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News: Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. (Mahatma Gandhi)
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22. Oktober 2017, 13:38:36
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|24|11|...erwähnte ich eigentlich schon, dass souvenir de la malmaison eine sehr, sehr schöne rose ist, die in keinem garten fehlen dürfte?? ::) ;D (rorobonn)

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Autor Thema: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?  (Gelesen 808 mal)

leonora

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Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« am: 17. Juli 2017, 14:27:54 »

Ich übernehme demnächst einen neuen Garten, der sehr tonigen Boden hat.

Meine Frage: Gibt es vllt. Arbeitsgerät, das einem die Arbeit in so einem schweren verdichteten Boden erleichtert? Zumindest am Anfang für die Urbarmachung? Mit Spaten und Grabgabel komme ich nicht rein, auch nicht, wenn es geregnet hat. Händisch umgraben wird also nicht gehen. In der Flora dominiert dort bislang (ziemlich lückenhaft) Gras, Schafgarbe, Ackerschachtelhalm und Weißklee.

Ich wäre für ein paar Tipps sehr dankbar. Dieser Boden ist eine Herausforderung. Dass ich zur Belüftung organisches und mineralisches Material einarbeiten muss, weiß ich. Aber ohne vernünftiges Arbeitsgerät werde ich das nicht schaffen können.

LG
Leo
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Sternrenette

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #1 am: 17. Juli 2017, 14:30:17 »

Stabile Profi-Umkehrfräse.
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leonora

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #2 am: 17. Juli 2017, 14:32:56 »

Klingt gut. :D Kann man sowas ausleihen? Kaufen würde meinen Budgetrahmen sprengen. ;)

LG
Leo
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Wühlmaus

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #3 am: 17. Juli 2017, 14:59:13 »

 Das Werkzeug würde ich dir auf jeden Fall empfehlen. Und eine gut Schuffel!
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WühlmausGrüße

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Sternrenette

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #4 am: 17. Juli 2017, 15:49:06 »

Ja, die Fräse kann man leihen, notfalls halt zusammen mit dem Gärtner. Mit Glück beim Gartenbauverein in der Nähe.
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Isatis blau

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #5 am: 17. Juli 2017, 18:49:49 »

Ich habe auch einen Tonboden und bekomme den schon umgegraben und ich bin mit Sicherheit kein Muskelprotz. Wichtig ist ein richtig stabiler Spaten, dessen Blatt sich nicht verbiegt. Ich habe ein geniales Erbstück. Dann ist es wichtig, den Boden zum richtigen Zeitpunkt zu bearbeiten: feucht, nicht klatschnass, die Bodenart heißt nicht umsonst Stundenboden. Nach ergiebigem Regen ein, zwei Tage Zeit zum Abtrocknen lassen. Wenn man drauf geht darf der Boden nicht mehr an der Sohle kleben.

Ich setze den Spaten mit Druck an, komme so ein paar Zentimeter in den Boden und dann stelle ich mich auf den Spaten, auf jeder Seite ein Fuß und wiege sanft hin und her. Dabei kommt man spatentief und dann kann man den Kumpen lupfen. Auch wenn man unter 50kg wiegt.

Die Frostgare würde ich auf jeden Fall nutzen, ansonsten regelmäßig Sand einarbeiten und kalken.
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leonora

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #6 am: 17. Juli 2017, 22:43:08 »

Danke für die Tipps.  :) Ich werde mir das mal alles in Ruhe anschauen und meine Gerätschaften ggfs. ergänzen. Der Boden ist wirklich unglaublich. Für den Anfang werde ich bestimmt eine Umkehrfräse brauchen. (Gibt es da eigentlich gute und weniger gute?)

Mein Spaten ist zwar super stabil und stark, aber ich bin so ziemlich das Gegenteil. ;)

LG
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chris78

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #7 am: 17. Juli 2017, 23:15:42 »

...so einen Boden haben wir hier auch. Arbeite nichts organisches unter, nur Sand, Sand und noch mehr Sand. Organisches nur als Auflage bzw. oberflächlich einarbeiten, sonst wird es schnell mal faulig.
Auch auf Tonboden wächst so einiges, wenn man vielleicht auch auf die beliebten Steppen- und Kiesgartenpflanzungenn verzichten muss...

viel Erfolg und Grüße
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comora

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #8 am: 18. Juli 2017, 05:54:51 »

Bei mir sind im Tonboden auch noch Steine.
Da komme ich nur mit der Grabgabel rein, der Spaten hatte keine Chance
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Martina777

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #9 am: 18. Juli 2017, 07:47:18 »

Bereiche, die Du nicht gleich bearbeiten kannst, mit Planen zudecken. Und gleich viel Sand unterarbeiten. (Hätte ich das bloß am Anfang gewußt!)

Ich habe zudem einen Minibagger gemietet, umgraben lassen und über den Winter die Frostgare genutzt. Dann Scholle für Scholle säubern.

Und: Bei diesem Boden ist das beste (stabilste und zugleich handlichste) Werkzeug grad gut genug - bis hin zum Handgäbelchen und Kultivator. Hab erst selber bei (Achtung: Produktempfehlung!) Sneeboer vernünftiges entdeckt, nach einer Forumsempfehlung.

Zusätzlich: Umgraben eher nicht mit der Schaufel, sondern besser mit der Gabel. Schont Rücken und Regenwürmer.

Guten Erfolg!
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partisanengärtner

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #10 am: 18. Juli 2017, 08:01:05 »

Wenn Du Zeit hast kannst Du die Arbeit auch den Würmern und Mikroorganismen überlassen.
Mit organischen Material abdecken und die Abdeckung regelmäßig ergänzen.
Für eine dicke Abdeckung aus Organischem Material gemischt mit Kompost ist so ein Boden sogar ideal. Da kann man gut gleich im ersten Jahr ernten und der Boden ist nach wenigen Jahren krümelig und gar.

Ich hatte Tonboden und wo ich das gemacht habe konnte man selbst zu Trockenzeiten in den Boden mit der Hand eindringen.
Davor nur mit Pickel.

Es gibt sehr schöne Anleitungen für "no dig gardening" bei you tube. Damals gabs das noch nicht und ich mußte dazu einige Umwege machen.
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Axel

partisanengärtner

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #11 am: 18. Juli 2017, 08:02:52 »

Wenn du dort in den ersten Jahren graben willst besorge Dir einen Rodespaten. Das lohnt sich. Der ist aber schwer.

Eine Kreuzhacke (Haue) ist auch von Vorteil
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Axel

MarkusG

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #12 am: 18. Juli 2017, 08:11:23 »

Hallo,

ich kann den Beitrag von partisanengärtner nur unterstützen. Die ganze Mühe des Umgrabens würde ich mir sparen, das führt nur dazu, das auch noch die letzten Reste von Humus verschwinden. Freunde und Verwandte fragen, ob sie für Dich Pappe und Zeitungen sammeln könnten, den Boden damit abdecken, evtl. die Pappe etwas anfeuchten, damit sie zusammenklebt. Und dann organisches Material drauf, nicht kleckern, sondern richtig viel. Das kann man auch mit Sand mischen. Im ersten Jahr kannst Du dann beispielsweise gut Kartoffeln pflanzen. Und von da an immer wieder organisches Material drauftun. Mit der Zeit entsteht ein eigener Boden über dem Ton. Der Tonboden aber nimmt immer mehr Humus auf und verwandelt sich auch.

Falls Du dieses Beet im Herbst anlegst, sollte etwas mehr Pappe drauf, da sie nach einigen Monaten aufgelöst ist und über Winter daher ihr unkrautbekämpfende Funktion verliert.

So würde ich es machen. Alles andere kostet nur unendlich viel Mühe und Zeit.

Markus
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Martina777

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #13 am: 18. Juli 2017, 08:15:59 »

Ich hatte Tonboden und wo ich das gemacht habe konnte man selbst zu Trockenzeiten in den Boden mit der Hand eindringen.
Davor nur mit Pickel.

Stimmt auch bei mir teilweise. In Trockenzeiten jedoch immer noch nicht.

In Staudenbeeten völlig egal, es gibt viele Pflanzen, die bestens damit zurecht kommen. Im Gemüsebereich wirds aber elendig mühsam. Hier braucht man ausgefeiltere Strategien und einen langen Atem. (Alternativ viel Sand und viel unkrautsamenfreies organisches Material, um ständig zuzudecken.)
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Nemesia Elfensp.

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Re: Tonboden - Welches Arbeitsgerät?
« Antwort #14 am: 18. Juli 2017, 09:28:34 »


Es gibt sehr schöne Anleitungen für "no dig gardening" bei you tube.
für die "nicht Umgrabemethode" gefällt der Kanal von Charles Dowding (Gemüsegärtner) sehr gut.
Die Kameraführung ist ruhig und angenehm, er spricht ein verständliches Englisch und erklärt seine Vorgehensweise sehr gut. Hier in diesem Video berichtet er über seinen neu angelegten 9 Monate alten Gemüsegarten.
und hier beschreibt er zwei Methoden, wie er Beete unkrautfrei macht und die Humsschicht aufbaut.

Ich habe zwar keinen Tonboden, aber ich verwende das Mulchen als Methode um mir meinen Garten Stück für Stück unkrautfrei zu erobern.
Ich habe anfänglich auch gegraben und gefräst, aber ich kann inzwischen aus eigener Erfahrung sagen, dass dies die Beikrautproblemetik wohl eher gefördert hat.

:) Ich wünsche Dir viel Freude im neuen Garten! :)
LG
sendet
Nemi
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