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Autor Thema: Was gehört (nicht) auf den Kompost?  (Gelesen 1583 mal)

manhartsberg

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #15 am: 10. Oktober 2017, 20:24:16 »

Die Heißrotte ist eine sinnlose Phantasie, da es diese beim Kompostieren zu 99 % nicht gibt.
Wer hier über die Heißrotte schwafelt, lebt in einer anderen Realität.

 ;D
ich glaube du schließt da von dir auf andere  :-\ 
ich habe mehr als genug platz, material & komposter um 3x im jahr heißkompost anzusetzten (bis zu 6m³ gesamt) + sind immer 2 holzkomposter für den laufenden kompost (küchenbfälle etc...) auch vorhanden
siehe das letzte bild im thread komposter
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Dietmar

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #16 am: 10. Oktober 2017, 23:13:47 »

Zitat
ich habe mehr als genug platz, material & komposter um 3x im jahr heißkompost anzusetzten (bis zu 6m³ gesamt)

Um eine Heißrotte zu erreichen, muss man verschiedene "Zutaten" in einem bestimmten Mischungsverhältnis mischen und den ganzen Komposter bzw. Komposthaufen auf einmal ansetzen. Bei Dir sind das 2 Kubikmeter pro Ansetzen und das 3 x im Jahr. Solche Mengen fallen in einem normalen Garten nie und nimmer an. Da braucht man schon einen landwirtschaftlichen Betrieb oder eine größere Gärtnerei.

Das Hauptproblem besteht darin, dass die verschiedenen "Zutaten" niemals zur gleichen Zeit anfallen, z.B.:
- der geshredderte Rebschnitt von 25 Reben = 3 Stück 10-l-Eimer im Februar - das sind nur wenige cm im Komposter
- Das Laub im Spätherbst.
- Rasenschnitt übers Sommerhalbjahr verteilt. 3 Fangkörbe alle 14 Tage voll bzw. die Hälfte pro Woche, sackt innerhalb einer Woche auf einen Bruchteil des ursprünglichen Volumens
- Heckenschnitt ein- bis 2-mal pro Jahr
- Unkraut pro Woche 1 bis 2 Eimer pro Woche im Sommerhalbjahr
- Speisereste übers Jahr verteilt - ist aber eine geringe Menge bei einem großen Komposter bzw. Komposthaufen
- diverse kompostierbare Pappen und Küchentücher

Man müsste alles also über Monate getrennt sammeln, damit man beim Ansetzen des Kompostes mischen kann. In dieser Zeit faulen der Rasenschnitt bzw. das Laub. Wenn jemand einen großen Garten hat, dann fällt vielleicht das Doppelte an, aber niemals 6 Kubikmeter im Jahr. Die ganze Gartenbewirtschaftung müsste also nur zur Kompostzubereitung optimiert werden, also Anbau einer Unmasse von schnellwachsendem Unkraut, damit genug zum Kompostieren anfällt.

Ich kompostiere alles nur erdenkliche seit ca. 50 Jahren, hatte aber noch nie eine Heißrotte. Ich schmeiße die "Zutaten" dann auf den Kompost, wenn sie im Garten oder Haushalt anfallen und habe deshalb 5 Komposter (900 l, 2 x 600 l, 2 x 380 l), damit z.B. der Rasenschnitt verteilt werden kann, damit er im Komposter nicht fault. Die Komposter werden nie voll, obwohl fleißig gefüllt, da der Rasenschnitt als größter Volumenanteil bis zum nächsten Rasenschnitt auf wenige cm zusammen gefallen ist.

Nun könnte ja jemand eine große Hecke haben. Ein Freund von mir hat einen 1000 Quadratmeter-Garten, der ringsherum durch eine ca. 2,5 m hohe Hecke als Sichtschutz umgeben ist. Bei dem fällt pro Jahr ca. 1/2 Kubikmeter Heckenschnitt an (etwas zusammen gesackt). Woher sollen da 6 Kubikmeter pro Jahr kommen?

Mein Garten liegt direkt neben einem kleinen Park. Der Bauhof der Ortschaft "sammelt" mit verschiedenen Technologien das Laub in diesem Park und ich hole neben dem eigenen Laubaufkommen jedesmal noch ca. "gestopfte" 40 bis 50 Schubkarren "Fremdlaub" zum Kompostieren. Ich muss nämlich im Spätherbst einen 900-l-Komposter auf meinen Freilandbananen aufstellen und füllen (Frostschutz). Dazu fülle ich abwechselnd Laub und halbfertigen Kompost. Da das Laub schon beim Füllen des Komposters stark zusammen fällt und innerhalb von einigen Tagen auf höchstens 5 % des ursprünglichen Volumens, reichen diese vielen Schubkarren Laub bei weitem nicht aus, um den 900 l-Komposter zusammen mit dem Kompost der anderen (nicht vollen) Komposter wirklich zu füllen. So ein Laubhaufen im Park ist zunächst einmal sehr groß (mehrere Kubikmeter), aber im Komposter sackt dieser sehr stark zusammen. Dazu kommen noch bis zu 20 Stück 10 l - Eimer mit Kaffesatz aus einer Cafeteria - aber bei einem 900 l - Komposter ist das nur ein Klacks.
Nach dem Aufsetzen des 900 l - Komposter durch diese Unmenge Laub und Verbrauch des Jahresaufkommens an halbgaren Kompost sind alle anderen Komposter leer. Im Frühjahr ist der gestopfte und schon beim Aufsetzen weiter zusammen gesackte 900 l-Komposter dann nur noch zu ca. 60 % des Ursprungsvolumens gefüllt.

Nun sind 900 l noch nicht einmal 1 Kubikmeter. Woher nimmst Du dann 6 Kubikmeter in einem Jahr?
« Letzte Änderung: 10. Oktober 2017, 23:18:53 von Dietmar »
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Quendula

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #17 am: 11. Oktober 2017, 10:51:09 »

Dietmar, warum wertest Du die Erfahrungen anderer als Lüge ab, nur weil sie sich nicht mit Deinen decken  ???? Muss jeder die gleichen Erfahrungen machen wie Du? Was passiert, wenn nicht? Nein, die nächste Frage stelle ich erst gar nicht  :-X.

Ich denke, dass in lebendige Prozesse noch ein paar Bedingungen mehr reinspielen als die ideale Zusammensetzung und Größe. Klar gibt es ein Optimum, aber daneben immer noch einen Toleranzbereich, der vermutlich größer ist, als Du annimmst.
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RosaRot

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #18 am: 11. Oktober 2017, 11:09:30 »

Hatten wir nicht einen Thread, in dem sehr minutiös Heißrotte etc. beschrieben wurden? Na, egal, ich wollte Euch nur mal zeigen, wie "richtige" Komposthaufen auszusehen haben...(Foto aus Great Dixter)
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Viele Grüße von
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Sean

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #19 am: 11. Oktober 2017, 16:17:04 »

Ich übergebe dem Kompost alles, was aus dem Garten kommt, also auch faule Äpfel und samentragende Beikräuter, und bisher hatte ich deswegen keine Probleme, obschon ich nur einen eher kleinen Haufen habe, der kaum je eine Heissrotte hinkriegt. Knochen und Muschelschalen werf ich auch drauf, die werden dann ein paar Jahre lang rausgesiebt, bis sie nicht mehr sichtbar sind. Man sollt es sich nicht schwieriger machen als es ist.
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Natternkopf

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #20 am: 11. Oktober 2017, 17:09:47 »

Salü sean

Häufig gewählte oder mögliche Vorgehendweise im Alltag, passt so. #19

Heissrotte ist bei dem Weg und der Menge auch nicht das Ziel.
Einfach kompostieren ist doch gut so.

Zitat
Man sollt es sich nicht schwieriger machen als es ist.
Richtig und auch so kann es allermeistens gute Komposterde geben.

Mein Vorschlag: So weiter machen wenn es passt und keine Probs entstehen.  :D

Grüsse Natternkopf
« Letzte Änderung: 11. Oktober 2017, 17:13:50 von Natternkopf »
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Natternkopf

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Salü Dietmar

Zu #16
An und für sich, sind die Angaben / Info's zum kompostieren richtig.
Sie lassen jedoch einen beachtlichen Teil aus. 50 Jahre hin oder her.

Aber schöne Volumen hast du, welche du ansetzt und verabreitest.  8)
Das ergibt vielseitige Erfahrungen.


Um eine Heißrotte zu erreichen, muss man verschiedene "Zutaten" in einem bestimmten Mischungsverhältnis mischen und den ganzen Komposter bzw. Komposthaufen auf einmal ansetzen. Korrekt so. Diese gemäss Kompostierregeln gemischt und 'Richtig' angesetzt.
Bei Dir sind das 2 Kubikmeter pro Ansetzen und das 3 x im Jahr. Schöne Volumen.  :)
Solche Mengen fallen in einem normalen Garten nie und nimmer an. Dies kann kaum als passende Hypothese angenommen werden, eher als *Behauptung.
Wobei sich die Frage stellt. Woher weisst du das von den anderen Gärten. Kennst du die alle? Aber lassen wir das.

Da braucht man schon einen landwirtschaftlichen Betrieb oder eine größere Gärtnerei. Abgeleitete Schlussfolgerung. Erscheint logisch ist es jedoch nicht 'per se' und fusst auf einer nicht korrekten Annahme.
Entspricht auch nicht der "üblichen bzw. der möglichen, vorhandenen Gartenpraxis, obwohl es Situationen gibt welche der obigen *Behauptung entsprechen könnten.


Das Hauptproblem besteht darin, dass die verschiedenen "Zutaten" niemals zur gleichen Zeit anfallen, z.B.: Ein korrekte Aufgabenstellung die sich jedoch händeln lässt.
- der geshredderte Rebschnitt von 25 Reben = 3 Stück 10-l-Eimer im Februar - das sind nur wenige cm im Komposter
- Das Laub im Spätherbst.
- Rasenschnitt übers Sommerhalbjahr verteilt. 3 Fangkörbe alle 14 Tage voll bzw. die Hälfte pro Woche, sackt innerhalb einer Woche auf einen Bruchteil des ursprünglichen Volumens
- Heckenschnitt ein- bis 2-mal pro Jahr
- Unkraut pro Woche 1 bis 2 Eimer pro Woche im Sommerhalbjahr
- Speisereste übers Jahr verteilt - ist aber eine geringe Menge bei einem großen Komposter bzw. Komposthaufen
- diverse kompostierbare Pappen und Küchentücher
Ich nehme an dass:
"Diese Auflistung in deinem oder von dir bekannten "Garten" anfällt.
Somit stimmt das, für dieses Beispiel."


. Man müsste alles also über Monate getrennt sammeln, damit man beim Ansetzen des Kompostes mischen kann. Jein
. In dieser Zeit faulen der Rasenschnitt bzw. das Laub. Jein bzw. ja wenn: Das nur hingelegt wird ohne Zutaten. Was wiederum nix mit Kompostieren oder Zwischenlagerung zutun hat sondern eher im Bereich von:
--> Ich lege da mal eine porvisorische stinkte Rasenhalm-Müllhade an.  ;)

. Wenn jemand einen großen Garten hat, dann fällt vielleicht das Doppelte an, aber niemals 6 Kubikmeter im Jahr. Ist eine Behauptung, die sogar in gewissen Fällen zutreffen kann.
. Die ganze Gartenbewirtschaftung müsste also nur zur Kompostzubereitung optimiert werden, also Anbau einer Unmasse von schnellwachsendem Unkraut, damit genug zum Kompostieren anfällt.
Ja, aber nur dann ja wenn die obigen [unvollständigen] Annahmen zugrunde gelegt sind und anders Aussenvor gelassen ist.
Ganz klar Nein, wenn zBsp. holziger Häcksel oder sogar Holz-Häcksel zu Verfügung steht oder ähnliches struturkreiches Material mit hohem Kohlenstoff 'C' Anteil. Da kann immer zu gemischt werden wie bei Rasenschnitt.
Das kann ein Haufen sein der einfach da liegt nicht vor sich hinfault etc.


- Ich kompostiere alles nur erdenkliche seit ca. 50 Jahren, Das finde ich toll und habe Achtung vor dieser Leistung und Ausdauer.
- hatte aber noch nie eine Heißrotte. Ja gut, das würde nach den "Regeln des Richtigen Kompostierens für eine Heissrotteführung" bedeuten. Falsch gemacht. Punkt und Schluss das schleckt keine Geis weg.
- Ich schmeiße die "Zutaten" dann auf den Kompost, wenn sie im Garten oder Haushalt anfallen Einen solchen Komposter ist sehr vernünftig und hilfreich. Jedoch nur wenn die Mischungen passen. Das es wird 'C'- haltiges Material und Strucktur-Material /staruchschnit auf Fingerlänge beigefügt.
Oder/und zwischen durch dies obere enstehende austrocknende oder matschig werdende Schicht abgetragen aufbereitet wird. Anderenfalls ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass es Richtung Deponie sich entwickelt.

- und habe deshalb 5 Komposter (900 l, 2 x 600 l, 2 x 380 l), damit z.B. der Rasenschnitt verteilt werden kann, damit er im Komposter nicht fault. Mögliches, ganbares, händelbares Konzept. In meinen Augen heickel im suaberen Handling. mit Erfahrung geht das Gewiss gut.
Doch es haben nicht alle Platz für 5 Komposter. Ich glaube da sind wir uns sogar einige. :-)

- Die Komposter werden nie voll, obwohl fleißig gefüllt, da der Rasenschnitt als größter Volumenanteil bis zum nächsten Rasenschnitt auf wenige cm zusammen gefallen ist.
Da ich nichts lese von Erdreich beimischen (suboptimal, besser als gar nichts) oder idealerweise holziges Struktur Material beimischen, folgere ich daraus einen ungünstigen Rotteverlauf. Zuviel Stickstoff 'N' zu wenig Kohlenstoff 'C' somit auch viel zuwenig Luftsauerstoff ''O", gut mit der Schichtdicke lässt sich minim was machen.

- Nun könnte ja jemand eine große Hecke haben. Kann gut sein ja.
- Ein Freund von mir hat einen 1000 Quadratmeter-Garten, der ringsherum durch eine ca. 2,5 m hohe Hecke als Sichtschutz umgeben ist. Bei dem fällt pro Jahr ca. 1/2 Kubikmeter Heckenschnitt an (etwas zusammen gesackt). Woher sollen da 6 Kubikmeter pro Jahr kommen? Bei ihm wohl kaum.  :D
Lässt sich aber definitv nicht auf andere Gartensituationen ableiten und anwenden. Wohl kaum erst rehct nicht annehem es ist dort und da auch so. Kommen in die Kategorie. *Behauptung.


. Mein Garten liegt direkt neben einem kleinen Park. Der Bauhof der Ortschaft "sammelt" mit verschiedenen Technologien das Laub in diesem Park und ich hole neben dem eigenen Laubaufkommen jedesmal noch ca. "gestopfte" 40 bis 50 Schubkarren "Fremdlaub" zum Kompostieren. Finde ich praktisch und tolles Material.
. Ich muss nämlich im Spätherbst einen 900-l-Komposter auf meinen Freilandbananen aufstellen und füllen (Frostschutz). Bin gerade dabei meinen aufzufüllen mit ähnlichem Volumen.
. Dazu fülle ich abwechselnd Laub und halbfertigen Kompost. Da das Laub schon beim Füllen des Komposters stark zusammen fällt und innerhalb von einigen Tagen auf höchstens 5 % des ursprünglichen Volumens, reichen diese vielen Schubkarren Laub bei weitem nicht aus, um den 900 l-Komposter zusammen mit dem Kompost der anderen (nicht vollen) Komposter wirklich zu füllen. Kann gut sein, glaube ich dir. Ich mache es ohne Beimischungen nur Laub, damit ich das im Frühjahr mit dem Rasenmäher schreddern kann.
. So ein Laubhaufen im Park ist zunächst einmal sehr groß (mehrere Kubikmeter), aber im Komposter sackt dieser sehr stark zusammen. Isso, staune ich auch immer wieder darüber.
. Dazu kommen noch bis zu 20 Stück 10 l - Eimer mit Kaffesatz aus einer Cafeteria Lieben die Würmer heiss. ;D - aber bei einem 900 l - Komposter ist das nur ein Klacks. Ja
Nach dem Aufsetzen des 900 l - Komposter durch diese Unmenge Laub und Verbrauch des Jahresaufkommens an halbgaren Kompost sind alle anderen Komposter leer. Ja, ist davon auszugehen.
Im Frühjahr ist der gestopfte und schon beim Aufsetzen weiter zusammen gesackte 900 l-Komposter dann nur noch zu ca. 60 % des Ursprungsvolumens gefüllt. Deckt sich in etwa mit meinen Erfahrungen.

Nun sind 900 l noch nicht einmal 1 Kubikmeter. Woher nimmst Du dann 6 Kubikmeter in einem Jahr? Dies Hat mit Heissrotteführung zwar nichts zu tun, doch kann man fragen.

Komme zurück auf:
Zitat von: Dietmar am 10. Oktober 2017, 23:13:47
Ich kompostiere alles nur erdenkliche seit ca. 50 Jahren, hatte aber noch nie eine Heißrotte.

Vorinfo zu mir:
Nachdem Kompostierkurs 2010, hatte ich zu Beginn mir sogar Kontrollverlaufsblätter von dem naheliegenden Kompostierwerk geholt bis ich die Heissrotte und das danach verstand.
In der Anfangsphase mir auch mal Rat dort geholt, Material von mir mtgebracht und dort ausgetauscht. Auch Impfmat. von dort mitgenommen zum testen. Dies im Rahmen eines interessierten Hobbygärtners. Nicht dass ich weiss wie das alles geht oder keine Fehler mehr mache. Jedoch was es braucht für die verschiedenen Kompostierabläufe ins besondere bei der Heissrotteführung (inkl. Materilamix und Nachführung), den eventuell nötigen Korrekturen und anschliessend der Wärme- und Kaltphase. Das kann ich relativ gut beurteilen.


Sorry Diemtar
Da stimmt was nicht nicht mit dem Haufenmix.

Heissrotte kann schon ab einem ca. 300 Liter frisch aufgestetzten Haufen ereicht werden.
(Wo bei dieser Menge abdecken schon sehr wichtig ist damit die Wärme sich entwicken kann und erhalten bleibt.)
Doch wie ich das verstehe beim lesen von deinem Beitrag fallen da bei dir mehr Mengen an.

  • Die verschiedenen Theorieunterlagen / -anleitungen zur Heissrotteführung sprechen dafür das es geht.
  • Erhaltene Grundlagen (zu grundegelegte obige Theorie + Praxis) an dem Kompostkurs ebenfalls, inkl. thermischem Ergebnis.
  • Bei uns auf dem Grundstück/Garten. Sei es in den Kompostboxen oder auf der offenen Miete ebenfalls.
  • Das Einstichthermomerter (ca. 45cm) bestätigt das mit seinen Angaben.

Verzeih wenn ich nun Direkt und Ungeschminkt bin.
- Bei den Volumen keine Heissrotte, da ist was im gar im Argen mit den Haufen. 50 Jahre hin oder her.
- Dietmar da soltest du über die Bücher.
- Aus diesen, deinen wertvollen Erahrungen auf andere Situationen ableiten, kann gehen. Doch sollten zumindest die "Regeln des Richtigen Kompostierens für eine Heissrotteführung" bekannt sein und idealerweise schon erfolgreich angwendet worden sein.
Was ja bisher bei den Haufen von dir nicht stattgefunden hat, gemäss den Ausführungen im Text von #16

Freundliche Grüsse
Natternkopf

PS:
Wer Schreibfehler findet darf sie kompostieren.
Wem das obige zu kompliziert erscheint, kann sich an #19 halten.
Den: Egal ob Warm-, Kalt- oder Heisskompostierung, alle diese Wege geben Erde daraus.


« Letzte Änderung: 11. Oktober 2017, 17:25:59 von Natternkopf »
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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #22 am: 11. Oktober 2017, 18:48:57 »

Ich kompostiere alles nur erdenkliche seit ca. 50 Jahren, hatte aber noch nie eine Heißrotte.

was soll ich dazu sagen ??? da wird auch ein workshop bei natternkopf auch nichts helfen obwohl er offensichtlich ein profi ist...
bei mir gehts nicht, ich bin ein eigenbrötler und war immer schon unorthodox unterwegs, dir würde es die haare aufstellen...  ;D
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Natternkopf

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Eine Moderatorin könnte diesen Thread auch teilen.
Das sind wir vom Ausgangsthema "Was gehört (nicht) auf den Kompost?" abgekommen.
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Salü manhartsberg 🌸

Mache keine Workshops  ;)

Nicht Profi, interessierter Amateur der auch gerne in den Haufen wühlt.
Das sind Profis bei mir ums Eck.

Dann gibt es noch Einige hier im Forum die das können:)

@manhartsberg 🌿
Einer von den Eleganteren finde ich den --> Hier.

Lg Natternkopf
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Dietmar

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #24 am: 11. Oktober 2017, 21:35:35 »

Es ist tatsächlich so, dass ich relativ wenig holzige Zutaten habe, z.B. nur:
- ca. 3 Eimer Geshreddertes vom Rebschnitt im Spätwinter
- ca. 3 Eimer Geshreddertes von im Park herunter gefallenen Ästen - sonst hätte ich noch weniger Holziges- fällt vor allem bei Herbsstürmen an
- geshredderter Heckenschnitt vom Buchsbaum vom Nachbarn, ca. 0,5 Kubikmeter, wenn es locker liegt. Der Nachbar kompostiert den Heckenschnitt nicht und würde ihn sonst entsorgen. Fällt einmal im Jahr an.
- kleinere Mengen verholztes und zu groß gewordenes Erika

Dazu kommt relativ viel Verschnitt von den Rosen (klein geschnittene Stengel mit Blättern, verblühte Blüten - fällt das ganze Jahr an), da eine davon sehr wüchsig ist (Rosarium Uetersen) - macht den Kompost auch recht locker und damit luftig. Auch der Winterjasmin wuchert sehr stark, so dass er mehrfach im Jahr zurück geschnitten werden muss. Die Stengel davon sind auch etwas "strukturbildend".

Im Frühjahr leere ich vorsichtig den 900 l-Komposter, um die Stengel der Freilandbananen nicht zu beschädigen. Durch diesen Trick mit dem Komposter überleben meine Freilandbananen auch länge und sehr kalte Winter. Der Kompost ist über den Winter zwar stark zusammen gesackt, aber nur zu ca. 1/3 reif und da meine ich nicht die Menge des fertigen Kompostes, sondern den Reifegrad. Der Inhalt des Komposters kommt auf einen Haufen. Dabei wird er automatisch mit umgesetzt. Wenn ich nun Rasenschnitt habe, dann verteile ich die meist 3 vollen Fangkörbe auf 3 Komposter und streue jeweils eine Schicht des halbgaren Kompostes darauf. Das soll etwas Struktur bringen, aber eben auch Bakterien und Kompostwürmer für die Rotte zuführen. Dann verteile ich sonst anfallende kompostierbare Sachen auf die Komposter, damit immer auch eine Schicht mit Unkraut, Küchenabfällen usw. vor der nächsten Rasenschnittschicht kommt. Leider ist dieser Haufen mit halbgaren Kompost schon in der Mitte des Sommers alle und nun habe ich bis zum Herbst zu wenig holzige oder andere strukturfeste Zutaten.

Zur Verbesserung der Lüftung der Komposter verwende ich ab und an so einen spiralförmigen Kompostlüfter.
https://www.amazon.de/Unbekannt-SCMA-Kompost-Bel%C3%BCfter/dp/B0050I2FB4/ref=sr_1_3/261-2961692-6511910?ie=UTF8&qid=1507749898&sr=8-3&keywords=kompostl%C3%BCfter

Ich weiß nicht, was ich noch besser machen könnte.
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Natternkopf

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #25 am: 11. Oktober 2017, 22:43:10 »

Salü Dietmar

Es ist tatsächlich so, dass ich relativ wenig holzige Zutaten habe, ...
...
Ich weiß nicht, was ich noch besser machen könnte.

Muss das in zwei Bereiche aufteilen.
A) Argumentationsweise
B) Kompostieren

A) Der daher gekommene Inhalt zur Heissrotte.
Zitat von: Dietmar 08. Oktober 2017, 21:38:08
...
Die Heißrotte ist eine sinnlose Phantasie, da es diese beim Kompostieren zu 99 % nicht gibt.
...
Wer hier über die Heißrotte schwafelt, lebt in einer anderen Realität.
Ist wohl klar, barucht es nichts mehr dazu.

B) Kompostieren
Habe da Sec geschrieben:
Zitat von: Natternkopf 11. Oktober 2017 17:15:19
- Bei den Volumen keine Heissrotte, da ist was im gar im Argen mit den Haufen. ... ...
- Dietmar da solltest du über die Bücher.

Nun ja.
Wenn ich da so lese wie du das beschreibst, ist das (eine Art) Schichtkompostierung.
Schön verteilt, damit es 'Atmen' kann. Wird so auch kaum Warm in gröserem Volumen.
In der Schweiz nennt sich das: Kompostieren nach Kurt Häfeli

Auf diese gute Art und Weise ergibt das keine Heissrotte.
Ist logisch und kann das nun nachvollziehen und verstehen, dass sich keine Heissrotte ergeben hat.
Somit du nach Dekaden zu diesem Schluss bei dir kommst.
(Heissrotte braucht es nicht 'per se', es gibt verschiedene gute Kompostabläufe und Vorgehensweisen.)

Diese beschriebene Vorgehensweise bei dir, ist ein praktisches Prinzip welches gute Erdqualitäten hervorbringt.
Somit ist auch nix im Argen mit den Haufen.

Meine unkorrekte Annahme war ja: "Viel aufs mal und das wird nicht heiss? "

Also über die Bücher "solltest" du somit nicht gehen, da das entstende Produkt gut wird.
Diese Hypothese leite ich ab, dass du anscheinend den Kompost pflegts.

Da wird Umgesetzt, belüftet, leerst vorsichtig den Bananen 900-er, Kompostwürmer vorhanden, Reifegrad wird beurteilt.
Und bei jemanden der so liebevoll, mit bedacht und mit System vorgeht beim Kompost, kann fast nur gute Erde (und andere Reifegrade) als Produkt heraus kommen!

Das liest sich als Warm-Kalte Kompostführung, wo die Kleinstlebewesen und Kompostwürmer die Arbeit übernehmen.
Die Thermophilen Bakterien braucht es ja nur zu beschleunigen via Heissrotte und danch kommen auch da die Kleinstlebewesen und Würmer.

Deine Frage

Ich weiß nicht, was ich noch besser machen könnte.
kann ich nur so beantworten.

Ich auch nicht, das läuft gut.

Ausser Wiederholen  ;)
Zerkleinern, Mischen, Feucht halten, Zudecken

Wünsche dir noch eine schönen Abend und weiterhin gelingendes Kompostieren.

Grüsse Natternkopf

PS
In Dietmar Haufen möchte ich ein Kleinstlebewesen oder ein Kompostwurm sein.
Vielleicht sollten wir mal Kompostwürmer austauschen. (Stichwort: Gen-Vielfalt)
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oile

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #26 am: 11. Oktober 2017, 23:53:17 »

Na, egal, ich wollte Euch nur mal zeigen, wie "richtige" Komposthaufen auszusehen haben...(Foto aus Great Dixter)
;D
Ich wurde schon gefragt, ob das wirklich Komposthaufen seien. 
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Brezel

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #27 am: 14. Oktober 2017, 01:17:31 »


Ich kompostiere alles nur erdenkliche seit ca. 50 Jahren, hatte aber noch nie eine Heißrotte.

Das erschüttert mich jetzt. Wo ein Wille ist, ist auch eine Heißrotte....!
Hab ich sogar als Anfängerin vor 30 Jahren hingekriegt, als ich streng nach Anleitung vorgegangen bin.
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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #28 am: 14. Oktober 2017, 14:20:11 »

Zitat
In Dietmar Haufen möchte ich ein Kleinstlebewesen oder ein Kompostwurm sein.
Vielleicht sollten wir mal Kompostwürmer austauschen. (Stichwort: Gen-Vielfalt)

Ist das eine Bewerbung von Dir für meinen Komposter?  ;D

Im Ernst: Der Kompost ist bei mir qualitativ ganz gut - riecht auch sehr gut - erdig mit "Waldaroma" (durch das viele Lindenlaub). Nur dauert das einige Zeit. Nach einem Jahr kann ich im Herbst den unteren Teil eines Komposters aussieben. Der noch ungare Rest wird entweder im Spätherbst verwendet, um das viele (Linden-) Laub besser kompostierfähig zu machen (schon beschrieben bei 900 l-Komposter zum Frostschutz für Freilandbanane.

Über dem Winter passiert im 900-l - Komposter nicht viel. Nur das Laub fällt extrem zusammen und wird aber nur "halbgar". Wenn ich die Banane im April wieder auspacke, kommt der halbgare Kompost auf einen Haufen, den ich dann zum Untermischen für den Rasenschnitt u.a. nutze - wie schon beschrieben.
Insgesamt ergibt sich bei mir pro Jahr eine Ausbeute von gesiebten garen Kompost von ca. 300 l für alle Komposter zusammen..


Zum "Austausch" der Kompostwürmer:

Ich hatte vor Jahren mal einen Kunststoffeimer mit Kompostwürmern gekauft. Allerdings konnte ich keinen Unterschied zu den Würmern erkennen, welche von unten aus der Erde durch das Metallsieb (zur Rattenabwehr) in den Komposter kriechen. Die gekauften Kompostwürmer waren nur viel kleiner. Sie haben zwar ihren Job gemacht, aber nach einem Jahr konnte ich keinen mehr finden.
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Natternkopf

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Re: Was gehört (nicht) auf den Kompost?
« Antwort #29 am: 14. Oktober 2017, 20:09:33 »

@Dietmar

Bewerbung

Ist das eine Bewerbung von Dir für meinen Komposter?  ;D
JA


Im Ernst: Der Kompost ist bei mir qualitativ ganz gut - riecht auch sehr gut - erdig mit "Waldaroma" (durch das viele Lindenlaub).
Gehe inzwischen davon aus, nach der Lektüre deiner Vorgehensweise.
Nur dauert das einige Zeit. Ja, isso  :)


Zum "Austausch" der Kompostwürmer: ... ...
Wenn ich das nächste mal eine Kompostbox öffne oder umschichte mache ich eine Portion parat. Würde mich dann melden zum verschicken.

Grüsse Natternkopf
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*Was dem Rasenfetischisten sein Mäher, ist dem Komposti sein Häcksler*
Hat es Bildchen in Titelzeilen, kann manches Auge nicht in Ruhe verweilen. ;-)
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