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Autor Thema: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten  (Gelesen 6905 mal)

Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #30 am: 02. Februar 2020, 18:26:49 »

Ich sag ja nicht, dass es nicht anstrengend war.  :-X

Wühlmäuse... weiß nicht. Bei bis zu 8 Nachbarskatzen im Garten wohl eher nicht. Hab auch noch nie Häufchen gesehen. Außer von den Katzen.
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dmks

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #31 am: 02. Februar 2020, 18:35:51 »

Wühlmäuse... weiß nicht. Bei bis zu 8 Nachbarskatzen im Garten wohl eher nicht.

Die große Schermaus kommt fast nie an die Oberfläche, ist für Katzen nur gelegentlich greifbar. Kann also durchaus sein.
Ich vermute aber eher daß eine M9 für den Standort viel zu schwach war.
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"...und wenn ich an später denk - dann bin ich lieber die Ratte als der Kapitän"

Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #32 am: 02. Februar 2020, 20:49:36 »

Sieht wohl so aus. Dann werde ich mich einmal schlaumachen müssen, was an mittelstarken Unterlagen so zu empfehlen ist. Und vielleicht veredeln lernen.
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b-hoernchen

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #33 am: 03. Februar 2020, 17:56:21 »

MM111 soll relativ trockenheitsresistent sein;
MM106 soll gute Feuchtigkeitsversorgung brauchen;
beide eher für leichte Böden (evtl. Sand einarbeiten);
M7-?

Bezüglich Sorten (du scheinst eher die süßen zu mögen) kann ich auch ollen Franzosen empfehlen, eben Patte de Loup (wenigsten saurer Berosteter mit tollem Aroma); dito in Sachen Krankheitsresistenz;
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #34 am: 03. Februar 2020, 21:07:06 »

Wenn in einer Liste z.B. zu M7 steht, dass ein Pfahl notwendig sei, gilt das dann für die gesamte Lebensdauer? Kann mir nicht so recht vorstellen, wie ein Pfahl einen 4 Meter hohen Baum halten soll.

Ich glaube, mit dem Patte de Loup hast du mich jetzt angefixt. Ich hoffe, ich darf mich um ein Reis bewerben, wenn es mal soweit sein sollte.

Die Apfelsorten, die ich erwähnt habe, habe ich nicht ausgesucht (bis auf den Pilot). Aber ich mag schon eher säurearme und trotzdem aromatische Äpfel. Außerdem sollten sie gut lagerbar sein.

Ich bin mit Klarapfel, Ontario und Mostäpfeln aufgewachsen. In saure Äpfel habe ich genug gebissen. Das muss nicht mehr sein.
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b-hoernchen

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #35 am: 04. Februar 2020, 18:24:51 »

Unterschiedlich, was die Leute dazu sagen.
Einige hier im Forum meinen, auf M7 bräuchte es keinen lebenslangen Pfahl - die hatten vielleicht eben noch keine Probleme mit Schneelast auf belaubtem Baum oder gewalttätigen Stürmen.
Außerdem wird dir niemand deinen Baum ersetzen, falls doch... .

Hier bei mir rasen Sturmfronten mit der Gewalt eines Schnellzuges daher - da reichen die ersten Böen, um Bäume umzuwerfen.

Die Erziehung (Kronenform macht natürlich auch einiges aus. Ich schneide meine Bäume (auch solche auf Sämling) gerne mehrfach am Hauptrieb zurück, um Baumhöhe und Stammdicke in ein vernünftiges Verhältnis zu bringen. Außerdem schneide ich Seitenäste auch mal ins mehrjährige Holz zurück, auch wenn's mir hier Kritik einbringt - ich mag "gedrungene" Bäume.

Pfahl: Die gewöhnlichen (in Gartencentern etc.) verkauften "Baumpfähle" aus Nadelholz taugen gar nichts und sind nach 2-3 Jahren morsch- da bricht der Pfahl dann mit dem Baum um... .. Nimm einen guten Kastanien- oder Robinienpfahl 2,5m lang, für einen mittelstarken Baum darf der gerne 10 - 12 cm dick sein, kostet ca. 18 Euro; der hält auch einen mittelstarken Baum - der Giebel des Baums ist ja nicht der schwerste Teil.

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cydorian

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #36 am: 04. Februar 2020, 20:57:00 »

Für die Frage nach dem Pfahl sind verschiedene Parameter wichtig. Die Bäume kippen immer in Sondersituationen: Baum ist belaubt, tagelanger Regen macht den Boden nass und weich, dann Windböen. Manche Böden halten auch bei Nässe gut, leichte Böden aber eher weniger. Kronen auf M7 können je nach Sorte und Schnitt mal 3m, man 6m Kronen geben. Eine Ananas Renette bleibt z.B. bereits von sich aus kleiner. Kleinere Kronen -> weniger Pflahlgründe.

Ich bin mit Klarapfel, Ontario und Mostäpfeln aufgewachsen. In saure Äpfel habe ich genug gebissen. Das muss nicht mehr sein.

Die Sorten sind geschmacklich untere Kategorie, nicht nur wegen der Säure. Es gibt auch gut schmeckende Äpfel mit leckerer Säure, z.B. Berlepsch.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #37 am: 05. Februar 2020, 14:18:39 »

Vielen Dank für eure Beiträge. Mir hilft das sehr herauszufinden, was ich möchte und brauche.

Eine Frage noch: was kommt bei gegebener Unterlage wohl besser mit Trockenheit zurecht - eine starkwüchsigere oder eine schwache Sorte?

Ich kann mir Argumente für beides vorstellen. Eine schwache Sorte sollte weniger Wasser und Nährstoffe ziehen, während eine starke Sorte vermutlich auch die Wurzelentwicklung fördert, die den Baum wieder wirksamer versorgen kann.

Mache ich mir da zu viele Gedanken?
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cydorian

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #38 am: 05. Februar 2020, 14:58:43 »

Es gilt:

- Tiefere Verwurzelung -> bessere Trockenverträglichkeit. Das spricht für stärkere Unterlagen
- Verträglichere Edelsorten -> besser trockenverträglich. Manche Sorten fallen vorzeitig ab, wenn es knapper wird oder bleiben sehr klein. Viel rausschinden kann man aber nicht.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #39 am: 05. Februar 2020, 18:53:08 »

Zitat von: cydorian
Manche Sorten fallen vorzeitig ab, wenn es knapper wird oder bleiben sehr klein.
Stimmt, kenne ich.

Zitat
Viel rausschinden kann man aber nicht.
Okay. Klare Ansage.  :)
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cydorian

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #40 am: 05. Februar 2020, 20:40:13 »

Ich weiss ja nicht, was du mit den Äpfeln machen willst. Aus den Erfahrungen der Wüstenjahrhäufung hier möchte ich noch ergänzen, dass von Frühsorten auch eher etwas erwarten ist. Die reifen noch, bevor Hitze und Trockenheit die Spätsorten alle machen. 2018 hatte ich immer hin noch ein paar Sommeräpfel. Alles was später kam (bis November war kein Regen) ging drauf. Längere Vegetationszeit -> Mehr Risiken.
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thuja thujon

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #41 am: 05. Februar 2020, 21:16:24 »

Problem bei den Frühäpfeln ist, das die so schnell reifgestrahlt werden, das sie nur wenig Aroma ausbilden können. Schmeckt dann einfach nur fade und oft auch viel Zucker bzw wenig Säure.
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Herr Döpfel

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #42 am: 05. Februar 2020, 22:03:26 »

Für mich sind Äpfel Winterobst. Den Sommer durch gibt es Steinobst und Beeren, die ich lieber mag.

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b-hoernchen

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #43 am: 06. Februar 2020, 20:00:05 »

Die schlimmsten Hitzeverbrennungen hatten bei mir in den letzten zwei Jahren die Früh- und Herbstäpfel:
Piros, Alkmene, Signe Tillisch, auch der Werdenberg ist relativ sonnenbrandanfällig;
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Api

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Re: Hitze- und trockenheitsresistente Apfelsorten
« Antwort #44 am: 07. Februar 2020, 22:42:44 »

Schwieriges Thema! Also man muss da sicherlich unterscheiden zwischen Hitzeverträglichkeit und Trockenheitsverträglichkeit. Ersteres ist Sortenabhängig. Dazu habe ich bisher keine Beobachtungen gemacht. Aber logisch wäre, dass rote Apfelsorten eher durch intensive Sonnenstrahlung geschädigt werden, da sie sich stärker aufheizen, als gelbe oder grüne.
Wie ein Baum mit der Trockenheit zurecht kommt ist wohl am leichtesten mit der Unterlage zu steuern. Schwach wachsende Unterlagen mit ihrem schwachen Wurzelwerk sind auf jeden Fall sehr empfindlich für Trockenheit, und man sollte sich überlegen gleich eine Bewässerung einzuplanen, wenn man sie pflanzt.
M7 und wohl auch MM106 sind wohl ganz gut trockenheitsverträglich.
https://link.springer.com/article/10.1007/s10341-017-0363-5#CR9

Veredelt man M7 hoch (auf 55cm) ergibt sich ein Wachstum ähnlich wie M26, aber mit stärkerem Wurzelwerk  Ähnlich sieht es aus, wenn man die Edelsorte auf einen MM111 mit Zwischenveredelung M9 veredelt. Da Trockenstress auch Ursache für den Rindenbrand (Diplodia mutila) ist, der auch bei mir in der Gegend zunehmend um sich greift, ist die Trockenheitsverträglichkeit auch aus diesem Grund wichtig.


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