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News: Der Idealismus eines Menschen wächst mit der Entfernung zum Problem. (John Galsworthy, 1867-1933)
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25. Mai 2022, 12:04:55
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|31|1| Impftermin erst in ein paar Wochen? Geht das nicht schneller? Wie und wo? Richtig gute Tipps und Hilfe gibt es hier  :)

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Autor Thema: Rindenbrand - diplodia mutila  (Gelesen 16163 mal)

cydorian

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #60 am: 21. November 2021, 23:00:44 »

Meine Erfahrungen hab ich mal dort zusammengeschrieben, nachdem ich letzte Woche mit der Kettensäge wieder mal traurige Holzernte machen musste Dank Rindenbrand.

Interessieren würden mich mehr Berichte zur Anfälligkeit von Sorten. Interessant vor allem dann, wenn man gleichzeitig befallene Bäume hat und unbefallene Sorten, also ein Krankheitsdruck da ist. Wer hat mit dieser Pest zu tun und wie sind die Sortenerfahrungen von euch?
« Letzte Änderung: 22. November 2021, 10:23:04 von cydorian »
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thuja thujon

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #61 am: 22. November 2021, 22:26:44 »

Ich kann hier in der Gartenanlage viele Sorten begutachten, aber alle werden unterschiedlich gepflegt, stehen auf unterschiedlichen Standorten. Gunststandort, ehemaliger Schwemmlandfächer, Altrheingebiet damals. Von Kies mit Sand bis Ton ist alles vorhanden.

Unterm Strich sind also Sortenunterschiede eher nur sehr schwer auszumachen, die Pflegeparameter fallen mehr ins Gewicht. Ausgewogene Wässerung usw hilft sehr viel, verhindert aber nichts.

Ich kann aber gerne mal nachfragen wie das auf den homogeneren Sandstandorten um Limburgerhof aussieht. Dort sind es aber eher wieder die neueren Sorten auf M9 um die es uns nicht geht. n ist da auch nicht mehr als 5.
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cydorian

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #62 am: 23. November 2021, 10:13:00 »

Würde mich schon interessieren. Auch bei neueren Sorten auf M9 dürften Unterschiede sichtbar sein. Bei mir gibts unter identischen Verhältnissen schon deutliche Sortenunterschiede, wobei am "guten Ende" eine volle Immunität nicht zu beobachten ist.

Für eine entsprechende Aussage reicht es zwar nicht, aber ich meine, auch einen Zusammenhang mit wuchskräftigen Sorten zu sehen. Wuchskräftige triploide Sorten kommen nicht immer gut, aber im Schnitt besser klar.
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Zuccalmaglio

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #63 am: 24. November 2021, 21:37:33 »

Im Laufe eines Jahres stehen aus unterschiedlichen Gründen immer einige Gärten für eine sogen. Begehung durch den Vorstand an. Die Begehungen im letzten und diesem Jahr (ca. 12) gaben mir Gelegenheit, fast jeden Apfelbaum in diesen Gärten anzuschauen. Das Ergebnis ist desaströs. Es gibt fast keinen Apfel, der nicht wenigstens an ein oder 2 Stellen befallen ist. Mit Ausnahme der ca. ein- bis dreijährigen Neupflanzungen. Rd. 80-90 % der Bäume dürften auf Unterlagen wie M9, M26 und MM 106 stehen. Bei mir im Garten sind alle vier Sorten (Luxemb., Zuccalm., Reglindis, Gelb. Mü. Borsdorfer (?)) befallen. Die schwarzen Stellen werden seit 2 Jahren m.E. aber auch nicht wesentlich größer (bis auf einen Befall an Reglindis), werden an ursprünglichen Schnittstellen auch überwallt. Leider war ich nicht so aufmerksam zu verfolgen, wann der Mist angefangen hat.

Darüberhinaus habe ich diese schwarzen Verfärbungen bei Wanderungen in der Umgebung links und rechts des Rheins im Streuobst häufig beobachtet.
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Tschöh mit ö

cydorian

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #64 am: 24. November 2021, 22:25:59 »

Ich versuche mich ja in Sorten aus Südosteuropa, die immer schon in heissen Sommern und längeren Trockenphasen gedeihen mussten. Hat jemand einen Jonathan? Ich leider nicht nach einem Umzug mehr. Der war früher in Ungarn sehr beliebt, er könnte auch zu den rindenbrandrobusten Sorten gehören. Ein Abkömmling von ihm hat mich diesbezüglich nämlich überrascht, der Idared, der bei mir auch keinen Befall hat. Obstbaumkrebs ja und wie der Jonathan auch Mehltau, aber keinen Rindenbrand.
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Pruimenpit

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #65 am: 23. Februar 2022, 10:32:50 »

 Das LTZ Augustenberg führt eine Erhebung zum Schwarzen Rindenbrand durch, auch für Streuobst und Gärten.

https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/Lde/Startseite/Kulturpflanzen/Schwarzer+Rindenbrand
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Monti

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Re: Rindenbrand - diplodia mutila
« Antwort #66 am: 21. April 2022, 22:16:38 »

Das LTZ Augustenberg führt eine Erhebung zum Schwarzen Rindenbrand durch, auch für Streuobst und Gärten.

https://ltz.landwirtschaft-bw.de/pb/Lde/Startseite/Kulturpflanzen/Schwarzer+Rindenbrand

Vielen Dank hierfür!
Ich habe von drei Bäumen des gleichen Schlages Anfang April Proben eingesendet.
1x ca. 25 jähriger Jakob Lebel
1x 5 jähriger Jakob Lebel
1x 5 jähriger Weißer Matapfel

Ergebnis kam diese Woche
Die Jungen hatten so ähnliche Stellen wie unter der Probenahmestelle (das dunkle eingesunkene unten, aber deutlich größer)
 
Negativ, kein Nachweis auf Diplodia.
Beim Alten JL sah es in etwa so aus:
     
Hier positiver Nachweis. Auf dem ersten Bild links neben der Sägestelle sieht man schwarze Rindenteile und dass sich die oberste Rindenschicht so pergamentartig ablöst. Ich habe bei der Probe gemischt, junge und alte Rindenstücke.

Eigentlich hatte ich bei den Jungen Bäumen auch einen positiven Nachweis erwartet. Solche Stellen sehe ich immer wieder mal bei meinen Jungbäumen (bei den gleichen). Man sieht ja auch an der Schnittstelle, dass die RInde bis auf das Holz abstirbt. Allerdings weiß ich auch nicht, mit welcher Methode so ein Nachweis gemacht wird.

Was man aber auch sieht: Bild 2 vom alten JL ist die selbe Stelle wie beim Bild 1. Unter den toten Rindenstücken hat sich neues, augenscheinlich heiles Gewebe gebildet.
Auch hier sieht man das:
 
Interessant finde ich, dass das Wundgewebe recht dick ist, subjektiv viel dicker als bei gesunder Rinde.
Den Baum hab ich in den letzten Jahren aber auch kräftig ausgeputzt...
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