Wie sieht es aktuell in Euren Gärten aus - haben alle Stauden den Winter gut überstanden oder gibt es Ausfälle?
Nachdem ich heute die letzten Bereiche durchgesehen und ausgeputzt habe, kann ich vorläufige Bilanz ziehen - der unüblich kalte und trockene Winter hier hat einige, teilweise sehr unerwartete Opfer gefordert. Andere angeblich nicht sooo winterharte Stauden haben die Temperaturen unter -15°C ohne Schneedecke erstaunlich gut überstanden - wohl weil es nicht nur kalt, sondern auch trocken war.
Große Ausfälle gibt es bei so banalen Pflanzen wie dem Seifenkraut (2/3 der Pflanzen verstorben, der Rest stark mitgenommen) oder bei einigen Polsternelken (mindestens die Hälfte sind gefriergetrocknet und leblos), selbst Geranium Biokovo und einige Heuchera sind großflächig vertrocknet. Ebenso einige Chrysanthemen - die waren hier bisher immer völlig problemlos und eher Wucherteile. Auch die ganz normalen Duftveilchen hätten es wohl lieber feuchter gehabt - die Hälfte des Bestandes dürfte wohl verstorben sein, leider mehr weiße als blaue. Ebenso große Ausfälle gibt es bei den Grasnelken - die dunkellaubigen sehen schlimmer aus als die weißen mit grünem Laub. Weiters haben es die Gauras nicht geschafft, aber die sind ohnehin jedes Jahr Wackelkandidaten. Auch Kräuter hat es erwischt - der Wucheroregano und der ganz normale Küchenthymian sind kaputt, ebenso der Rosmarin.
Bei den Echinaceen ist es aktuell noch unentschieden - ein Teil gibt eindeutig Lebenszeichen, ein Teil ziert sich noch - die Rocky Top-Hybriden dürften aber allesamt ebenso verstorben sein.
Keine Staude, aber trotzdem massiv geschädigt: sowohl der weiße als auch der blaue Zwerglavendel, die hier schon viele Jahre problemlos über den Winter gekommen sind, haben schwere Schäden - 1/3 der Pflanzen ist mit Sicherheit tot, bei einem weiteren Drittel hoffe ich noch und ein Drittel dürfte es geschafft haben.
Winterschäden in der Dimension hatte ich in meiner 'Gärtnerkarriere' bisher noch nie - als es das letzte Mal hier so kalt war, gab es eine dicke Schneedecke. In Summe ist das zwar ärgerlich und der Ersatz kostet Zeit und Geld, aber eigentlich nicht tragisch. Es hat nichts Unersetzliches oder schwer zu Beschaffendes erwischt, alle echten Raritäten sehen überraschend gut aus.
Erstaunlicherweise haben auch alle Taglilien überlebt - es gab wohl einige weichere Stellen an einigen Fächern, die sind inzwischen aber rausgewachsen und die Pflanzen sehen um Klassen besser als als nach manchen milden feuchten Wintern.
Habt Ihr schon genug Übersicht, um die Lage beurteilen zu können - wie sieht Euer Resümee für den vergangenen Winter aus?