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Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc. (Gelesen 153600 mal)
Moderator: cydorian
- Elro
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Meine Buckingham Tayberry im Gewächshaus fühlt sich viel wohler als im Freien. Ich hatte sie erst letztes Frühjahr umgesiedelt. Sie blüht an zwei 3m langen Trieben :D Im Freien war das nie der Fall, ich bin gespannt wie es weiter geht.
Liebe Grüße Elke
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Seit dem 09.06 koste ich die Taybeere. Bin mit dem Geschmack zufrieden. Sie schmeckt nicht wie Himbeere und auch nicht wie eine Brombeere, hat ein starkes eigenes Aroma, eine leichte Säure. Wenn es sonnig wird und die Beeren länger hängen, können sie leicht süß werden (kommt bei aktuellem verregneten Wetter selten vor). Auch Familie findet sie gut, werde behalten.
Heute wurde die erste Beere von der Karaka Black komplett schwarz. War eigentlich noch nicht reif, aber Enkelin hat sie trotzdem gerne gegessen.
Beide wachsen bei mir im Halbschatten.
Die Oregon Tornless steht bei mir im dritten Jahr und wird scheinbar sehr viele Beeren bekommen, verstehe jetzt, warum das früher eine Erwerbssorte war. Die OT hat vor ein paar Tagen zu Blühen begonnen.
Die Osage wächst langsam, die Stelle ist für sie nicht gut. Ist sonst auch ziemlich zickig. Aber eine Handvoll Beeren zum Probieren wird es dieses Jahr geben. Spiele mit Gedanken, sie in einen Topf für den Balkon einzupflanzen, weil sooo groß wird sie nicht und auf dem Balkon bekommt sie weniger Wasser ab.
Die beiden Loch Tays und Black Pearl brauchen noch etwas Zeit, vielleicht 2-3 Wochen. Zur Loch Tay kann ich eine Anekdote erzählen. Eine Bekannte von mir hatte letztes Jahr die Loch Tays probiert und fand sie lecker. Darauf hat sie gleich einen Topf mit einem gut gewurzelten LT bekommen (der produziert viele). Sie war ziemlich unsicher, da sie "kein grünes Händchen hat". Ich habe ihr ein Schema aufgezeichnet, wie man sie pflanzt, sie hat es versucht und noch letztes Jahr längere Ruten bekommen. Im Frühjahr hatte ich sie bei Nachtfrösten gewarnt, sie möge die Ruten mit bereits ausgetriebenen Blättern abdecken. Jetzt hängen ihre Ruten aus dem letzen Jahr bereits voll mit grünen Beeren. Sie schien ziemlich verwundert zu sein, dass es scheinbar doch klappen wird mit Ernte, soviel Erfolg im Umgang mit Pflanzen hat sie von sich nicht erwartet. ;D
Heute wurde die erste Beere von der Karaka Black komplett schwarz. War eigentlich noch nicht reif, aber Enkelin hat sie trotzdem gerne gegessen.
Beide wachsen bei mir im Halbschatten.
Die Oregon Tornless steht bei mir im dritten Jahr und wird scheinbar sehr viele Beeren bekommen, verstehe jetzt, warum das früher eine Erwerbssorte war. Die OT hat vor ein paar Tagen zu Blühen begonnen.
Die Osage wächst langsam, die Stelle ist für sie nicht gut. Ist sonst auch ziemlich zickig. Aber eine Handvoll Beeren zum Probieren wird es dieses Jahr geben. Spiele mit Gedanken, sie in einen Topf für den Balkon einzupflanzen, weil sooo groß wird sie nicht und auf dem Balkon bekommt sie weniger Wasser ab.
Die beiden Loch Tays und Black Pearl brauchen noch etwas Zeit, vielleicht 2-3 Wochen. Zur Loch Tay kann ich eine Anekdote erzählen. Eine Bekannte von mir hatte letztes Jahr die Loch Tays probiert und fand sie lecker. Darauf hat sie gleich einen Topf mit einem gut gewurzelten LT bekommen (der produziert viele). Sie war ziemlich unsicher, da sie "kein grünes Händchen hat". Ich habe ihr ein Schema aufgezeichnet, wie man sie pflanzt, sie hat es versucht und noch letztes Jahr längere Ruten bekommen. Im Frühjahr hatte ich sie bei Nachtfrösten gewarnt, sie möge die Ruten mit bereits ausgetriebenen Blättern abdecken. Jetzt hängen ihre Ruten aus dem letzen Jahr bereits voll mit grünen Beeren. Sie schien ziemlich verwundert zu sein, dass es scheinbar doch klappen wird mit Ernte, soviel Erfolg im Umgang mit Pflanzen hat sie von sich nicht erwartet. ;D
- Nuriel_SGE
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Hallo zusammen,
als Neuling im Gartenwesen und in diesem Forum (ich lerne grad echt viel dazu, ihr seid alle der Wahnsinn) versuche ich gerade meine Fails aufzuarbeiten, die Folge heute: Brombeeren.
Gepflanzt habe ich meine im letzten Jahr - gleichzeitig mein erstes Jahr mit Pflanzen ;)
Wir wollten etwas dornenloses, ich hatte also "recherchiert" und kam auf die Thornless-Sorten. Recherchiert habe ich nicht annähernd genug damals, war auch kurz vor Dezember, wollte unbedingt noch pflanzen, Torschlusspanik, grün wie ich bin usw. Jedenfalls habe ich irgendwo vom Pflanzabstand von 50cm gelesen - epic fail, bitte nicht lachen.
Kurzum habe ich bei lokalen Gartencentern die Reste gekauft: 1. Oregon Thornless evergreen, 2. Eine namenlose, die auch stachelfrei war 3. Hier stand nur Rubus Fructicosa Thornfree, mehr nicht.
Na gut, eingepflanzt im Abstand von 50cm :-X - Spalier von 2m gebaut. Jetzt habe ich den Salat.
Was mache ich nun am besten? Ich habe mir folgende Optionen überlegt :
1. So lassen - kommt wohl nicht in Frage, ich sehe jetzt schon, wie es wuchert...
2. Von jeder Sorte immer nur je eine 1jährige und eine 2-jährige Rute lassen. Insgesamt 6 Ruten auf 2m Gerüst... Klappt das?
3. Jeweils Ernte abwarten (die Oregon hatte einen alten Trieb gehabt und blüht schon wie verrückt) und dann die leckerste lassen - die anderen beiden rausrupfen, an Nachbarn abgeben etc.
Mehr Platz im Garten habe ich für die nicht.
Was meint ihr, was ist die beste Option?
Zusatzfrage: Ich habe heute alle Seitentriebe bei 1jährigen Ruten weggeschnitten. Dabei stellte ich fest, dass die Namenlose neben 3 tollen langen stachellosen Rute eine mittelgroße sehr stachelige hervorgebracht hat. Ist es normal? Kommen manchmal bei solchen Züchtungen quasi die Urgene durch? Was macht man damit, bodennah abknipsen direkt?
Schon mal besten Dank in Voraus für eure Unterstützung. Nächste (vieleicht)Fail-Folge morgen - die Süßkirsche... :-[
als Neuling im Gartenwesen und in diesem Forum (ich lerne grad echt viel dazu, ihr seid alle der Wahnsinn) versuche ich gerade meine Fails aufzuarbeiten, die Folge heute: Brombeeren.
Gepflanzt habe ich meine im letzten Jahr - gleichzeitig mein erstes Jahr mit Pflanzen ;)
Wir wollten etwas dornenloses, ich hatte also "recherchiert" und kam auf die Thornless-Sorten. Recherchiert habe ich nicht annähernd genug damals, war auch kurz vor Dezember, wollte unbedingt noch pflanzen, Torschlusspanik, grün wie ich bin usw. Jedenfalls habe ich irgendwo vom Pflanzabstand von 50cm gelesen - epic fail, bitte nicht lachen.
Kurzum habe ich bei lokalen Gartencentern die Reste gekauft: 1. Oregon Thornless evergreen, 2. Eine namenlose, die auch stachelfrei war 3. Hier stand nur Rubus Fructicosa Thornfree, mehr nicht.
Na gut, eingepflanzt im Abstand von 50cm :-X - Spalier von 2m gebaut. Jetzt habe ich den Salat.
Was mache ich nun am besten? Ich habe mir folgende Optionen überlegt :
1. So lassen - kommt wohl nicht in Frage, ich sehe jetzt schon, wie es wuchert...
2. Von jeder Sorte immer nur je eine 1jährige und eine 2-jährige Rute lassen. Insgesamt 6 Ruten auf 2m Gerüst... Klappt das?
3. Jeweils Ernte abwarten (die Oregon hatte einen alten Trieb gehabt und blüht schon wie verrückt) und dann die leckerste lassen - die anderen beiden rausrupfen, an Nachbarn abgeben etc.
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Was meint ihr, was ist die beste Option?
Zusatzfrage: Ich habe heute alle Seitentriebe bei 1jährigen Ruten weggeschnitten. Dabei stellte ich fest, dass die Namenlose neben 3 tollen langen stachellosen Rute eine mittelgroße sehr stachelige hervorgebracht hat. Ist es normal? Kommen manchmal bei solchen Züchtungen quasi die Urgene durch? Was macht man damit, bodennah abknipsen direkt?
Schon mal besten Dank in Voraus für eure Unterstützung. Nächste (vieleicht)Fail-Folge morgen - die Süßkirsche... :-[
- Nuriel_SGE
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Hier ist das Bild der Stachelrute:
- manhartsberg
- Beiträge: 967
- Registriert: 30. Jul 2016, 22:13
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
bei mir werden wieder die teilweise die spitzen der neuen triebe abgefressen.
wer oder was könnte oder für das verantwortlich sein?
wer oder was könnte oder für das verantwortlich sein?
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Nuriel_SGE hat geschrieben: ↑22. Jun 2020, 21:05
Hallo zusammen,
als Neuling im Gartenwesen und in diesem Forum (ich lerne grad echt viel dazu, ihr seid alle der Wahnsinn) versuche ich gerade meine Fails aufzuarbeiten, die Folge heute: Brombeeren.
Gepflanzt habe ich meine im letzten Jahr - gleichzeitig mein erstes Jahr mit Pflanzen ;)
Wir wollten etwas dornenloses, ich hatte also "recherchiert" und kam auf die Thornless-Sorten. Recherchiert habe ich nicht annähernd genug damals, war auch kurz vor Dezember, wollte unbedingt noch pflanzen, Torschlusspanik, grün wie ich bin usw. Jedenfalls habe ich irgendwo vom Pflanzabstand von 50cm gelesen - epic fail, bitte nicht lachen.
Kurzum habe ich bei lokalen Gartencentern die Reste gekauft: 1. Oregon Thornless evergreen, 2. Eine namenlose, die auch stachelfrei war 3. Hier stand nur Rubus Fructicosa Thornfree, mehr nicht.
Na gut, eingepflanzt im Abstand von 50cm :-X - Spalier von 2m gebaut. Jetzt habe ich den Salat.
Was mache ich nun am besten? Ich habe mir folgende Optionen überlegt :
1. So lassen - kommt wohl nicht in Frage, ich sehe jetzt schon, wie es wuchert...
2. Von jeder Sorte immer nur je eine 1jährige und eine 2-jährige Rute lassen. Insgesamt 6 Ruten auf 2m Gerüst... Klappt das?
3. Jeweils Ernte abwarten (die Oregon hatte einen alten Trieb gehabt und blüht schon wie verrückt) und dann die leckerste lassen - die anderen beiden rausrupfen, an Nachbarn abgeben etc.
Mehr Platz im Garten habe ich für die nicht.
Was meint ihr, was ist die beste Option?
Zusatzfrage: Ich habe heute alle Seitentriebe bei 1jährigen Ruten weggeschnitten. Dabei stellte ich fest, dass die Namenlose neben 3 tollen langen stachellosen Rute eine mittelgroße sehr stachelige hervorgebracht hat. Ist es normal? Kommen manchmal bei solchen Züchtungen quasi die Urgene durch? Was macht man damit, bodennah abknipsen direkt?
Schon mal besten Dank in Voraus für eure Unterstützung. Nächste (vieleicht)Fail-Folge morgen - die Süßkirsche... :-[
Wo an dem Gerüst sind wuchernde Pflanzen, an denen irgendwelche Ruten abgeschnitten werden müßten ??
Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
- Nuriel_SGE
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
555Nase hat geschrieben: ↑23. Jun 2020, 06:05
Wo an dem Gerüst sind wuchernde Pflanzen, an denen irgendwelche Ruten abgeschnitten werden müßten ??
Ja jetzt noch nicht groß, da sie erst letzte Woche mit dem Austrieb so richtig anfingen und bereits ca. 50cm gemacht haben. Außerdem sind es ja mit einer Ausnahme nur 1jährige, nächstes Jahr sind es dann mindestens doppeltnso viele.
Das Bild aber ist bereits nach dem radikalen Stutzen aller Seitentriebe. Vor allem die linke Pflanze war ein einzelnes Riesengewusel an Geiztrieben, da ich im Frühjahr vergessen habe, überhaupt irgendetwas zu machen.
Ich werde natürlich erstmal nichts roden, solange es geht, aber bestimmt gibt es hier Erfahrungswerte, mit welcher Variante man auf Dauer besser fährt.
Von der Breite würde hier wahrscheinlich eine einzige Navajo-Pflanze schon gar ausreichend sein.
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Nuriel_SGE hat geschrieben: ↑22. Jun 2020, 21:05
Was meint ihr, was ist die beste Option?
Zusatzfrage: Ich habe heute alle Seitentriebe bei 1jährigen Ruten weggeschnitten. Dabei stellte ich fest, dass die Namenlose neben 3 tollen langen stachellosen Rute eine mittelgroße sehr stachelige hervorgebracht hat. Ist es normal? Kommen manchmal bei solchen Züchtungen quasi die Urgene durch? Was macht man damit, bodennah abknipsen direkt?
Woher sollen wir wissen, was für Dich die beste Option ist, wenn Du nur Probleme, aber nicht Deine Ziele beschreibst? Ohne die zu kennen, ist es schwer, die passenden Optionen aufzuzeichnen. Z.B. bin ich ein Freund von Frischeverzerr, mache auch keine Brombeere-Marmelade und keinen Wein, daher wäre für mich die Thornfree nutzlos und ich hätte sie entfern.
Das mit der Stachelrute verstehe ich gar nicht. Du schreibst, diese Rute wäre bei der Namenlosen gewachsen, Dein Foto zeig aber nicht die Namenlose, sondern die Oregon Thornless (zweiter Name "Thornless Evergreen"). Du hast doch nicht zweimal die OT, einmal unter ihrem offiziell bekannten Namen und einmal Namenlos? Solche Schlitzblätter hat nur diese Sorte. Wenn ja, was wäre der Sinn, zweimal die gleiche Spätsorte und gar keine Frühsorte zu haben? OT ist auch sehr starkwüchsig, die Ruten werden bis 8m lang, wird schwierig, ganze zwei solche Pflanzen auf 2m zu halten. Und geschmacklich mag sie auch nicht jeder, sie hat wenig Säure, ist sehr fest (größere Steinchen) und braucht eine intensive Pflege um große Beeren zu bekommen, sonst bleiben sie klein. Von ihrer Konsistenz ist die OT eigentlich gut geeignet als Füllung für Maultaschen, da fest. Wobei sie uns für den Frischeverzerr auch schmeckt, für Maultaschen lassen wir nichts übrig. Die Erntezeit ist ca. August. Oder so um 5 August bis 5 September, relativ konzentriert also. Sonst eine gesunde produktive Sorte, ich habe sie gerne. Mein Spalier ist allerdings etwas größer.
Die bestachelte Rute ist besser rauszuziehen, statt abzuknipsen.
- Nuriel_SGE
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Ziele sind im Moment einfach nur die Brombeeren in diesem Setup beherrschen zu können, ohne dass es langfristig nicht zu handhaben sein wird.
Hauptsächlich sind sie zum Frischverzehr gedacht - wie es dann später alles wird, wissen wir aktuell noch nicht. Geschmackunterschiede der Sorten kennen wir nicht, sondern nur die "Brombere vom wuchernden Wegesrand"
Kann durchaus sein, dass die zweite auch OT ist. Das Photo mit der Rute zeigt diejenige, wo keine Sorte ausgewiesen war, der Zettel ist noch dran. War halt nur das übrig damals und sie war dornenlos, also wurde sie einfach mitgenommen.
Ich versuche dann die Rute rauszuziehen ohne sie zu schneiden. Aber woran liegt es wirklich, dass sie aus der eigentlich dornenlosen Pflanze kommt - ich würde es gerne verstehen, falls das bekannt und typisch ist.
Wenn zwei zur gleichen Zeit tragen, ist für mich kein Problem, da kann ich viel wegputzen ;) Für uns war in erster Linie wichtig, dass da keine Dornen dran sind - und da haben wir eben nichts anderes gefunden.
Hauptsächlich sind sie zum Frischverzehr gedacht - wie es dann später alles wird, wissen wir aktuell noch nicht. Geschmackunterschiede der Sorten kennen wir nicht, sondern nur die "Brombere vom wuchernden Wegesrand"
Kann durchaus sein, dass die zweite auch OT ist. Das Photo mit der Rute zeigt diejenige, wo keine Sorte ausgewiesen war, der Zettel ist noch dran. War halt nur das übrig damals und sie war dornenlos, also wurde sie einfach mitgenommen.
Ich versuche dann die Rute rauszuziehen ohne sie zu schneiden. Aber woran liegt es wirklich, dass sie aus der eigentlich dornenlosen Pflanze kommt - ich würde es gerne verstehen, falls das bekannt und typisch ist.
Wenn zwei zur gleichen Zeit tragen, ist für mich kein Problem, da kann ich viel wegputzen ;) Für uns war in erster Linie wichtig, dass da keine Dornen dran sind - und da haben wir eben nichts anderes gefunden.
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Nuriel_SGE hat geschrieben: ↑25. Jun 2020, 01:00
Ziele sind im Moment einfach nur die Brombeeren in diesem Setup beherrschen zu können, ohne dass es langfristig nicht zu handhaben sein wird.
Hauptsächlich sind sie zum Frischverzehr gedacht - wie es dann später alles wird, wissen wir aktuell noch nicht. Geschmackunterschiede der Sorten kennen wir nicht, sondern nur die "Brombere vom wuchernden Wegesrand"
Kann durchaus sein, dass die zweite auch OT ist. Das Photo mit der Rute zeigt diejenige, wo keine Sorte ausgewiesen war, der Zettel ist noch dran. War halt nur das übrig damals und sie war dornenlos, also wurde sie einfach mitgenommen.
Ich versuche dann die Rute rauszuziehen ohne sie zu schneiden. Aber woran liegt es wirklich, dass sie aus der eigentlich dornenlosen Pflanze kommt - ich würde es gerne verstehen, falls das bekannt und typisch ist.
Wenn zwei zur gleichen Zeit tragen, ist für mich kein Problem, da kann ich viel wegputzen ;) Für uns war in erster Linie wichtig, dass da keine Dornen dran sind - und da haben wir eben nichts anderes gefunden.
Na ja, im Moment müssen sie ja nicht beherscht werden, da noch zu klein. :) Langfristig passen sie nicht zu diesem Spalier. Ich würde die linke OT wachsen lassen, die zwei anderen Pflanzen entfernen und dann an Stelle der rechten ca. 50cm vom Spalierpfosten eine Loch Tay einpflanzen. Das mit dem Frischeverzerr ist so eine Sache,- zwei gut gepflegte und gleichzeitig tragende OTs oder 2 Loch Tays wären z.B. zuviel für eine Familie aus 3 Leuten. Musst bedenken, dass z.B. eine Loch Tay so ca. 15kg über 4 Wochen lang produziert. Wenn es zwei wären, dann wären das 30kg, d.h. Du und Deine Familie müsstet täglich ein Kilo Brombeeren wegputzen. Glaub mir, am 26en Tag macht es keinen Spaß mehr. :) Es macht daher schon Sinn, wenn Du die beiden Pflanzen zeitlich außeinander haltest. Weiß nicht, wieviel Ernte eine OT auf die Waage bringt, aber auch nicht wenig.
Zum Frischeverzerr wären 2 zeitlich unterschiedlich tragende Sorten optimal. OK, eine Oregon Tornless und eine Loch Tay sind für dieses Spalier immer noch etwas überdimensioniert, aber lassen sich beherrschen. Musst allerdings die neue Ruten auf dem Boden entlang ziehen, weil auf dem Spaliert werden die Ruten des Vorjahres tragen. Beide Ruten, sowohl des Vorjahres und des laufenden Jahres auf dem Spalier zu halten, - das ist glaube ich nicht realistisch. Dafür müsstest Du die Ruten zu stark schneiden, sia würden dann intensiv seitlich austreiben und Du wärest nur noch beim Schneiden.
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Das mit der bedornten Rute liegt daran, dass die OT genetisch auch Dornen in sich hat, ist eine Chimära. Wenn die Wurzeln beschädigt werden (kann auch von einem Schädling passieren), treiben die neuen Ruten bedort aus. Diese kannst Du entfernen durch Rausziehen, das ist am Optimalsten. Die Loch Tay ist keine Chimära und bekommt keine bedornte Ruten.
Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Ja, und die Variante OT + Loch Tay mit ca. 1 Meter Abstand zu einander und ca. 50 cm zum Spalierrand setzt voraus, dass Du u.U. auch 2-3 Ruten um den jeweiligen Pfosten wickelst. Die Pfosten können auch als Platzhalter benutzt werden. Ist mit der OT etwas schwieriger, aber nicht ganz unmöglich.
Und noch ein Tipp: setze die Pflanzen auf keinen Fall direkt unter das Spalier, sondern versetzt ca. 40 cm VOR dem Spalier. So hast Du später mehr Platz und kannst besser die Ruten aus 2 Jahren außeinander halten.
Und noch ein Tipp: setze die Pflanzen auf keinen Fall direkt unter das Spalier, sondern versetzt ca. 40 cm VOR dem Spalier. So hast Du später mehr Platz und kannst besser die Ruten aus 2 Jahren außeinander halten.
- Nuriel_SGE
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Das ist ein toller Tipp, vielen Dank, das mit dem Wickeln um den Posten werde ich auf jeden Fall jetzt schon machen, auf beiden Seiten.
Sollte es dann trotzdem nicht zu schaffen sein und/oder der Ertrag zu groß wird, dann werde ich es mit der Loch Tay ausprobieren.
Schon mal vielen Dank für die vielen guten Tips!
Sollte es dann trotzdem nicht zu schaffen sein und/oder der Ertrag zu groß wird, dann werde ich es mit der Loch Tay ausprobieren.
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- Rib-2BW
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Ribisel hat geschrieben: ↑12. Jul 2019, 00:52
Ähnliche Probleme konnte ich nun bei R. scissus (Wildbrombeere; blühte vor einigen Wochen; sehr schlechte Befruchtung) und bei "Big and Early" (Heuer gepflanzt, entsprechend kleiner Flor) beobachten. "Big and Early" machte zwei Flore. Der erste zum Zeitpunkt des Sommer-Himbeerflors, der zweite endete vor kurzem (Etwa zu Florbeginn von R. laciniatus). Die verblühten Blüten bleiben einfach grün an der Pflanze hängen. In wie weit meine kaukasische Brombeere einen Einfluss haben kann, kann ich nicht sagen, da alle Fruchtruten meiner Pflanze heuer abstarben.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, scheint die Befruchtung der Big and Early diesesJahr weit erfolgreicher zu sein.
- Rib-2BW
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Re: Brombeeren - Sorten, Techniken, Erfahrungen etc.
Vor einer Woche habe ich den einzigen Neutrieb bei ca. 160 cm gekappt, um die Pflanze sich verzweigen zu lassen.