Hallo allerseits,
hier war's grad mal wieder so weit

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Gestern hatte ich mich noch gefreut, wie gut die noch jungen Gräser dastehen, dass sommerschlabbrige Storchschnäbel nach dem Rückschnitt wieder runde, straffe Horste ausgebildet, Hostas apartes Herbstgelb entwickelt, Taglilien neues Laub getrieben haben. Heute Morgen war's damit vorbei, ein Bild der Verwüstung: geknickte, zerrupfte, plattgedrückte Gräserhorste, ebenso platte Stauden. Irgendwelche Viecher (Marder? Katzen?) haben nächtens rumgetobt und sich vermutlich ausgiebig auf allem Möglichen gewälzt. Jedenfalls musste ich aus drei benachbarten Beeten einen großen Berg abgebrochener Halme, Blätter, Blüten auflesen

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Ärgerlich. Bei einigen Pflanzen traurig

- gerade bei den Gräsern hatte ich mich auf den Winteraspekt gefreut. Aber nix Irreparables. Auch nicht das erste Mal (wir wohnen am Waldrand), und die Bambusstab-/ Schaschlikspieß-Abschreckungsmethode ist eigentlich eine sichere Bank. Vorm Dunkelwerden habe ich sie praktiziert. Wobei mir freilich aufgefallen ist, dass das abendliche Provisorium dieses Mal kein Dauerzustand werden kann, denn es waren einfach zu viele, zu verschiedene Pflanzen betroffen.
Bei den Gräsern waren es neben den üblichen Verdächtigen - niedrige Blauschwingel, Blaustrahlhafer, Engelshaargras, Stipa, Zittergras - auch feinhalmige Chinaschilfe, Diamantgras, Lampenputzergräser. Bei den Stauden u.a. Hems, Geraniümmer, Hostas, Pulmonarien, Primeln, Astilben, Astrantien, Sedümmer. Und ich kann doch nicht sämtliche niedrigen bis mittelhohen Pflanzen "spicken"

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Gibt es nach euren Erfahrungen mit tierischen Wälzer-Vandalen irgendwas, das sie gar nicht reizt (und deshalb keines Schutzes bedarf)? Bärenfellgras scheint zu pieksig, es ist bei den neuen und vorherigen Wälzaktionen verschont geblieben. Aber sonst??
Danke für Tipps

& schöne Grüße
Querkopf