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News: Was immer auch geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken; von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken. (Erich Kästner)
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26. September 2017, 16:25:40
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Autor Thema: Verkümmerte, kleine, eingerollte Triebe an zahlreichen Obstbäumen und -sträucher  (Gelesen 788 mal)

thuja thujon

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Hallo,

ich bekam von den Schwiegereltern die Info, dass sie Anfang April besonders die Pfirsich- und Pflaumenbäume mit einer Mischung aus Schwefel und Kupfer bespritzt haben. Die Stachelbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren sind genau daneben. Auch die Rosen wurden bespritzt. Wäre das Spritzen zusammen mit der Kälte/Frost eine mögliche Erklärung?
Ein Spritzschaden ist nicht zu erklären. Anfang April waren die Knospen wohl noch relativ geschlossen bzw am aufbrechen, Mausohrstadium oder nur geringfügig weiter.
Schmalblättrigkeit als Symptom nach einer Spritzung hat man nur nach Glyphosat. Das braucht aber einiges an Blattfläche, dass es aufgenommen werden kann. Das war zum Spritzzeitpunkt zuwenig. Selsbt wenn Schwiegereltern Kupfer und Schwefel mit Glyphosat verwechselt hätten würde ich keine solchen Symptome bei einer so frühen Spritzung erwarten. Wenn nur Restmengen Glyphos in der Spritze waren, dann noch weniger.
Es zeigen auch nicht alle Pflanzen Schmalblättrigkeit, die Johannisbeeren und Stachelbeeren zeigen zB nur Nekrosen am Blattrand aber normale Blattform sofern es die Nekrosen zulassen.

Wurmkönigs Foto von Frostschaden an Pfirsisch zeigt ein Bild nach Frosteinwirkung in einem späteren Entwicklungsstadium. Blasiges Laub (gerade um die Blattmittelrippe) und Blattränder nach innen eingerollt/geklappt, wobei man da schon genau hingucken muss um das von der Kräuselkrankheit auf dem Bild zu unterscheiden. 

Ich würde wenns bei mir im Garten wäre die Symptome auf Pfirsich, Johannisbeere, Stachelbeere und Zwetschge als unglückliche Verbindung von Spätfrost in einem extrem sensiblen Wuchsstadium abhaken. Zur Zeit des Austriebs, wenn sich sehr wenige Zellen teilen und es gibts eine scharf abgegrenzte Nekrose durch knackigen Frost, summieren sich die Schäden weniger Zellen auf zu einem optisch spektakulären Schadbild weil bestimmte Bereiche die noch hätten größer werden wollen um normale blattform zu bekommen eben fehlen. Die anfangs schmalen Austriebe zB breiter Blätter können sich nicht mehr entrollen oder Blüten werden am Blütenboden geschädigt und damit später abgeworfen. Wenn die Blätter noch in der Knospe stecken wie bei Stachelbeere und Johannisbeere, werden die bis dahin entwickelten Teile nekrotisch und alles was danach kommt treibt wieder gesund durch. Das sieht man schön bei den Fotos vom Beerenobst.
Irgendiwe muss es auf den Tag/Stunde genau gepasst haben mit dem Frost um so ein Schadbild hinzukriegen.

Da das Beerenobst gerade wieder gesund durchtreibt und das Steinobst wenns mit Längenwachstum der Triebe beginnt wohl auch nicht viel anderes machen wird, würde ich einfach abwarten.
Mach doch bitte mal in eienr Woche und in 2 nochmal Fotos und stell sie hier ein.

Wenn dann immernoch keine normalen Blätter zu sehen sind, sollten wir nochmal auf Ursachensuche gehen.
Spritzschaden kommt wirklich nicht in die Tüte, auch nicht durch den so stark vereinfachten Schrieb von neudorff, der ist so wie er da steht keinerlei Hilfe sondern eher falsch oder gefährliches Halbwissen.
Wenn sichs nicht auswächst und meine Theorie damit falsch ist und Herbizide in frage kommen, da müssten die Herbizide in der Vergangenheit schon vom Nachbar rübergeweht werden.
Ich würde jedenfalls die Schwiegereltern gerne entlasten und für Unschuldig erklären.
Nach so feuchten Jahren wie letztes Jahr im westlichen D machen durchaus Biofungizide zum Austrieb Sinn, um die Pilze vom letzten Jahr nicht mit ins neue zu nehmen. Die Bioobstbauern müssen Kupfer und Schwefel auch so früh spritzen, sonst bekommen sie den Schorf und anderes nicht in den Griff.
Gespeichert
gesundes und krankes Gemüse in Amish-Qualität
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