Ich hab, glaub ich zumindest, die Efeu-Sorte 'Woerneri' am Nordgiebel und Parthenocissus tricuspidata 'Veitchii' an der Hausrückseite und am Südgiebel der Scheune.
'Veitchii' wird bei mir durch den Dachüberstand ausgebremst, wächst auch definitiv nicht unters Dach oder zwischen Dach und Mauerwerk, da hab ich wohl Glück gehabt.
Den Efeu hab ich nach der Erneuerung der Fassade 1994 gepflanzt, vollkommen bewusst, daß sowohl Efeu als auch Wilder Wein 20m und mehr Höhe überwachsen können.
Meine Sorte hat den großen Vorteil, daß sie sich reich verzweigt, also jeder lange "Peitschentrieb", der Neuzuwachs jedes Jahr, der meist wie eine Rakete nach oben schießt, verzweigt sich auch gleich sehr gleichmässig.
Das machen längst nicht alle Efeu-Sorten, bei manchen hat man immer wieder Abschnitte, wo ein Neutrieb erstmal einen Meter wächst und sich dann erst wieder verzweigt, mit entsprechenden "Löchern" in der Begrünung, die sich nur langsam schließen.
Zweiter Vorteil ist die sehr rasche Ausbildung der Altersform mit Blüte - schon ab dem 2. oder 3. Jahr bilden sich abstehende Äste von der Wand weg, die blühen und fruchten.
Der Giebel bei mir ist übrigens die "Bettenburg" der lokalen Spatzenpopulation, die sitzen auf diesen abstehenden Ästen zum übernachten, ein ganzer Schwarm, jede Nacht
Und natürlich sind die späten Blüten im Herbst gut on Bienen besucht, und die reifen Früchte später dann nochmal von Vögeln.
Seit 3 oder 4 Jahren ist der Efeu an der Dachkante angekommen, jährlich kommt ein Galabaubetrieb, der eh für die Wiese kommen muss und schnippelt die Triebe oben 30cm von der Kante entfernt wieder ab - ist eben so, das sollte man wissen und beachten.
In meiner "Ruine" hab ich einen Mix aus Efeu-Ziersorten aus dem Baumarkt eigentlich vor 5 Jahren als Bodendecker gepflanzt, darunter weiß- und gelb-panaschierte und eine mit schmalem, tropfenförmigem Blatt - alle wachsen inzwischen auch an den Wänden innen hoch, und dabei ist da der Untergrund ein sandender Putz, weil der nicht mehr vor Wind und Wetter geschützt ist.
Die "bunten" sind langsamer.
Bei der eingeschossigen Wand seh ich keine Gefahr, daß Windsog die Efeumatte abreißen könnte, sogar, wenn die neue Farbe nicht so perfekt sich mit der Dispersionsfarbe verbinden sollte, wobei das Werbeversprechen ja gegenteilig lautet.
(Übrigens kann das auch mit Kletterhortensie passieren, an einer mit Natursteinplatten verkleideten 3m hohen Wand am Institut für Landespflege in Hannover ist nach einem Sturm das Ganze abgeklappt gewesen.)