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Autor Thema: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.  (Gelesen 50352 mal)

toto

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #765 am: 31. August 2018, 23:46:28 »

Stimmt... nur weil Du erhofftest, dass wir "Freunde" werden ;D
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dmks

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #766 am: 31. August 2018, 23:52:19 »

 ;D Nicht wirklich 8)



...bleib bitte dran! ;)
« Letzte Änderung: 31. August 2018, 23:55:13 von dmks »
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dmks

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oile

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #768 am: 08. Januar 2019, 19:17:32 »

Danke für den Link!  :D
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Rib-isel

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #769 am: 18. Januar 2019, 23:47:25 »

Habt ihr das mitbekommen? Wir werden alle sterben und der Schuldige ist nun die Landwirtschaft, da sie Ammoniak emittiert welches somit sekundäre anorganische Aerosole (SIA) in Form von Ammoniumsulfat und Ammoniumnitrat bildet. Diese Salze werden nun als Feinstaub klassifiziet...  (Man, muss die Meeresküste ein ungesunder Ort sein)
Schuld für diese Hysterie ist der Bericht von Monitor. Demnach, bzw nach der zitierten, bisher unveröffentlichten Studie, ist die Landwirtschaft  für 40% des Feinstaubs und somit für 114000 Todesfälle pro Jahr in Deutschland verantwortlich. Warum die Menschheit in dem kleinbäuerlichen Stadium des Mittelalters nicht eingegangen ist, bleibt von der Studie unbeantwortet. Gut dass wir nun wissen, dass das Problem in den Städten nicht von den Autos oder Laserdruckern kommt, sondern von dieser vermaledeiten Landwirtschaft.  ;D

Man, bin ich froh wenn diese Sau durch's Dorf getrieben wurde  ::)


https://www.iass-potsdam.de/sites/default/files/files/online_factsheet_ammoniak.pdf
https://www.tagesschau.de/inland/feinstaub-landwirtschaft-101.html
« Letzte Änderung: 18. Januar 2019, 23:53:00 von Rib-Huftier »
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Staudo

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #770 am: 18. Januar 2019, 23:56:51 »

Man sollte Katzenhaltung auch mal unterm Aspekt des Klimaschutzes betrachten. Das, was im Katzenklo so unangenehm riecht, ist zum guten Teil Ammoniak.  :-\

Ich habe heute schon gesucht, ob es nähere Informationen gibt. Dabei fand ich das:

Zitat
Die Mainzer Studie ist noch nicht als begutachteter Artikel in einem Fachjournal erschienen. Das MPI wollte auf Anfrage weder Einblicke in die Studie geben, noch Fragen dazu beantworten. Das macht eine Einschätzung der Untersuchung schwierig. Auch das Umweltbundesamt in Dessau wollte sich nicht dazu äußern, weil die Studie noch nicht im Detail bekannt sei.

Quelle

Ich finde es übrigens guten Journalismus, bei überraschenden Meldungen zu hinterfragen und schlechten Journalismus, reißerische Schlagzeilen nachzuplappern.
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Rib-isel

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #771 am: 19. Januar 2019, 00:52:24 »

Was mir noch nicht in den Kopf gehen will ist, wie man diese, meist wasserlöslichen Ammoniumsalze; und Ammoniumsulfat sowie Ammoniumnitrat sind gut Wasser löslich, als Feinstaub bezeichnen kann? Denn diese sind selbst als Aerosol zu 100% in kleinen Wassertröpfchen gelöst. Daher mein ironischer Vergleich mit der Meeresküste. Nach Wiki ist das Meer mit seinem Salz eine große Feinstaubquelle.

Diese Salzbestandteile lassen sich auch gut vom menschlichen Körper verarbeiten. Wie ist das nun mit Mineralfasern, Kunststoffen und Ruß vergleichbar?

Nur weil man die Definition von Feinstaub recht grob gezogen hat, kann man doch nicht alle Bestandteile in ihrer toxizität gleichsetzen.


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Staudo

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #772 am: 19. Januar 2019, 08:54:21 »

Kann es sein, dass Deine Gedankengänge ketzerisch sind?  >:(
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oile

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #773 am: 19. Januar 2019, 08:57:16 »

Man sollte Katzenhaltung auch mal unterm Aspekt des Klimaschutzes betrachten. Das, was im Katzenklo so unangenehm riecht, ist zum guten Teil Ammoniak.  :-\

Ich habe heute schon gesucht, ob es nähere Informationen gibt. Dabei fand ich das:

Zitat
Die Mainzer Studie ist noch nicht als begutachteter Artikel in einem Fachjournal erschienen. Das MPI wollte auf Anfrage weder Einblicke in die Studie geben, noch Fragen dazu beantworten. Das macht eine Einschätzung der Untersuchung schwierig. Auch das Umweltbundesamt in Dessau wollte sich nicht dazu äußern, weil die Studie noch nicht im Detail bekannt sei.

Quelle

Ich finde es übrigens guten Journalismus, bei überraschenden Meldungen zu hinterfragen und schlechten Journalismus, reißerische Schlagzeilen nachzuplappern.

Ob Monitor nur nachgeplappert hat, wird noch festzustellen sein. Ein bisschen erstaunt bin ich darüber, dass das MPI seine unveröffentlichte Studie überhaupt komplett zur Einsicht Monitor überlässt.

Dennoch könnte man ja zumindest in Betracht ziehen, dass was dran sein könnte.

Übrigens: Feinstaub
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Bristlecone

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #774 am: 19. Januar 2019, 09:24:35 »

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass wasserlösliche Ammoniumsalze oder Meersalz einen nachweisbaren schädlichen Effekt auf die Gesundheit haben.

Formal fallen solche Partikel halt in die Definition von PM10. PM10 bedeutet  - vereinfacht  - Partikel mit einer Größe von höchstens 10 Mikrometern.
Massgeblich in gesetzlicher Hinsicht ist allein die Partikelmasse in dieser Größenfraktion, nicht deren chemische Zusammensetzung, Löslichkeit, Oberfläche oder genauere Größe.

Feinstaub besteht aber aus sehr heterogenen Mischung von Partikeln.
Zahlenmäßig dominieren vor allem in Städten sehr feine Partikel, die aus Verbrennungsprozessen bestehen, Stichwort Dieselruß.
Massenmäßig entfällt im PM10 aber sehr viel auf die viel größeren Partikel aus Reifenabrieb und aus aufgewirbeltem Bodenstaub.

Gesundheitlich am schädlichsten sind sehr feine und zugleich schwer lösliche Partikel, wiederum Stichwort Dieselruß, aber natürlich auch Feinpartikel aus anderen Verbrennungsvorgängen.


Schädlich sind die hohen Ammoniumemissionen und die daraus hervorgehenden Stäube eher für empfindliche Ökosysteme auf nährstoffarmen Böden. Die werden dadurch merklich aufgedüngt.


P. S.

Die Untersuchungen zur Schädlichkeit von Feinstaub wurden in Städten durchgeführt. Dabei wurden entweder Städte mit unterschiedlich hoher Feinstaubbelastunb verglichen oder Veränderungen der Feinstaubbelastung in den jeweilgen Städten über lange Zeiträume untersucht.
Dabei zeigen sich klare Zusammenhänge: Je mehr Feinstaub, desto mehr Erkrankungen und desto kürzer die Lebenserwartung.
Man lann diese Erhebnisse heranziehen, um abzuschätzen, welche Auswirkungen Feinstaubbelastungen in anderen, nicht untersuchten Gebieten haben.
Das wird seit langem gemacht, ich selbst war auch schon an solchen Studien beteiligt.
Voraussetzung für solche Abschätzungen ist aber, dass der Feinstaub in meiner Studie eine einigermaßen ähnliche Zusammensetzung aufweist wie in der Studie, der ich die Wirkung entnehme.
Bei Vergleichen von städtischen Belastungen ist das einigermaßen erfüllt. Aber die Übertragung auf Gebiete mit ganz anderer Feinstaubzusammensetzung ist zumindest sehr problematisch bis fraglich, um es vorsichtig auszudrücken.
« Letzte Änderung: 19. Januar 2019, 09:45:09 von Bristlecone »
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lerchenzorn

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #775 am: 19. Januar 2019, 09:39:30 »

Ich habe auch gestaunt, als ich auf den backfrischen ARD-Beitrag gestoßen bin.

Ich stelle die Relevanz des Themas und die Bedeutung landwirtschaftlicher Emissionen nicht in Frage, zumal das MPI durchaus die verschiedensten Belastungsquellen bewertet und dargestellt hat. Was mich am meisten verwundert, ist, dass das gerade jetzt aus dem Hut gezogen wird, obwohl die grundsätzliche Erkenntnis dazu mehr als drei Jahre alt ist:

MPI: More deaths due to air pollution

(übrigens durchaus veröffentlicht: Publikation (Nature 525, p. 367–371, 2015))

Demnach sollen die Belastungen aus der Landwirtschaft, gerade auch in Deutschland, ein Vielfaches dessen aus dem Kraftverkehr betragen.

Auf mich wirkt das, als hätte es in den vergangenen Jahren nicht gut gepasst, um die heiße Diskussion um die Dieselabgase nicht zu überlagern/einzuschläfern.  ???
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lerchenzorn

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #776 am: 19. Januar 2019, 09:42:53 »

Nach der enthaltenen Karte ist Brandenburg ein kleiner Hort der kaum verschmutzten Glückseligkeit in einer verdreckten Wüste.
Der Landschaft hier sieht man das  nicht an. Die ist, innerhalb und außerhalb der Landwirtschaftsflächen, meistens gut aufgedüngt.  :-X
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oile

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #777 am: 19. Januar 2019, 09:42:59 »

Ich habe hier noch was vom Umweltbundesamt aus dem Jahr 2014 gefunden.  klick.
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Bristlecone

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #778 am: 19. Januar 2019, 09:49:47 »

Da wird zu Recht auch vor allem auf die Umweltauswirkungen hingewiesen.

Ich stimme lerchenzorn zu, die Frage ist berechtigt.
Allerdings kenne ich solche Vergleiche in dem Zusammenhang, dass damit die Bedeutung von Dieselruß relativiert werden soll.
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Staudo

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Re: Landwirtschaft Dein unbekannter Nachbar.
« Antwort #779 am: 19. Januar 2019, 09:53:31 »

Ob Monitor nur nachgeplappert hat,

Das meinte ich gar nicht. Monitor ist irgendwie an Ergebnisse dieser Studie gekommen und hat darüber einen Beitrag gemacht. Das ist in Ordnung. Ich meinte die anderen, die unkommentiert auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind. Die Pharmazeutische Zeitung war nach meiner Übersicht die einzige, die versuchte, den Beitrag zu hinterfragen. Sie ist an mangelnden Informationen gescheitert  und schreibt dies auch.
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