarzem und grünem Tee auf. Auch der Verzehr von belasteten Honigen kann zur PA-Aufnahme beitragen. Dabei sind nicht das einmalige Honigbrot, mal ein Glas Eistee oder eine Tasse Tee das Gesundheitsrisiko, sondern die dauerhafte PA-Aufnahme über verunreinigte Lebensmittel. ...

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat aktuelle Daten zum Verzehrsverhalten von Verbraucherinnen und Verbraucher sowie aktuelle Daten zum Gehalt von PA in den wichtigen Lebensmittelgruppen Milch, Eier, Fleisch, Früchtetee, Honig, Kräutertee, schwarzer Tee und grüner Tee sowie Gewürze, Mehle und Nahrungsergänzungsmittel ausgewertet. ...

Die Summe der in Lebensmitteln enthaltenen PA kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene bei längerer Aufnahme gesundheitlich bedenklich sein. Ein akutes Gesundheitsrisiko besteht hier jedoch nicht. ...

Erwachsene können auch über pflanzenbasierte Nahrungsergänzungsmittel hohe PA-Mengen aufnehmen, die die übliche Aufnahmemenge an PA über Lebensmittel deutlich überschreiten. Das belegen Daten, die im Auftrag der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA erhoben wurden. Bei den in einigen Nahrungsergänzungsmitteln (Produkte mit PA-produzierenden Pflanzen) gemessenen teilweise hohen Gehalten muss sogar die Möglichkeit akuter Vergiftungen in Betracht gezogen werden, wenn die täglich empfohlene Menge dieser Produkte verzehrt wird. Insbesondere aber kann eine längerfristige Einnahme solcher Produkte ein Gesundheitsrisiko darstellen. ...

Um das Risiko für Verbraucherinnen und Verbraucher zu verringern, empfiehlt das BfR Abwechslung und Vielfalt bei der Auswahl von Lebensmitteln. Auf diese Weise kann ein Gesundheitsrisiko durch einzelne, möglicherweise PA-belastete Lebensmittel minimiert werden. ..."

« Letzte Änderung: 29. September 2016, 08:56:22 von bristlecone »
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zwerggarten

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #136 am: 29. September 2016, 10:20:58 »

die vom bfr sind doch alle gekauft, u.a. von zuckerfabriken, softdrinkherstelli, spirituosenkonzernen und großbrauereien. >:( ;D
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pro luto esse

moin

"(…) die abstrakten worte, deren sich doch die zunge naturgemäß bedienen muß, um irgend welches urteil an den tag zu geben, zerfielen mir im munde wie modrige pilze."
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kasi †

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #137 am: 29. September 2016, 10:47:31 »

"PA - Verunreinigungen sind in Lebensmitteln unerwünscht, da sie die Leber schädigen und im Tierversuch erbgutverändernde und krebsauslösende Wirkungen zeigen. PA sollten also möglichst nicht oder wenig in Lebensmitteln vorkommen. ...

Honigen kann zur PA-Aufnahme beitragen.
 PA kann sowohl für Kinder als auch für Erwachsene bei längerer Aufnahme gesundheitlich bedenklich sein.
 eine längerfristige Einnahme solcher Produkte ein Gesundheitsrisiko darstellen. ...

kann ein Gesundheitsrisiko durch einzelne, möglicherweise PA-belastete Lebensmittel minimiert werden. ..."

Ich habe mal markiert was mich an solcher Art Mitteilungen stört. Kann bedeutet immer gleichzeitig auch oder auch nicht. Fest steht für mich : Das leben selbst ist ein gesundheitliches Risiko und trotzdem lebe ich gerne.
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kilofoxtrott

Mediterraneus

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #138 am: 29. September 2016, 10:54:10 »

Der Honig von meinem Imker wurde nicht getestet. So.
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Andere haben schließlich auch irgendeine Ahnung

bristlecone

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #139 am: 29. September 2016, 10:54:48 »

@Kasi: Das ist natürlich richtig.  ;D


Was das kann in den Aussagen des BfR angeht: Würde z. B. Honig tatsächlich zu einer gesundheitlich bedenklichen Belastung durch die genannten Stoffe führen, müsste der Honig wohl aus dem Handel genommen werden.


Außerdem sollte so eine Meldung des BfR Anlass sein, darüber nachzudenken, dass auch Honig nicht automatisch und "von Natur aus" ein völlig "reiner Naturstoff" ist, wenn der nächsten Hype kommt, was nun wieder alles an Pestizidspuren im Honig gefunden wurde.

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Eva

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #140 am: 29. September 2016, 11:01:42 »

Pyrrolizidinalkaloide sind auch das Zeug, weswegen man Borretsch bestenfalls sparsam verwenden sollte, oder?
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July

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #141 am: 29. September 2016, 11:07:30 »

....und Huflattich und Beinwell auch oder?
G von July
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bristlecone

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #142 am: 29. September 2016, 11:12:53 »

Ja. Pyrrolizidinalkaloide sind in der Natur weit verbreitet, vor allem unter den Compositen (Huflattisch) und den Boraginaceae (Borretsch, Beinwell).
(Hatten wir schon mal in Zusammenhang mit der Frankfurter Grüne Soß').

Siehe: http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,29568.msg829070/topicseen.html#msg829070
und: http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,52445.msg2189912/topicseen.html#msg2189912

Auch das derzeit hier oft in der Presse erwähnte Jakobs-Kreuzkraut (Senecio jacobaea) enthält solche Alkaloide.

Der in Apotheken erhältliche Huflattisch wird aus Pflanzen gewonnen, die auf einen besonders niedrigen Gehalt an PA gezüchtet wurden. Wenn Huflattischtee, dann würde ich den dort kaufen.

Ich vermute - hab das aber nicht nachgeprüft - dass auch Beinwell, der für Salben verwendet wird, auf PA-Gehalt kontrolliert wird und dass es da Höchstwerte gibt, die nicht überschritten werden dürfen (oder zumindest: sollen).
« Letzte Änderung: 29. September 2016, 11:14:56 von bristlecone »
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bristlecone

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #143 am: 01. August 2017, 14:43:33 »

Hunderttausende mit einem Insektizid belastete Eier können in den deutschen Handel gekommen sein. Die niederländischen Behörden haben mehrere Millionen mit einem Insektizid belastete Eier aus Supermärkten zurückrufen lassen, diese Eier wurden auch nach Deutschland exportiert. Sie enthalten eine zu hohe Dosis des Läusebekämpfungsmittels Fipronil


Dazu die Stellungnahme des BfR:
Gesundheitliche Bewertung der in Belgien nachgewiesenen Einzeldaten von Fipronilgehalten in Lebensmitteln tierischen Ursprungs

Zitat:
"Im Falle von Fipronil wurde als „Worst Case“ mit dem höchsten gemessenen Wert der Gehalte an Fipronil in Eiern
(1,2 mg Fipronil pro kg Ei) gerechnet. Auf der Grundlage dieses Gehalts und der gesundheitlichen
Referenzwerte kommt das BfR zu dem Schluss, dass sich bei Berücksichtigung europäischer
Verzehrsdaten für Kinder eine Überschreitung der ARfD [Akute Referenzdosis: Die Menge, deren einmalige oder allenfalls kurzfristige Aufnahme gesundheitlich noch nicht bedenklich ist] durch Hühnereier ergibt.
Dies bedeutet nicht zwangsläufig eine konkrete Gesundheitsgefährdung durch den Verzehr
von Hühnereiern, sondern zeigt nach dem derzeitigen Stand des Wissens an, dass ein gesundheitliches
Risiko bei der geforderten Sicherheit für Kinder nach Verzehr dieser belasteten
Hühnereier möglich ist."
« Letzte Änderung: 01. August 2017, 14:45:58 von bristlecone »
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Staudo

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #144 am: 01. August 2017, 14:50:09 »

Mit anderen Worten: Bei den derzeit in den Supermärkten liegenden Eiern besteht mit großer Wahrscheinlichkeit kein Risiko mehr, weil die belastete Ware vernichtet wurde. Wer Kinder und Eier im Haus hat, sollte bei der Eierpackung auf die Herkunft schauen.
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bristlecone

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #145 am: 01. August 2017, 15:07:16 »

Wer Kinder und Eier im Haus hat, sollte bei der Eierpackung auf die Herkunft schauen.

Bei den Kindern oder deren Verpackung auf die Herkunft zu gucken ist jedenfalls in diesem Zusammenhang nicht zielführend.
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Staudo

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #146 am: 01. August 2017, 15:09:34 »

Vermutlich läuft die Meldung darauf hinaus, dass besorgte Eltern ihren Kindern keine Eier mehr geben.  ::)
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zwerggarten

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #147 am: 01. August 2017, 15:58:06 »

dann können tierschützi die abertausenden nutzlosen legehennen in die natur freilassen! :D
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Sternrenette

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #148 am: 01. August 2017, 16:04:25 »

Unschuldige Füchse, Luchse und Wölfe vergiften >:(
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Natternkopf

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Re: Gift in Nahrungsmitteln
« Antwort #149 am: 01. August 2017, 16:23:12 »

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Den behalte ich noch eine Weile -> / "Ey, mach hier nich' so'n Kritikpunk!" :-)
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