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|25|5|Der Idealismus eines Menschen wächst mit der Entfernung zum Problem. (John Galsworthy, 1867-1933)

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Autor Thema: Huegelbeet  (Gelesen 9338 mal)

kudzu

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Huegelbeet
« am: 23. Dezember 2015, 16:22:14 »

ich will ein Huegelbeet basteln
Lage-Bilder ab Seite 13  http://forum.garten-pur.de/index.php/topic,54928.msg2545138/topicseen.html#msg2545138
drauf gebracht hat mich die viele Regen und die Idee, noch ein 'swale' als Wasserbremse vor's Treibhaus zu setzen,
weil ich da in letzter Zeit ziemlich stehendes Wasser hatte
'noch' weil die beiden Wege, das inzwischen ziemlich versackte Bluemchenbeet hinterm Teibhaus und der Wasserwall zwischen hinterem Weg und Boeschung alle eh schon lang als swales fungieren
nachdem die Pappel an der Ecke jetzt fehlt und ihre gierigen Wurzeln nicht mehr ins Beet strecken wird,
dacht ich, sollte da was Nuetzliches wachsen (duerfen)
anyways, das Beet an sich ist nicht nur beschlossen sondern angefangen

A-ber
auf der Suche nach ein bischen mehr Info hab ich festgestellt, dass deutsche und us Huegelbeete sich deutlich unterscheiden  ::)
im Schnitt verlangt die deutsche Beschreibung eher selten einen Graben, grobes Astwerk, Rasensoden, Laub, Kompost und Erde, das Ganze soll 180 breit werden und max 100 hoch, wobei die Mischung wahrscheinlich ziemlich schnell ziemlich weit zusammensackt

so in etwa:


oder so:



die hiesige Beschreibung faengt mit einem Graben an, min. 30cm tief, 150 breit, da kommen Baumstaemme rein, Baumstaemme drauf, Baumstaemme drauf, ...Aeste drumrum und drauf, Mist, Kompost und Humus drauf, 150 breit und anfangs min180 hoch
also wesentlich steiler (Problem?!) und wesentlich mehr und vor allem groeberes Material im Kern, dadurch verrottet das Material langsamer und sackt ensprechend langsamer zusammen

so in etwa:



welche Version macht mehr Sinn?
- an den steileren Seiten will wohl erst mal die Erde nicht pappen bleiben sondern runterflutschen
- nennenswert dicke Baumstaemmchen auf Schulterhoehe wuchten macht sicherlich Spass, so man Gewichtheber ist
- das feinere Material zersetzt sich schneller und speichert nicht so viel Feuchtigkeit
- das feinere Material zersetzt sich schneller und bindet weniger lang Stickstoff
- weniger Bauhoehe bzw flachere Bauweise ist leicher zu bepflanzen
- dickere Erd-Humus-Schicht erlaubt eher Wurzelgemuese
- die Menge an Bau-Material, Erde, Kompost, Mist ...  vs Baumstamm,
  hab von beidem genug, was in Schubkarre passt laesst sich leichter rumschleppen


mein Graben ist 150 breit und 40 tief






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Rieke

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Re: Huegelbeet
« Antwort #1 am: 23. Dezember 2015, 20:03:45 »

Ich gärtnere seit langem mit Hügelbeeten, aber ziemlich flachen, die ich dafür öfters mal wieder auffülle (so alle 2-3 Jahre).

Angefangen habe ich mit den Hügelbeeten im vorigen Garten, Berliner Sand vom Feinsten. Ohne Hügelbeet konnte ich da bestenfalls ein paar Buschbohnen ernten.

Flach sind die Hügelbeete, weil sie bei dem sandigen Berliner Boden sonst überhaupt nicht vernünftig zu bewässern wären. Solche Massen an Material habe ich auch meist nicht. Bei der Anlage gibt es einen Graben, schließlich braucht man am Schluß Erde zum Abdecken. Gefüllt wird das Beet, mit dem, was ich habe, durchaus auch dünne Baumstämme, bzw. dicke Äste, vor allem kleingehäckselte Äste, trockene Staudenreste, evt. Grasschnitt. Dieses Jahr habe ich ziemlich viel Fallobst verbaut. Die Anleitungen aus Gartenbüchern usw. betrachte ich eher als Anregung, und so eine komplexe Schichtung kommt mir unnötig vor. Etwas Rohkompost zum Animpfen ist sicherlich wichtig. Bei einer sehr holzreichen Mischung kommen noch Hornspäne dazu.

Ein zu breites Hügelbeet ist unpraktisch, schließlich muß man in der Mitte auch noch pflanzen, jäten, gießen und ernten können.

Wie soll eigentlich ein 1,80 m hohes Beet verwendet werden? Als Gemüsebeet oder für dauerhaftere Pflanzungen?
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Wo bleibt der Regen?

kudzu

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Re: Huegelbeet
« Antwort #2 am: 24. Dezember 2015, 15:13:08 »

Ich gärtnere seit langem mit Hügelbeeten, aber ziemlich flachen,
bitte quantifiziere
die ich dafür öfters mal wieder auffülle (so alle 2-3 Jahre).
ooops, genau DAS will ich mir eigentlich ersparen,
bei Huegelbeet denke ich eher an 10 Jahre
meine in sich zusammensackenden Hochbeete sind laestig genug,
hatte vor, wenn das Experiment positiv verlaeuft, einige Hochbeete im Lauf der Zeit zu verhuegeln


Angefangen habe ich mit den Hügelbeeten im vorigen Garten, Berliner Sand vom Feinsten. Ohne Hügelbeet konnte ich da bestenfalls ein paar Buschbohnen ernten.
OK, das koennen meine Hochbeete auch
gibt es gartentechnisch eigentlich einen Unterschied zwischen Hoch- und Huegelbeet?
ausser weniger bebaubare Flaeche und mehr Material beim Hochbee?


Flach sind die Hügelbeete, weil sie bei dem sandigen Berliner Boden sonst überhaupt nicht vernünftig zu bewässern wären.
brrr, halt, langsam bitte
war der Sinn des Huegels nicht, sich das Waessern zu er-sparen?
soll nicht all das organische Material im Inneren als Wasserspeicher/-puffer dienen?


Solche Massen an Material habe ich auch meist nicht.
genug Stammholz ist auch fuer mich ziemlich arbeisaufwaendig, aber machbar
Aeste sind laestiger aber auch machbar, Hackschnitzel, Laub und Mist ist eigentlich kein Problem,
koennte meinen Huegel komplett aus Kleinmaterial aufschuetten, aber das war ja nicht der Sinn, oder?


Bei der Anlage gibt es einen Graben, schließlich braucht man am Schluß Erde zum Abdecken. Gefüllt wird das Beet, mit dem, was ich habe, durchaus auch dünne Baumstämme, bzw. dicke Äste, vor allem kleingehäckselte Äste, trockene Staudenreste, evt. Grasschnitt. Dieses Jahr habe ich ziemlich viel Fallobst verbaut. Die Anleitungen aus Gartenbüchern usw. betrachte ich eher als Anregung,
ditto, waren mir nur zu viele sich teils widersprechende Vorschaege
und so eine komplexe Schichtung kommt mir unnötig vor. Etwas Rohkompost zum Animpfen ist sicherlich wichtig. Bei einer sehr holzreichen Mischung kommen noch Hornspäne dazu.

Ein zu breites Hügelbeet ist unpraktisch, schließlich muß man in der Mitte auch noch pflanzen, jäten, gießen und ernten können.
jain, fuer ein flaches Beet liegen Empfehlungen zwischen 120 und 140,
bei einem entsprechend hohen Beet is 150 kein Problem und 180n machbar


Wie soll eigentlich ein 1,80 m hohes Beet verwendet werden? Als Gemüsebeet oder für dauerhaftere Pflanzungen?
in dem thread sind ein Haufen Ideen,
zB dass sich Huegelbeete vor allem fuer Baum- oder Buschpflanzungen eignen
oder - mir eingaeniger, dass sich Huegelbeete besser fuer Mehrjaehrige eignen als fuer Einjaehrige,
weil das staendige Ein- und Ausbuddeln an den steilen Waenden Erossion beschleunigt
Einjaehrige nicht ausrupfen sondern abschneiden und die Wurzeln einfach verrotten lassen hilft

dachte fuer mich als dauerhaft an obendrauf Erdbeeren und auf der Schattenseite Valerian Ruber,
auf der Sonnenseite mittig zB rote Beete + Salat, am unteren Ende nicht rankende Zuccini
oder faellt Dir was nettes, essbares, mehrjaehriges ein?

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Quendula

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Re: Huegelbeet
« Antwort #3 am: 25. Dezember 2015, 11:41:09 »


Flach sind die Hügelbeete, weil sie bei dem sandigen Berliner Boden sonst überhaupt nicht vernünftig zu bewässern wären.
brrr, halt, langsam bitte
war der Sinn des Huegels nicht, sich das Waessern zu er-sparen?
soll nicht all das organische Material im Inneren als Wasserspeicher/-puffer dienen?


Da kann ich vielleicht schon etwas zu sagen, bis Rieke antwortet  :).
Auf unserem Sand fließt das Wasser, wenn es denn die Möglichkeit findet, sofort vom Hügel wieder runter. Es kommt kaum dazu, zu versickern und vom innenliegenden organischen Material gespeichert zu werden. (Deshalb säe und pflanze ich mein Gemüse in etwa handbreit tiefen Rinnen an.) Sinnvoll wäre da dann eine Bewässerungsrinne oben auf der Hügelmitte. Oder eben ein breites Hügelchen welches einfach nur flach genug ist, um das Wasser oben drauf so lange zu balancieren, bis es versickert ist.



Mein Hügelbeet im Garten besteht nur aus zusammengeharkten Kiefernnadeln (da fällt immer ne Menge an) und ist mit Erdbeeren bepflanzt. Ich schiebe immer mal wieder etwas Material zwischen die Pflanzen. und mopse mir von ganz unten feine dunkle Walderde. Sollte ich die Kiefernnadeln lieber mit ein paar Hornspänen mischen? Kann mir da mal jmd einen Tip geben?
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kudzu

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Re: Huegelbeet
« Antwort #4 am: 25. Dezember 2015, 15:12:22 »

interessant, Quendula, dachte bisher, durch Sand wuerde Wasser einfach durch laufen, nicht drueber
Sand hatte ich bisher an keinem Standort
aber Kiefernnadeln, mit denen kenn ich mich aus, die hab ich haufenweise - woertlich - und die legen sich in Schichten uebereinander und lassen tatsechlich Wasser ablaufen, obwohl sie so schmal sind
UND reine Kiefernnadeln haben nach meiner Erfahrung kaum Wasser-Speicher-Qualitaeten, selbst teil-verrottet sind meine Haufen eher fluffig-leicht, halbverrottete Baumstaemme dagegen eigentlich immer schwer und feucht
bisher hab ich Kiefernnadeln einfach als dicke Mulchschicht zwischen meine Blaubeerbuesche oder zwischen die Azaleen gekippt
oder auch ein paar Schubkarren voll halbverrottete unten ins Topi-Beet, weil da Materialbedarf und die Nadeln grad greifbar

Kiefernnadeln brauchen hier, wenn sie einfach so liegen bleiben, wie sie von den Baeumen fallen ziemlich lang zum verrotten, anderes Laub 'verschwindet' deutlich schneller, meine Haufen sind meist gut einen Meter hoch und werden nicht wie mein Kompost umgesetzt, obendrauf bleibt eine dicke Schicht intakter Nadeln, unten drin sind sie labbrig und halbvergammelt
wenn sich jedoch mal eine Schubkarre voll auf meinen Kompost verirrt, sind sie iA nach 2, 3 mal Umsetzen nicht mehr zu identifizieren, fuer Hornspaene bin ich zu geizig, aber in Schichten mit Mist oder Rohkompost verrotten sicherlich auch Kiefernnadeln schneller denn als trockener Haufen

bei den Premies gibt es relativ viele, die fordern, dass das Holz gut gewaessert wird und dass Kompost oder Mist zwischen die Staemme kommt, um diesen Saug- oder Speicher-Effekt anzukurbeln *lach* nass genug sollte meine untere Lage inzwischen durchaus sein



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Zausel

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Re: Huegelbeet
« Antwort #5 am: 25. Dezember 2015, 15:47:40 »

...
Flach sind die Hügelbeete, weil sie bei dem sandigen Berliner Boden sonst überhaupt nicht vernünftig zu bewässern wären.
brrr, halt, langsam bitte
war der Sinn des Huegels nicht, sich das Waessern zu er-sparen?
soll nicht all das organische Material im Inneren als Wasserspeicher/-puffer dienen?
...
Trocknet der "Berliner Boden" aus, perlt an dem Sand- Humusgemisch erst einmal jeder Regen von schrägen Oberflächen ab.
Das Wasser rinnt, wenn es regnet, an den Fuß des Hügels.
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.

Elke

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Re: Huegelbeet
« Antwort #6 am: 25. Dezember 2015, 16:11:41 »

Kuzdu,
so, wie ich es verstanden habe, ist der Vorteil eines Hügelbeetes unter anderem, dass hauptsächlich durch den Abbau der Pilze und Bakterien einmal kostbarer Humus entsteht und dabei jede Menge Wärme abgegeben wird, die dafür sorgt, dass die Pflanzen schneller wachsen als in der Umgebung ohne den Abbau der Destruenten.

Und damit dieser Abbauprozess über ein paar Jahre schön gleichmäßig geschieht, nimmt man leicht und nicht so leicht abbaubare organische Materialien als Schichtung unter der darüber liegenden Erdschicht. Die permanente Wärmeabgabe ist ganz wichtig. Dadurch soll man früher und länger ernten können.

Viele Grüße
Elke
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pearl

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Re: Huegelbeet
« Antwort #7 am: 25. Dezember 2015, 17:05:50 »

...

war der Sinn des Huegels nicht, sich das Waessern zu er-sparen?
soll nicht all das organische Material im Inneren als Wasserspeicher/-puffer dienen?

Trocknet der "Berliner Boden" aus, perlt an dem Sand- Humusgemisch erst einmal jeder Regen von schrägen Oberflächen ab.
Das Wasser rinnt, wenn es regnet, an den Fuß des Hügels.

eine für kudzu typische Verwechslung? Hügelbeete und Hochbeete genauso wie Mistbeete werden häufiger gegossen als bodenebene Beete. Der wärmebildende Prozess verlangt Wasser. Sonst funktioniert das Hügel-Hoch-Mistbeet nicht.

Der Sinn dieser Beete ist die Wärmeentwicklung besonders im Winter um empfindliche Pflanzen kultivieren zu können.

Etwas anderes als Hügelbeete sind Steinanlagen für nässeempfindliche Pflanzen. Da ist die Dränage wichtig und die Schichtung aus Gesteinsarten, Geröll, Verwitterungsgrus und Splitt dient dazu ein sicheres Haltesystem für Pflanzen aus Steppen und alpinen Lagen zu bilden. Auch solche Anlagen benötigen ein sorgfältiges Bewässerungsmanagement.
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kudzu

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Re: Huegelbeet
« Antwort #8 am: 25. Dezember 2015, 19:03:23 »

eine für kudzu typische Verwechslung? ...

weisst, Perlchen,
wenn Du Deine spitze Zunge mal in Zaum halten koenntest, waere ich glatt geneigt zuhoeren

Hügelbeete und Hochbeete genauso wie Mistbeete werden häufiger gegossen als bodenebene Beete. ...

Deine Meinung, belegt durch was?
meine Erfahrung mit Hochbeeten besagt das Gegenteil
und ein paar Dutzend Permies in wirklich trockenen Gegenden bestaetigen das
wieviel waermer als die Umgebungstemperatur soll denn so ein Huegel voll in 10 Jahren verrottendem Holz werden?
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Zausel

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Re: Huegelbeet
« Antwort #9 am: 25. Dezember 2015, 19:15:15 »

... wieviel waermer als die Umgebungstemperatur soll denn so ein Huegel voll in 10 Jahren verrottendem Holz werden?
Stämme hatte ich in meinen Hügelbeeten nicht, nur zerschnittene Äste, die waren nach zwei Jahren kaum mehr zu finden und nach drei Jahren weg.
Das Gießen war nicht das Problem, im Brandenburgischen regnet es sowieso zu wenig.  ;)
Ach so, obwohl im Herbst der Fuchs gern auf dem Hügel genächtigt hat, sind sie auch im ersten Winter komplett durchgefroren.
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Elke

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Re: Huegelbeet
« Antwort #10 am: 25. Dezember 2015, 19:16:05 »

Kuzdu,
zu der Temperaturerhöhung habe ich einen entsprechenden Hinweis gefunden:

„Durch den Aufbau der Unterschicht wird das Hügelbeet zusätzlich erwärmt, da das verwendete Material verrottet. Die um 5° bis 8° erhöhte Erdtemperatur verlängert dementsprechend die nutzbare Anbauzeit.“

Quelle

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Elke
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pearl

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Re: Huegelbeet
« Antwort #11 am: 25. Dezember 2015, 23:22:04 »

genau, und wenn die Verrottung zu Ende ist, die organische Substanz vollständig mineralisiert, dann ist der Hügel auch schon zusammengefallen und muss neu aufgebaut werden. Diese Form der Hügelbeete eignet sich also nur für Gemüse.
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kudzu

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Re: Huegelbeet
« Antwort #12 am: 25. Dezember 2015, 23:36:38 »

*augenverdreh* im Hochbeet braucht ein Baumstamm durchaus etwas laenger als 2 Jahre um zu verrotten,
weil ein Hochbeet mehr als huefthoch ziemlich unpraktisch waer,
kann ich aber nur begrenzt Baumstaemme unterbringen, ergo
Danke
dann waere der Unterschied klar und ich bastel keine Huegel nach deutscher Anleitung sondern lieber nach hiesiger

wieso sollte sich ein Huegel, egal welcher Bauweise nur fuer Gemuese eignen?
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Zausel

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Re: Huegelbeet
« Antwort #13 am: 26. Dezember 2015, 00:21:45 »

... und ich bastel keine Huegel nach deutscher Anleitung sondern lieber nach hiesiger ...
So ist es immer besser.  ;)

... wieso sollte sich ein Huegel, egal welcher Bauweise nur fuer Gemuese eignen?
Eine Obstsorte fällt mir sofort ein: Erdbeeren.  ;D
Sträucher vielleicht noch- Bäume haben u.U. zu wenig Standfestigkeit, vermute ich mal so einfach so.
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Rieke

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Re: Huegelbeet
« Antwort #14 am: 26. Dezember 2015, 00:22:13 »

Aus weihnachtstechnischen Gründen komme ich erst jetzt dazu, zu antworten.

Mit einem Hügelbeet kann man verschiedene Gartenprobleme lösen. Ich wollte die sehr humusarme Erde (Talsande) in meinem vorigen Garten damit verbessern, außerdem hatte ich eine Menge Gehölzschnitt - Teile des Gartens waren recht verwildert. Daher helfen Dir meine Erfahrungen leider nur bedingt weiter. Zuviel Wasser war in dem Garten definitiv kein Problem, auch nach heftigem Regen waren Pfützen nach spätestens 2 Stunden weg.

Meine Hügelbeete folgen in etwa der 2. deutschen Anleitung, mit Gehölzschnitt in der Mitte. Im Laufe der Zeit habe ich das immer mehr vereinfacht: Graben ausheben, Material (was halt da ist) rein, etwas Kompost, Grassoden umgekehrt drauf, Erde, Abdecken mit Laub.

Erwärmung durch die Abbauprozesse im Hügelbeet konnte ich bei meinen Hügelbeeten nie beobachten, aber darum ging es mir auch nicht. Der leichte Berliner Sandboden erwärmt sich im Frühling recht schnell. Wem es bei einem Hügel um warme Füsse für die Pflanzen geht, müsste wahrscheinlich Mist usw. verwenden, ähnlich wie bei einem Frühbeet, und das Beet am besten im zeitigen Frühjahr anlegen, nicht wie ich im Herbst.

Die relativ dünne Erdschicht über der Füllung macht hier beim Gemüseanbau kein größeres Problem. Im ersten Jahr baue ich meistens Kartoffeln an, und die wachsen ja auch auf dem Kompost. Aber anderes Gemüse wächst auch. In meinem jetzigen Garten bin ich auf Hügelbeete nicht mehr so angewiesen wie im vorigen, hier ist etwas besserer Boden mit Lehm drin. Im vorigen Garten habe ich nur mit Hügelbeet was ernten können.

Hochbeet habe ich nie probiert, das ist mir zu aufwendig.

Mit einem Hügelbeet den Pflanzen etwas Abstand zum nassen Untergrund zu verschaffen, ist eine andere Situation als meine. Soll der Graben als zusätzliche Drainage wirken? Machen deine amerikanischen Quellen Angaben zur Bepflanzung der steilen Böschungen? Rankendes Gemüse wie Neuseeländer Spinat?

Bäume kann ich mir auf so einem Beet nicht vorstellen, wg. der Setzung, die sicherlich nicht gleichmäßig passiert. Beerenobst ist vielleicht weniger empfindlich und wenn´s nicht funktioniert, auch leichter umzupflanzen.

Nur mal so als Anregung:
http://kunstundfilm.de/wp-content/gallery/documenta-13-ottoneum/claire_pentecost2.jpg
Pflanzensäule
kurzer Text darüber
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