...
Ich habe von solchen Arbeiten nicht viel Ahnung, und die Befürchtung, wenn wir Schritte auslassen, oder falsch machen uns dann ewig ärgern werden, z.B. weiß ich nicht, ob wir die Grasnarbe - zumindest was davon übrig ist - entfernen müssen, oder ob wir einfach mit so einer motorisierten Bodenhacke drübergehen können (wir haben so ein Teil von meinem Vater geerbt), da ja sowieso Boden aufgeschüttet wird. Müssen u.U. tiefergehende Maßnahmen ergriffen werden, da der Boden durch die schweren Maschinen verdichtet wurde. Wir der Rollrasen komplett verlegt und dann wieder ausgeschnitten für Terrasse und Weg.
Wie wird die Terrasse genau unterfüttert, reicht Kies, Sand und wenn ja, in welcher Stärke. Auch muss das Fundament irgendwie für das Gartenhaus gemacht werden (ist eine ehemalige Weihnachtsmarkthütte). Diese soll direkt an die Terrasse anschließen, kann da der Unterbau gleich sein, und z.B. Platten im gewissen Abstand als "Fundament" für das Häuschen gelegt werden.
Fragen über Fragen. Ich hoffe auf zahlreiche Tipps und gute Ratschläge. Aber auch Kritik ist herzlich willkommen z.B.
viel zu viel für den kleinen Bereich etc.
Morgen kann ich gerne mal Fotos von dem betroffenen Teil machen.
Gruß Frl. Zizibeh.
Vorab schonmal, auch ohne Fotos:
das Auflockern ist erstmal die wichtigste Aufgabe, die alte Grasnarbe kann dabei unter gegraben werden, wenn keine wilden Wurzelunkräuter wie Winde, Giersch, Ackerschachtelhalm drin waren.
Ob die motorisierte Bodenhacke tief genug lockern kann, ist die nächste Frage - wie ist euer Boden beschaffen, eher lehmig?
Dann schlägt der Druck von schweren Fahrzeugen gern bis in eine gewisse Tiefe durch und wenn man nicht bis sozusagen unter diese Tiefe lockert, hat man oben lockeren Boden und darunter, bis dahin, wo die Motorhacke gekommen ist, weiterhin eine verdichtete Schicht, auf der sich dann im Boden das Wasser wieder staut.
Terrasse und Wege sollten zuerst gemacht werden, dann erst der Rollrasen verlegt werden - um die Bettung, das Fundament von Terrasse und Wegen zu bauen, muss breiter ausgehoben werden, als die Wege nachher an der Oberfläche sind, außerdem ist dann viel "Verkehr" von Arbeitern, Schubkarren usw., der den Rollrasen schon wieder ziemlich ramponieren würde.
Um nicht auf eine braune Wüste in der Zwischenzeit zu schauen kann man nach dem Auflockern und Auftragen von Boden Gründüngung ansäen.
Bei Terrassen und Wegen ist der Fundamentaufbau ähnlich.
Je nach Beschaffenheit des Bodens, lässt er Wasser gut abfließen oder nicht, wird 20-30cm Erde ausgehoben.
Dann kommt als erstes eine Schotter-Tragschicht, meist in der Körnung 0-32mm, die verdichtet wird, darauf eine Sand- oder feine Splittschicht, meist so 5cm dick, als Bett für Pflaster oder Platten aufgebracht und glattgezogen, darauf wird dann der gewählte Belag verlegt.
Je nach Dicke des Pflasters oder der Platten, variiert die Tiefe des Fundaments natürlich.
Wichtig ist, daß schon die Schotterschicht ein leichtes Gefälle dahin hat, wohin später das Wasser z.B. eines Platzregens am besten schnell abfließen kann.
Das Sand/Splittbett für den Belag sollte das gleiche leichte Gefälle aufweisen.
Auch die Randbefestigung ist wichtig, entweder durch Kantensteine in einem Betonfundament oder, wenn man keine Steinreihe, z.B. an einem Plattenbelag, möchte, gibts inzwischen andere Möglichkeiten der Randbefestigung:
Galabord,
Randliner zum Beispiel.
Bei der Verfugung kann man inzwischen ein wenig gegen raschen Unkrautbesatz der Fugen angehen, es gibt spezielle Fugensande, die aufgrund ihrer natürlichen chemischen Reaktion Samenkeimung erschweren und in den ersten Jahren verhindern.
Aber auch nicht dauerhaft.
Und bei den Fugen sollte man es nur so halten: starr auf starr und flexibel auf flexibel - wenn man eine Betonplatte als Fundament für die Terrasse gießt, kann man die Fugen starr, also mit Mörtel usw. verfugen, wenn man ein Schotterfundament macht, müssen auch die Fugen "beweglich" verfugt werden mit Sand oder feinem Splitt - eine starre Verfugung mit Mörtel würde schnell Risse bekommen, durch die minimalen Bewegungen der Platten und Steine im beweglichen Fundamentbett.
Je nach Bauart kann man für das Gartenhaus ebenfalls eine gepflasterte oder mit Platten belegte Fläche schaffen, auf der es steht.
Bei größeren Gartenhäusern ist dann ein Betonfundament besser, entweder als Platte, als Streifenfundament oder Punktfundament.
Wird
hier recht anschaulich gezeigt.
Fotos sind auf jeden Fall sehr hilfreich, um sich das Ganze besser vorstellen zu können