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Autor Thema: Schnittfragen: Solitärbuchs und Rotbuchen-/Hainbuchenheckenbäume  (Gelesen 610 mal)

Weidenkatz

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Ich habe mehrere Schnittfragen, die ich in einem Thread zusammenfassen möchte ...

1. Im Garten steht ein sehr alter, schöner Solitärbuchs, den ich im letzten Jahr in Form geschnitten habe. Wann kann ich jetzt den neuen Austrieb der Form wieder anpassen, schneiden?

2. Im Winter erwarben wir in der Gärtnerei vermeintliche Rotbuchen - je ca 1,50m groß.
Sie wurden im Dezember im Halbkreis gepflanzt, sollen als Sichtschutzhecke dienen.
Die Bäumchen behielten tatsächlich ihr altes Laub bis Anfang Mai, warfen es quasi zeitgleich mit den neuen Blättern ab....
Die Blätter sind leicht gezähnt!
Auch bin ich irritiert, dass zwar bei allen die Blätter gleichförmig sind, aber einige eine deutlich dunklere Blattfarbe haben - am gleichen Standort.

 Wann schneide ich sie am besten das erste Mal? Macht es einen Unterschied beim Schnittzeitpunkt, ob es tatsächlich Hain-oder Rotbuche ist?
Und - wenn ich möchte, dass sie in der Höhe gar nicht mehr zulegen, sondern nur seitlich dichter werden - w i e schneide ich sie?

« Letzte Änderung: 22. Mai 2016, 14:14:55 von Weidenkatz »
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nana

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Ich habe mehrere Schnittfragen, die ich in einem Thread zusammenfassen möchte ...

1. Im Garten steht ein sehr alter, schöner Solitärbuchs, den ich im letzten Jahr in Form geschnitten habe. Wann kann ich jetzt den neuen Austrieb der Form wieder anpassen, schneiden?

2. Im Winter erwarben wir in der Gärtnerei vermeintliche Rotbuchen - je ca 1,50m groß.
Sie wurden im Dezember im Halbkreis gepflanzt, sollen als Sichtschutzhecke dienen.
Die Bäumchen behielten tatsächlich ihr altes Laub bis Anfang Mai, warfen es quasi zeitgleich mit den neuen Blättern ab....
Die Blätter sind leicht gezähnt!
Auch bin ich irritiert, dass zwar bei allen die Blätter gleichförmig sind, aber einige eine deutlich dunklere Blattfarbe haben - am gleichen Standort.
Was habe ich da nun? Gezähnt spricht doch für Hainbuche, oder?
 Wann schneide ich sie am besten das erste Mal? Macht es einen Unterschied beim Schnittzeitpunkt, ob es Hain-oder Rotbuche ist?
Und - wenn ich möchte, dass sie in der Höhe gar nicht mehr zulegen, sondern nur seitlich dichter werden - w i e schneide ich sie?

Dass eine Buche ihr Laub erst unmittelbar vor dem neuen Laubaustrieb abwirft, kenne ich nur von Blutbuchen (Fagus sylvatica purpurea). Welche Farbe hat das Laub?

Wg. Buchs: Solange ich noch welchen hatte, habe ich immer nach Gutdünken (also immer wenn es mir gerade in den Sinn kam) dran rumgeschnibbelt. Mit der Schere...  ;)
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enaira

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Wg. Buchs: Solange ich noch welchen hatte, habe ich immer nach Gutdünken (also immer wenn es mir gerade in den Sinn kam) dran rumgeschnibbelt. Mit der Schere...  ;)

So mache ich es auch.
Wichtig: Vor allem, wenn du nicht einzelne Triebe einkürzt, sondern einen richtigen Formschnitt machst, solltest du auf das Wetter achten. Möglichst ein paar trübere Tage, kein Sonnenschein.
Sonst bekommst zu mehr braune Blätter als nötig.
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Liebe Grüße
Ariane

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Weidenkatz

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Ja, auf das Wetter achte ich da bei dem alten Herrn unbedingt  :D ...
Ihr meint quasi jederzeit, o.k., danke!.. Dann warte ich beim Buchs noch ein paar Tage ab und dann.

Die Blätter der vermeintlichen Rotbucheriche sind von hellem Grün, bei zweien auch mittel-bis fast dunkelgrün.
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Hallo Weidenkatz,
Buchs ist, was den Schnittzeitpunkt angeht, wirklich sehr flexibel - nur zu früh im Frühjahr lieber nicht (gibt Frost?/Sonnenverbrennungen an den dann freigelegten Blättern) und nicht zu spät im Sommer/Herbst (dann treibt der Buchs nach und die jungen Spitzen härten nicht mehr genug vorm Winter ab und erfrieren - beides tut dem Buchs nicht sonderlich viel, sieht aber eine Weile bescheiden aus).
Wegen Buchspilz ist glaub ich ein Schneiden während einer trockenen Phase besser, andererseits auch nicht pralle Sonne wegen vermehrt braunen Rädern an den angeschnittenen Blättchen (auf letzteres konnte ich kaum mal Rücksicht nehmen, das verwächst sich aber auch sehr schnell)

Gezähnte Blätter, wenn sie auch noch "geriffelt" sind, sprechen für Hainbuche.
Auch die Hainbuche als Jungpflanze hält das trockene Laub bis zum Blattaustrieb, wie die Buche.
Die variable Blattfarbe kann durch unterschiedlich gutes Anwachsen oder sogar noch aus der Baumschule herrühren, müsste nächstes Jahr gleichmäßiger sein.
Der Unterschied zwischen Hainbuche und Buche beim Schnitt ist, dass Hainbuche stärker wächst, also möglicherweise häufiger geschnitten werden muss.
Wenn ich mich recht erinnere, wurden die Kilometer Hainbuchen um Kleingartenanlagen, an denen ich immer vorbei kam im Juni geschnitten, wenn der Erstaustrieb soweit ausgewachsen war.
Vielleicht, wenn der Platz beschränkt ist, musst du dann später den Nachtrieb nochmal schneiden (bei Buchen eher nicht)

Höhenbegrenzung ist ganz simpel - einfach immer auf einer Linie in der Höhe kappen, wo das Ende der Hecke sein soll.

Ein Tipp noch, seitlich sollte man alle Hecken leicht schräg schneiden, also unten breiter als oben, weil dann die Gefahr von "kahlen Füßen" minimiert wird, weil auch die untersten Triebe genug Licht bekommen.
Ist bei Hainbuche kein so großes Thema, hab die schon oft dicht und üppig als perfektes Rechteck im Querschnitt gesehen.
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unguis-cati et candelabrum

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Weidenkatz

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Locker fix aus dem Ärmel geschüttel - vielen Dank für den ausführlichen Rat, Gartenplaner  :) !
Die Gärtnerei ist ein knuffiger, entspannter Familienbetrieb mit schönen Pflanzen. Aber sie wissen dort oft nicht ganz, was sie da verkaufen....
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nana

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Ich denke auch Hainbuche. Blutbuche kann zwar auch grün austreiben, aber nicht hellgrün.

Schnitt am besten im Februar oder wenn die Witterung es zulässt (frostfrei und trocken) auch schon früher und dann wie Gartenplaner sagt noch einmal im Juni: Merkregel Johannistag am 24. Juni plus / minus noch einen zweiten Schnitt. Bei Hainbuchen wirst du an dem zweiten Schnitt nicht herumkommen.
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Weidenkatz

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Danke, Nana  :). Allerdings schade, ich wollte ja gern eine eher langsam wachsende Rotbuche im Garten haben, aber "Hauptsache gesund"  ;)...
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@nana:
ich glaube, du wirfst Rotbuche (deutscher Name der einheimischen "Wald-Buchen") und Blutbuche (rotblätterige Sorte der Rotbuche) zusammen  ;)
Die einfache Rotbuche hat grünes Laub und hellgrünen Austrieb, die Blutbuche, ihre Sorte, rötliches bis fast schwarzes Laub, das aber im Austrieb manchmal dunkelgrünlich ist und nach und nach die dunkle, rote Farbe entwickelt (stärker beschattete Blätter im Innern der Hecke bleiben auch teilweise grünlicher)
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nana

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@nana:
ich glaube, du wirfst Rotbuche (deutscher Name der einheimischen "Wald-Buchen") und Blutbuche (rotblätterige Sorte der Rotbuche) zusammen  ;)
Die einfache Rotbuche hat grünes Laub und hellgrünen Austrieb, die Blutbuche, ihre Sorte, rötliches bis fast schwarzes Laub, das aber im Austrieb manchmal dunkelgrünlich ist und nach und nach die dunkle, rote Farbe entwickelt (stärker beschattete Blätter im Innern der Hecke bleiben auch teilweise grünlicher)

Nee, mache ich nicht. Habe meterlange Blutbuche (Fagus sylvatica purpurea) im Garten stehen, Hainbuche vor dem Haus und Buche (=Rotbuche) kenne ich, dieweil im Vorspessart aufgewachsen.  :D Und ja, unsere Blutbuchenhecke treibt auch mal grün aus und die Blätter sind leicht gezahnt (zumindest für mich Nichtbotanikerin), deshalb fragte ich nach der Farbe.
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Weidenkatz

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Re: Schnittfragen: Solitärbuchs und Rotbuchen-/Hainbuchenheckenbäume
« Antwort #10 am: 22. Mai 2016, 15:26:41 »

Am besten, ich mache nochmal Fotos!
 :)
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Re: Schnittfragen: Solitärbuchs und Rotbuchen-/Hainbuchenheckenbäume
« Antwort #11 am: 22. Mai 2016, 15:28:36 »

Ah, ok, dann nix für ungut.
Wobei Jungpflanzen der einfachen Rotbuche auch das trockene Laub bis zum Austrieb behalten.
Nicht alle im gleichen Umfang, aber das variiert auch bei Hainbuche von Individuum zu Individuum.
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Re: Schnittfragen: Solitärbuchs und Rotbuchen-/Hainbuchenheckenbäume
« Antwort #12 am: 22. Mai 2016, 15:31:53 »

Wobei Jungpflanzen der einfachen Rotbuche auch das trockene Laub bis zum Austrieb behalten.

Siehste, das ist mir jetzt neu  :D
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