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Autor Thema: Welchen Kies für Einfahrt?  (Gelesen 2867 mal)

Gartenplaner

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #15 am: 19. Juli 2017, 12:26:41 »

...
So tief auskoffern hab ich nicht vor, abfließen kanns zur Seite (dort schließen diverse Schächte an), und der Untergrund ist an sich ohnehin fest (Lehm/Ton).
...

Solltest du aber, vor allem bei Lehm/Ton.

Erstens wegen Festigkeit - bei tagelangem Dauerregen, wenn dann auch Autos drauf fahren können sollen, ohne dass sie Fahrspuren bis in den Lehm unter dem Ganzen durchdrücken sollen, wärs besser.
Lehm/Ton wird im nassen Zustand gern unter Druckbelastung wie Knetmasse.

Und zweitens wegen der Unkrautproblematik, wie oben beschrieben.
Je höher die durchlässige Schicht, umso trockener die oberflächlichen 5-10cm umso weniger Unkrautsamen kann keimen.
Auch dann weden vereinzelt Unkräuter keimen, aber je dicker die ganze Steinschicht, umso weniger.

Und Kies/Splittflächen zu mähen finde ich sehr unangenehm, zumindest bei dem Schiefersplittplatz, den ich falsch angelegt habe (5cm Boden abgetragen, Unkrautfolie drauf, dann mit Schiefersplitt aufgefüllt) und der sofort anfing zu verkrauten, und das so sehr, dass ich Jäten schnell aufgab, fliegen jedes Mal Steinchen wie Geschosse durch die Gegend, wenn ich mit dem Rasenmäher drüber fahre.
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Martina777

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #16 am: 19. Juli 2017, 12:28:33 »

Hm.

Teil des Gartens ist die Einfahrt nicht - bequem barfuß gehen muss man nicht können.

Gartenplaner: Momentan ist es "offen" mit Kies- und Splittresten von irgendwo her. Und Erde, auch von irgendwo her ... Das war jetzt schon problemlos, selbst bei Dauerregen. Es bildet sich eine Pfütze, der Boden bleibt trotzdem fest. Wobei man ja nicht durchfährt, sondern nur von der Straße auf den Parkplatz fährt und wieder rausschiebt.

Diese Stelle war auch schon mal tiefer ausgekoffert, sie wurde, wenn ich mich recht erinnere, mit Schotter-/Kiesresten gefüllt. Es ist sogar eine Drainage drin, die man nur noch anschließen müsste, weil eigentlich Steine/Asphalt/Beton geplant waren. Davon hab ich Abstand genommen, ich wills naturnaher behalten.
« Letzte Änderung: 19. Juli 2017, 12:48:53 von Martina777 »
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Secret Garden

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #17 am: 19. Juli 2017, 12:48:36 »

Was mich stört ist, dass der Einbau von Kunststofffolie/-vlies empfohlen wird. :-\

Bei den Splittwegen und -plätzen auf unserem Grundstück ist die Tragschicht aus feinerem Material gut verdichtet worden und obendrauf nur eine dünne Schicht groberer Splitt. Da verschwindet kein Stein im Untergrund und es wächst auch kein Kraut von unten hoch. Obwohl es viel regnet bilden sich keine Pfützen. Wozu das Plastik?
Unkraut- und Grassamen fliegen natürlich ein - da ist Zupfen angesagt. Oder man freundet sich damit an und sät noch was Hübsches dazu. ;)
« Letzte Änderung: 19. Juli 2017, 13:27:28 von SecretGarden »
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Gartenplaner

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #18 am: 19. Juli 2017, 13:24:24 »

@SecretGarden:
Vlies, keine Folie.
Scheint heut eine verbreitete Praxis zu sein bei Schotterflächen, die Verkehrsbelastungen aushalten müssen.
Das Vlies verhindert einfach und schnell, dass durch "pumpenden" Bewegungen - z.B. LKW, die das Ganze in nassem Zustand überfahren - Feinanteile des anstehenden Bodens in die Tragschicht aufsteigen (nicht so sehr, aber auch, dass Steine im Boden verschwinden) und die Frostbeständigkeit und auch Stabilität der Tragschicht beeinträchtigen könnten.
Amur schrieb ja auch "je nach Untergrund".
Und bei geringer Verkehrsbelastung ist es verzichtbar.

Anscheinend wird auch häufiger Vlies genommen zwischen Unterbau und Deckschicht, damit die Deckschicht nicht zu sehr in die Tragschicht wandert bei Verkehrsbelastung.

Die Tragschicht muss immer als größtes Korn Steine enthalten, die gröber (32mm) sind als die größte Körnung der Deckschicht (11mm, 16mm), die Tragschicht soll hauptsächlich sehr stabil und sehr drainierend sein.

@Martina777:
Das ist die "gute fachliche Praxis", die ich beschreibe - wenn es bisher in diesem bunt gemischten Zustand das Befahren zwecks parken gut gemeistert hat, kannst du das natürlich auch abwandeln in deinem Sinne.
Ich ging gleich von intensiverem, regelmäßigem Befahren aus und schoß vielleicht etwas übers Ziel hinaus  ;)
« Letzte Änderung: 19. Juli 2017, 13:32:47 von Gartenplaner »
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AndreasR

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #19 am: 19. Juli 2017, 13:26:21 »

Den Bürgersteig fege ich hier ab und zu schon mal, da er erst vor knapp zwei Jahren samt Straße komplett neu angelegt wurde. Vorher war mir das auch egal, da war der asphaltiert und hatte tausend Risse, aus denen alles mögliche wuchs.

Was mich stört ist, dass der Einbau von Kunststofffolie/-flies empfohlen wird. :-\
Das hat mein Nachbar im Vorgarten so gemacht: Unkrautvlies rein, alten Splitt, der auf einem Haufen lag, drauf, und ein paar Wochen später war's grüner als vorher. Und nein, das war sicher nicht so geplant... :P Aber Gartenplaner hat recht, Vlies ist geeignet, um den Boden von Splitt und Sand zu trennen, wohingegen so eine Unkrautfolie meiner Meinung nach völlig unsinnig ist.
« Letzte Änderung: 19. Juli 2017, 13:29:40 von AndreasR »
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Andreas

Martina777

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #20 am: 19. Juli 2017, 13:32:38 »

Das ist die "gute fachliche Praxis", die ich beschreibe - wenn es bisher in diesem bunt gemischten Zustand das Befahren zwecks parken gut gemeistert hat, kannst du das natürlich auch abwandeln in deinem Sinne.
Ich ging gleich von intensiverem, regelmäßigem Befahren aus und schoß vielleicht etwas übers Ziel hinaus  ;)

Ist mir völlig klar, und ich bin Dir auch sehr dankbar dafür. Ich hatte mich ebenfalls vorab schlau gemacht, und einfach ein paar Jahre verstreichen lassen, um mir dann auch sicher zu sein (soweit ich das halt kann).

Mein Hintergedanke ist ja immer auch, meine Pläne von Euch auf Schwächen abklopfen zu lassen  :)

Die Schwächen sind also nach wie vor Unkraut, trotzdem, okay - und a bissal a Pfusch. Was das betrifft, las ich irgendwo im Forum mal: Der Untergrund ist der richtige, weil er da ist.  :D Da ich am Land wohne, will ich auch kein städtisches oder größerbürgerliches Gepräge vorm Haus. Lieber an den Rändern ein paar Pflanzen und gelassene Atmosphäre.
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AndreasR

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #21 am: 19. Juli 2017, 15:43:39 »

Richtig so. Auf meinem Parkplatz wachsen am Rand Goldfelberich, Hemerocallis fulva und Staudensonnenblume fröhlich vor sich hin, das wirkt allemal besser als ein steriler, gepflasterter Platz. Was zu sehr in die Mitte wächst, kommt unter die Räder, also insgesamt kein Problem. Die meisten Vorgärten hier in der Straße sind einfach nur verwildert, da sieht mein Abstellplatz geradezu nobel dagegen aus. ;)
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Andreas

Natternkopf

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #22 am: 19. Juli 2017, 15:45:21 »

Bei unseren Platz (#7) ist kein Vlies, keine Blache, kein Geotextil drin.
Das geht ganz gut ohne.

Wenn ich mich im Quartier so umschaue, rumhöre oder nachfrage, haben ca. 85% von den die sowas verbaut haben Probleme. Bzw. keine Freude mehr daran oder würden es nicht mehr machen weil die Ränder hoch kommen und stören. Die eingetragen Samen keimen, oft durch das Textil hindurch wachsen und dann aber auch drin festgewachsen sind. Wird es abgerissen, treiben die munter aus, den es bleibt ja schön feucht unter dem Textilgewebe.  :-\
Ist meist nicht korrekt verbaut. Habe ja Vlies, das genügt oder so ähnlich.

@Martina
Mache bei Gelegenheit ein paar Fotos von den gekeimten Pflanzen und wie das beim entfernen auszieht.

Grüsse Natternkopf
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Amur

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Re: Welchen Kies für Einfahrt?
« Antwort #23 am: 19. Juli 2017, 15:53:38 »

Bei dem Geotextil kommts auf den Untergrund an und das Reduzieren von Unkraut ist da eher ein Nebeneffekt. Bei Sand brauchts es normal nicht, da der kaum aufsteigende Feinanteile hat.
Bei Lehm ists besser, weil der ständig sonst von unten den durchlässigen Oberbau rein wächst (Also nicht das Kies sinkt in den Lehm sondern der Lehm steigt auf ins Kies/Splitt) und irgend wann ist der Lehm oben angekommen.
Je nachdem wie dick das Kies, wie nass der Untergrund und wie stark der Verkehr war der drüber geht, dauert das mehr oder weniger lange. Dann ist wieder eine neue Kiesauflage angesagt  und das Unkraut ist sowieso schon länger sehr aktiv.

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