Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
News: für "Vernunft" sind gärtner meist eher nicht so bekannt, kann das sein???  (rorobonn)
Willkommen, Gast. Bitte loggen sie sich ein oder registrieren sie sich.
20. November 2017, 07:08:47
Erweiterte Suche  
News: für "Vernunft" sind gärtner meist eher nicht so bekannt, kann das sein???  (rorobonn)

Neuigkeiten:

|7|6|Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn. (Ludwig Marcuse)

Seiten: 1 [2]   nach unten

Autor Thema: Zwergenwuchs und Laubanomalien  (Gelesen 1103 mal)

Krokosmian

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 4163
Re: Zwergenwuchs und Laubanomalien
« Antwort #15 am: 17. Januar 2016, 06:55:17 »

Nicht fundiert: ist es nichts so, dass man als alter Züchter den Begriff "hybrida" und "Hybride" immer gerne dann verwendet hat, wenn man nicht so recht wusste wohin man ein pflanzliches Individuum stecken sollte? Das er also nicht unbedingt auf eine (gezielte) Kreuzung hindeutet?

Ansonsten finde ich Deine Akribie und Neugierde bewundernswert, sage aber nicht mehr dazu, da ich "fishing for compliments" ungern unterstütze ;).
Gespeichert
Bevor ich mich jetzt aufrege, isses mir lieber egal.

Inken

  • Master Member
  • *****
  • Online Online
  • Beiträge: 2816
    • Bücherei des Deutschen Gartenbaues
Re: Zwergenwuchs und Laubanomalien
« Antwort #16 am: 17. Januar 2016, 07:29:02 »

... und ich möchte pearls Eintrag nicht unkommentiert stehen lassen.

Wahrscheinlich wusster er es gar nicht so genau. Die Vorstellung, dass Züchtung und das Geschäft mit dem Kreuzen, planvolle Tätigkeit ist, die scheint mir falsch. Die haben gekreuzt und sich gefreut, wenn dabei was rauskam. Die haben auffälligen Sämlingen einen Namen gegeben. ...

Es gab durchaus Züchter, die planvoll vorgingen, ich denke, Arends gehörte dazu.


« Letzte Änderung: 17. Januar 2016, 07:30:57 von Inken »
Gespeichert

oile

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 21269
  • Markgräfin von Pieske, Gierschkultivatorin
    • oilenpark
Re: Zwergenwuchs und Laubanomalien
« Antwort #17 am: 17. Januar 2016, 10:40:26 »


Ansonsten finde ich Deine Akribie und Neugierde bewundernswert,
Ich auch.

Zitat
sage aber nicht mehr dazu, da ich "fishing for compliments" ungern unterstütze ;).

davon ist troll13 nun meilenweit entfernt.  ;)
Gespeichert
Garten pur!

pearl

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 28542
  • Weinbauklima im Neckartal
    • TEDxEuston
Re: Zwergenwuchs und Laubanomalien
« Antwort #18 am: 17. Januar 2016, 14:15:20 »

beim Durchforsten nach deutschsprachigen botanischen Termini zur Galanthusmorphologie, ist mir die Bildung der Sprossachse über den Weg gelaufen.

Längenwachstum und Verzweigung und sowas ist ja immer ein Zusammenspiel von Wachstumsfaktoren und ihren Rezeptormolekülen, die die Aktivität von Genen regulieren. In dem Fall ist Auxin erwähnt worden, das in den Leitungsbahnen diffundiert und dessen Konzentration über lange Strecken abnimmt. Es ist speziesspezifisch - und bestimmt ob Baum oder Strauch -, bei welcher Konzentration das Signal dann die Aktivität der entsprechenden Gene ankurbelt, die für die nächste Verzweigung und die Bildung eines neuen Astes mit allem Pipapo sorgt.

Genauso wird es mit den Blättern sein. Eine bestimmte Konzentration von Wachstumsfaktor und eine neue Blattader mit allem Pipapo wird gebildet. Viele solcher kleinen Entwicklungsschritte und das Blatt ist komplett.

Welche Sensation das damals bei Drosophila war, als man den ganzen Gencluster, der an der Segmentierung des Insektes beteiligt ist, entdeckt und sequenziert hatte!

Damals hatte man eine Reihe von Mutationen, die darauf hinwiesen, dass die Vollendung eines Entwicklungsschrittes umgehend zum Ablauf des nächsten führte.

So wird das auch bei crispa Formen sein. Die Gene für einen Umschwenk von Längenwachstum zur Ausdifferenzierung neuer Blattadern werden irgendwie zu schnell und bei geringeren Konzentrationen von Wachstumsfaktor angeschmissen. Sie sind mit anderen Worten übersensibel.  ;) ;D

Gespeichert
Wenn die Blätter vom Baum fallen, kehren sie zu ihren Wurzeln zurück.

altes chinesisches Sprichwort nach Chan Meister Sheng Yen

troll13

  • Master Member
  • *****
  • Offline Offline
  • Beiträge: 11315
    • hydrangeas_garden
Re: Zwergenwuchs und Laubanomalien
« Antwort #19 am: 17. Januar 2016, 21:36:26 »

So weit ich das verstanden habe, können deine Ausführungen einen Zusammenhang zwischen "Zwergenwuchs und Laubanomalien" wirklich erklären. Wodurch das auch immer ausgelöst werden mag?

Bei Gehölzen wie dem schon angeführten Cornus sanguinea 'Compressa' passt es allemal. Kurze Internodien und kleines "krumpeliges" Laub. Bei japanischen Ahornen gibt es so etwas auch. Mir fällt nur gerade der Sortenname nicht ein.

Mir sind übrigens auch noch zwei Farne eingefallen, die durch gekrauste Fieder und einen gestauchten Wuchs auffallen  Driyopteris affinis 'Crispa Congesta' und Dryopteris dilatata 'Crispa Whiteside'.

Ob es auch auf die Urform der Astilbe x crispa zutrifft, sei dahingestellt. Ich selbst werde es jedenfalls wohl nie nachweisen können. ::)

PS.: Obwohl ich Garten-pur wie andere sicher auch als Medium für eine Selbstdarstellung nutze, erwarte ich wirklich keine Komplimente, wenn ich hier auf "Stiefkinder" der Stauden- und Gehölzsortimente aufmerksam machen möchte. Ich beschäftige mich damit, weil mir selbst daran etwas liegt und es sind eh die "üblichen Verdächtigen", die darauf anspringen. ;)

Gespeichert
Gartenanarchist aus Überzeugung!
Seiten: 1 [2]   nach oben
 

Garten-pur.de Nutzungsbedingungen | Impressum | Datenschutzerklärung

Forum Garten-pur | Powered by SMF, Simple Machines
© 2001-2015 garten-pur. All Rights Reserved.
Garten-pur.de