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News: Kaum macht man etwas richtig, klappt es auch.  (Thomas)
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Autor Thema: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter  (Gelesen 27576 mal)

Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #195 am: 13. Januar 2020, 21:24:42 »

Ich kämpfe immer noch mit Unmengen an Unkraut, weil mein Gemüsebeet aus einer Grünfläche entstanden ist, die im Jahr davor nicht gemäht wurde.
m. Meinung nach ist nicht die Tatsache, dass im Jahr, bevor die Grünfläche zu Gemüsegarten wurde, nicht gemäht wurde, der Grund für die enorme Beikraut"last".
Es wohl eher so, dass immer eine enorme Menge an schlafenden Beikrautsamen im Boden vorhanden ist. Die Natur sorgt halt gut vor (Tabelle: Unkraut-Lebensdauer-Samen.jpg.)

Wir haben hier unseren Gemüsegarten auf einer ehemaligen Stilllegungsfläche. In den ersten Jahren (mangels Wissen) habe ich den Boden (Sandboden,19 Bodenpunkte) des Gemüsegartens nach  - alt Väter Sitte - jedes Frühjahr gepflügt, geeggt, den Boden 3-4 Wochen setzten lassen.....................dann wollte ich mit dem Säen anfangen, aber es war schon alles grün.
Wir sind mit der enormen Menge an keimfähigen Beikrautsamen überhaupt nicht zurecht gekommen. Es schien, als würde es immer mehr, statt weniger.
Dann habe ich mich mit dem Thema anders beschäftigt, den Blickwinkel geändert, die Thematik des "falschen Saatbeetes" ("Falsches Saatbeet"-Schema) näher betrachtet und nun daraus resultierend auch eben den Effekt des Flächenmulch für unseren Sandboden entdeckt.
Um die enormen Mengen an keimfähigen Beikrautsamen nicht immer wieder zu aktivieren, haben wir hier nun das "nicht umgrabens"/ "no dig" im Versuch und es erscheint mir sehr naheliegend. Insbesondere, wenn man sich vor Augen führt, dass ein sehr grosser Teil der Beikrautsamen wohl Lichtkeimer sind und das eben die Samen, die nicht durch unnötige Erdbewegungen an die Oberfläche gebracht werden, auch nicht keimen.

Dieser Hortipendium-Artikel Unkrautbekämpfung Falsches Saatbeet (daraus ist das oben verlinkte Schema) hat mir sehr weiter geholfen und meine Sichtweise verändert.





« Letzte Änderung: 14. Januar 2020, 16:00:45 von Nemesia Elfensp. »
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thuja thujon

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #196 am: 13. Januar 2020, 23:05:09 »

Es gibt vieles was man tun kann, ich bin der Meinung, wenn man sich für eine grobe Richtung entschieden hat, sollte man auch eine Weile dabeibleiben.

zB falsches Saatbett: hat sich immer bewährt, wenn man es technisch hinbekommt, so flach wie möglich zu hacken. Gartenwiesel wäre hier ein feines Werkzeug, besser als die Bügelhacke. Grubber ist ziemlich ungeeignet dafür. Bei jedem Hackdurchgang verbrät man auch Humus, bei 19 Bodenpunkten und Boden wie aus dem Sandstreuer sollte man im Hinterkopf behalten, das das optimale Unkrautbekämpfungsstadium vielleicht nicht mehr das Fädchenstadium ist, sondern Bodenbearbeitung erst wieder anstehen sollte, wenn das Beet grün ist. Also Unkraut gut gewachsen, aber noch vor der Samenbildung bzw Reife. Falsches Saatbett ist also immer auch mit Blick auf Gartenhygiene zu bewerten. Hat man nun also etwas größeres Unkraut was noch keine Samen gebildet hat und hackt das unter, geht Humus verloren durchs hacken (Durchlüftung), es kommt aber gleichzeitig wieder etwas Humus zurück weil das Unkraut verrottet. Größter Fehler beim jäten ist immer das abtransportieren vom Unkraut. Erntereste kann man kompostieren, das ist ein anderer Humus und ein anderes Bodenleben, Unkraut bleibt aber auf der Fläche. Je öfter man hackt, desto mehr Humus verbraucht man. Also nicht übertreiben, sondern merken: Bodenbearbeitung nur wenns grün ist.

Kalkstickstoff kommt dann ins Spiel, wenn man organische Masse hat, die erst mit Calcium Ton-Humus-Komplexe bilden kann. Bei armem Rieselsand ist auch wenn man sichs nicht vorstellen kann etwas Ton dabei, ansonsten brauchen auch die Huminsäuren etwas Kalk zum neutralisieren damit die Huminstofe als Kolloid ausflocken können, nur so bringen sie Punkte. Und was man im Frühjahr eben immer braucht, es gibt keinen Humus ohne Kalk und Stickstoff, dann düngt man eben Stickstoff zu zum ankurbeln des Bodenlebens. So ist die Agrarrevolution vor knapp über 100 Jahren entstanden. Calcium könnte man auf Lehmboden nun auch mit Gips düngen, Schwefel ist im Frühjahr mittlerweile ja auch ein Mangelnährstoff, aber auf Sandboden ist Löschkalk, der aus dem Kalkstickstoff entsteht zwar die wirksamste Form, bei trockenheit bringt er aber deutlich mehr Punkte als Kohlensaurer kalk der mehr Wasser braucht um zu wirken. Über den Stickstoff freuen sich die Bakterien. Man stellt einen sauren Sandboden damit gewissermaßen also auch von Pilzherberge auf mehr Bakterienherberge ein, die eher auf neutralen bis basischen Böden heimisch sind und mehr Ertrag ermöglichen als saure und verarmte Mykorrhizaböden.
Man muss sich hier also auch irgendwo entscheiden was man will.

Als i-Tüpfelchen hat der Kalkstickstoff die desinfizierende Wirkung. Ist nix schlimmes, der Tod des einen ermöglicht schließlich das Leben des anderen. Kalkstickstoff ausstreuen, je nach Stickstoffbedarf der Folgekultur bzw verabreichter Strohmulchmenge bzw Sägemehlmulch zwischen 20 und 100g/m², leicht einarbeiten, also zB 2cm tief, damit das Gasförmige Cyanamid auch länger im Boden bleibt und dort die durchs hacken zum keimen angeregten Unkrautsamen abtöten kann. Wäre für sich nun Humusverlust, nach 2 Wochen Wartezeit, vorrausgesetzt es war ausreichend feucht, kann man aber bedenkenlos alles säen was Dünger verträgt, auch Salat, die Salzfracht ist trotz hohem Nährstoffgehalt relativ gering, und nun kann man den Humusverlust umdrehen, weil die frisch gesähten Kulturen durch den Stickstoff vernünftig wachsen und so mehr Biomasse aufbauen, als es in Kompostgedüngten Böden mit entsprechend spärlicher Stickstoffnachlieferung möglich wäre. Es passen hier also 3 Faktoren zusammen, die in der Kombination sicherlich nicht jedes Jahr genutzt werden sollten, aber in manchen Jahren eben die Lösung sind.

Die hohen Dosen wie 100g/m² teile ich selbst auf Lehmboden gerne auf, vor der Saat die eine Hälfte Dünger, gerne auch Kalkstickstoff, die andere Hälfte etwa 2 Wochen danach mit anderen Stickstoffdüngern, je nach Bewässerung, Anwachsschwierigkeiten durch Kälteeinbruch usw eben flexibel gehandhabt. Bei Sandboden jedenfalls lieber öfter wenig, statt selten viel. Nur Kalkstickstoff ist hier die Ausnahme, weil er eine gewisse Dosis braucht, um auch voll ausgenutzt zu werden, wenn man schon so viel Geld in die Hand nimmt. Bei Salat in Strohmulch kann man auch gerne etwas mehr als die Hälfte der empfohlenen Menge nehmen, es gibt schließlich keinen Humusaufbau ohne zusätzlichen Stickstoff. Es muss also mehr Stickstoff gedüngt werden als der Salat aufnehmen kann, wenn gleichzeitig Stroh und Co Humus liefern sollen.

Ansonsten: ja, Kalkstickstoff braucht Feuchtigkeit, Rieselfähig ist nix. Durch das schnell in lösung gehen steht er aber eher zur Verfügung als als weniger lösliche Dünger, da er bereits in der Anfangsphase verdächtig nahe an den Wurzelhorizont kommt. Wird es dann später trocken, ist er weder Auswaschungsgefährdet noch braucht er zu diesem zeitpunkt mehr Wasser als andere Dünger. Im Gegenteil, durch die pH-Wert Veränderungen des Ammoniumions werden schlecht lösliche Nährstoffe wie zB Phosphat und einige Spurenelemente mobilisiert. Das basische vom Calcium und das saure vom Stickstoff ist meist räumlich getrennt, so dass für eine Pflanze mit 5cm langer Wurzel genug Närstoffe trotz angehender Trockenheit verfügbar sind.

Soweit erstmal knapp zusammengefasst, man könnte noch mehr dazu sagen, aber ich lasse es erstmal dabei.
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Azubi

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #197 am: 14. Januar 2020, 15:29:32 »

Vielen Dank euch beiden. Da mein Boden vermutlich eh zuwenig Ca enthält, möchte ich zuerst Kalkstickstoff ausprobieren. Zumindest dort, wo gerade keine Kulturen stehen.
Die genaue Prozedur wäre dann etwa wie folgt:

1. Das Beet im Frühling erst mal gründlich von Unkräutern befreien.
2. Der richtige Zeitpunkt (damit die Samen schon gekeimt sind) ist ein paar Tage nach einem Regen. Oder wenn das erste "Grün" zu sehen ist? Dann 50mg/m2 Kalkstickstoff einarbeiten. Auf leichte Feuchtigkeit achten  (Sandboden kann schnell trocken werden). 
3. Mit Rasenschnitt mulchen und nach 2-3 Wochen pflanzen oder aber nicht mulchen und säen (Möhren wären schön).

Was wäre der richtige Zeitpunkt, bzw. welcher Monat? Ende März? Anfang April? Abhängig vor der Unkrautart? Nerven tun mich vor allem die kleinen Unkräuter wie Vogelmiere. Die großen kann ich noch halbwegs raus zupfen.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #198 am: 14. Januar 2020, 16:32:07 »

Vielen Dank euch beiden. Da mein Boden vermutlich eh zuwenig Ca enthält, möchte ich zuerst Kalkstickstoff ausprobieren. Zumindest dort, wo gerade keine Kulturen stehen.
Die genaue Prozedur wäre dann etwa wie folgt:

1. Das Beet im Frühling erst mal gründlich von Unkräutern befreien.
2. Der richtige Zeitpunkt (damit die Samen schon gekeimt sind) ist ein paar Tage nach einem Regen. Oder wenn das erste "Grün" zu sehen ist? Dann 50mg/m2 Kalkstickstoff einarbeiten. Auf leichte Feuchtigkeit achten  (Sandboden kann schnell trocken werden). 
3. Mit Rasenschnitt mulchen und nach 2-3 Wochen pflanzen oder aber nicht mulchen und säen (Möhren wären schön).
in Reihe säen ist eine gute Möglichkeit um keimende Beikräuter erkennen zu können, ausserdem kann dann nach der Keimung zwischen den Möhrenreihen gemulcht werden.
 - Wenn ich mich recht erinnere hat Conni schon einmal Bilder eingestellt von Gemüsesamen, die sie unter einer dünnen Mulchdecke gesät hatte und die dann erfolgreich hindurch wuchsen. Damit habe ich selber aber noch keine Erfahrungen.

Zitat
Was wäre der richtige Zeitpunkt, bzw. welcher Monat? Ende März? Anfang April? Abhängig vor der Unkrautart?
Dazu gibt es hier in dieser Tabelle gute Info, da auch die Temperatur mit angegeben ist.


Nötige Dauer eines "Falschen Saatbeetes" = "14 Tage sollten es schon sein" heisst es hier zu der Tabelle


« Letzte Änderung: 14. Januar 2020, 16:34:07 von Nemesia Elfensp. »
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Azubi

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #199 am: 14. Januar 2020, 16:44:14 »

@ Nemesia Elfensp.
"No dig" klingt logisch und effizient. Ich liege ja auch lieber in der Hängematte statt mich im Beet abzuarbeiten. In der Praxis gibt es damit bei mir aber (noch?) Probleme.

Bsp. Ich habe nach Kartoffeln Salat gepflanzt und Feldsalat und Spinat gesät. Nach dem ersten Regen war alles grün. Oberflächlich Kräuter entfernt - wieder grün  ???
Bsp. Salat nach Tomaten unter Tomatendach. Oberfläche völlig grün durch Algen (plus Beikräuter)
Bsp. Möhren: Mehrfach von Hand jedes Kräutlein gezupft, nicht gehackt. Trotzdem wurde es ruckzuck wieder grün. Leider hat mich irgendwann der Frust gepackt (ich hatte ca. 10 m2) und ich habe die Kräuter wachsen lassen, die sich inzwischen vermutlich wieder versamt haben. Da kommen nächstes Jahr eben Kartoffeln hin.

Ich werde auf jeden Fall probieren, mehr zu mulchen. Möhren sind halt wirklich blöd. Ansonsten tu ich ja fast alles vorziehen.

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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #200 am: 14. Januar 2020, 16:56:03 »

Das Mulchergebniss ist abhängig von der Strohqualität:
Wir hatten die Wege/Reihen zwischen den neuen Erdbeerreihen mit einem Stroh aus anderer Quelle gemulcht.

............es war offensichtlich warm genug für eine Keimung ::)
« Letzte Änderung: 14. Januar 2020, 17:47:58 von Nemesia Elfensp. »
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #201 am: 14. Januar 2020, 16:57:23 »

GsD ist es "nur" Getreide aus dem Stroh
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Azubi

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #202 am: 14. Januar 2020, 16:59:05 »

Wie bekommst du das jetzt wieder weg?
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #203 am: 14. Januar 2020, 17:38:26 »

Wie bekommst du das jetzt wieder weg?
:D das habe ich mich auch gefragt :D mir sind im aller ersten Brainstorming mehrere Möglichkeiten eingefallen:
  • alle Getreidekeimlinge ziehen -  ::) die Idee gefällt mir nicht wirklich
  • das Stroh samt Keimlinge aufnehmen und neu mulchen - wäre machbar
  • die Keimlinge bei regennassem Stroh mit dem Gasbrenner abflämmen - wäre einen Versuch wert
  • :D ich freue mich über weitere Vorschläge von euch :D
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Staudo

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #204 am: 14. Januar 2020, 18:18:41 »

Rasenmäher.
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Natura

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #205 am: 14. Januar 2020, 18:36:06 »

Das meinte meine Tochter gerade auch. Und sie sagt, der Bauer von dem das Stroh stammt. sollte seinen Mähdrescher richtig einstellen, damit er nicht so viel Ausfallgetreide hat :-X.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #206 am: 14. Januar 2020, 18:51:44 »

Rasenmäher.
;D jau! *vor die stirn schlag* war zu einfach :D

Das meinte meine Tochter gerade auch. Und sie sagt, der Bauer von dem das Stroh stammt. sollte seinen Mähdrescher richtig einstellen, damit er nicht so viel Ausfallgetreide hat :-X.
ja, wie ihm das passieren konnte ist mir auch nicht klar. Die andere Partie Stroh ist auch von ihm und die ist tadellos.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #207 am: 14. Januar 2020, 19:06:46 »

Das meinte meine Tochter gerade auch. Und sie sagt, der Bauer von dem das Stroh stammt. sollte seinen Mähdrescher richtig einstellen, damit er nicht so viel Ausfallgetreide hat :-X.
tja, Frage: - liege ich richtig mit der Vermutung, dass diese Menge Ausfallgetreide nur hier bei mir im Gemüsegarten ein Problem ist?

- Wahrscheinlich hat er bezüglich seiner Belange, mit dieser Menge Ausfallgetreide eher kein Problem, oder doch?

- Wie kann ich dieses Thema beim nächsten Stroheinkauf ansprechen, ohne meinem Lieferanten unangenehm "auf die Füsse" zu treten (ich bin ja froh, das er mich beliefert)?
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Nemesia Elfensp.

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #208 am: 14. Januar 2020, 19:17:00 »

Staudo, wo Du grade da bist, fällt mir Dein Beitrag aus 2016 ein:
Ich kann nur meinen alten Hut hervorkramen: Roggen. Der keimt auch noch bei Aussaat im späten Herbst. Sät man etwas dichter, hat Unkraut kaum eine Chance. Im Frühling lässt sich Roggen einfach untergraben und geht danach sicher kaputt.
könnte man so eine Roggengründüngung im Frühjahr wohl auch einfach abmähen/mulchmähen und dann da hinein pflanzen?
(ich würde ja gerne ohne umgraben auskommen)
« Letzte Änderung: 14. Januar 2020, 19:21:46 von Nemesia Elfensp. »
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Staudo

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Re: Gründüngung und Mulchmaterial für den Winter
« Antwort #209 am: 14. Januar 2020, 19:19:16 »

- Wie kann ich dieses Thema beim nächsten Stroheinkauf ansprechen, ohne meinem Lieferanten unangenehm "auf die Füsse" zu treten (ich bin ja froh, das er mich beliefert)?

Als Einstreu ist das Getreide egal bis willkommen. Je nachdem, ob die Tiere das Stroh fressen oder nur darauf stehen. Der Bauer wird sich selbst ausrechnen, wieviel Tonnen Getreide er u.U. vergeudet hat.  ;) Sage ihm einfach, dass Dich das Ausfallgetreide im Garten stört und bitte ihn, Dir anderes Stroh zu geben.

Getreide ist einjährig. Im Sommer geht es von allein ein. Etwas reinzupflanzen wird nicht funktionieren. Irgendwann schiebt das Getreide Ähren.
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