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Autor Thema: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten  (Gelesen 6907 mal)

landfogt

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #15 am: 22. August 2015, 21:19:04 »

bei mir haben es auch alle sorten die tragen,den umständen entsprechend gut überstanden.natürlich sind die äpfel etwas kleiner als sonst aber das kann sich ja noch ändern,vorrausgesetzt es regnet nochmal in absehbarer zeit.
die Zwetschgen hingegen haben sowiso nicht viele früchte dran und die wo hängengeblieben sind,sind klein und unansehnlich.
dafür habe ich dieses jahr 2 schöne Aprikosen geerntet :D
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es gibt tage da verliert man und es gibt tage da gewinnen die anderen
schwach anfangen und dann ganz stark nachlassen

Desperado

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #16 am: 28. Februar 2016, 21:11:26 »

Zitat von: cydorian link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2468878#msg2468878 date=1439667890]
Geschädigt sind alle. Die Hitze/Trockenheit besser ertragen haben z.B. Brettacher, Gockenapfel, Idared, Berlepsch. Starke Blattschäden und kleine Früchte bis zum Komplettabwurf haben z.B. Goldparmäne, Jonagold, Ontario, Klarapfel, James Grieve. Alles Hochstämme auf Bittenfelder. Es hängt aber auch stark von der jeweiligen Bodenqualität ab, wie schon geschrieben wurde. An Stellen mit gutem, tiefgründigerem Boden stehen sogar Bäume auf M9 top da. An meinem Hang mit miesem Boden haben ich Komplettausfälle auch älterer Bäume. Überraschend gut gehts dem pflaumenartigen Steinobst, überraschend schlecht gehts Kirschen, Weinreben.

Die Verhältnisse sind allerdings wirkich extrem. An bebuschten Südhängen sind alle Gehölze tot. Im Wald haben 20m hohe alte Buchen das Laub abgeworfen. Manche Arten sind durch die Bank tot, z.B. Holunder. Wir hatten über zwei Monate weniger Niederschläge und höhere Temperaturen wie in Nordafrika. Und im Moment verflüchtigen sich gerade die angekündigen Regenfälle in ein paar Tropfen.


Wir haben hier in Tauberfranken (MGH) zusammen mit Kitzingen (Mainfranken) mit die höchsten Temperaturen im Sommer, und da zeigt sich natürlich schon, welche Sorten gehen und welche nicht.

Sehr gute Träger sind der Brettacher und der Bohnapfel. Die gehen praktisch immer. Auch die Schwaikheimer und Welschisner haben letztes Jahr noch relativ gut getragen. Der Rote Boskoop trägt eigentlich auch immer gut, aber er vergreist recht schnell und produziert viel Totholz, das weggeschnitten werden muss. Den würde ich eher nicht für trockene Lagen und flachgründige Böden empfehlen.
Die Goldparmäne ist auch sehr trockentolerant und hat ein gesundes und vor allem hartes Holz, auch wenn ich dieser kleinfruchtigen Sorte nicht viel abgewinnen kann (auch geschmacklich nicht). Sie ist aber ein guter Befruchter für die meist triploiden Sorten.
Der Jonagold (Hochstamm) hat letztes Jahr auch sehr schön getragen und sehr viel Öchsle gemacht, aber die Befruchtung war auch sehr gut. Er braucht aber auch nen regelmäßigen Schnitt.

Mit dem Boskoop sind wir nie so richtig glücklich geworden. Der passt nicht so recht in unser Weinbauklima. Ansonsten lässt sich sagen, dass wir mit späten Sorten deutlich besser fahren.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #17 am: 31. Januar 2020, 22:42:15 »

Hallo, die Suche nach trockenheitsresistenten Apfelsorten hat mich u.a. hierher geführt.

Mich würden Erkenntnisse und Meinungen interessieren, ob Apfelsorten auf schwachen Unterlagen nach der Erfahrung der letzten Trockenjahre ohne Bewässerung überhaupt noch Sinn haben.

Mein Garten befindet sich im äußersten Südwesten Deutschlands und in den letzten zehn Jahren mussten wir hier eine Rubinette, einen Elstar und eine Pinova auf jeweils schwacher Unterlage wegen Verkümmerung entsorgen. Der vor drei Jahren gepflanzte Pilot auf M26 wächst auch eher schlecht als recht und hatte letztes Jahr erstmals ein paar mickrige Äpfel (die mir immerhin sehr gut geschmeckt haben).

Lohnt sich ein Versuch mit angeblich besonders trockenheitsverträglichen Sorten, wie Batullenapfel oder Kidd's Orange auf M9 oder M26? Bewässern kommt leider nicht in Frage, da ich im Frühjahr und Sommer gewöhnlich nicht vor Ort sein kann.

Für größere Bäume, die sich bisher noch als robust zeigen, fehlt zur Zeit leider der Platz.



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b-hoernchen

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #18 am: 01. Februar 2020, 19:35:26 »

Ich kann zumindest sagen, dass der Patte de Loup keine Ausfälle wegen Sonnenbrand letztes und vorletztes Jahr hatte - und der scheint auch auf M9 was zu werden
Court Pendu Gris (auf MM106)hatte meines Wissens 2019 auch keinen Sonnebrand.
Alkmene (angeblich MM111 - wächst daür aber sehr stark) ist sehr sonnenbrandempfindlich und muss eventuell raus.
Piros hat sonnenseitig auch viele verbrannte, "verkochte" Früchte abgeliefert.
Kanadarenette (die "grüne"), Halbstamm auf Bittenfelder (Angabe von Ritthaler) habe ich letztes Jahr eine Erstlingsfrucht geerntet, hmm - immerhin keine Verbrennungen.
Signe Tillisch hat schwere Verbrennungen erlitten.

Deine Frage bezüglich Trockenheitsresistenz habe damit natürlich nicht beatwortet - nur so viel: Wenn die Frucht in der Hitze verbrennt, hilft's nicht viel, wenn der Baum trockenheitsresistent ist.
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cydorian

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #19 am: 01. Februar 2020, 20:24:13 »

Mich würden Erkenntnisse und Meinungen interessieren, ob Apfelsorten auf schwachen Unterlagen nach der Erfahrung der letzten Trockenjahre ohne Bewässerung überhaupt noch Sinn haben.

Ja, wenn Boden, Lage und Pflanzung stimmen. Da könnte bei dir ein Problem sein oder was anderes, an Trockenheit glaube ich bei dir nicht: Der äusserste Südwesten Deutschlands ist Weil am Rhein und dort sind die Niederschlagsdaten der letzten beiden Jahre geradezu grossartig und keineswegs sehr trocken. Ihr hattet zum Beispiel 2018 und 2019 wunderbar verteilte mehr als ausreichende Niederschläge, wir hatten nicht mal die Hälfte davon und kompletten Ausfall über fünf Sommermonate hinweg. Was im Rheintal nichts wird, wird nirgends etwas! Es wäre also erst mal genau zu prüfen, was du wie und wo gepflanzt hast, wenn die Bäume mickern.

Wenn die Bäume am Südhang vor einer Mauer stehen, womöglich noch in einem Hausgarten mit Bauschutt unterm Fuss, dann wird das nichts. Stimmen sollte auch die Düngung und die Baumscheibe muss freigehalten werden. Dass Pilot mickert, wundert mich auch nicht, der hat von Haus aus schwachen Wuchs, ich krieg ihn z.B. auch auf MM111 nicht zu gutem Zuwachs.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #20 am: 01. Februar 2020, 21:58:47 »

Zitat von: b-hoernchen
Deine Frage bezüglich Trockenheitsresistenz habe damit natürlich nicht beatwortet -
Dafür bin ich beim Googeln nach der Wolfstatze auf den Apfelsorten aus Süd- und Westeuropa-Thread gestoßen - interessant!

Zitat
nur so viel: Wenn die Frucht in der Hitze verbrennt, hilft's nicht viel, wenn der Baum trockenheitsresistent ist.
Bis 2019 kannte ich das Sonnenbrand-Problem gar nicht. Letztes Jahr hat es dafür bis auf die Zwetschgen praktisch alles Obst erwischt. Ich vermute, es war die knallige Sonne ab Mitte Juni nach einigen trüben Wochen davor.  ???

Bleibt jedenfalls zu beobachten. Solange es sich wie Hagel auf einzelne Jahre beschränkt, kann ich damit leben.  :-\
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« Letzte Änderung: 01. Februar 2020, 22:24:15 von Herr Döpfel »
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #21 am: 01. Februar 2020, 22:22:07 »

Zitat von: cydorian
Ja, wenn Boden, Lage und Pflanzung stimmen. Da könnte bei dir ein Problem sein oder was anderes, an Trockenheit glaube ich bei dir nicht: Der äusserste Südwesten Deutschlands ist Weil am Rhein und dort sind die Niederschlagsdaten der letzten beiden Jahre geradezu grossartig und keineswegs sehr trocken. Ihr hattet zum Beispiel 2018 und 2019 wunderbar verteilte mehr als ausreichende Niederschläge, wir hatten nicht mal die Hälfte davon und kompletten Ausfall über fünf Sommermonate hinweg. Was im Rheintal nichts wird, wird nirgends etwas! Es wäre also erst mal genau zu prüfen, was du wie und wo gepflanzt hast, wenn die Bäume mickern.
30 km von Weil entfernt und eine Geländestufe (100 hm) höher. Ich kann nicht sagen, was das ausmacht.

Es kann schon sein, dass es etwas anderes ist als fehlendes Wasser, was meine kleinen Bäume verkümmern lässt. Ich kann mir nur nicht vorstellen, was. Der Gartenboden ist gut, keine Steine, kein Kalk, ab einem halben Meter Tiefe Lehm. Größere Obstbäume wachsen im Garten seit teilweise 50 bis 70 Jahren problemlos, auch wenn sie in den letzten Jahren manchmal schon im September das Laub abgeworfen haben. Bei der Düngung bin ich mir zugegebenermaßen unsicher. Etwas Blaukorn zum Winterausgang und 2-3mal Grasschnitt auf die Baumscheibe bei den kleinen Bäumen.

Dass es zu trocken ist, sehe ich am toten Rasen oder an der halbverdörrten Hecke. Das kenne ich so von früher nicht. Der Boden war die letzten Jahre im Herbst furztrocken und hart wie Beton.

Zitat
Dass Pilot mickert, wundert mich auch nicht, der hat von Haus aus schwachen Wuchs, ich krieg ihn z.B. auch auf MM111 nicht zu gutem Zuwachs.
Okay. Nicht schön. Der verkümmerte Pinova wird ja auch als schwach beschrieben, meiner verblassenden Erinnerung nach hatte er sich in seinen ersten Jahren aber noch ganz gut gemacht.

Vielleicht sollte ich noch mal etwas bekannt starkwüchsiges auf schwacher Unterlage testen.  ???
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« Letzte Änderung: 01. Februar 2020, 22:24:45 von Herr Döpfel »
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cydorian

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #22 am: 01. Februar 2020, 22:51:30 »

Vielleicht sollte ich noch mal etwas bekannt starkwüchsiges auf schwacher Unterlage testen.  ???

Du hast ja nicht viel Platz schreibst du. Stärkere Unterlagen für schwachwachsende Sorten sind auf jeden Fall sinnvoll, gross werden Bäume ja trotzdem nicht, wenn du z.B. auf mittelstarkwachsende Unterlagen setzst. dann hast du noch andere Vorteile, z.B. verbesserte Standfestigkeit.

Ein Problem mit der Wasserversorgung könnte auch gewesen sein, dass die Gegend zwar nicht richtig trocken ist, aber du im Pflanzjahr gar nicht giessen konntest. Am Anfang sind die Bäume sehr viel empfindlicher, wenn sie sich noch keinen Wurzelraum erschlossen haben. Im ersten Jahr muss man immer giessen. Mir ist das auch schon passiert, ein schlechtes erstes Jahr führte zwar noch nicht zum Absterben, aber die Bäume mickerten und erholten sich in den folgenden Jahren nicht wieder. Da scheint schon ganz am Anfang ein Teil der ohnehin wenigen Wurzeln abzusterben und der Rest kann den Baum nicht ernähren, Stress, keine Neubildung, aus.

Wenn du nicht vor Ort sein kannst, versuch mal, jemand zu finden der im ersten Jahr einer Pflanzung von Austrieb bis August jede Woche ein paar Eimer Wasser hinkippt. Viele Bäume sinds ja sicher nicht und vielleicht kannst du einem Helfer etwas bieten, damit Motivation da ist.
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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #23 am: 01. Februar 2020, 23:20:08 »

Eine M9 erschliesst sich nie wirklich einen Wurzelraum. Die treibt vielleicht mal eine Wurzel auf 60cm Tiefe, dann sorgt das für Wasser, aber nicht für Nährstoffe. Dafür brauchts weiter oben ausreichedn feuchtigkeit, und deswegen geht M9 und andere schwachwachsende Unterlagen nur mit Bewässerung.
Am Bodensee unten wundert es mich zwar warum die Plantagen vor lauter Regen nicht fortgespült werden, aber auch da wird man wohl um gezielte Wassergaben im Frühjahr zur Zellteilungsphase nicht drumrumkommen.

Also schwachwüchsige Unterlagen nur mit der Möglichkeit zum bewässern. Es geht nicht ohne, egal wo. Selbst bei 1000mm im Jahr muss es noch gut verteilt sein.

Und die letzten beiden Jahre waren wirklich heftig, da war auch für die starkwüchsigen Bäume Wassermanagment angesagt. Im Sommer habe ich teilweiße nur noch hunderte Meter Schlauch verlegt und auf die Schleussen. Damit war es gerade mal möglich, den größten Schaden abzuwenden, um die Ernte und Co. zu sichern. Mehr war nicht drin und das war schon gut und nicht selbstverständlich.

Aktuell fällt hier Brennholz an wie selten zuvor. Waren vor 3 Jahren alle noch gesunde Bäume.
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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #24 am: 02. Februar 2020, 00:29:43 »

Größere Obstbäume wachsen im Garten seit teilweise 50 bis 70 Jahren problemlos, auch wenn sie in den letzten Jahren manchmal schon im September das Laub abgeworfen haben.
Eventuell Marssonina coronaria.
Dann hilft nur behandeln oder resistente Sorten pflanzen.
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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #25 am: 02. Februar 2020, 00:43:12 »

Eine M9 erschliesst sich nie wirklich einen Wurzelraum. Die treibt vielleicht mal eine Wurzel auf 60cm Tiefe, dann sorgt das für Wasser, aber nicht für Nährstoffe.
Hier hatte ein Baum, der sicher auch nichts stärkeres als M9 zur Unterlage hatte, seine Wurzel schon nach 5 Jahren mehr als 1,2m in die Tiefe gestreckt. Also, bei 1,2m habe ich aufgehört zu graben... .
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #26 am: 02. Februar 2020, 00:52:47 »

Zitat von: cydorian
Du hast ja nicht viel Platz schreibst du. Stärkere Unterlagen für schwachwachsende Sorten sind auf jeden Fall sinnvoll, gross werden Bäume ja trotzdem nicht, wenn du z.B. auf mittelstarkwachsende Unterlagen setzst. dann hast du noch andere Vorteile, z.B. verbesserte Standfestigkeit.
Das mit dem Platz ist so eine Sache. Zwei oder drei größere Bäume würde ich gerne ersetzen. Ich trau mich aber nicht, dann gleich wieder etwas anderes an den Ort zu setzen. Das andere Problem ist die Verfügbarkeit. Auf M9 und Co. bekomme ich inzwischen fast alles bei irgendeinem Versender. Wenn ich für etwas anderes zum lokalen Baumschuler muss, kann ich mich nur darauf verlassen, dass ich mich auf gar nichts verlassen kann. Eine "kleine" Zwetschge ist innerhalb weniger Jahre ein Riesenbaum geworden, der in 10 Meter Radius unzählige Ausläufer treibt. So sichert man sich Stammkundschaft. :P

Zitat
Ein Problem mit der Wasserversorgung könnte auch gewesen sein, dass die Gegend zwar nicht richtig trocken ist, aber du im Pflanzjahr gar nicht giessen konntest. Am Anfang sind die Bäume sehr viel empfindlicher, wenn sie sich noch keinen Wurzelraum erschlossen haben. Im ersten Jahr muss man immer giessen. Mir ist das auch schon passiert, ein schlechtes erstes Jahr führte zwar noch nicht zum Absterben, aber die Bäume mickerten und erholten sich in den folgenden Jahren nicht wieder. Da scheint schon ganz am Anfang ein Teil der ohnehin wenigen Wurzeln abzusterben und der Rest kann den Baum nicht ernähren, Stress, keine Neubildung, aus.
Guter Punkt. Daran habe ich beim Pilot-Bäumchen sogar gedacht und ihm fürs erste Standjahr eine Gießkanne für ab und zu bestellt. Ob es tatsächlich gemacht wurde, weiß ich allerdings nicht.  ;)
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #27 am: 02. Februar 2020, 00:59:42 »

Zitat von: thuja thujon
Eine M9 erschliesst sich nie wirklich einen Wurzelraum. Die treibt vielleicht mal eine Wurzel auf 60cm Tiefe, dann sorgt das für Wasser, aber nicht für Nährstoffe. Dafür brauchts weiter oben ausreichedn feuchtigkeit, und deswegen geht M9 und andere schwachwachsende Unterlagen nur mit Bewässerung.
Interessanter Aspekt. Hatte ich mir noch nie bewusst gemacht, aber das ist ja einsichtig, dass die Nährstoffe von oben kommen.

Die drei Bäume auf schwachen Unterlagen konnte ich auch nach mehreren Jahren noch mit bloßén Händen aus dem Boden rupfen. Ich weiß natürlich nicht, wie es gewesen wäre, wenn sie sich ideal entwickelt hätten.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #28 am: 02. Februar 2020, 01:04:16 »

Zitat von: b-hoernchen
Eventuell Marssonina coronaria.
Bei einem Jonagold(?) war es das definitiv (gelbe Blätter mit schwarzen Punkten). Bei anderen eher nicht.

Marssonina spricht ja eher gegen zu trocken, aber der fragliche Baum steht ungünstig zwischen Haus und Hecke und hat nicht viel Luftaustausch. Bisher scheint der vorzeitige Blattfall die älteren Bäume nicht groß zu beeinträchtigen, darum bin ich noch entspannt.
« Letzte Änderung: 02. Februar 2020, 01:42:07 von Herr Döpfel »
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b-hoernchen

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #29 am: 02. Februar 2020, 17:38:07 »

Die drei Bäume auf schwachen Unterlagen konnte ich auch nach mehreren Jahren noch mit bloßén Händen aus dem Boden rupfen.
Wühlmäuse? In einen Drahtkorb hattest du dann aber nicht gesetzt, wenn du die Bäume mit der Hand ausrupfen konntest... .
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