Hallo und
zuerst einmal @ goworo:
Erstens finde ich die Farben an Deinem 'Aconitifolium' ganz toll getroffen und dann das Ambiente zum Hauptmotiv mit Pfädle ..., sehr, sehr schön, Höhenunterschiede im Garten, das hat halt einfach was.
Und jetzt zur Antwort an Weidenkatz:
In schlauen Büchern liest man ja immer, man soll die Herbstfärbung bewusst einsetzen, bla, bla, ich hab' das schon lange aufgegeben

.
Erstens ist es in jedem Jahr anders, die Intensität, die Farben, die zeitliche Lage usw. und
zweitens - selbst wenn mal die Farben so richtig knallen, dann sind's grad mal ein paar Tage und das Wetter macht der Pracht ein Ende.
Natürlich gibt es Ausnahmen, wie den Tupelo- und den Amberbaum, aber der erste ist ein Riese und für den 2. braucht man auch nicht wenig Platz. Ich besitze Liquidambar styraciflua 'Slender Silhouette', eine Säulenform. Die braucht zwar nicht viel Platz, ist aber bei weitem auch nicht so ein fantastischer Färber wie andere Sorten des Amberbaums. Vor einigen Jahren hat man in einer Kleinstadt hier in der Nähe Alleen aus Amberbäumen angelegt. Das ist dann im Oktober/November eine Schau.
Von den japanischen Ahorne, die ich besitze, bringen die meisten eine gute Herbstfärbung, aber - wie Du schon schreibst - es ist kein wochenlanges Spektakel.
Außer diesen schaffen es vor allen die Kreppmyrten, mit toller Herbstfärbung aufzuwarten, ihre Farben sind wärmer, mehr orange und warmes rot. Aber auch hier: Ein Herbststurm im falschen Moment und es hängt kein Blatt mehr. Ähnlich ist es bei Cornus kousa - in vielen Jahren ein dunkles Flammenmeer, aber in weniger als 1 Woche liegt alles am Boden. Länger hält die Pracht bei Cornus 'Venus', aber sie ist nicht in jedem Jahr konstant. Am besten gefiel mir immer C. florida, der nordamerikanische dogwood. Aber er hält die hiesige Hitze mit der damit verbundenen Trockenheit nicht lange aus und wird dann schnell krank.
Ich werd' mal versuchen, in den nächsten Tagen bzw. Wochen noch einiges einzufangen, wenn das Wetter nicht allzu wüst wird.
Herzliche Grüße