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News: Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Irrtümern gibt. (Oscar Wilde)
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26. November 2022, 17:55:05
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News: Erfahrung ist der Name, den jeder seinen Irrtümern gibt. (Oscar Wilde)

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|6|5| In diesem Forum darf man seine Freude über einen Regentag zum Ausdruck bringen.  8)  (Zitat aus dem Wetterthread)

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Autor Thema: Heißrotte  (Gelesen 52616 mal)

Natternkopf

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Re: Heißrotte
« Antwort #60 am: 05. Mai 2018, 21:46:55 »

Irgendwie kapier ich dein System nicht, Natternkopf. Kann man die Haufen so befüllen, daß das frische Material (immer) z.B. links ist und das ablagernde ganz rechts?

Das ist die Idee und klappt meistens.
Was das System leicht verändert, ist die Rosenkäfer Kinderstube.  :D

- Ganz rechts ist das zu nehmen. Das ist zu 95% so. (Höchstens 1-2 Wochen mal die Drei.)
Nun kommt die Rosenkäfer Kinderstube ins Spiel.  8)
Zu Beginn im Frühling, hat es Engerlinge in 2 / 3 und 4
Wobei in der Vier, ganz rechts, nur vereinzelte drin sind.

Jetzt wird geschaut, wo sind die vielen Kokons drin?
In diese Box werden nun alle Engerlinge, die beim ausräumen zum Vorschein kommen, dort eingebracht.
Ja und das ist mal die Zwei oder die Drei.
Entsprechend wird nun befüllt.
Im Laufe des Hochsommers ist Flugzeit und ab dann kann die Box ausgeräumt werden.
Ebenso ist ab Hochsommer nicht mehr soviel Erdbedarf und da genügt dann diese Lagerbox.




Dann stellt sich nur noch die Frage.
Wo wird mit dem Ansetzen begonnen, damit beim umsetzten (1-2x) es wieder stimmt?
Tönt kompliziert ist es aber nicht, ist ähnlich wie Puzzlespiel.  :D

Ab Frühherbst ist das Frischeste ganz Links.
Oder so gesagt: Je höher die Boxennummer um so ausgereifter der Kompost.

Ganz einfach!  ;)

Habe auf der anderen Seite des Gelände noch eine 2-er Box.

Hier ist es noch einfacher
A) Links / Alltagskompost (inkl. kleine Rasenschnittmengen, Unkraut, etc.)
Ist hier zu Voll, oder bei den Nummerierten ist zu wenig Befüllung für Heissrotte, wird hier genommen. Sowie heute.
B) Rechts / Laubkompostierung.
Die dauert viel länger 18-26 Monate, je nachdem.
Sprich nach Laubsorte und wieviel oder wie wenig ich umsetzte.




Sowie ich dich kenne Zausel ist dir aufgefallen, und vermutlich willst du das auch Wissen.
Es ist deshalb mit Buchstaben wie mit Zahlen angeschrieben, damit für alle klar ist von welchem Ort gesprochen wird wenn was gebracht oder geholt wird.  ;D

Grüsse Natternkopf

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Natternkopf

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Re: Heißrotte
« Antwort #61 am: 06. Mai 2018, 10:35:25 »

Box 3

Für ein zweitesmal Heiss werden eine gute Temp.
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Natternkopf

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Re: Heißrotte
« Antwort #62 am: 06. Mai 2018, 10:38:40 »

Umsetzen bringt es schon, war bei 22°C.
Nun wieder etwas warm geworden, passt auch für die Kompostwürmer.

Passender Nachreifungs Temperatur Bereich 30°C.
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Wurmkönig

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Re: Heißrotte
« Antwort #63 am: 07. Mai 2018, 09:03:19 »

Du steckst da wirklich viel Zeit und Aufwand rein. Hast du dir mal überlegt eine eigene kleine Tunnelrottanlage zu bauen? Mir wäre die Umsetzerei einfach zu anstrengend.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Heißrotte
« Antwort #64 am: 07. Mai 2018, 20:44:37 »

eigene kleine Tunnelrottanlage
ach, das klingt ja interessant. Dazu hätte ich gerne mehr Infos :D
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Zausel

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Re: Heißrotte
« Antwort #65 am: 08. Mai 2018, 00:03:48 »

... ich auch ...    ;D
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Wurmkönig

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Re: Heißrotte
« Antwort #66 am: 08. Mai 2018, 07:03:58 »

Au weia - eine konkrete Bauanleitung kann ich da nicht liefern, wir haben uns seinerzeit nur mit der Regelung einer solchen Anlage beschäftigt - mal sehen ob ich die Diplomarbeit noch irgendwo herkriege. Das ganze funktioniert im Grunde wie ein Drehofen oder meinetwegen wie eine Waschmaschine.
D.h. es wird von einer Seite befüllt und durch die Drehungen kommt es zum Weitertransport und Vermischung des Rottegutes innerhalb dieser Trommel. Dadurch ist die Wahrscheinlichkeit von Trockennestern und von Fäulnisstellen äußerst gering. Die Umlagerungen erfolgten so alle 15 Minuten z.B. eine 1/4 Umdrehung.

Ansonsten gibt es zur Regelung (Prozessparameter: Temperatur, Feuchtigkeit, CO2-Gehalt) noch eine Zu- und eine Abluftklappe und eine Spritzdüse. Die Prozessführung erfolgt in solchen Anlagen natürlich automatisch (Feuchtigkeitssensoren, CO2-Sensoren) - aber letztlich reicht im Privatgebrauch meistens die Nase aus, um die Anlage zu führen.

Diese Zersetzungsprozesse sind mathematisch instabile Modelle - praktisch gesehen tut sich da lange nichts und plötzlich kommt man mit den Klappenstellung nicht mehr hinterher weil alles zu heiß wird. Der Prozess stirbt dann ab (ist auch jedem schon mal privat passiert) - und startet dann neu. Dadurch verlängert sich aber die Rottezeit, d.h. man erreicht die geplanten Durchsätze nicht und auch nicht die Qualität die man haben will. Das hast du ja auch sehr gut dokumentiert wie man durch Einbringung von Feuchtigkeit plötzlich noch eine Nachrottephase starten kann.

Ich bin halt selber am Überlegen wie man den Umlagerungsprozess automatisieren könnte. Die Energie und die persönliche Arbeitskraft werden einfach schwächer mit den Jahren, ich habe aber den Platz nicht dazu. In den Hobby-Geräten wie z.B. von Mantis funktioniert die Durchmischung nicht, Grasschnitt lässt sich damit nicht kompostieren. Ich denke man bräuchte eine elektrische Förderschnecke mit entsprechender Zuführeinrichtung.

Speziell bei Gras habe ich auch schon mit Belüftungsnadeln Versuche gemacht (und einem kleinen Aquarium-Kompressor ), um mir das Umlagern zu ersparen - so richtig funktioniert hat es aber nicht. Die Luft bläst mir die Feuchtigkeit zu schnell raus, als nächstes will ich mal Luft- und Feuchtigkeitsnadeln probieren.

Da hab ich wohl zu viel versprochen, aber ich bin wie ihr auf der Suche nach dem optimalen Kompostierverfahren. Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass das Aufschichten von Material in der heutigen Zeit der Weissheit letzter Schluss sein soll.
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Nemesia Elfensp.

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Re: Heißrotte
« Antwort #67 am: 09. Mai 2018, 00:20:39 »

Moin Wurmkönig,
Danke für Deine Erklärung. Jetzt kann ich mir doch etwas besser vorstellen, was Du gemeint hast.
eine konkrete Bauanleitung kann ich da nicht liefern,.....................Das ganze funktioniert im Grunde wie ein Drehofen oder meinetwegen wie eine Waschmaschine.
genau an diese Dinger von z.b. Mantis dachte ich bei Deiner Erklärung dann auch.

Zitat
In den Hobby-Geräten wie z.B. von Mantis funktioniert die Durchmischung nicht
aber immer schon dachte ich mir, das der natürliche Verottungsprozess, wie ihn uns die Natur vorlebt, doch ganz anders funktioniert. Vor allem sollte doch immer ein Kontakt zum Boden möglich sein, allein schon, um den einzelnen Organismen die an der Rotte teilhaben, die Möglichkeit zu geben, zu dem für sie idealen Zeitpunkt Einzug in das zu verrottende Material halten zu können - so jedenfalls mein Verständnis.
Dazu fand ich hier (auf Seite 14) folgende Erläuterung:
Zitat
Biogene
Helfer
Im Wesentlichen können wir drei Gruppen
Lebewesen als Aktivisten bei der Kompostierung unterscheiden: Bakterien, Pilze, Kleinlebewesen
Bakterien: ..........
Pilze:............
Kleinlebewesen:Insekten und andere Kleinlebewesen
In einer Kompostmiete leben erstaunlich viele Lebewesen.
In funktioneller Arbeitsteilung sind sie in je eigener Art und Weise am Abund Umbau der verrottbaren Abfälle beteiligt, um schließlich den
Aufbau, die Verwandlung zu wertvollen Humus, zu bewerkstelligen. Die Kommostlebensgemeinschaft ist sehr vielfältig.
Wie im Boden existiert auch in der Miete eine Nahrungskette, d.h. es kommen vegetarisch und auch räuberisch lebende Kleinlebewesen vor.
Zu den vegetarisch lebenden zählen:
Asseln, Doppelfüßer, Fruchtfliegen,einige Fliegenlarven, Hornmilben, Schnecken, Springschwänze, Kompost- oder Mistwürmer.
Unter den räuberisch lebenden Kleintieren sind vertreten:
Doppelfüßler, Hundertfüßer, bestimmte Fliegenlarven, Kurzflügler, Pseudoskorpione, Raubmilben, Spinnen, Steinkriecher, Ameisen,
All diese Tiere finden sich m.M. nach nur ein - oder können sich auch bei veränderten Bedingungnen im Kompostmaterial in den Boden zurückziehen - wenn das Kompostieren auch tatsächlich auf lebendigem Boden und nicht in einer Trommel, stattfindet.


Zitat
Ich bin halt selber am Überlegen wie man den Umlagerungsprozess automatisieren könnte. Die Energie und die persönliche Arbeitskraft werden einfach schwächer mit den Jahren,
ich für meinen Teil habe das Problem der leise schwindenen Kräft bezüglich der Aufgabe des Kompostierens für Erste damit abgemildert, dass ich das zu kompostierende Material kurz halte.
Also Laub mit dem Rasenmäher schreddern, Äste häckseln, Grassoden nicht mehr kompostieren, sondern besser gar nicht erst abstechen, sondern das Gras mittels Flächenmulch beseitigen, Pferdemist, Geflügelmist nur noch mit Häckselstroh, weil dann keine dicken Placken entstehen.
Dadurch ist der Inhalt der Kompostmieten viel "williger" und das Umsetzen wesentlich einfacher und nicht mehr so kräftezehrend.

Zitat
ich habe aber den Platz nicht dazu.
das wird wohl vielen Gartenbesitzern so gehen.


Zitat
Speziell bei Gras habe ich auch schon mit Belüftungsnadeln Versuche gemacht (und einem kleinen Aquarium-Kompressor ), um mir das Umlagern zu ersparen - so richtig funktioniert hat es aber nicht. Die Luft bläst mir die Feuchtigkeit zu schnell raus, als nächstes will ich mal Luft- und Feuchtigkeitsnadeln probieren.
Gras alleine lässt sich m.M. nach nicht alleine kompostieren. Wie wählst Du die Zuschlagstoffe um für den Grasschnitt das entsprechende CN- Verhältnis zu bekommen?
Eine Möglichkeit um Gras aufzusetzten, wäre evtl. mit Lüftungsrohren (z.b. gelöcherte Abwasserrohre) zu arbeiten, obwohl ich dann immer noch meine Zweifel hätte, ob das funktionieren kann.

Zitat
ich bin wie ihr auf der Suche nach dem optimalen Kompostierverfahren.
meiner Meinung nach lebt uns die Natur das optimale Kompostierverfahren doch jeden Tag vor. Es hat ja schon funktioniert bevor es uns gab.

Zitat
Ich kann mir einfach nicht vorstellen dass das Aufschichten von Material in der heutigen Zeit der Weissheit letzter Schluss sein soll.
Meine Meinung dazu: in der heutigen Zeit funktioniert die Natur immer noch nach den selben Regeln wie vor unserer Zeit.
Der Rotteprozess war schon vor unserer Zeit derselbe. Und das Aufschichten, der natürliche Rotteprozess ist das Erfolgsgeheimnis der Natur. Was könnten wir daran verbessern?
Wir können uns sicherlich die damit verbundenen Arbeit im Garten erleichtern, aber der natürliche Rotteprozess, der Ablauf der Kompostierung ist m.M nach nicht mehr zu optimieren.

 
hier meine Sicht auf die Dinge:
Das Anlegen von Kompostmieten im Garten ist eine sehr schöne Tätigkeit, sehr meditativ, sie kann uns das Gefühl vermitteln, erdverbunden zu sein.
Grade diese Vorstellung, dass ich durch meine Arbeit der Natur zuarbeite, um aus Pflanzenresten etwas herzustellen, dass mir dann wieder meinen Gemüsegarten belebt, das Gemüse wachsen lässt und mir dann meinen Teller füllt....... - mich macht das immer sehr zufrieden.


LG
von
Nemi




Mir ist heute Morgen noch eine Ergänzung eingefallen, also habe ich Edit bemüht.
« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 10:23:01 von Nemesia Elfensp. »
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Re: Heißrotte
« Antwort #68 am: 09. Mai 2018, 19:29:22 »

Das funktioniert so nicht.

Eine Möglichkeit um Gras aufzusetzten, wäre evtl. mit Lüftungsrohren (z.b. gelöcherte Abwasserrohre) zu arbeiten, obwohl ich dann immer noch meine Zweifel hätte, ob das funktionieren kann.
Deine Zweifel sind berechtigt.
Habe so eines mal getestet.

Den Grashaufen beeindruckt das gelöcherte Rohr überhaupt nicht, pappt und klebt fröhlich drauf los.  ;D

Das C/N Verhältnis ist das eine.
Stabiles Struckturmaterial das andere. Das ermöglicht viele kleine Lufträume.  :)

Rausziehen = Lüftungskanäle





Grüsse Natternkopf
 
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Re: Heißrotte
« Antwort #69 am: 09. Mai 2018, 19:54:46 »

Betrifft Boxen

Bei grossen Einfüllmengen auf einmal, findet grosser, stärkerer Gasaustausch statt. (64-72°C)
In der üblichen Grösse "einer Garten Miete" ist das gut gegeben. (zBsp. siehe die Mieten bei Conni)
Bei Boxen kann das heikel werden bzw mehr Zuwendung brauchen. Kontrollieren,oft nachlockern.

Etwas Boxenraum hergeben und Bodenlüftung anlegen.









Ist eine von den Möglichkeiten die es gibt.

Grüsse Natternkopf

PS
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Selbst angelegten, guten Kompost (Komposterde) zu erhalten.  :D
Jedoch auch einige Varianten, dass sich ein stinkiger Haufen entwickelt.  :-X

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Re: Heißrotte
« Antwort #70 am: 09. Mai 2018, 21:09:03 »


Etwas Boxenraum hergeben und Bodenlüftung anlegen.
  hast Du da tatsächlich eine Bodenroste drunter, oder ermöglicht die Frontlüftungsgitter die "Boden"lüftung?

Zitat
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, Selbst angelegten, guten Kompost (Komposterde) zu erhalten.  :D
wie ist Deine Meinung dazu: Ist Bodenkontakt für eine wirklich gute Kompostqualität notwendig, oder ginge es auch anders?


Ich hatte letztens "Tomatenerde" eingekauft und fand eine enorme Menge Springschwänze in dem Substrat - meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass das Material noch nicht fertig verrottet war. So etwas passiert, wenn man dem Kompostiervorgang nicht genug Zeit gibt und keinen ausreichenden Bodenkontakt anbietet - liege ich da richtig?

Grüssli
von
Nemi
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Re: Heißrotte
« Antwort #71 am: 09. Mai 2018, 21:45:27 »

Hallo Nemi

Vermutlich ist es klar, einfach so zur sprachlichen Ausgangslage.
Die Kompostierung ist eine kontrollierte Verwesung.
Zersetzung organischen Materials durch Destruenten (Verwerter von Totmaterial)
unter Zufuhr von Sauerstoff (aerob ablaufender Vorgang).



Ich hatte letztens "Tomatenerde" eingekauft und fand eine enorme Menge Springschwänze in dem Substrat - meiner Meinung nach ein Zeichen dafür, dass das Material noch nicht fertig verrottet war. So etwas passiert, wenn man dem Kompostiervorgang nicht genug Zeit gibt und keinen ausreichenden Bodenkontakt anbietet - liege ich da richtig?
A) Kann sein, dass es noch Anteile von Frühkompost Stadium drin hat.
B) Kann sein, dass es etwas Holzfaserig ist. Etwas zulange liegen blieb, Wasser eingedrungen ist und es Tierchen wie den Springschwänzen wieder gefallen hat.
Für Tomatenpflanzen kaum relevant.


> Ist Bodenkontakt für eine wirklich gute Kompostqualität notwendig, oder ginge es auch anders? <
- Bodenkontakt (gemeint ist wohl Erdreich) ist ein gute, passende Voraussetzung.
  Auf Gartenplatten oder ähnlichem ist auch möglich.
- Es geht auch anderes, wie viele Kompostis in ihrem Garten auch schon bewiesen haben.
Ob nun Trommel, Miete gerade oder im Kreis, in Box oder gehäuft, mit Stahlmattengitter, Holz oder Bambus eingefasst oder mit ... ...,

Für eine wirklich gute Kompostqualität ist folgendes Wichtig!
  • Zerkleinern
  • Mischen
  • Feucht halten
  • Zudecken

Und immer wiedermal: Zur eigenen Handlungsüberprüfung nachlesen.

Erdige Grüsse
Natternkopf 

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Re: 🔥 Heißrotte
« Antwort #72 am: 09. Mai 2018, 22:18:00 »

Ach so, deine Lüftungsfrage Nemesia Elfensp.
Entschuldigung 🌷🐝

Also:
Kein Bodenrost darunter der eingeschoben wird oder so ähnlich.

- Das sichtbare Gitter dient als Abschluss der Front, damit es nicht heraus bröselt.
- Die untere, erste Befüllung mit grobem Häcksel dient als "Lüftungsrost" bzw. als Luftdurchsatzflächekörper.
- Nur das alleinige Gitter vorne, bringt in der Heissrottephase gar nichts.
- Mit dem Lüftungskörper, strömt die Luft gemächlich hindurch, wenn der Lüftungskörper genug dick ist und noch nicht verklebt.
Test: Räucherstäbchen oder Zigarette hinhalten und ein Teil des Rauches wird eingezogen  ;D oder eben nicht.  >:(
- Zum ausreifen ist das nicht mehr so relevant.

- Lüftungs Füllung auswechseln: Heissrotte -> 1x jährlich / Nachreifen - alle 2 Jahre
Das tönt nach Arbeit die man sich sparen könnte.
Wirklich?

Nur, ist kein Lüftungskörper drin, wird ja auch bis nach unten ausgeschaufelt. Und zwar jedesmal beim ausräumen.
Das kann somit keine Arbeitsersparnis sein, denn weg zulassen.
Es ergibt sich sogar ein kleiner, gewichtiger Vorteil beim Arbeiten:
Beim Komposterde ausschaufeln muss ich mich weniger weit runterbücken bzw. weniger weit hochheben für in die Schubkarre.


Grüsse Natternkopf

« Letzte Änderung: 09. Mai 2018, 22:21:41 von Natternkopf »
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Re: Heißrotte
« Antwort #73 am: 21. Juni 2018, 21:30:39 »

Die Heissphase 62-70° ist inzwischen vorbei. Boxen 1-3.
Hat sich nun auf der nächsten Temperaturstufe eingependelt.
Einzig Material in der Box 4 hat noch nicht die Heissphase erreicht, warum auch immer.
Läuft halt eben als Lauwarmrotte.  ;)

Im 4-er Block / Allen Kompostboxen Wasser gegeben.
Temp.: 1) 45° / 2) 48° / 3) 56° / 4) 39°

Depotplatz, beim Nachbarn, vorbereitet
für Häcksel Lieferung am Samstag.  :)
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Natternkopf

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Re: Heißrotte
« Antwort #74 am: 31. März 2019, 14:03:15 »

Die erste Heissrotte Phase 2019 gestartet.  8)

Gestern Kompostbox 1) & 2) in der Box gemischt und nachbefeuchtet.
Da es in der Box 1) noch Platz hatte, das Material und die Tiere darin noch Weile Zeit benötigen, oben drauf mal einen Heissrotte Versuch gestartet.

Für nach ca. 20 Std. eine gute Temperatur.
War ja "nur" ca. 60 Liter Grasschnitt, von der Nachbarin am Vortag bereit gestellt.  :)
Gemischt mit ca. 1/3 Holzigem und befeuchtet.


In der Mitte einen Hügelhaufen gemacht.
Schilfhäcksel drumher versorgt, was
gut isoliert doch Luft durchlässt.



Hält sich von der kleinen Menge her geschätzt 2-4 Tage in dem Temperaturbereich.

49° C


Grüsse Natternkopf

Nachtrag: Temp. hat sich, auf den Abend hin, ein wenig erhöht auf 52° Celsius

« Letzte Änderung: 31. März 2019, 20:44:47 von Natternkopf »
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