Hallo Weidenkatz,
Buchs ist, was den Schnittzeitpunkt angeht, wirklich sehr flexibel - nur zu früh im Frühjahr lieber nicht (gibt Frost?/Sonnenverbrennungen an den dann freigelegten Blättern) und nicht zu spät im Sommer/Herbst (dann treibt der Buchs nach und die jungen Spitzen härten nicht mehr genug vorm Winter ab und erfrieren - beides tut dem Buchs nicht sonderlich viel, sieht aber eine Weile bescheiden aus).
Wegen Buchspilz ist glaub ich ein Schneiden während einer trockenen Phase besser, andererseits auch nicht pralle Sonne wegen vermehrt braunen Rädern an den angeschnittenen Blättchen (auf letzteres konnte ich kaum mal Rücksicht nehmen, das verwächst sich aber auch sehr schnell)
Gezähnte Blätter, wenn sie auch noch "geriffelt" sind, sprechen für Hainbuche.
Auch die Hainbuche als Jungpflanze hält das trockene Laub bis zum Blattaustrieb, wie die Buche.
Die variable Blattfarbe kann durch unterschiedlich gutes Anwachsen oder sogar noch aus der Baumschule herrühren, müsste nächstes Jahr gleichmäßiger sein.
Der Unterschied zwischen Hainbuche und Buche beim Schnitt ist, dass Hainbuche stärker wächst, also möglicherweise häufiger geschnitten werden muss.
Wenn ich mich recht erinnere, wurden die Kilometer Hainbuchen um Kleingartenanlagen, an denen ich immer vorbei kam im Juni geschnitten, wenn der Erstaustrieb soweit ausgewachsen war.
Vielleicht, wenn der Platz beschränkt ist, musst du dann später den Nachtrieb nochmal schneiden (bei Buchen eher nicht)
Höhenbegrenzung ist ganz simpel - einfach immer auf einer Linie in der Höhe kappen, wo das Ende der Hecke sein soll.
Ein Tipp noch, seitlich sollte man alle Hecken leicht schräg schneiden, also unten breiter als oben, weil dann die Gefahr von "kahlen Füßen" minimiert wird, weil auch die untersten Triebe genug Licht bekommen.
Ist bei Hainbuche kein so großes Thema, hab die schon oft dicht und üppig als perfektes Rechteck im Querschnitt gesehen.