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Autor Thema: Hobbyprojekt rund um den Kompost  (Gelesen 3436 mal)

Carlosia

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #45 am: 08. Oktober 2018, 07:08:55 »

Zitat von: Sternrenette link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3177048#msg3177048 date=1538942945]
Eine Minibiogasanlage wie in Indien dürfte sinnvoller sein.

Zu gefährlich, für meinen Geschmack. Da müssen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, so dass sich keinesfalls ein Biogas-Luft-Gemisch (explosiv!) bildet. Der Druckaufbau muss beherrscht werden. Das Gas muss gespeichert werden. Ein Brenner muss in geordneter Weise damit betrieben werden. Fazit: Zu kompliziert.
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Sternrenette

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #46 am: 08. Oktober 2018, 14:56:38 »

Nein, das ist nicht sehr kompliziert - nur nicht im Wohnzimmer zu empfehlen. Gas kann gespeichert werden und ist damit jederzeit nach Bedarf verwendbar, zum Beispiel zum Kochen. Reaktionswärme aus dem Kompost dürfte kaum gleichmäßig zur Verfügung stehen.
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Carlosia

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #47 am: 08. Oktober 2018, 18:50:27 »

Zitat von: Sternrenette link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]3177336#msg3177336 date=1539003398]
Nein, das ist nicht sehr kompliziert - nur nicht im Wohnzimmer zu empfehlen. Gas kann gespeichert werden und ist damit jederzeit nach Bedarf verwendbar, zum Beispiel zum Kochen. Reaktionswärme aus dem Kompost dürfte kaum gleichmäßig zur Verfügung stehen.

Tu's lieber nicht. Das ist nichts für Do-it-yourself. Da muss ein Fachmann ran, sonst sprengst Du Dir noch Dein ganzes Gehöft in die Luft.

Ich habe selbst auch schon über diese Möglichkeit nachgedacht. Selbst wenn ich es vom Fachmann installieren lasse und im Betrieb alles gut geht, dann macht das richtig viel Arbeit. Viel mehr als beim Kompostheizungssilo. Bei der Vergärung unter Luftabschluss werden nur ca. 20% der Biomasse in Biogas umgesetzt. Der Rest, also 80%, muss dann doch irgendwie entsorgt oder kompostiert werden. Du musst also am Ende des Gär-Zyklusses den Gärbehälter öffnen, den furchtbar stinkenden Matsch herausholen und zum Komposthaufen befördern, den Gärbehälter neu befüllen, die eingedrungene Luft entfernen (wegen Knallgasgefahr) und den Prozess neu starten. Und das ganze mehrmals im Jahr. Die Nachbarn dürften wegen des Gestanks nicht amüsiert sein. Vermutlich ist das in Deutschland auch genehmigungspflichtig und innerhalb von Wohngebieten gar nicht genehmigungsfähig. In Indien sieht man das möglicherweise etwas entspannter.

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Carlosia

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #48 am: 08. Oktober 2018, 19:07:17 »

Zitat
Interessant wäre ja, wieviel nutzbare Abwärme im Verlaufe des Winters entsteht. Machst Du Messreihen?

Messungen mache ich vorerst noch keine, denn es geht mir erst einmal um den grundsätzlichen Prozess und die Handhabung. Es soll ja für jedermann nachbaubar sein und robust funktionieren. Berechnungen zur Energiemenge finden sich in dem Artikel auf Pluspedia.

Nach Abschluss der zweiten Heizperiode, also wenn sich auch mit dem nun umgebauten Prototypen keine nennenswerten Probleme mehr zeigen, möchte ich das Ganze eventuell unter wissenschaftlicher Begleitung, z.B. in Zusammenarbeit mit einer passenden Universitätsfakultät, fortführen. Dann wird es auch um genaue Biomasse-, Temperatur-, Feuchtigkeits- und Sauerstoffmengen gehen.

Übrigens, das Gewimmel hinter den Glasscheiben hat einen gewissen Unterhaltungswert. Wer's nicht mag, kann ja die Fenster weglassen.
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Sternrenette

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #49 am: 08. Oktober 2018, 19:08:43 »

Ich kenne mich mit Biogas ein bisschen aus ;)
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Quendula

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #50 am: 11. Oktober 2018, 21:29:41 »

Messungen mache ich vorerst noch keine, denn es geht mir erst einmal um den grundsätzlichen Prozess und die Handhabung. 

Schade. Wäre ja nett zu wissen, welche Temperaturen in der Umgebung so erreicht werden können. Und ob zB der ganze Raum (wie groß?) angenehm warm gehalten wird.
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Natternkopf

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #51 am: 11. Oktober 2018, 23:00:35 »

Das dies den Raum längere Zeit Warm macht, glaube ich nicht.  :)

Doch der Glauben gehört in die Kirche oder so, die Temperaturwerte zeigen Fakten an.
Können zwar noch nicht ableiten welcher Wärmeeintrag erfolgt da keine Referenzwerte vorhanden sind.

Die Raum Temperaturen würde schon mal genügen als guter Anhaltspunkt.
Im Monat so 2x  gemessen und gepostet.

Lg Natternkopf

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Carlosia

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #52 am: 12. Oktober 2018, 16:45:07 »

Ich nehme an, Ihr habt die Energieberechnungen im Artikel auf Pluspedia gelesen und nachvollziehen können. Das ist eine Energiemenge [kWh], die aus der Menge der Biomasse angegeben werden kann.

Was für eine Raumtemperatur aus dieser Energiemenge resultiert, ist von vielen Variablen abhängig:
* Verrottungsgeschwindigkeit: Daraus lässt sich dann eine Leistung ermitteln [kW]. Aus mehreren Quellen habe ich erfahren, dass der Prozess 12 bis 24 Monate anhält. Das sollte also mindestens für den gesamten Winter reichen. Mein Prototyp existiert in seiner jetzigen Form noch nicht so lange, deshalb kann ich das weder bestätigen noch widerlegen.
* Heißrotte oder Kaltrotte? Bei Pfirsichbaumhäcksel geht richtig die Post ab. So um die 50°C habe ich da schon im Inneren des Silos gemessen, begleitet von sichtbarer Dampfentwicklung beim Öffnen des Deckels. Wenn Thuja als Biomasse eingebracht wird, dann sinkt die Temperatur stark ab, vermutlich wegen der ätherischen Öle.  Die Heißrotte wird damit stark gebremst. Ich experimentiere noch mit verschiedenen Materialien.
* Größe des Raumes: Je kleiner, desto wärmer. Das ist nicht überraschend. Mein Prototyp steht jedoch im Keller, am Fuße der Treppe. Bis zum Dachgeschoss ist dies ein offener Raum.
* Wärmedämmung des Raumes und des ganzen Gebäudes: Das ist die eigentlich wichtigste Variable. Kennt Ihr den Wärmeenergiebedarf [kWh] Eures Hauses? Dann könnt Ihr abschätzen, welchen prozentualen Beitrag Euer Silo leistet.
* Außentemperatur: ...
* Tür auf, Tür zu: ...
* Temperatur der Zuluft: ...
* Länge und Führung des Abluftrohres: ...

Was ich damit ausdrücken will, ist folgendes: Bei meinem kleinen Prototyp (gerade mal 0,3 Kubikmeter) ist der Anteil an der Gebäudeheizung zu gering, als dass ich aus der Temperatur des Treppenhauses irgendwelche Erkenntnisse gewinnen kann. Die Einflüsse aus der Umgebung sind größer, als das Auf und Ab der Silotemperatur bei Experimenten mit verschiedenartiger Biomasse. Um eine Temperaturreihe aufnehmen zu können, braucht es einigermaßen konstante Randbedingungen.

Aber jetzt mal anders herum! Warum muss ich eigentlich die ganze Forschung alleine machen? Habt Ihr nicht Lust, es auch einfach mal auszuprobieren und mitzuforschen? Ich gebe gerne Hilfestellung mit meinen gemachten Erfahrungen. Es gibt vergleichbare Regenwasserbehälter auch mit 1, 1,5 oder sogar 2 Kubikmetern Größe. Da fängt es an, sich zu lohnen. Ihr könnt dabei nur gewinnen. Die Machbarkeit ist unstrittig. Nehmt aber unbedingt einen Behälter ohne diese Einschnürungen, denn diese verhindern ein gleichmäßiges Nachrutschen. Jetzt im Herbst fallen Baum- und Strauchschnitt im Garten in großen Mengen an, ideal zum vollständigen Befüllen des Behälters. Wartet nicht auf meine Temperaturreihen!
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Sternrenette

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #53 am: 12. Oktober 2018, 16:55:08 »

Zur Kompostierung gibt's eine Menge Forschungsarbeiten. Zum Beispiel vom LfU (Landesamt für Umwelt, Bayern). Du könntest Dir vielleicht ein paar Versuche sparen :)
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Natternkopf

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #54 am: 12. Oktober 2018, 17:45:12 »

Salü Carlosia

Werde da mal hinein schreiben.
Halte mich kurz und sec.
Ist nicht persönlich gemeint, sondern auf die aktuellen Angaben bezogen.
Ich nehme an, Ihr habt die Energieberechnungen im Artikel auf Pluspedia gelesen und nachvollziehen können. Nein habe ich nicht.
Das ist eine Energiemenge [kWh], die aus der Menge der Biomasse angegeben werden kann. Ist mir klar.

Das ist mir bekannt und klar
Was für eine Raumtemperatur aus dieser Energiemenge resultiert, ist von vielen Variablen abhängig:
* Verrottungsgeschwindigkeit: Daraus lässt sich ...
.... ...

Was ich damit ausdrücken will, ist folgendes: Bei meinem kleinen Prototyp (gerade mal 0,3 Kubikmeter) ist der Anteil an der Gebäudeheizung *1zu gering, als dass ich aus der Temperatur des Treppenhauses irgendwelche Erkenntnisse gewinnen kann. *2Die Einflüsse aus der Umgebung sind größer, als das Auf und Ab der Silotemperatur bei Experimenten mit verschiedenartiger Biomasse. Um eine Temperaturreihe aufnehmen zu können, braucht es einigermaßen konstante Randbedingungen.

Aber jetzt mal anders herum! Okay
Warum muss ich eigentlich die ganze Forschung alleine machen? Das kann so genannt werden, ist jedoch keine Forschung mit Parameter Grundlage *1+2.
Sicher jedoch eine Art Erkunden und Kennenlernen von Prozessen in deiner coolen Konstruktion.

Habt Ihr nicht Lust, es auch einfach mal auszuprobieren und mitzuforschen? Mal schauen ob sich jemand meldet. Persönlich fahre ich fort mit den Temp. Messungen in den Kompostboxen. Siehe hier und da
Ich gebe gerne Hilfestellung mit meinen gemachten Erfahrungen. Schön. Temperatur Messungen zBsp. alle 14 Tage fände ich gut.
Es gibt vergleichbare Regenwasserbehälter auch mit 1, 1,5 oder sogar 2 Kubikmetern Größe. Davon ausgehend, dass viele hier bei Pur im Garten Regenwasser sammeln und verwenden, wird eine Vielzahl von Behältnissen bekannt sein oder schon auf dem Grundstück im Einsatz stehen.
Da fängt es an, sich zu lohnen. Ja
Ihr könnt dabei nur gewinnen. Die Machbarkeit ist unstrittig. Nehmt aber unbedingt einen Behälter ohne diese Einschnürungen, denn diese verhindern ein gleichmäßiges Nachrutschen. Jetzt im Herbst fallen Baum- und Strauchschnitt im Garten in großen Mengen an, ideal zum vollständigen Befüllen des Behälters. Isso

Wartet nicht auf meine Temperaturreihen! Umgekehrt ist auch gefahren
Warte nicht auf unserer eigenen Konstruktionen, Messe doch mal ;) was du schon hast.

Grüsse Natternkopf
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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #55 am: 12. Oktober 2018, 17:46:42 »

@Carlosia

Das ist ein praktisches Gerät.
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Quendula

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #56 am: 12. Oktober 2018, 18:15:26 »

 :D Und wie hot sind die Chilis?
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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #57 am: 12. Oktober 2018, 23:21:43 »

Uiii, ziemlich.
:D Und wie hot sind die Chilis?

Vorallem die länglichen. 🔥
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Carlosia

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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #58 am: 14. Oktober 2018, 17:35:20 »

Zitat von: Natternkopf
Messe doch mal ;) was du schon hast.

Hallo Natternkopf, Danke für Dein ausführliches Feedback! Ich habe tatsächlich vor, eine Temperaturreihe aufzunehmen. Momentan habe ich aber innerhalb des Silos gleichzeitig 25°C, 30°C und 50°C, alles Kerntemperaturen, je nach lokaler stofflicher Zusammensatzung der Biomasse. Leider ist mein Silo zur Zeit nicht homogen gefüllt. Ich bin gerade dabei, den Wassergehalt noch weiter zu erhöhen, nachdem ich zusätzliches Pfirsichhäcksel eingefüllt habe. Die genaue Aufnahme von Temperatur, CO2, Feuchtigkeit, Wasserabsonderung usw. habe ich mir für die nächste Heizperiode vorgenommen, ggf. in Zusammenarbeit mit der Humbold-Universität, Lebens­wissenschaft­liche Fakultät. Mal sehen, ich nehme mir mal vor, auch jetzt schon immer mal wieder die Innentemperatur im oberen Teil zu messen. Und dann werde ich die Messreihe wahrscheinlich auf Pluspedia in den Artikel einarbeiten. Schöne Grüße...


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Re: Hobbyprojekt rund um den Kompost
« Antwort #59 am: 14. Oktober 2018, 18:07:33 »

Hey, cool.

Das liest sich interessant.

Grüsse aus der Schweiz
Natternkopf
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