Hallo liebe Hexen,
bin neu hier und finde Eure Kräuterecke sehr interessant. Habe eine Pflanze, die sehr selten ist und wüßte gerne, ob jemand von Euch sie kennt: Chrysanthemum Balsamita (Mentha). Sie wuchs an unserem alten Bauernhaus im Waldviertel, als wir es übernommen haben, nur eine alte Frau wußte noch, daß man sie sich früher beim Heuen in den Ausschnitt gesteckt hat, um die Mücken zu vertreiben.
In keinem meiner Kräuterbücher war sie zu finden, also ging ich damit ins Naturhistorische Museum, wo in einem riesigen Kräuterbuch von einem Prof. Hegi, Schweiz, folgendes stand:
"Bei der Hl. Hildegard v. Bingen führte sie den Namen Balsamite. Sonst Marienblatt, Frauenblatt, Pfefferblatt, Pfannkuchenkraut, Römischer Balsam. In Frankreich: Menthe de Notre Dame. Einheimisch wohl nur im Orient (Kleinasien, Nordpersien, Armenien), aber eingebürgert in den Balkanländern, Italien, Frankreich, Spanien. Im frühen Mittelalter von Ludwig dem Frommen zum Anbau empfohlen. Noch im 16. Jhdt. allgemein gebräuchlich als Gewürz- und Heilpflanze. Gegenwärtig nur noch vereinzelt in Bauerngärten wegen des angenehmen Duftes gezogen... im Elsaß, Bayern,der Fränkischen Jura, in Südtirol, der Steiermark und in Weinbergen im Tessin.
Als Arzneipflanze krampfstillend, bei Leber-, Milz- und Nierenleiden..."
Bei mir wuchert sie, alle Freunde mit Garten haben schon Ableger (verteilt sich über dicke Wurzeln), kann gerne an Interessierte weitere abgeben - man müßte nur einen dazu Weg finden. Der Duft ist wirklich balsamisch, 2 frische Blätter genügen für eine Tasse hellgrünen duftenden, leicht bitteren Tee, auf dem ätherische Öle schwimmen...
LG, Martina