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|30|6|... da ich eh alles bestäube und aussäe, was nicht bei 1,2,3 auf dem Baum ist, hoffe ich auf Blüten und Samen ... (michaelbasso)

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Autor Thema: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen  (Gelesen 74771 mal)

Chica

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #390 am: 23. April 2023, 08:10:56 »

8 Eryngium sp. von Hiddensee
Da im letzten Jahr nur zwei Pflanzzen keimten hier noch einmal. Eryngium ist beliebt bei Megachile rotundata und 6 anderen Wildbienen. Davon ist eine streng oligolektisch und eine oligolektisch.

9 Salvia sclarea 'Piemont'
Die lila Form des Muskatellersalbeis. Da die Nackttiere nun erst einmal eliminiert sind, wird eine Aussaat endlich gut gelingen. Xylocopa violacea unterscheidet beim Pollensammeln nicht ob sie eine weiß, wildfarben oder lilafarbene Blüte findet, entscheidend ist der Geruch meines geliebten Stinkesalbeis. Insgesamt bei 3 Wildbienenarten ist die Pollennutzung nachgewiesen. Faszinierend ist der Schlagbaummechanismus bei der Ernte durch Xylocopa violacea, den Westrich detailliert beschreibt. Ich steh da immer wieder staunend und schaue dem Bienchen zu.

10 Allium scordo
Auch hierfür danke Wildobst, ein weiterer sommerblühender Lauch. Ich bin gespannt.

11 Centaurea scabiosae
Das Samentütchen habe ich in Dresden von Mandy Fritzsche bekommen, beim Wildbienenseminar meine ich. Darauf ist ein Aufdruck mit Hinweis "Für Flocki und Wolli", eingetütelt hat das der Dresdner Imkerverein. Ich musste jetzt selbst erst einmal überlegen: "Flocki" findet sich hier: Megachile apicalis und mit Wolli ist sicher Anthidium manicatum gemeint, die u. a. das wollige Haar der Flockenblumen zum Nestbau nutzt. Es gibt darüber hinaus insgesamt 34!! Wildbienenarten, die den Pollen nutzen. Ein must-have also, ganz perfekt ins Staudenbeet integrierbar, 7 oligolektische Arten sind darunter! Ich habe hier unterschiedlichste Centaureen, da die Bestimmung sehr schwierig ist, fragt man einen Botaniker wie Ingmar Landeck, schaue ich mir die Pflanze, so gekeimt, ganz genau an.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #391 am: 23. April 2023, 10:08:34 »

Am letzten Wochenende bin ich endlich dazu gekommen die über's Jahr gesammelten Möhrenschalen mit neuen Ansaaten zu füllen.

3 Knautia macedonica
...


7 Stachys officinalis
Uh, das Teil findet man unter Betonica officinalis

Erstere versuche ich seit Jahren, nachdem bei der Ansaat von Knautia arvensis zwei davon aufgetaucht sind, wohl falsche Samen mit dazwischen, massiver in der Wiese anzusiedeln durch Ansäen, leider bisher mit keinem Erfolg - die letzte Ansaat muss noch zeigen, ob sie was gebracht hat, erste Blüte könnte dieses Jahr erwartbar sein.
Zweitere hab ich auch als „Samengrosspackung“ in der Wiese verteilt, leider auch bis jetzt noch kein Ansaaterfolg.

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RosaRot

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #392 am: 23. April 2023, 10:11:49 »

@ Gartenplaner: In Töpfen ansäen oder auf einem extra Saatbeet und dann Initialpflanzung in die Wiese. Dann müsste das funktionieren.
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RosaRot

Chica

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #393 am: 23. April 2023, 10:17:14 »

Ich glaube man muss nach mehrfachen Ansiedlungsversuchen manche Pflanzen einfach aufgeben und wenn sie noch so weit oben auf der ökologischen Liste stehen. Hier gilt das für Dianthus carthusianorum und Anthyllis vulneraria. Da geht einfach nix. Die Pflanzen sind offensichtlich nicht standortgerecht. Aber natürlich musst Du dranbleiben bis eine Aussaat in Töpfchen gelingt Gartenplaner  ;). Wenn sie sich dann aber trotz Initialbeet einfach nicht dauerhaft etablieren, geht es nicht.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #394 am: 23. April 2023, 11:03:49 »

Ja, wahrscheinlich wären Aussaatschalen oder Inselbeete erfolgversprechender, wobei ich bei Ersteren die Überwachung zwecks Gießen da wieder meiner Mutter aufs Auge drücken müsste, kann sie schlecht hin und her karren (wobei ich das grad schon mit „Baby-Yoda“, einem besonderen Sämling einer besonderen Pflanze veranstalte), Inselbeete müsste ich erstmal der vorhandenen Wiese wieder entreißen….

Ich hab aber auch den Eindruck, dass bei manchen Pflanzen möglicherweise die vorhandene Bodenchemie (oder die vorhandenen oder abwesenden Bodenmikroorganismen?) dazu führen, dass Samen schlecht/nicht keimen können und/oder Sämlinge es sehr schwer haben, hochzukommen.

Ich hab das inzwischen bei einigen Wiesenblumen erlebt, wo ich mehrfach Samengrosspackungen von Arten verstreut hab, die nach den Beschreibungen des natürlichen Habitats eigentlich auf jeden Fall wunderbar gedeihen müssten - die es aber einfach nicht tun.
Hingegen andere Arten, die als extrem pingelig gelten, was die Bedingungen für einen Ansaaterfolg angehen, sich sehr gut aussäen….

In Saatschalen könnte man das wahrscheinlich umgehen, oft sind größere Pflanzen dann durchsetzungsstark genug gegen die für Sämlinge so abträglichen Umgebungsbedingungen, aber ob es in Inselbeeten klappt, wäre dann herauszufinden.
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RosaRot

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #395 am: 23. April 2023, 11:47:07 »

Die mögen einfach nicht in Grasplacken keimen.
Stich einfach was aus, säe und lass es in Ruhe. Irgendwann keimt das. Da musst Du das Mütterlein gar nicht bemühen. In der Natur gießt auch keiner. Aber die Pflanzen keimen da, wo Platz ist. Der ist aber nicht in Rasenfilz.
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AndreasR

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #396 am: 23. April 2023, 12:06:24 »

Es gibt halt Pflanzen, bei denen passen die Standortbedingungen, und bei anderen passen sie nicht. Deshalb sieht ein Magerrasen so völlig anders aus als eine Fettwiese. Und selbst mit viel Mähen wird man eine Fettwiese auf lehmigem, feuchten, nährstoffreichen Grund niemals in einen Trockenrasen verwandeln können, weil dort in der Regel ein steiniger, nährstoffarmer Boden vorherrscht. Ansonsten nutzen die meisten Wildpflanzen irgendeine Art von Bodenstörung, um zu keimen, das kann man entweder künstlich herbeiführen oder warten, bis die Natur es selbst richtet (z. B. wenn nach langer Trockenheit die Grasnarbe lückig wird). Klar, wenn man schnelle Erfolge will, muss man ein wenig nachhelfen, sei es säen, auspflanzen oder gießen. Oder man übt sich in Geduld, bis das von selbst passiert. ;)
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Chica

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #397 am: 23. April 2023, 13:11:41 »

Die Kunst des Naturgärtnerns besteht ja darin die den am Standort bestehenden Bedingungen angepassten Pflanzen zu pflegen, denn nur diesen entsprechend sind ja auch die Insektenarten vorhanden, die man fördern will. Und darauf folgend größere Tiere.

Ich kenne keine Pflanze, die in einer geschlossenen Grasnarbe keimt und Deine Wiese, Gartenplaner, sieht ja durchweg stark und dicht wüchsig aus! Im letzten Herbst ist im Gegensatz dazu hier alles mögliche gekeimt, weil die Wiesenflächen nach dem staubtrockenen Sommer extrem lückig waren.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #398 am: 23. April 2023, 13:37:58 »

Ihr müsst mir schon glauben, dass ich natürlich nur Arten für frische bis wechselfrische, inzwischen gehe ich auch schon Richtung trockene, Glatthafer(fett)wiese auf kalkhaltigem Boden bisher ausgesucht und ausprobiert habe  8)

Grasplacken gibt es nur noch sehr vereinzelt, Rasenfilz gar nicht mehr, dafür weitreichend lückige Grasnarbe, auch wenn das auf den eher aus der Ferne gemachten Fotos nicht erkennbar ist.

In diese Lücken streue ich auch vorrangig jeglichen Samen von Arten, die ich neu etablieren möchte.
Das ergibt nie einen üppigen Keimlingsrasen - aber einige wenige, manchmal nur eine oder zwei Pflanzen von vielen Arten schafften es bisher zur Blüte und das ist dann der Startschuss.

Aber es gibt eben auch Arten wo ich mehrfach 10g Samen gestreut hab und nichts kam.

Andererseits säen sich Himantoglossum hircinum von alleine weiter aus, nachdem ich von gepflanzten Mutterpflanzen anfangs Samen gesammelt und in der Wiese auf offene Bodenstellen getupft hatte.
Die Mutterpflanzen sind inzwischen wieder verschwunden, Wiesenorchideen haben keine so lange Lebenserwartung, aber die Kinder der ersten Sämlinge tauchen eben nun auch in noch dichteren Bereichen mit ganz wenig lückiger Grasnarbe auf.
Anacamptis pyramidalis hat sich entweder ganz von alleine angesät oder zumindest von der gepflanzten Mutterpflanze von alleine ausgesät, erst letztes Jahr hab ich zum ersten Mal überhaupt Samenstände dieser Art eingesammelt und gezielt gesät.
Beide Orchideenarten gelten als extrem zickig bei der Samenkeimung.
Ophrys apifera ist ganz von alleine aufgetaucht, ist aber auch nicht so zickig.

Und mein Wiesenboden trocknet nicht so schnell aus wie eine Saatschale.
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foxy

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #399 am: 24. April 2023, 21:23:26 »

Auf einem feuchten Teil meiner Wiesen hat sich vor ca. 15 Jahren  spontan ein Knabenkraut angesiedelt. Es wurden von Jahr zu Jahr, nach der ersten Blüte, immer mehr. Dieses Areal hab ich natürlich immer erst nach der Samen bildung gemäht. Dann kam mir die Idee, andere feuchtigkeitsliebende Blütenpflanzen, die es in unserer Gegend gibt,  anzusiedeln. Mit verschiedenen Samen hatte ich nur bei den Wald Schlüsselblumen Erfolg. Ich hab in den Waldbeeten alle Wiesenblumen aus Samen herangezogen und sie dann in die Wiese versetzt. Sicher wäre irgend wann auch aus Samen etwas gekeimt, so h atte ich innerhalb weniger Jahre eine respektable Blumenwiese gestaltet, die ich jetzt sich selbst überlassen kann. Und siehe da mit einer Initialzündung vermehren sich alle ganz gut.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #400 am: 24. April 2023, 21:25:10 »

Im Vordergrund frisch ausgepflanzte Trollblume, ein Jahr alt.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #401 am: 24. April 2023, 21:26:32 »

Knabenkraut
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Chica

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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #402 am: 30. April 2023, 08:19:44 »

@Gartenplaner und foxy
Eure Wiesen haben eine völlig andere Artenzusammensetzung als die Magerwiesen hier auf dem sauren, trockenen Sand. Das liest sich immer wieder verblüffend. Dementsprechend müsste es auch andere Insektenarten geben als hier.

Weiter zu meinen Saatschalen:

12 Eryngium planum
Danke nochmal AndreasR. Wie unter 8 geschrieben, ich brauche mehr von diesen Hochsommerblühern.

13 Salvia sclarea 'Alba'
Stinkesalbei wie 9 für die Dickste von allen. Xylocopa violacea ist die Farbe der Blüten in diesem Falle völlig egal. Und den anderen 2 pollennutzenden Wildbienenarten hoffentlich auch.

14 Medicago falcata
Als Pollenquelle genutzt von 5 Wildbienenarten, darunter 3 oligolektische. Als Vertreter der Lamiaceae schon per se auf der Hitliste. Außerdem Raupenfutter für Polyommatus icarus und mehrere Eulenarten.

15 Onobrychis viciifolia
Davon ganz abgesehen, dass die rosa Blüten in der Wiese sehr schön aussehen, ist die Pflanze Lieblingsfutter für Wildbienen, 27 Wildbienenarten, davon 6 oligolektische und sogar 1 streng oligolektische Art. Sie ist Raupenfutter für Callophrys rubi, den Grünen Zipfelfalter, der hier bei mir nachgewiesen ist, Cupido osiris, den Kleinen Alpenbläuling, Glaucopsyche alexis, den Alexis-Bläuling, Polyommatus damon, den Streifenbläuling, Polyommatus thersites, den Kleinen Esparsettenbläuling, der ist sogar monophag, frisst also nur an Esparsette! Außerdem ist die Pflanze Raupenfutter für mehrere Widderchenarten und andere Nachtfalter, hier bei Floraweb nachzulesen. Die Pflanze ist also ein unbedingtes Must-have im naturnahen Garten!
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #403 am: 06. Mai 2023, 07:57:30 »

In Saatschalen könnte man das wahrscheinlich umgehen, oft sind größere Pflanzen dann durchsetzungsstark genug gegen die für Sämlinge so abträglichen Umgebungsbedingungen, aber ob es in Inselbeeten klappt, wäre dann herauszufinden.

Ich habe noch einmal aktuelle Fotos meiner Initialbeete gemacht. Es gibt zwei nebeneinander, die habe ich inzwischen wieder komplett der Wiese überlassen. Es wachsen da und versamen sich moderat: Knautia arvensis, Scabiosa columbaria, Centaurea sp., Campanula trachelium, Leonurus cardiaca, Isatis tinctoria, Digitalis lutea, Lotus corniculatus (zu wenige!).

   


Dann gibt es eine Fläche, die ich weiterhin offen halte, da wachsen die Ruderalpflanzen, die kommen in sich schließender Grasnarbe nicht zurecht: Reseda luteola, Echium vulgare, Melilotus albus, Melilotus officinalis.

 


Außerdem liegt am Sandarium eine Fläche, die ich in diesem Jahr auch schon entkrautet habe. Da wachsen: Papaver rhoeas, Anchusa officinalis , Anchusa azurea (heißt die blaue so?), Centaurea spp., Salvia pratensis, Tanacetum vulgare.




Ach und auf der Terrassenetage eine Fläche, die ich nicht mehr entkraute mit: Onobrychis viciifolia, Lotus corniculatus, Knautia arvensis.

 

Alle dazugepimpten Pflanzen sind ausgesprochene Wildbienenpollenpflanzen und/oder Schmetterlingsraupenfutter. Bestimmt habe ich welche vergessen aufzuzählen.

Der Saum, der Hang und die zwei ehemaligen Gemüsebeete beherbergen noch viele andere Schätzchen für "meine" Flattertiere.
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Re: Sonniger Gehölzsaum aus Wildpflanzen
« Antwort #404 am: 06. Mai 2023, 08:25:08 »

Du machst das perfekt  :D
Lustigerweise hatte sich aus einer Universalmischung mal ein Echium vulgare angesät bei mir  8)
Lotus corniculatus waren einige aus einer der Universalmischungen ganz am Anfang hervorgegangen und haben sich sehr gut ausgebreitet.
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