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Autor Thema: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm  (Gelesen 1663 mal)

Roeschen1

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #15 am: 23. September 2018, 12:56:51 »

Wie hoch ist die Schneelast?
Aprikosen wachsen in den Bergen Vorderasiens, vergleichbar mit den Alpen?
Wenn die Frühlingssonne schon Wärme spendet und den Saftstrom anregt, aber nachts friert es, ist das Problem. Gut wäre ein Steinhaus, wo man sie als Spalier zieht, das die gespeicherte Wärme nachts abgibt. Vielleicht würde Schattierung das bremsen.
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Magnolienpflanzer

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #16 am: 23. September 2018, 13:22:23 »

Zitat
Wenn die Frühlingssonne schon Wärme spendet und den Saftstrom anregt, aber nachts friert es, ist das Problem.
So hoch oben wird die Frühlingssonne zwar eher weniger das Problem sein, finde ich. Der Baum würde sehr spät austreiben. Die Vegetationsperiode ist aber zu kurz. Es kann ja "unten" bis Mitte Mai Spätfröste geben, wie lange denn oben? Bis Juni? Es gibt in den Alpen auch im Sommer mal kurzzeitige Schneefälle, wenn ein starker Kaltlufteinbruch hereinzieht...
Aprikosen kommen aus Gebieten, die sonnig und heiß und auch winterkalt sind (aber ich weiß nicht genau in welchen  Ländern).

Was mir auch noch eingefallen ist, dass ja gerade Aprikosenbäume für das Schlagtreffen anfällig sind, was ja gerade auch in zu kühlem Klima passieren kann. Hab da mal gelesen, dass jemand im Waldviertel einen Aprikosenbaum pflanzte, obwohl man es ihm ausreden wollte. Er hatte Freude mit dem Baum, bis diesen... der Schlag getroffen hat. Und im Waldviertel ist es ganz bestimmt wärmer als auf 1.700 m Höhe.

Aprikosen werden ja eigentlich im Weinbauklima angebaut, sicher nicht ohne Grund. Hier bei mir wachsen sie auch in Gärten; aber zwischen 500 und 600 m Seehöhe, das ist wieder ganz was anderes als hoch oben.
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555Nase

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #17 am: 24. September 2018, 03:39:18 »

Vielleicht kann man mit Hilfe der modernen Computertechnik Verbindungen nach fernöstlichen Sibirien herstellen, um die von Mitschurin gezüchteten frostresistenten Obstsorten zu beschaffen ?

Zitat aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Iwan_Wladimirowitsch_Mitschurin

"Es gelang ihm, frostresistente Obstsorten für das kontinentale Klima Russlands zu züchten, die den Obstbau für weite Gebiete Russlands mit ihren tiefen Wintertemperaturen überhaupt erst möglich machten."

In seinem Buch "I.W.Mitschurin ausgewählte Schriften", ist eine Apfelbaumzüchtung abgebildet und beschrieben, welche ihre Äste in bodennähe wachsen läßt, sodaß der Baum im Winter geschützt völlig unter der Schneedecke liegt.
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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #18 am: 24. September 2018, 11:40:26 »

Sehr interessant, Nase555!

Irgendwie finde ich bei der Höhenlage nicht unbedingt (nur) die Winterkälte das Problem, sondern eher die kurze und kühle Vegetationszeit. Die Alpen sind da irgendwie zu "ozeanisch" getönt; in Sibirien, obwohl extrem winterkalt, sind die Sommer zwar auch kurz, aber warm.
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cydorian

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #19 am: 24. September 2018, 14:04:30 »

Beides ist das Problem. Aber Sommertemperaturen lassen sich noch leichter verbessern wie Winterkälte: Südhangnischen, Südwände unter Dachüberständen bringen auch noch einige Grad. Vor allem in Kombination mit der Tatsache, dass in Höhenlagen auch die Summe der Sonnenscheindauer höher ist. Unten noch  Nebel, oben Sonne...
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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #20 am: 24. September 2018, 14:33:46 »

Die Winter sind sehr lang auf dieser Höhe, aber die Minima nicht immer so extrem, wie man vermutet (hab das auch bei den Klimadaten der ZAMG bei einer Messstation auf über 1.600 m Höhe gesehen.) Vor allem bei Inversionswetterlagen bleibt die Kälte gern "unten".  ;) Was macht man, wenn es wie dieses Jahr Ende August (!) im Lungau einen frühen Morgenfrost gibt?
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cydorian

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #21 am: 24. September 2018, 15:25:15 »

Ein leichter Frost macht fast reifem Obst meist nichts aus. Direkt an einer Wand bringt da auch noch mal einen Vorteil. St. Michael im Lungau hatte -0,3 °C. Kommt aber selbst dort nicht so oft vor, zuletzt war es 1998 so kalt dort im August (St. Michael -1,9 °C). Spätfröste nach Austrieb in der Blüte und bei wasserreichen Jungfrüchten sind schlimmer. Auch da haben Zwetschgen klare Vorteile vor Aprikosen.
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Roeschen1

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #22 am: 24. September 2018, 16:23:49 »

Sehr interessant, Nase555!

Irgendwie finde ich bei der Höhenlage nicht unbedingt (nur) die Winterkälte das Problem, sondern eher die kurze und kühle Vegetationszeit. Die Alpen sind da irgendwie zu "ozeanisch" getönt; in Sibirien, obwohl extrem winterkalt, sind die Sommer zwar auch kurz, aber warm.
Wenn auch die Vegetationszeit in den Bergen kürzer ist, so ist die Sonneneinstrahlung stärker.
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555Nase

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Re: Obstsorte für Südhang in Tirol auf 1700 hm
« Antwort #23 am: 25. September 2018, 02:12:07 »

Es ist allerdings nicht bekannt, daß Mitschurin seine Frostzüchtungen von den kaukasischen Bergen in Rußland ausgeschlossen hätte.  ;D
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Gruß aus Karl-Chemnitz-Murx
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