Du hast angegeben, daß es keine qualitativ hervorragenden Pflanzen gibt, die in vielen verschiedenen Klimazonen gleich gut gedeihen ('nur regional ist beste Qualität möglich') - ich habe dem entgegen gehalten, daß es überregional hervorragende Sorten gibt (mit dem Hinweis auf die Auszeichnung)...
Wie wäre es, wenn du hier mal eine Liste mit überregional hervorragenden Sorten posten würdest?
... und dafür plädiert, daß Züchter auch in Europa ihre Sorten bereits vor der Registrierung auf Klimaverträglichkeit testen sollten.
Das tun in America nur ganz wenige Züchter, sonst hätten wir hier nicht so viele Pleiten mit amerikanischen Sorten erlebt.
In Europa kann man die Sämlinge vor der Registrierung wenigstens in 3 Sichtungsgärten schicken und die hiesigen Kriterien wurden von einem weiblichen amerikanischen geprüften Garden Judge, der hier mal vor ca. 10 Jahren bei einer Tagung der Fachgruppe Hemerocallis der GdS war, als sehr viel strenger bezeichnet als die amerikanischen.
Auch die amerikanische Stout Medal ist kein Garant für Gartenwürdigkeit in Europa. Ich habe in meinem Lehmgarten nie eine befriedigende Blüte von
Primal Scream (Stout 2003) gesehen, obwohl sie auf dem am besten bewässerten Beet stand und viele andere Sorten um sie herum hervorragend gediehen.
Die Stout Medal Gewinnerin von 2016
Rose F. Kennedy steht seit August 2015 im Sandgarten und hat bisher weder einen Stengel geschoben noch sich vermehrt.
Im Lauf der Jahre hatte ich noch 20 andere Stout Medal Gewinner im Garten, zu 95% aus Florida übrigens, bis die Züchter im Norden (Ohio-Region) eine zunehmend stärkere Lobby in der AHS gebildet haben. Rückblickend würde ich die meisten Stout Winner als recht brav bezeichnen. Mitgenommen in den Sandgarten habe ich nur noch
Heavenly Angel Ice, nicht zuletzt, weil mein Geschmack in Taglilien sich die letzten 10 Jahre geändert hat. Aber auch HAI bringt es nach Teilen und Verpflanzen nicht auf die beste "Leistung" bezüglich Blühwilligkeit und Vermehrung. Trotzdem immer noch äußerst habenswert.