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|25|8|Trockener August ist der Bauern Lust.

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Autor Thema: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss  (Gelesen 3027 mal)

feminist

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #30 am: 20. Juni 2016, 11:53:53 »

Ganz nebenbei sind Wohnungsbau- und Gewerbeflächen geradezu tödlich für den Boden.

deine Beiträge sind tödlich für diesen thread. Das freut dich ungemein. Ich gönne es dir. Mir gönne ich ein wenig Abstand.
« Letzte Änderung: 20. Juni 2016, 11:55:37 von pearl »
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vom deutschen Feminismus hab ich - immer schon - so die Nase voll, und gender studies basieren auf merkwürdigen Paradigmen. Trotzdem. Wenn sich dieser Trump President of the United States nennt, nenne ich mich feminist. Dachte ich im November 2016 und hoffte, dass das nicht so lange dauert.

Rieke

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #31 am: 20. Juni 2016, 11:58:04 »

Zitat
Ganz nebenbei sind Wohnungsbau- und Gewerbeflächen geradezu tödlich für den Boden.

Das hat Töpfer seinerzeit auch angesprochen. Ob er auch noch die Versalzung von Böden erwähnt hat, weiß ich nicht mehr. Bodenversalzung muß ein Riesenproblem in China sein, so viel, wie sie dort dazu forschen.

Wie eine Landschaft nach Abholzung und Bodenerosion aussieht, habe ich in den letzten 3 Wochen auf Kreta gesehen. Früher muß Kreta sehr waldreich gewesen sein, grün und fruchtbar. Wahrscheinlich haben schon die Minoer mit dem Abholzen angefangen, schließlich war die Insel damals schon recht dicht besiedelt. So richtig geholzt haben wohl die Venezianer. Da die Insel eigentlich recht viel Niederschläge hat (in den Bergen über 1400 mm/Jahr) könnten sich die Wälder wieder erholen, wenn nicht die Überweidung durch Ziegen und Schafe wäre. In weiten Bereich halten sich nur max. kniehohe Dornbüsche, mit großen Lücken dazwischen. Die rücksichtslos durch die Berge geführten Pisten mit steilen, ungesicherten Böschungen verbessern die Situation auch nicht direkt. Aufforstungsprojekte gibt es auch kaum.

Der fehlende Wald und die erodierten Böden haben auch Folgen für die Grundwasserneubildung, ein großer Teil des Regenwassers rauscht durch breite Erosionsrinnen ins Tal, statt zu versickern.

Der Berg auf dem Bild ist ca. 8-900 m hoch, aufgenommen habe ich es Anfang Juni an der Südküste. Im Hochsommer ist das sicherlich nichts Grünes mehr zu sehen. Die Sitution auf Kreta ist typisch für viele Regionen rund ums Mittelmeer.
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häwimädel

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #32 am: 20. Juni 2016, 19:30:28 »

Wenn die Bios den Boden düngen, damit der Boden lebt und sämtliche Pflanzen ernähren kann, ist alles ok. Weil Kompost, Mist, Gülle usw ist ja kein Dünger, sondern Bodenfutter.  :-X
Wenn der Konventionelle dem Boden ebensoviel Nährstoffe in Form von Mineraldünger gibt, ist alles ruiniert und hoffnungslos überdüngt und das Gemüse giftig.  ???
...
Och nö, bitte keinen "Glaubenskrieg" hier. Nur im Miteinander und voneinander lernen können Lösungen gefunden werden. (Hab´mich übrigens sehr gefreut, daß Du Dich hier angemeldet hast Thuja Thujon, ich fand auch im Paralleluniversum Deine Beiträge und Dokus hoch interessant.)


Ganz nebenbei sind Wohnungsbau- und Gewerbeflächen geradezu tödlich für den Boden.
Also von Dir hätte ich mehr erwartet, Staudo. Du willst doch nicht Lehm Konkurrenz machen?

Wie eine Landschaft nach Abholzung und Bodenerosion aussieht, habe ich in den letzten 3 Wochen auf Kreta gesehen. Früher muß Kreta sehr waldreich gewesen sein, grün und fruchtbar.
Wie Island vor den Wikingern, Südspanien vor der Armada und ein großer Teil Mitteleuropas vor der Industrialisierung. Es ist nun einmal das Schicksal der Nachfolgegenerationen für die Handlungen der Vorfahren geradestehen zu müssen. Und wenn festgestellt wird, daß Kompost Humus  :-[ große Mengen an CO² (finde grad die Tastenkombi nicht um die ² nach unten zu stellen) binden kann, liegt in diesem Wissen eine Chance, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen dürfen, mal ganz abgesehen von der Düngewirkung. Soweit meine unmaßgebliche Meinung.
« Letzte Änderung: 20. Juni 2016, 20:24:57 von häwimädel »
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bristlecone

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #33 am: 20. Juni 2016, 19:45:40 »

Und wenn festgestellt wird, daß Kompost große Mengen an CO2binden kann, liegt in diesem Wissen eine Chance, die wir nicht ungenutzt verstreichen lassen dürfen, mal ganz abgesehen von der Düngewirkung. Soweit meine unmaßgebliche Meinung.

Kompost wird zunächst mal CO2freisetzen, aus dem Rottevorgang. Meinst du, dass mit dem Kompost im Boden organische Substanz gebunden wird?
Da wüsste ich gerne mal Abschätzungen, wie hoch der Humus- und damit der Gehalt an organischem Kohlenstoff sich in Anhängigkeit von Kompostzufuhr verändert.
Allerdings müsste der organische Kohlenstoff schon über viele Jahrzehnte oder besser Jahrhunderte dort gebunden werden, sonst ist das für die globale CO2-Bilanz egal.
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Schantalle

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #34 am: 20. Juni 2016, 19:58:50 »

Ein interessanter Thread!

Och nö, bitte ...
Bei Antworten auf so etwas kann man sich auch kürzer fassen ;D
Mal abgesehen von einem Nichts, geht es auch so:

>o)))°>

ggf. bitte googeln
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Staudo

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #35 am: 20. Juni 2016, 20:03:23 »

Ganz nebenbei sind Wohnungsbau- und Gewerbeflächen geradezu tödlich für den Boden.
Also von Dir hätte ich mehr erwartet, Staudo. Du willst doch nicht Lehm Konkurrenz machen?

Nein. Das war durchaus ernst gemeint. Wenn man hier inmitten der Natur sitzt, wundert man sich schon manchmal über die Probleme der Städter.
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häwimädel

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #36 am: 20. Juni 2016, 20:23:17 »

@ Bristlecone
Begriffe richtig anwenden  :-[. Tut mir leid  :-[  Bitte ersetze Kompost durch Humus  :-[ :-[ und der verlinkte Artikel in # 5 in diesem Thread "Biohumus für die Wüste"

@Schantalle  ???
zu >o)))°> findet Google nix
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Schantalle

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #37 am: 20. Juni 2016, 20:32:24 »

@Schantalle  ???
zu >o)))°> findet Google nix

Sorry! Ich wusste nicht, dass Google es nicht mehr macht.
Hier die Erklärung ;D
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häwimädel

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #38 am: 20. Juni 2016, 20:47:28 »

Danke Schantalle! Pur bildet, wieder mal  :D Hatte bisher keine Ahnung von roten Fischen. Aber Thuja ein Troll? Never!

Wenn man hier inmitten der Natur sitzt...

Staudo, mal so unter uns, von Pomeranze zu Ei: Mit "Natur" meinst du doch Kulturlandschaft, oder liegt Übigau inzwischen im Regenwald? Mit dem "Landfraß" durch Verstädterung und Ausweisung unsinniger Industriegebiete hast Du natürlich recht, gehört hier aber nicht her. Und wenn die Landbevölkerung sich nicht kümmert, müssen eben die "Städter" ran. Hauptsache jemand tuts!
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thuja thujon

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #39 am: 20. Juni 2016, 20:55:54 »

Och nö, bitte keinen "Glaubenskrieg" hier. Nur im Miteinander und voneinander lernen können Lösungen gefunden werden.
Ich will keinen Glaubenskrieg auffrischen. Ich denke hier in Deutschland haben die meisten Bodenbewirtschafter das Thema umfassend verstanden. Mich ärgert es, wenn nach wie vor Geschichten verbreitet werden, man müsse den Boden ernähren, man brauche kein Dünger, der Humusgehalt ist gesunken, die Äcker sind nicht mehr fruchtbar und und und. Vieles hier verlinkte geht in diese Richtung, der Bodenatlas vom BUND liefert auch keine sachliche Diskussionsbasis. Wie schon erwähnt, Probleme der Städter, die ihre Liebe zur Natur entdeckt haben, aber bitte wohldosiert und mit Abschaltmöglichkeit.

Kohlenstoffspeicher Boden:
Alle Methoden sollten willkommen sein, die geeignet sind, Humus als häufigste Kohlenstoffquelle so einzuarbeiten, dass er möglichst nicht abgebaut wird.
Das passiert unter hauptsächlich anaeroben Bedingungen. Also Moor, (tief) pflügen oder Pflanzenmasse verkohlen, Kohle wird auch nicht von Bakterien zersetzt.

Der alte Krieg Spaten oder Sauzahn ist längst ausgefochten und alle haben voneinander gelernt.
Gerade in der wohl intensivsten Landwirtschaft, der deutschen, ist die Bodenbearbeitung deutlich umweltfreundlicher als zB im weniger intensiv bewirtschaftetem Teil der USA (Der Garten ist wohl die intensivste Anbaumethode, ein Bauer in der USA steht nicht jeden Tag auf seinem Feld und streichelt jede einzelne Blüte).

Die radikalste Form von konsequent Pfluglos (strip-till) mag Erosion verhindern können, bei Starkregen ist aber auch diese Festigkeit der Krume zuwenig. Humus geht mit strip-till verloren. Die tieferen Schichten verarmen, nur oben wird angereichert. Unterm Strich bedeutet das weniger Humus und weniger aufnahmefähige Böden, bei den das Wasser gerne mal oben abläuft und die Krume mitnimmt. Deswegen als alleinige Methode über Jahre angewandt nicht gewinnbringend.

Grubbern ist nicht wendend, sondern mischend. Je nach Einmischung und Bearbeitungstiefe wird auch hier der Gesamthumus weniger. Die Intensität der Bearbeitung kann ähnlich hoch oder höher sein wie beim Pflug. Als alleinige Methode über Jahre angewandt nicht gewinnbringend.

Pflug wendet den Boden und bringt den Kohlenstoff nach unten, deswegen wird dort CO2 gespeichert. Die Oberfläche wird nur langsasm humoser und nicht so extrem wie bei strip-till. Deswegen Erosiongefahr. Deswegen als alleinige Methode über Jahre angewandt nicht gewinnbringend.

Alle 3 ohne ethisches Tabu angewandt je nach Situation, also zu jeder Kultur die passende Bodenbearbeitung mit einem Auge auf die langfristige Bodenverbesserung schielend: das klappt langfristig, schützt Boden, Humusgehalt wird erhöht, Höchsternten langfristig machbar und damit auch gesellschaftlich nachhaltig. An der Lachgasproblematik ist man gerade dran, auch hier tut sich was.

Aktuell wird diese Form kritisiert als Agrarindustriell, ohne das Problem näher und vor Ort zu beschreiben. Stattdessen flüchtet man sich in der Argumentation auf den Globus, um mit dem Finger auf andere zu zeigen, wie gefährdend doch Monokultur in USA und die Wüste in Afrika ist. Die Botschaft lautet: RR-Soja zerstört die Natur am Stadtrand, damit es auch der letzte glaubt, wid gerne auch Gülle als Argumentationshilfe genommen. Das sorgt natürlich für Ärger beim Hobbyumweltschützer, macht die Welt aber keinen Deut besser.

Wenn man vorsortierte und stark verallgemeinernde Studien dramatisiert und das als bare Münze nimmt, wird sowas gerne mal zum globalen Problem Boden und lenkt von den eigentlichen Problemen vor Ort ab.
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bristlecone

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #40 am: 20. Juni 2016, 20:59:17 »

Wer mehr darüber lesen möchte: Carbon Sequestration Potential on Agricultural Lands: A Review of Current Science and Available Practices . Der Artikel ist auch vollständig zugänglich, bei dem von Pearl verlinkten Artikel gibt´s ja nur den Abstract und 2 Abbildungen.

Zur Verteilung des Kohlenstoffs in den globalen Systemen ein Zitat aus diesem Artikel:
"Oceans and aquatic systems are by far the largest at an estimated 38,000 gigatons (Gt) and vegetation is the smallest of the pools at an estimated 650 Gt. Soil is about four times the size of the vegetation pool at an estimated 2500 Gt making it the largest terrestrial pool of carbon."

In der Atmosphäre sind ca. 765 Gt Kohlenstoff.

ich übersetze:

> Boden ist der größte Kohlenstoffspeicher auf dem Festland, vier mal so groß wie die Speicherkapazität der gesamten globalen Vegetation.<

Nein, "pool" ist nicht "Speicherkapazität", sonder einfach "Speicher".

Das bedeutet zunächst mal nur, dass dort sehr viel organischer (?) Kohlenstoff "abgelegt" ist. Sagt aber nicht automatisch etwas über die Kapazität zusätzlichen Speichers aus.

Übrigens hat der "Bodenspeicher" gerade mal gut 6 % der Größe des auquatischen Speichers. Das macht ihn nicht nebensächlich, die Sache aber etwas komplizierter.

Dass in der Erde - nicht im Boden - eine unglaubliche Menge an reduziertem (= organischem) Kohlenstoff gebunden ist, ist übrigens trivial. Wäre er das nicht, gäbe es keinen freien Sauerstoff auf dieser Welt.
Dieser Pool ist zwar nur zu einem verschwindend geringen Teil (Öl-, Gas-, Kohlelagerstätten) zugänglich - das aber mit den bekannten Folgen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Es sind nicht nur die Poolgrößen wichtig, sondern auch die Zu- und Abflussmengen in die jeweiligen Pools.
« Letzte Änderung: 20. Juni 2016, 22:01:08 von bristlecone »
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zwerggarten

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #41 am: 20. Juni 2016, 21:35:51 »

ot

da muss noch etwas gesagt werden:
>o)))°>

@ brissel: dass! :-X 8) ;)

/ot
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moin

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #42 am: 01. Dezember 2016, 12:45:33 »

eine neue große Studie über den Klimaeinfluss auf den Kohlenstoffgehalt der Böden. Bei steigenden Temperaturen verliert der Boden beträchtliche Mengen CO2 und trägt zu einem erheblichen Anteil zur Klimaerwärmung bei. Besonders die arktischen Regionen sind betroffen. The Washington Post: Scientists have long feared this ‘feedback’ to the climate system. Now they say it’s happening. Der Originalartikel in Nature: Quantifying global soil carbon losses in response to warming.

Die Verhältnisse auf der Südhalbkugel müssen noch besser untersucht werden.

Die gute Nachricht: "But Sanderman also noted studies have suggested that better management of agricultural soils could sequester large amounts of carbon, perhaps enough to offset the losses projected in the new study.

“While this paper shows how soils are part of the problem, it’s important to note that soils can also be part of the solution,” Sanderman continued.
"

Intelligentes soil management kann den Verlust an festgelegtem Kohlenstoff im Boden kompensieren. Bisher ist der Einfluss der Klimaerwärmung durch den Düngeeffekt des CO2 auf die Vegetation kompensiert worden, das wird aber nicht so weiter gehen.
« Letzte Änderung: 01. Dezember 2016, 12:48:43 von pearl »
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dmks

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Re: Boden - globales Ökosystem, Pflanzenwachstum, Klimaeinfluss
« Antwort #43 am: 30. Dezember 2016, 00:35:10 »

Ganz nebenbei sind Wohnungsbau- und Gewerbeflächen geradezu tödlich für den Boden.


Nein. Das war durchaus ernst gemeint. Wenn man hier inmitten der Natur sitzt, wundert man sich schon manchmal über die Probleme der Städter.

Mal eine Zahl dazu:
Seit 2002 ist das Ziel formuliert bis 2020 den Flächenverbrauch (in Deutschland) auf 30 ha pro Tag zu reduzieren. :-X
(30ha = 300.000m²= eine Vergleichsfläche 500 bis 800 Gärten täglich!)

Die Zunahme der darin enthaltenen Verkehrsflächen liegt zwar niedriger als die Zunahme der Siedlungsflächen gesamt - worin auch Umwandlung von Wald oder Landwirtschaft in Grünanlagen enthalten ist. Sie bleibt jedoch mit rund 23 ha pro Tag seit fast 20 Jahren konstant.
Anders gesagt: etwa aller zwei Tage komplett asphaltiert/betoniert/gepflasterte Flächen eines durchschnittlichen deutschen Landwirtschaftsbetriebes.
« Letzte Änderung: 30. Dezember 2016, 00:55:51 von dmks »
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Wir werden das nun irgendwie schaffen müssen!
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