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Autor Thema: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter  (Gelesen 7136 mal)

Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #75 am: 30. Juli 2018, 23:49:34 »

Für Sandhafer ists aber noch ein bisschen früh.
Jup, das denke ich auch. Sonnenblumen, Klee,Tagetes oder Bitterlupine war eigentlich meine Planung.........ich bin noch unentschlossen - ich könnt ja auch mischen ::) ;D Am Ende ist's schon fast egal, hauptsache fruchtneutral und der Boden ist bedeckt.
Aber nach unserem Wetterbericht muss die Saat morgen in die Erde, wenn sie von dem bisschen Regen profitieren soll.


Deine selbstgebaute Gartenwalze gefällt mir immer wieder sehr. Wo hattest Du sie noch gleich vorgestellt?
Bitte spendier doch mal ne "Zubehör- und DIY-Laufliste" zum nachbauen. Du hast sie doch erst letztes Jahr gebaut :D da kannst Du Dich doch bestimmt noch gut erinnern :-*

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thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #76 am: 31. Juli 2018, 00:37:08 »

Die Walze suche ich gleich nochmal raus. Schon ein Sahnestückchen, schade dass man sie nicht ständig braucht. Den Grubber finde ich nicht weniger genial.  ;D

Sonnenblume bringt Sclerotinia, Klee verträgt sich nicht mit Leguminosen wie Erbsen und Bohnen, Tagetes will 100 Tage damit es was bringt, Samenernte von jetiger Aussaat ist fraglich. Tagetes besser im Frühjahr oder noch besser spätes Frühjahr nach Schwarzbrache, Bitterlupine ist auch wieder Leguminsoe.

Was übrig bleibt sind Mais zum häckseln, habe ich die Tage auch wieder ausgesäht, wächst jetzt so spät noch ausreichend zum häckseln und der Mulch hält dann bis weit in den Frühsommer. Alternativ Winterroggen wenn man die `Grünmasse´ wieder verwurschtelt bekommt. Häckseln kann man den weniger und er bringt weniger Mulch obenrum, dafür besseren Wurzelfilz. Wenn man den nur grubbert und nicht noch mehr vergewaltigt ist das auch viel wert.

Nicht nur Grünmasse beachten, auch ans Unkraut denken. Zwischen Mais lässt sich gut hacken, es keimt aber ewig lang das Unkraut, da muss also mal ein `Hygienetag´ spätestens nach dem ersten Frost eingelegt werden. Roggen macht schneller die Reihen zu, für Faule mit der Sähmaschine saubere Reihen legen, ein- zweimal mit dem Grubber oder Gartenwiesel durchziehen, dann bleibt der sauber.

Unter den Reben habe ich Ölrettich/Phacelia gesäht, dort kommt nie Gemüse hin und so geht auch diese Mischung mal um den Stickstoff aufzufangen und noch ne späte Blüte und was für die Bodengesundheit zu haben.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #77 am: 31. Juli 2018, 00:50:39 »

Habs Gefunden, bissl runterscrollen in
``Gründüngung im Gemüsebeet´´:
https://forum.garten-pur.de/index.php/topic,50762.msg2924697.html#msg2924697

wann gibst da denn mal bald Bilder?
Na wenn du schon so fragst  ;D, dann gibts die schon vorab. Wollte eigentlich erst später drüber schreiben.

Habe gerade überlegt, obs hier überhaupt in einen Gründungstrang reinpasst.
Ja, das tuts. Und zwar deswegen:
Beim Gründüngen und beim no-dig oder Pfluglos oder kein umgraben sind eigentlich die ersten 3-6 cm vom Boden entscheidend. Die müssen Luft durchlassen, dürfen also nicht verschlämmen, dort hängt der Großteil vom Humus, nicht zu fein wegen verschlämmen, nicht zu grob wegen feine Samen müssen noch gut keimen können.
Wenn man ständig nur flach hackt bzw mulch einarbeitet, also Sternfräse zB, 3cm tief, dann ist das oben alles locker. Wenns einmal draufregnet, hat man gröbere Krümel und durchs überlockern viel Feinerde dazwischen. Die viele Feinerde und das was die Regentropfen beim Aufprall aus den gröberen Krümeln rausschlagen, ist letzendlich die Masse, die die verschlämmte Kruste bildet und die Bodenatmung verhindert.
Wenn man lockere Haufen fester stapelt, sind sie stabiler.
Das kann eine Walze machen.
Zudem sorgt das rückverdichten mit der Walze bei Aussaaten oder bei Gründungmaterial für Bodenschluss, so das die Samen gut keimen oder die frische Pflanzenmasse gut verrotten kann.

Eine Walze gehört also eigentlich dazu, wenn man richtig Gründung machen will.
Gründüger wachsen lassen und untergraben, wenns doof läuft vertorft der unten im Boden und wenns anders läuft, wird der Humus durch die massive Bodenbewegung schon gleich verheizt, bevor er überhaupt richtig wirken kann. Perlen vor die Säue wäre das.

Also musste eine Walze her. Eine die nicht alles glatt hinterlässt oder gar verschmiert wie die Rasenwalzen, eine die auch auf kleinen Gemüsebeeten funktioniert und eine, die auch die Erde in 3-6cm Tiefe noch ausreichend rückverdichtet und nicht nur die ersten 2cm wie die Rasenwalzen.
Fertiges zu kaufen gibts nix, also im Müll gucken und aus Scheiße Gold machen.
Los gehts:
Abwasser oder Gasrohr aus Plastik, jedenfalls Baustellenabfall, 20cm breit, 17cm Durchmesser. Holzschrauben mit je 2 Muttern reingebohrt, um auch die etwas tieferen Bodenschichten mit zu erfassen und um etwas Struktur reinzubringen, Glattwalze taugt ja nix:


Leergewicht war 1,5 kg, damit verdichtet man nix. Eine Betonfüllung bot sich an.
Armierungsgitter und Achsenhalterung und als Achse eine Gewindestange:


Brett mit Frischaltefolie umwickelt, so bleibt der Kellerboden sauber:


fertig mit Beton gestopft, warten bis es durchgetrocknet ist:


Griff dran, endlich ist der Gardena-Streuwagen mal zu was zu gebrauchen:


Übergang Achse zu Griff, die Gerüstbauösen waren keine gute Idee, wie sich später rausgestellt hat, die fallen raus.


Kontrolle auf der Wagge, gut 9,5kg auf 20cm Arbeitsbreite, das ist schonmal nicht nichts.


Im Februar Premiere beim Rasen säen, das Arbeitsbild sieht eigentlich gut aus. Oberfläche mit Struktur, bei Regen kann überschüssiges Wasser in die Löcher ablaufen, obendrüber verschlämmt auch deswegen weniger.


Bis die 100qm in der Dämmerung fertig gewalzt waren, sind die Gerüstbauösen 3 mal aus dem Griff gefallen. Die Aufhängung/Lager ist das, was jetzt noch nicht fertig ist, weil zuviel anderes dazwischen kam. Egal, der Rasen war erstmal drin.


3 Tage später, als der Boden etwas besser abgetrocknet war, bin ich nochmal mit einer wassergefüllten, handelsüblichen Glattwalze drüber, weil der Anpressdruck der kleinen Walze doch etwas zu gering war und die Wetterlage austrocknend und nirgendwo ein Wasseranschluss mit Wasser hinterm Ventil zum giessen in der Nähe. Der Boden war gut durchgefroren, bester Feuchtigskeitszustand zum bearbeiten, dann kann er auch mal die Glattwalze ab, ohne verschmieren usw.

Fazit: ich habe mir schon das nächste Plastikrohr geschrottelt, eine Art Drainagerohr, mit größerem Durchmesser (~40cm) und vom Oberflächenprofil her ähnlich einer Keilringwalze.

Infos zu verschiedenen Walzentypen kann man zB hier nachlesen:
www.topagrar.com/archiv/Grubber-Welche-Walze-passt-am-besten-151264.html/action%3Ddownload&usg=AFQjCNFxcRecye3JJnKjPZonAcY3yvoVZQ

Im Hobbygarten wohl ein Thema, das noch völlig unterrepräsentiert ist und Ausbaupotential hat.

Wie die grüne Walze zeigt, muss man sich auch keine riesigen, meist unnütz rumstehenden Geräte anschaffen, gerade für feine Samen oder Gründungrotte ankurbeln, es geht auch in klein.
Hier nochmal die Aufhängung in der überarbeiteten Version, Gerüstbauöse war Schrott, der Griff des Rasendüngerstreuerwagens ist breit genug um eine -^- drin zu verschrauben. Das hält mit den großen Unterlegscheiben bis jetzt super.
« Letzte Änderung: 31. Juli 2018, 00:54:30 von thuja thujon »
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #78 am: 31. Juli 2018, 13:09:35 »

Habs Gefunden, bissl runterscrollen in
``Gründüngung im Gemüsebeet´´:
Dankeschön fürs 'raussuchen! ..............ich hatte ein "Brett vor der Stirn" und nur in diesem Faden gesucht ::)

Den Grubber finde ich nicht weniger genial.  ;D
Jup, aber da bin ich ja mit meiner Radhacke versorgt :D da sind auch diese Gänsefußscharren dran, die schneiden die Beikrautwurzeln indem sie sie "unterfahren". Sehr energieschonend für die Gärtnerin und - dies ist m.M. nach besonders wichtig - der Boden wird mit dieser Methode nicht gewendet.

Danke für Deine Ausführungen und die Auflistung (ich hab's mal hervorgehoben):
Zitat
- Sonnenblume bringt Sclerotinia,
- Klee verträgt sich nicht mit Leguminosen wie Erbsen und Bohnen,
- Tagetes will 100 Tage damit es was bringt, Samenernte von jetiger Aussaat ist fraglich. Tagetes besser im Frühjahr oder noch besser spätes Frühjahr nach Schwarzbrache,
- Bitterlupine ist auch wieder Leguminsoe.

- Was übrig bleibt sind Mais zum häckseln

- Alternativ Winterroggen wenn man die `Grünmasse´ wieder verwurschtelt bekommt. Häckseln kann man den weniger und er bringt weniger Mulch obenrum, dafür besseren Wurzelfilz. Wenn man den nur grubbert und nicht noch mehr vergewaltigt ist das auch viel wert.
  :) Winterroggen hatte ich ja gar nicht mehr auf dem "Schirm", für Kornertrag wäre er wohl erst später zu säen, aber mich interessiert er ja nur als Grünmasselieferant.
zum Winterroggen heisst es hier:
Zitat
Die Aussaat von Winterroggen liegt je nach Region zwischen Mitte September bis Ende Oktober und kann in Ausnahmefällen noch im Dezember stattfinden. Zu beachten ist dabei, dass er zur Überwindung der Schosshemmung, wie alle Wintergetreidearten, die Vernalisation benötigt. Er ist eine anspruchslose und krankheitsresistente Frucht, die in alle Richtungen der Fruchtfolge variieren kann. Winterroggen ist besser an kühle und trockene Bedingungen angepasst als der ertragsstärkere Weizen. Er ist deshalb das Getreide für die Regionen mit verbreiteten Sandböden( ;D da ist er hier bei mir richtig ;D), stellt aber trotzdem besondere Anforderungen an Saat, Saatbett und Saatzeitpunkt.

Zitat
Nicht nur Grünmasse beachten, auch ans Unkraut denken. Zwischen Mais lässt sich gut hacken, es keimt aber ewig lang das Unkraut,.................Roggen macht schneller die Reihen zu
na dann wäre doch vielleicht die Kombi Mais mit Winteroggen ein Versuch wert. Dann macht der Roggen die Reihen schnell dicht und der Mais hat Zeit, ungestört aufzulaufen. Und ich habe beides: 'was zum häckseln und schnell geschützten Boden.


Zitat
für Faule mit der Sähmaschine saubere Reihen legen, ein- zweimal mit dem Grubber oder Gartenwiesel durchziehen, dann bleibt der sauber.
Thuja, da sagst Du ja was wichtiges..................ich hab ja noch so eine historische Saatmaschine hier stehen.......
Das ist jetzt der perfekte Moment, um das Schätzchen endlich in Betrieb zu nehmen! Schliesslich habe ich eine ziemliche Fläche zu säen, da wir vor 4 Wochen die Pferdehaltung aufgegeben haben und ich nun den ehemaligen "Pferdepattweg" (5m breit und etwa 60m lang) hoch zur Weide, nun für die Gemüsegärtnerei nutzen kann, bzw einen Teil davon noch der Streuobstwiese zugeordnet wird. Aber auf jeden Fall soll dieser Bereich nicht verkrauten.


Zitat
Unter den Reben habe ich Ölrettich/Phacelia gesäht, dort kommt nie Gemüse hin
diese Kombination könnte ich mir allerdings auch für den oben erwähnten "Pferdepattweg" vorstellen, da dieser Bereich durch 6jährige Pferdenutzung, doch ziemlich verdichtet ist. Oder aber Ölrettich mit Winterroggen.

grüne Grüsse
Nemi

PS: den angekündigten Regen für diese Region..............hamse wieder abgeblasen ::) ::) :o

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #79 am: 31. Juli 2018, 17:49:20 »

Ja, grab das Schätzchen mal aus. Ich muss auch nach meiner hassia gucken. Hab jetzt auch den fehlenden Zuschieber, extra schweißen lassen...

Mais würde ich zuerst säen, beim 2-4ten Blatt Roggen rein und nicht zu dicht an den Mais. Ruhig 10cm Platz lassen. Der mag einfach keine Konkurrenz als Jungpflanze.
Ansonsten mach doch Rettich mit roggen und Phacelia.

Zur Radhacke habe ich dir im Radhackenstrang geschrieben. Da interessiert mich das Arbeitsbild.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #80 am: 31. Juli 2018, 18:30:48 »

Ja, grab das Schätzchen mal aus. Ich muss auch nach meiner hassia gucken. Hab jetzt auch den fehlenden Zuschieber, extra schweißen lassen...
hab's ausgegraben :)
was fehlte an Deiner Hassia?


Zitat
Mais würde ich zuerst säen, beim 2-4ten Blatt Roggen rein und nicht zu dicht an den Mais. Ruhig 10cm Platz lassen. Der mag einfach keine Konkurrenz als Jungpflanze.
OK..............

Zitat
Ansonsten mach doch Rettich mit roggen und Phacelia.
und das könnte ich als Gemenge säen?


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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #81 am: 31. Juli 2018, 22:30:25 »

Zumindest breitwürfig geht die Mischung.
Ölrettich und Roggen musst du mit der Maschine vorher mal austesten, halt richtig einstellen. Möglich dass Phacelia zu klein ist. Kannst du hinterher nach dem ersten hacken aber auch zeitversetzt drüberschmeissen, die keimt doch wie blöd.

An meiner Hassia hat eins von den beiden Teilen gefehlt, die nachdem das Korn ins Loch gefallen ist den Schlitz wieder zuschieben. Nun muss ich nur noch die Fixierschraube anschleifen damit die besser greift und sich nicht lockert wenns mal ruppig wird.
Gestern gabs Schneckenkorn, heute Stickstoffdünger. Ab jetzt kanns wachsen und wird deutlichst trockener gehalten.
In 1-2 Wochen muss ich wohl noch einmal Unkraut jäten.
ok, das war am 16.7.  - er zähl mal, wie es weiter gegangen ist in Anbetracht der vergangenen 12 Tage Hitze, oder hat es bei Euch zwischendurch geregnet?
29.7. die verdrehte war nach Starkregen im Schlamm steckengeblieben, dieser Teil vom Blatt ist auch weggefault. Dazu Totalausfall rechts und Nachzügler plus die Verunkrautung.


29.7. Vogelmiere freut sich immer über Stickstoff


31.7. beim Sonnenuntergang. Die aufrechte Stellung ist mehr Schlafhaltung als Trockenschaden. Habe nicht mehr gegossen.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #82 am: 24. September 2018, 23:23:37 »

Der Nutzen von Gründünger steigt und fällt mit dem Erfolg der Gründüngungskultur.
Mal 2 Varianten im Vergleich.
Misslungen:



Geglückt:


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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #83 am: 10. Oktober 2018, 10:16:56 »

Aktuell sieht es bei mir so aus:
Tagetes werden noch von den Hummeln besucht


Sandhafer ist gekeimt


Ölrettich/Phacelia müsste mal gestört werden damit sie nicht noch mehr Samen ansetzen


unter der Apfelhecke habe ich Winterackerbohnen gesäht, diese sollen wachsen um im Frühjahr Mulchmaterial und Dünger zu haben


bis dahin wird das Unkraut von Kleintierstreu/Sägemehl unterdrückt
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #84 am: 08. November 2018, 15:32:58 »

Weia, das sieht aber ordentlich (also gut!) aus.

Der Gedanke, dem Kartoffelbeet nach Daueranbau ein Jahr Ruhe zu gönnen, wird seinen Nutzen ab dem nächsten Jahr beweisen müssen. Die geplante Gründüngung aus dem seit Jahren zuverlässigen Bodenvorrat an Kapuzinerkresse-Samen hat hervorragend funktioniert, weil die Keimung ungewöhnlich früh schon Ende April lag und seit Mitte Mai eine nahezu geschlossene Bedeckung herrscht. Nach kurzem Gilben im Sommer wegen vergessener Bewässerung, nach vereinzeltem Heruntertreten zur Anregung neuer "Masse" und dem Zurückschieben ausufernder Meter-Triebe sieht das jetzt so aus:



Ich werde nachsehen, ob an lagernden Trieben von allein neue Bewurzelung entstanden ist, über die sich Biomasse im Boden aufbaut. Ansonsten steckt im Grün um ein Vielfaches mehr Wasser als bei anderen Gründungungspflanzen. Deshalb wird auch, vor den in einer guten Woche angesagten Temperaturen um Null, alsbald runter- und kleingestochen und oberflächig eingearbeitet. Kaum etwas ist schwerer zu bewegen als vom Frost gematschte Kapuzinerkresse. Zusammengerollt ähnelt das einem am Strand verwesenden Walross.  :-X
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #85 am: 09. November 2018, 08:27:34 »

Eine gute Idee mit der Kapuzinerkresse. Vermehrt auch zuverlässig die Blattläuse damit manche Nützlinge was zu fressen haben.

Zum unterarbeiten wäre zerkleinern nicht verkehrt, damit sie eben nicht rollt wie ein gestrandeter Wal. Ist aber wieder doof was unkontrollierte Stickstoffreisetzung angeht. Die Kapuzinerkresse verrottet ja unheimlich schnell.
Wegen der Nitratausschwemmung habe ich die Saubohnen so extrem flach gesäht, nur 2-4cm tief bearbeitet beim letzten Unkraut jäten, dort die Samen nur reingemischt und zusätzlich Sägemehl als Mulch.
Hab mal noch 2 aktuellere Bilder. Die Saubohnen sind schon fast zu groß, einige schon knapp 15cm. Eigentlich viel zu weit wenn sie überwintern sollen, das milde Wetter im Oktober ist schuld. 
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #86 am: 09. November 2018, 08:29:43 »

Den Sandhafer kann ich eigentlich umbrechen oder abspritzen. Komplett mißlungen, voll mit Vogelmiere die ich jetzt nimmer hacken kann weil sie nimmer vertrocknet. Da habe ich wohl 2-3 Pflänzchen unterm Gemüsenetz zum Kohl im Frühjahr aussamen lassen.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #87 am: 09. November 2018, 10:22:47 »

Den Sandhafer kann ich eigentlich umbrechen oder abspritzen.
....hm, hier bei unserem Nachbarn war die Wirkung von Glyphosat auch noch bei den "Folgekulturen" (bei ihm waren das Brennessel) deutlich zu erkennen. Wie wäre es alternativ mit dem Abbrennen der Vogelmiere? (die Fläche ist ja nicht so gross)

Zitat
Vogelmiere die ich jetzt nimmer hacken kann weil sie nimmer vertrocknet. Da habe ich wohl 2-3 Pflänzchen unterm Gemüsenetz zum Kohl im Frühjahr aussamen lassen.
könnte es auch evtl. Saatgut gewesen sein, welches noch im Boden ruhte?
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #88 am: 09. November 2018, 13:32:31 »

Vogelmiere bleibt über Jahrzehnte keimfähig, irgendein Körnchen geht immer irgendwo bei mir auf. Aber nicht diese Massen und dann wurde dort seit über 2 Jahren nicht tiefer als 4cm gelockert.

Abspritzen oder selektiv behandeln, da müsste das Wetter mitspielen. Um Wuchsprobleme hinterher mache ich mir keine Sorgen. Da sollen Kartoffeln rein. Abbrennen will ich nix außer Flächen die eh tot sind.

Am wahrscheinlichsten ist wohl dass ich einfach wenns demnächst kalt wird umgrabe und die Dämme für die Frühkartoffeln vorforme. Dann haben die auch was davon. So viel mehr Samen sollten auch nicht mehr drin sein, ich hatte 2-3mal gegrubbert oder gestriegelt zwischen Tomaten raus und dem Foto, der Großteil sollte also gekeimt sein. Mit ein paar Samen die ich untergrabe kann ich leben. 
So wie es jetzt ist kanns jedenfalls nicht bleiben, die Samen bis Frühjahr hundertprozentig aus.
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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #89 am: 09. November 2018, 13:44:14 »

die samen bis Frühjahr hundertprozentig aus.
jup :) so isse, die Vogelmiere.

Zitat
Abbrennen will ich nix außer Flächen die eh tot sind.
aber an diesem Punkt kann ich Dir nicht folgen: kannst Du da mal bitte Deinen Gedankenweg darlegen? Danke
« Letzte Änderung: 09. November 2018, 13:46:03 von Nemesia Elfensp. »
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