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News: Fäule, Feuchtigkeit oder feiner Humor bringen immer wieder Leben hervor. (Joachim Ringelnatz)
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Autor Thema: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen  (Gelesen 2317 mal)

echo

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Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« am: 24. Juli 2017, 13:02:43 »

Hallo zusammen :)

Wir haben einen recht großen Kleingarten mit einigen an Gemüse- und Staudenbeeten. Als Wege werden die quadratischen Pflastersteine 30x30 benutzt. Teilweise sind Beete durch T-Pflastersteine umrandet. Nächstes Jahr ist es geplant hier eine bessere und praktikablere Lösung zu finden. Die Wegesteine verschwinden teilweise unter Erde (insbesondere da wo sie nicht durch T-Pflastersteine von Beeten getrennt werden sondern direkt anliegen) und werden mit der Zeit auch immer wackeliger und ungerader. Auch die Beetumzäunung durch T-Pflastersteine wird durch den Druck und Wasser immer schiefer.

Dementsprechend ist die jetzige Lösung weder schön noch praktikabel. Habe mir überlegt nun die Wege so zu gestalten, dass der Aufwand beim Bauen durchaus höher anfallen dürfte, dafür aber die Wege stabil sind um ohne größere Pflege durchaus viele Jahre halten sollen. Erster Gedanke bei stabil anlegen ist in solchen Fällen bei den Wegesteinen mittels Splitt eine stabile Unterlage zu schaffen. Bei Beeten ist es jedoch nicht wirklich anwendbar, da über kurz oder lang das Splitt sich mit der Gemüsebeeterde vermischt.

Habe mir Folgedes überlegt. Die Rasenkantensteine 100x25x5 als Wege- und damit gleichzeitig auch Beetabgrenzung zu nehmen. Die Rasenkantensteine werden einbetoniert, damit die auch nach Jahren stabil stehen und nicht bereits im nächsten Frühling immer schiefer werden. Auf dem eigenlichen Beetweg zwichen den Rasenkantensteinen wird die Erde verdichtet, ca. 3-5 cm Splitt angebracht und schließlich darauf die schon vorhandenen 30x30 Steinplatten gelegt. Der obere Rand der Rasenkantensteine liegt dabei ca. 2-3 cm über den Steinplatten.

Jetzt die Frage an die erfahrene Gartenrunde. Sind solche Wege praktikabel, haltbar und bei Beeten angebracht? Habt ihr auch gleiche oder ähnliche Bauweise schon ausprobiert oder würdet ihr mir von der Idee sofort abraten?
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Conni

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #1 am: 24. Juli 2017, 18:51:42 »

Hallo Echo,

herzlich willkommen bei garten-pur.  :)

Zu Deiner Frage kann ich Dir leider nicht weiterhelfen, da es bei uns vor allem gemähte Rasenwege gibt. Ich denke aber, dass Deine Frage im Unterforum "Quer durch den Garten" besser aufgehoben ist, weil die, die sich mit Wegebau auskennen, vielleicht nicht im Gemüsebeet mitlesen. Deshalb verschiebe ich Deine Frage in diesen Bereich.
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thuja thujon

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #2 am: 24. Juli 2017, 18:59:08 »

Hallo,
hier in der Kleingartenanlage nehmen viele Gärtner diese Steine im Herbst aus dem Beet, stapeln sie versetzt auf dem Hauptweg und graben um oder machen eine sonstige Bodenpflege. Im Frühjahr kommen sie wieder frisch ins Beet, so angeordnet, wie sie gebraucht werden. Man wechselt ja oft die Plätze wo was angebaut wird,

Ich habe vor einigen Jahren die Wegplatten aus meinen Gemüsebeeten komplett entfernt. Sie nehmen unnötig Platz weg, wo eine Platte liegt könnte auch was wachsen. Abgesehen davon ist mir das mehr oder weniger regelmäßige rausnehmen oder Mäusebauten bzw Unkrautnester darunter kaputtmachen zu blöd. 
Die 2-3 mal im Jahr wenn man wirklich mal in die Beete muss, macht man meist eh nur bei trockenem Boden um nichts zu verdichten und dann bekommt man auch keine dreckigen Füße.

Ich würde die Steine also eher verschenken oder eine Trockenmauer draus bauen, oder falls du es noch nicht hast, Mähkanten um den Rasen, auch um die Obstbäume, damit verlegen.
Das mache ich in der Regel ohne Splitt, einfach in den Lehm. Hält um die 5 Jahre und das ist genug. Der Aufwand sie mal kurz hochzunehmen und etwas neue Erde drunter zu packen hält sich in Grenzen. 
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Gartenplaner

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #3 am: 24. Juli 2017, 19:35:26 »

...
Habe mir Folgedes überlegt. Die Rasenkantensteine 100x25x5 als Wege- und damit gleichzeitig auch Beetabgrenzung zu nehmen. Die Rasenkantensteine werden einbetoniert, damit die auch nach Jahren stabil stehen und nicht bereits im nächsten Frühling immer schiefer werden. Auf dem eigenlichen Beetweg zwichen den Rasenkantensteinen wird die Erde verdichtet, ca. 3-5 cm Splitt angebracht und schließlich darauf die schon vorhandenen 30x30 Steinplatten gelegt. Der obere Rand der Rasenkantensteine liegt dabei ca. 2-3 cm über den Steinplatten.
...

Das ist schon fast der klassische Aufbau eines befestigten Weges - allerdings, wenn ihr eh Erde aushebt, um das Fundament der Rasenkantensteine zu erstellen, könnt ihr gleich mal 20-25cm Erde mehr auf der Wegfläche ausheben, dann ein Wegefundament aus 15-20cm Schotter 5/32mm (Steingrößen in der Mischung) einfüllen, gut verdichten, darauf mindestens 5cm "Ausgleichsschicht", auf der Schicht kommen die Platten zu liegen, sie soll Ungleichmäßigkeiten der Tragschicht/des Unterbaus ausgleichen (und auch der einzelnen Steine bei Natursteinpflaster) sowie Wasser schnell ableiten.
Die 5cm Ausgleichsschicht kann man aus 0/2-0/4mm Sand anfertigen, wenn man einen schnelleren Wasserabzug möchte - und dadurch weniger Unkraut in den Fugen! - sollte man Splitt in 1/3-5/8mm nehmen.
Platten verlegen, Fugen einsanden, fertig.

Als Fußweg hält das ewig, nur können nach einigen Jahren doch zunehmend Unkräuter in den Fugen auftreten, wenn sich in den Fugen etwas Erde/Humus angesammelt hat.
Es gibt Fugensande, die unkrautverhindernd sein sollen, da kenn ich mich aber nicht so mit aus, es gibt auch die Möglichkeit, Fugen mit einem Sand-Epoxydharzgemisch zu verfugen, welches aber wasserdurchlässig ist, da hat das Unkraut auf Jahrzehnte dann wohl auch kaum eine Chance.
Ist aber vielleicht eher ein Thema bei einer großen Plattenterrasse als einem kleinen Fußweg.
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echo

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #4 am: 24. Juli 2017, 19:59:42 »

Zitat von: thuja thujon link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919508#msg2919508 date=1500915548]
Hallo,
hier in der Kleingartenanlage nehmen viele Gärtner diese Steine im Herbst aus dem Beet, stapeln sie versetzt auf dem Hauptweg und graben um oder machen eine sonstige Bodenpflege. Im Frühjahr kommen sie wieder frisch ins Beet, so angeordnet, wie sie gebraucht werden. Man wechselt ja oft die Plätze wo was angebaut wird,

Ich habe vor einigen Jahren die Wegplatten aus meinen Gemüsebeeten komplett entfernt. Sie nehmen unnötig Platz weg, wo eine Platte liegt könnte auch was wachsen. Abgesehen davon ist mir das mehr oder weniger regelmäßige rausnehmen oder Mäusebauten bzw Unkrautnester darunter kaputtmachen zu blöd. 
Die 2-3 mal im Jahr wenn man wirklich mal in die Beete muss, macht man meist eh nur bei trockenem Boden um nichts zu verdichten und dann bekommt man auch keine dreckigen Füße.

Ich würde die Steine also eher verschenken oder eine Trockenmauer draus bauen, oder falls du es noch nicht hast, Mähkanten um den Rasen, auch um die Obstbäume, damit verlegen.
Das mache ich in der Regel ohne Splitt, einfach in den Lehm. Hält um die 5 Jahre und das ist genug. Der Aufwand sie mal kurz hochzunehmen und etwas neue Erde drunter zu packen hält sich in Grenzen. 

Als wir den Garten übernommen haben, hatte ich es genauso gemacht. Sprich Steine raus, alles umgraben, den Boden vorbereiten, die Steine wieder zurück tragen und Beetwege anlegen. Da wir jedoch einen recht großen Garten haben, ist es mir um ehrlich zu sein zu aufwändig jedes Jahr massenweise Steine umlegen. Ganz auf gepflasterte Wege zu verzichten und stattdessen einfach die Erde eintrampeln hatte ich mir auch überlegt. Nur habe ich die Befürchtung da wir doch sehr oft zwischen den Beeten sind - Erde vorbereiten, Samen aussähen, Gießen, Unkraut jäten, ernten - habe ich die Befürchtung, dass solche Wege dann doch in einem sprichwörtlichen Schlamassel enden, insbesondere da dort auch unsere beiden kleinen Töchter immer unterwegs sind.
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« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 20:34:21 von echo »
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AndreasR

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #5 am: 24. Juli 2017, 20:18:07 »

Wenn es Dir nichts ausmacht, dass die Beeteinteilung nach so einer Baumaßnahme fix ist, dürfte sich der Aufwand schon rentieren. Ich würde es dann aber wie von Gartenplaner vorgeschlagen gleich "richtig" machen und dem Splitt noch einen Schotterunterbau geben, das sorgt für besseren Wasserabzug und im Winter ist es wichtig als Frostschutz. Die Platten sollten dann jahrelang halten, ohne dass sie zu wackeln anfangen. Gegen Unkraut in den Fugen hilft gelegentliches Auskratzen, ggf. auch ein Propangas-Brenner.

Gerade beim Gemüseanbau mit den vielen nötigen Bodenbearbeitungen und Erdbewegungen halte ich es für sinnvoll, die Wege höher als die Beete anzulegen, denn ansonsten verteilt man ständig Erde auf den Platten, oder selbige wird durch Starkregen auf die Platten ausgewaschen, und man ist dann ständig nur dabei, die Wege zu säubern. Nutze die Rasenkantensteine also so aus, dass das Wegniveau ein wenig höher als die Beete liegt, zur Sicherheit kann die Rasenkante ja auch nochmal minimal höher als der Weg sein.

Zu kleinteilig würde ich das Wegenetz allerdings nicht machen, eher nur ein Wegkreuz wie im klassischen Bauerngarten, und zwischen einzelnen Beeten dann ggf. noch handverlegte Platten. Meine Mutter hatte in ihrem Gemüsegarten nur einen zentralen Rasenweg, von dem dann in die Erde getretene Wege abzweigten. Bei feuchtem Wetter wurden sie mit Brettern begehbar gemacht, die ansonsten in einem Unterstand gelagert waren, das hat ihr eigentlich immer gereicht. Die einzelnen Beete wurden dann je nach Anforderung jedes Jahr neu eingeteilt.
« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 20:19:48 von AndreasR »
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #6 am: 24. Juli 2017, 20:20:19 »

Zitat von: Gartenplaner link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919536#msg2919536 date=1500917726]
Das ist schon fast der klassische Aufbau eines befestigten Weges - allerdings, wenn ihr eh Erde aushebt, um das Fundament der Rasenkantensteine zu erstellen, könnt ihr gleich mal 20-25cm Erde mehr auf der Wegfläche ausheben, dann ein Wegefundament aus 15-20cm Schotter 5/32mm (Steingrößen in der Mischung) einfüllen, gut verdichten, darauf mindestens 5cm "Ausgleichsschicht", auf der Schicht kommen die Platten zu liegen, sie soll Ungleichmäßigkeiten der Tragschicht/des Unterbaus ausgleichen (und auch der einzelnen Steine bei Natursteinpflaster) sowie Wasser schnell ableiten.
Die 5cm Ausgleichsschicht kann man aus 0/2-0/4mm Sand anfertigen, wenn man einen schnelleren Wasserabzug möchte - und dadurch weniger Unkraut in den Fugen! - sollte man Splitt in 1/3-5/8mm nehmen.
Platten verlegen, Fugen einsanden, fertig.

Als Fußweg hält das ewig, nur können nach einigen Jahren doch zunehmend Unkräuter in den Fugen auftreten, wenn sich in den Fugen etwas Erde/Humus angesammelt hat.
Es gibt Fugensande, die unkrautverhindernd sein sollen, da kenn ich mich aber nicht so mit aus, es gibt auch die Möglichkeit, Fugen mit einem Sand-Epoxydharzgemisch zu verfugen, welches aber wasserdurchlässig ist, da hat das Unkraut auf Jahrzehnte dann wohl auch kaum eine Chance.
Ist aber vielleicht eher ein Thema bei einer großen Plattenterrasse als einem kleinen Fußweg.

Danke für die genaue Beschreibung! :) Habe mehrere Sachen mitnehmen können. Dass mit der Unkraut in den Fugen, hatte ich mir auch schon überlegt. Mir scheint es der einzige Pflegeeinsatz in den Folgejahren nach Bau von solchen "kapitalen" Beetwegen zu sein, der jedoch trotzdem durchaus hoch anfallen könnte. Überlegt hatte ich unkrauthemmenden Fugenmörtel zu nehmen (gibt es z.B. bei OBI für 20 EUR für 20 kilo Sack), alles was noch rauskommt wird dann mittels eines Brenners abgebrannt. Von Sand-Epoxydharzgemisch hatte ich bisher noch nicht gehört. Habe gegoogelt und es sieht, wenn ich tatsächlich die richtigen Produkte fand, relativ teuer aus. Kann man bei Wegefundament aus dem Schotter 5/32mm auch niedriger als 15-20 cm nehmen? Die Wege werden ausschließlich per pedes benutzt, da kommt wahrscheinlich nicht mal ein Schubkarren drauf.
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« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 20:33:59 von echo »
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AndreasR

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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #7 am: 24. Juli 2017, 20:27:40 »

Naja, etwas dünner geht vielleicht auch, aber wenn man 15 cm Schotter gut verdichtet (idealerweise mit einem Rüttler oder Stampfer), bleiben kaum 10 cm übrig, so viel Puffer als Frostschutz sollte es schon sein. Mengenmäßig kommt da zwar schon die eine oder andere Anhängerladung zusammen, aber einfacher Recyclingschotter dürfte völlig ausreichend sein, und den bekommt man in der Regel sehr preiswert.
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #8 am: 24. Juli 2017, 20:33:25 »

Zitat von: AndreasR link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919588#msg2919588 date=1500920287]
Wenn es Dir nichts ausmacht, dass die Beeteinteilung nach so einer Baumaßnahme fix ist, dürfte sich der Aufwand schon rentieren. Ich würde es dann aber wie von Gartenplaner vorgeschlagen gleich "richtig" machen und dem Splitt noch einen Schotterunterbau geben, das sorgt für besseren Wasserabzug und im Winter ist es wichtig als Frostschutz. Die Platten sollten dann jahrelang halten, ohne dass sie zu wackeln anfangen. Gegen Unkraut in den Fugen hilft gelegentliches Auskratzen, ggf. auch ein Propangas-Brenner.

Gerade beim Gemüseanbau mit den vielen nötigen Bodenbearbeitungen und Erdbewegungen halte ich es für sinnvoll, die Wege höher als die Beete anzulegen, denn ansonsten verteilt man ständig Erde auf den Platten, oder selbige wird durch Starkregen auf die Platten ausgewaschen, und man ist dann ständig nur dabei, die Wege zu säubern. Nutze die Rasenkantensteine also so aus, dass das Wegniveau ein wenig höher als die Beete liegt, zur Sicherheit kann die Rasenkante ja auch nochmal minimal höher als der Weg sein.

Zu kleinteilig würde ich das Wegenetz allerdings nicht machen, eher nur ein Wegkreuz wie im klassischen Bauerngarten, und zwischen einzelnen Beeten dann ggf. noch handverlegte Platten. Meine Mutter hatte in ihrem Gemüsegarten nur einen zentralen Rasenweg, von dem dann in die Erde getretene Wege abzweigten. Bei feuchtem Wetter wurden sie mit Brettern begehbar gemacht, die ansonsten in einem Unterstand gelagert waren, das hat ihr eigentlich immer gereicht. Die einzelnen Beete wurden dann je nach Anforderung jedes Jahr neu eingeteilt.
Yep, der Tipp vom Gartenplaner mit dem Schotter war super.  :) Ich hatte um ehrlich zu sein gedacht, dass hier eine Ausgleichschicht aus Splitt ausreicht, werde aber aus den von euch beschriebenen Gründen definitiv das ganze auch richtig machen, denn ansonsten lohnt sich der Aufwand nicht, wenn der "Kapitalweg" sich nach paar Jahren als gar nicht so Kapital zeigen sollte.

Hatte mir auch überlegt die Wege höher als die Beete aus den von Dir beschriebenen Gründen zu bauen. Idee ist, dass die Erdschicht auf den Beeten und 30x30 Steine auf dem Gehweg ungefähr auf der gleichen Ebene sind, der obere Rand von Rasenkantensteinen die als Grenze dienen jedoch ca 3 cm höher ist. Meinst Du das reicht oder sollte es noch höher sein bzw. nicht nur Rasenkantensteine sondern auch die eigentlichen Gehwegsteine?


Zitat von: AndreasR link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919602#msg2919602 date=1500920860]
Naja, etwas dünner geht vielleicht auch, aber wenn man 15 cm Schotter gut verdichtet (idealerweise mit einem Rüttler oder Stampfer), bleiben kaum 10 cm übrig, so viel Puffer als Frostschutz sollte es schon sein. Mengenmäßig kommt da zwar schon die eine oder andere Anhängerladung zusammen, aber einfacher Recyclingschotter dürfte völlig ausreichend sein, und den bekommt man in der Regel sehr preiswert.
Rüttler oder Stampfer wird wahrscheinlich leider nicht drinne sein, muss mal gucken ob ich da eine Lösung finde. Werde dann 15 bis 20 cm Schotter noch mitanbringen. Gibt es übrigens solchen Recyclingschotter auch bei normalen Baumärkten oder soll ich da schon eher bei Spezialmärkten nachschauen?
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« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 20:41:29 von echo »
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #9 am: 24. Juli 2017, 20:40:15 »

3 cm als "Wall" halte ich für zu wenig, wenn man da mit Schwung umgräbt oder auch nur hackt, fliegen sicher einige Erdklumpen auf den Weg. Also lieber den Weg 5 cm höher als das Beet und dann nochmal 3 cm Kante - sage ich jetzt mal so aus dem Bauch heraus, ausprobiert habe ich das selbst noch nicht. ;) Im Baumarkt habe ich noch keinen Schotter gekauft, eher beim Baustoffhändler, oder im Fall des Recyclingschotters habe ich welchen bei einem Steinbruch in der Nähe bekommen, wo man auch Bauschutt abladen kann. Vielleicht erkundigst Du Dich mal, ob es sowas auch bei Euch in der Nähe gibt, ich habe jedenfalls für einen großen Anhänger voll Schotter (sicher mehr als eine Tonne) 10 EUR bezahlt. Für den Radlader war das eine zu 1/3 gefüllte Schaufel. :)
« Letzte Änderung: 24. Juli 2017, 20:42:49 von AndreasR »
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #10 am: 24. Juli 2017, 20:45:02 »

Zitat von: AndreasR link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919616#msg2919616 date=1500921615]
3 cm als "Wall" halte ich für zu wenig, wenn man da mit Schwung umgräbt oder auch nur hackt, fliegen sicher einige Erdklumpen auf den Weg. Also lieber den Weg 5 cm höher als das Beet und dann nochmal 3 cm Kante - sage ich jetzt mal so aus dem Bauch heraus, ausprobiert habe ich das selbst noch nicht. ;) Im Baumarkt habe ich noch keinen Schotter gekauft, eher beim Baustoffhändler, oder im Fall des Recyclingschotters habe ich welchen bei einem Steinbruch in der Nähe bekommen, wo man auch Bauschutt abladen kann. Vielleicht erkundigst Du Dich mal, ob es sowas auch bei Euch in der Nähe gibt, ich habe jedenfalls für einen großen Anhänger voll Schotter (sicher mehr als eine Tonne) 10 EUR bezahlt. :)
Super, vielen Dank! Schaue dann ob ich günstigen Schotter in der Nähe auftreiben kann. Werde auch den Weg bzw die Kante auch höher legen als ursprünglich geplant. Bin mir jetzt auch am überlegen ob ich tatsächlich wie von Dir vorgeschlagen nur die Hauptkreuzung wie hier beschrieben stabil baue, während die Nebenwege nur draufgelegte Steine sind. Eventuell baue ich nur die Kreuzung nächstes Jahr und schaue dann wie es mit dem neuen Weg, wie auch einfacheren Nebenwegen so funktioniert und ob der massive Bau auch von Nebenwegen notwendig ist.  ;)
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #11 am: 24. Juli 2017, 20:54:10 »

Ja, das ist sicher eine Gute Idee, dann kannst Du schon mal ein bisschen "üben". ;) Eigentlich ist es keine Kunst, solange man die Baumaterialien einigermaßen vernünftig mit Anhänger, Schubkarre und Co. in den Garten bringen kann. Man muss halt einen Haufen Erde und den Schotter bewegen, aber wenn der erstmal drin und verdichtet ist, geht das Einbetonieren der Rasenkanten (mit Magerbeton) sehr flott (vorher Schnurgerüst stellen!), der Splitt ist auch schnell verteilt, und die Platten auf dem ordentlich abgezogenen Splitt schnell verlegt.

Ich habe letztes Jahr so meinen Weg zum Hauseingang neu gebaut, der Abriss des alten, stark beschädigten Wegs und der Aushub haben länger gedauert, als den neuen Weg zu bauen. ;) Wahrscheinlich habe ich dafür auch viel zu viel Aufwand betrieben (mit 8x20 Tiefbord, 25 cm Schotter, Betonpflaster), aber der neue Weg hat nun schon den Frost im Winter und mehrere Starkregen überlebt und sieht immer noch tadellos aus, inkl. Fugen.
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #12 am: 24. Juli 2017, 21:27:15 »

Zitat von: AndreasR link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919632#msg2919632 date=1500922450]
Ja, das ist sicher eine Gute Idee, dann kannst Du schon mal ein bisschen "üben". ;) Eigentlich ist es keine Kunst, solange man die Baumaterialien einigermaßen vernünftig mit Anhänger, Schubkarre und Co. in den Garten bringen kann. Man muss halt einen Haufen Erde und den Schotter bewegen, aber wenn der erstmal drin und verdichtet ist, geht das Einbetonieren der Rasenkanten (mit Magerbeton) sehr flott (vorher Schnurgerüst stellen!), der Splitt ist auch schnell verteilt, und die Platten auf dem ordentlich abgezogenen Splitt schnell verlegt.

Ich habe letztes Jahr so meinen Weg zum Hauseingang neu gebaut, der Abriss des alten, stark beschädigten Wegs und der Aushub haben länger gedauert, als den neuen Weg zu bauen. ;) Wahrscheinlich habe ich dafür auch viel zu viel Aufwand betrieben (mit 8x20 Tiefbord, 25 cm Schotter, Betonpflaster), aber der neue Weg hat nun schon den Frost im Winter und mehrere Starkregen überlebt und sieht immer noch tadellos aus, inkl. Fugen.
Genauso werde ich es machen, danke auch für den Tipp mit Magerbeton. :)
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #13 am: 24. Juli 2017, 21:45:36 »

Motorisierte Stampfer kann man sich bestimmt ausleihen - zur Not tuts auch ein Handstampfer.

Schotter in genauen Kornmischungen, also diese Ziffernangaben 0/32mm, 5/32mm usw. sind am ehesten bei Baustoff-oder Natursteinhändlern zu bekommen.
Ich neige dazu, Schotter ohne die ganz feinen Anteile zu empfehlen also erst ab 5mm aufwärts, weil der das Wasser von oben schneller ableitet als ein Gemisch mit mehr "Sand".
Je schneller der ganze Wegaufbau austrocknet, umso niedriger ist schonmal das Risiko, dass Unkraut Fuß fassen kann, da zu trocken zum Keimen, auch bei nach einiger Zeit mit Erde "angereicherten" Fugen, wenns nur Sandfugen sind.

Deine Idee mit den 3-5cm Splitt auf gestampfter Erde hätte 2 große Nachteile gehabt:
die Erde kann im Winter unter Frosteinwirkung sich ungleichmäßig heben und setzen, und prompt kriegt man Stolperkanten durch unebene Platten, und da Regenwasser in verdichteter Erde eher langsam versickert, wäre der Splitt, und kapillar die Wegefugen, lange feucht - und Unkrautsamen könnten leicht keimen.

Was die neueren Fugensande angeht, habe ich auch noch keine Praxiserfahrung - ich glaube, die Epoxyd-Variante ist wirklich teuer, aber es gibt da auch Baumarktvarianten, sogenannte polymere Fugensand- Trockenmischungen, die in die Fugen eingefegt und dann befeuchtet werden, woraufhin der Fugensand "abbindet" und eine feste, wasserdurchlässige und elastische Schicht bekommt.
Oder stark alkalische Sandmischungen, die auch unkrauthemmend wirken sollen - Dansand bietet beides an.
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Re: Wege zwischen Gemüse- und Staudenbeeten anlegen
« Antwort #14 am: 25. Juli 2017, 00:01:23 »

Zitat von: Gartenplaner link=topic=[b
Link entfernt!1[/b]2919693#msg2919693 date=1500925536]
Motorisierte Stampfer kann man sich bestimmt ausleihen - zur Not tuts auch ein Link entfernt!1.

Schotter in genauen Kornmischungen, also diese Ziffernangaben 0/32mm, 5/32mm usw. sind am ehesten bei Baustoff-oder Natursteinhändlern zu bekommen.
Ich neige dazu, Schotter ohne die ganz feinen Anteile zu empfehlen also erst ab 5mm aufwärts, weil der das Wasser von oben schneller ableitet als ein Gemisch mit mehr "Sand".
Je schneller der ganze Wegaufbau austrocknet, umso niedriger ist schonmal das Risiko, dass Unkraut Fuß fassen kann, da zu trocken zum Keimen, auch bei nach einiger Zeit mit Erde "angereicherten" Fugen, wenns nur Sandfugen sind.

Deine Idee mit den 3-5cm Splitt auf gestampfter Erde hätte 2 große Nachteile gehabt:
die Erde kann im Winter unter Frosteinwirkung sich ungleichmäßig heben und setzen, und prompt kriegt man Stolperkanten durch unebene Platten, und da Regenwasser in verdichteter Erde eher langsam versickert, wäre der Splitt, und kapillar die Wegefugen, lange feucht - und Unkrautsamen könnten leicht keimen.

Was die neueren Fugensande angeht, habe ich auch noch keine Praxiserfahrung - ich glaube, die Epoxyd-Variante ist wirklich teuer, aber es gibt da auch Baumarktvarianten, sogenannte polymere Fugensand- Trockenmischungen, die in die Fugen eingefegt und dann befeuchtet werden, woraufhin der Fugensand "abbindet" und eine feste, wasserdurchlässige und elastische Schicht bekommt.
Oder stark alkalische Sandmischungen, die auch unkrauthemmend wirken sollen - Link entfernt!1 bietet beides an.

Danke für Deine Tipps und Empfehlungen! Werde dann 15 bis 20 cm Schotter anbringen wie von Dir vorgeschlagen. Mit dem Stampfer muss ich schauen wo ich einen besorgen könnte und was das kosten wird. Von Dansand wollte ich urprünglich den Fugensand nehmen, überlege mir jetzt ob eine alkalische Sandmischung doch besser wäre, da flexibler wieder anzubringen.
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