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News: Den Namen des Rechtes würde man nicht kennen, wenn es das Unrecht nicht gäbe.  (Heraklit)
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News: Den Namen des Rechtes würde man nicht kennen, wenn es das Unrecht nicht gäbe.  (Heraklit)

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Autor Thema: Hochstamm versus Halbstamm  (Gelesen 5196 mal)

Antonia

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #15 am: 18. September 2017, 17:01:13 »

frauenschuh
Danke!
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Nichts schmerzt so sehr, wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiss wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt.
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Aromasüß

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #16 am: 20. September 2017, 11:18:49 »

Was hast Du für ein Glück, eine Streuobstwiese gefunden zu haben! Hier, in den Zeiten ungehemmter großer Bodenspekulation, gibt es sie leider nur noch gaaanz selten.

Daran hat der Kreisobstberater nicht gedacht:
Ein Halbstamm hat nur die Krone weiter unten, alles andere ist gleich.

Ein weiteres Argument für den Hochstamm sind die Vögel auf der Obstwiese! Spechte schlagen ihre Höhlen in Bäume, vor allem Apfelbäume, ab 1,80 cm Höhe des Astansatzes; kleinere Bäume ab Halbstammgröße meiden sie (zufolge einer Spechte-Kartierung auf Obstwiesen, Forsthochschule Rottenburg, Bachelorarbeit von Franziska Ulm, Mai 2017, noch nicht im Internet). Wenn ich nachdenke, gilt das auch für Hausrotschwänze in Gärten: Die Bruthöhlen, die ich kenne, befinden sich alle in dicken Hochstämmen.

Wer will in Hochstämme klettern - und wer schüttelt lieber?
... wer will in Hochstämme klettern, um Kirschen oder Pflaumen zu ernten?

Seitdem ich die "Schüttelstange" mit dem Haken dran kenne, pflücke ich Zwetschgen, Rundpflaumen, Myrobalanen schon wegen des Komforts nicht mehr mit der Leiter. Die "Schüttelstange" gibt es in 2-5 Meter Länge (plus die eigene Körpergröße). Hohe Äste lassen sich mit ihr einfach und wirksam schütteln, ohne dass sie oder Teile davon abbrechen. Reift der Pflaumentyp folgernd, so bleiben unreife Früchte hängen und können in Minutenschnelle wochenweise stets neu geschüttelt werden. Wurde vorher nicht gemäht, so lassen sich eine große Planen oder Decken auslegen (je 2 pro Baum: eine links, die andere rechts vom Stamm). Zwetschgen sind nicht so druckempfindlich wie Äpfel und müssen ohnehin bald gefuttert, verarbeitet oder eingefroren werden.

Zum Baumschütteln wünschenswert sind Teleskopstangen, aber die üblichen sind nach wenigen Minuten hin. Gute Erfahrungen habe ich dieses Jahr mit der 4-Meter-Teleskopstange von Gardena gemacht (viel besser als der übliche Ramsch dieser Firma, weil nicht für Hobbygärtner, sondern in Schweden für Hochspannungselektrik hergestellt!). Für ihre Patent-Steckverbindung gibt es leider keinen Haken, sondern nur einen Pflückkorb (-krone). Der geht als Notbehelf auch zum Schütteln.
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mff

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #17 am: 11. Februar 2021, 14:12:53 »

Hochstämme dienen zumeist für Obst, welches für die Vermostung oder anderer Verarbeitung dient. Will man eine Obstwiese, die Tafelobst produziert, dann ist der Halbstamm ganz klar die gesuchte Baumform (abgesehen von der Spindel). Ich würde es keinem mehr empfehlen für Tafelobst in einen hohen Baum zu klettern.
So sehe ich das eigentlich auch. Wenn man für sich die Flächennutzung mit Hauptziel "Obst" definiert, sollten sich mögliche Zweitnutzungsformen dem doch unterordnen. Sonst wäre es ja eine Wiese, Pferdekoppel oder Schafweide mit "Baumanteil".
Häufig habe ich auch das Argument "Traktoren und Maschinen werden immer größer" als Argument für Hochstämme (die heutigen mit 1,8-2m) gefunden. Ist diese Denkweise nicht grundlegend falsch? In anderen Bereichen ist es doch auch möglich, die Geräte und Maschinen den Anforderungen anzupassen statt umgekehrt...  ???

Ich habe in meinem Fall noch die Möglichkeit, für alle Bäume die Stammhöhe selbst festzulegen. Die Bäume sind selbst angezogen und haben alle eine Sämlingsunterlage. Derzeit würde ich zwischen 1,2 und 1,5m Stammhöhe je nach Art und Sorte wählen. Argumente dafür und dagegen nehme ich gerne an.


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Gruß mff

Waldgärtner

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #18 am: 11. Februar 2021, 14:21:48 »

Häufig habe ich auch das Argument "Traktoren und Maschinen werden immer größer" als Argument für Hochstämme (die heutigen mit 1,8-2m) gefunden. Ist diese Denkweise nicht grundlegend falsch? In anderen Bereichen ist es doch auch möglich, die Geräte und Maschinen den Anforderungen anzupassen statt umgekehrt...  ???

Dem Bauern, der meine Wiese mäht, ist die Kronenhöhe egal. Der braucht mindestens 12m Abstand zwischen den Reihen, dass er da mit seinem Mähwerk durchkommt. In der Regel ist das doch entscheidender. Wozu soll der Trekker direkt unter den Bäumen durchfahren? (abgesehen vielleicht vom Aufsitzrasenmäher...)

Bei eigenen Veredelungen lege ich die Kronenhöhe übrigens auch je nach Wuchsstärke individuell fest.
Das Argument Streuobst = 1,80m Kronenhöhe stammt aus irgendwelchen Amtsstuben und hat mit der Realität nicht viel zu tun. Auf den wenigsten älteren Wiesen dürfte das durchgehend eingehalten sein, außer wenn sie beweidet werden.
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Staudo

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #19 am: 11. Februar 2021, 14:56:43 »

Mir gefallen Hochstämme besser, was natürlich absolut objektiv ist.  ;) Ich versuche mich im Oeschbergschnitt und lasse herunterhängende Äste wachsen. An die kommt man zur Ernte von etwas Tafelobst gut heran.
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Rasen macht Männer glücklich. Die einen brauchen dazu einen Porsche, den anderen reicht ein Mäher.

ringlo

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #20 am: 11. Februar 2021, 14:58:10 »

Da hat sich jemand Gedanken über dieses Thema gemacht
https://www.ogv-erbach.de/index.php/gartentipps/obst/wer-braucht-den-hochstamm

PS Ich bin zwar ein Halbstamm-Fan, aber ich besitze auch Hochstämme und Buschbäume, alles an seinem Platz. Aber ich frage mich auch, ob die sog. Streuobstwiese das Alleinseligmachende ist. Meiner Meinung nach sind allein stehende Hochstämme  und kleine Baumformen für den Garten mindestens ebenso wichtig.
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mff

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #21 am: 11. Februar 2021, 15:53:37 »

@ringlo
Danke für den Hinweis. Der Beitrag war mir bereits bekannt. Da sind einige Aspekte, die ich ähnlich beurteilen würde.

Grundsätzlich gilt auch bei mir: Ich bin kein Hochstamm-Gegner. Ich besitze und beernte selbst Hochstämme. Dabei fällt mir aber zunehmend auf, dass die etwas niedrigeren Bäume bevorzugter beerntet und auch gepflegt werden, als die ganz hohen Riesen.
Deshalb würde ich auch bei der Neuanlage einer OBSTwiese (hier liegt der Schwerpunkt auf dem Obst) vom Gefühl her eine etwas niedrigere Stammform bevorzugen.

Leider ist es wohl so, dass (wegen fehlender Fördermöglichkeit?) kaum eine Baumschule die Kombination aus Sämlingunterlage und niedriger Stammform anbietet.
Wie bereits geschrieben, ist das in meinem Fall egal, da ich meine Bäume selbst ziehe und somit alle Freiheiten habe.

Ergänzend:
Wenn ich Bäume mit Leitastansatz von 1,3 oder 1,4m erzeuge, ist es wohl streng genommen weder Halbstamm noch Hochstamm. Dennoch scheint mir das Thema noch passend  ;)
« Letzte Änderung: 11. Februar 2021, 15:57:25 von mff »
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Gruß mff

ringlo

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #22 am: 11. Februar 2021, 16:16:32 »

mff, da liegen wir auf einer Wellenlänge.
Die sog. Streuobstwiesen verschwinden doch immer mehr, weil sie nicht genutzt werden. Da hilft auch eine Förderung wenig.
Obstwiesen, Obstbäume im Garten werden nicht gefördert, aber öfters genutzt und einzelne Hochstämme in der Flur erfreuen das Auge und die Natur mehr als verwahrloste Neuanpflanzungen.

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Wild Obst

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #23 am: 11. Februar 2021, 19:52:37 »

...
Leider ist es wohl so, dass (wegen fehlender Fördermöglichkeit?) kaum eine Baumschule die Kombination aus Sämlingunterlage und niedriger Stammform anbietet.
Wie bereits geschrieben, ist das in meinem Fall egal, da ich meine Bäume selbst ziehe und somit alle Freiheiten habe.

Ergänzend:
Wenn ich Bäume mit Leitastansatz von 1,3 oder 1,4m erzeuge, ist es wohl streng genommen weder Halbstamm noch Hochstamm. Dennoch scheint mir das Thema noch passend  ;)

Meinem Vater hat eine lokale Baumschule hemmungslos Äpfel auf Sämlingsunterlage mit so 1,2-1,5m Kronenhöhe als "Hochstämme" verkauft. Für die Förderung (5€/"Hochstamm", von der Gemeinde) damals (knapp 20 Jahre her) war nur die Rechnung der Baumschule relevant... Niemand hat die Kronenansatzhöhe je nachgemessen.  ;)

Die heutigen Förderungen sind für die meisten komplett unattraktiv: Irgendwelche Pflegevorschriften für Bäume und Wiese (Mahdtermine, Schnitt, Düngung,...) und  teilweise sogar +- vorgeschriebene Pflege/Überwachung von "Experten", oft Sortenvorgaben, jahrelange Verpflichtungen, endlose Dokumentationsbürokratie...
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Waldgärtner

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #24 am: 11. Februar 2021, 20:49:40 »

oft Sortenvorgaben

Allein deshalb habe ich drauf gepfiffen. Die paar Euro sind es am Ende nicht wert, dass ich mir derart reinreden lasse.
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Staudo

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #25 am: 11. Februar 2021, 20:52:19 »

Ich gehe davon aus, dass die Baumschule Deines Vertrauens einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss findet. Wer bestimmt die Sorten nach?
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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #26 am: 11. Februar 2021, 21:38:34 »

Auf Förderung verzichte ich bei eigener Anzucht ja bewußt. Die Bäume müsste ich sonst an mich selbst verkaufen. Da tue ich mir als Privatmensch schwer...

Dafür kann ich einerseits genau die Sorten anziehen, die "um mich herum" auch gut funktionieren und habe die Garantie, dass diese auch stimmen. Diese Garantie wird mir keine Baumschule geben wollen. Dass ich in eine Baumschule so großes Vertrauen hätte, um dort nach Sorten zu bestellen, dafür weiß ich mittlerweile zu viel. ;D
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Gruß mff

Wild Obst

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #27 am: 12. Februar 2021, 09:40:40 »

Ich gehe davon aus, dass die Baumschule Deines Vertrauens einen für beide Seiten akzeptablen Kompromiss findet. Wer bestimmt die Sorten nach?

Das stimmt natürlich auch. Oder man könnte auch umveredeln. Aber das war ja auch nur ein Teil der Förderungen. Ich selbst habe auch nie irgendwelche Förderungen beantragt.

Und zurück zum Thema Hochstamm versus Halbstamm: Ich, bzw. mein Vater und ich, wir haben eine bunte Mischung:

Die 3/4 Stamm Apfelbäume
Meinem Vater hat eine lokale Baumschule hemmungslos Äpfel auf Sämlingsunterlage mit so 1,2-1,5m Kronenhöhe als "Hochstämme" verkauft. Für die Förderung (5€/"Hochstamm", von der Gemeinde) damals (knapp 20 Jahre her) war nur die Rechnung der Baumschule relevant... Niemand hat die Kronenansatzhöhe je nachgemessen.  ;)
einige ältere Bestands Birnen und Walnüsse als Hoch(Höchst?)stämme mit 3m und tlw. mehr,

Neupflanzungshochstämme: (1,7-2,0m Stammhöhe) von Apfel, Birne, Speierling und Kirsche

Neupflanzungsalbstämme und Büsche: Quitten, Pfirsiche, Mispeln und Kornelkirschen

Bei gepflegten, breiten Kronen kommt man auch bei Hochstämmen noch gut genug an Früchte, um das nötige Tafelobst zu pflücken, vom Boden oder von einer niedrigen Leiter. Den Rest kann man dann eben schütteln. Und bei Obstarten, die sowieso nicht so wüchsig sind (Pfirsiche &Co, siehe oben), machen Hochstämme auch keinen Sinn, bzw. stören die niedrigeren Äste durch nicht ganz so breiten Wuchs auch (zumindest noch) nicht beim Mähen.
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Aromasüß

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #28 am: 14. Februar 2021, 13:46:23 »

... (wegen fehlender Fördermöglichkeit?) kaum eine Baumschule die Kombination aus Sämlingunterlage und niedriger Stammform anbietet.

Für den Garten bieten viele Baumschulen Halbstamm auf Sämling an. Ich finde es aber auch völlig ok, wenn je nach Sorte, Klima und Garten A2 oder M25/MM111 verwendet wird.


Wenn ich Bäume mit Leitastansatz von 1,3 oder 1,4m erzeuge...

Nach Definition handelt es sich ab Stammhöhe 1,20 Meter um den Halbstamm; für 1,60 bis 1,80 gab es früher die Bezeichnung Dreiviertelstamm; ab 1,80 Meter war und ist es der Hochstamm. (Quelle und Quelle2)


Da hat sich jemand Gedanken über dieses Thema gemacht

Welche Gedanken meinst Du? Ich finde da viel Polemik.

Die Förderungen sind nicht für das Gartenhobby gedacht, sondern für Streuobstwiesen: Das sind ökologische Lebensräume in der freien Landschaft, seit jeher auf dem starkwüchsigen und großkronigen Hochstamm.

Um an einem Beispiel eines der vielen Argumente pro Hochstamm auf der Streuobstwiese zu verdeutlichen: Spechte bauen ihre Höhlen in große Hochstämme, bevorzugt ab 1,90 Meter Stammhöhe. Aber Bäume mit Stammhöhe unter 1,60 meiden sie. Das fand eine Forstwirtschafts-Studentin durch genaue Kartierung heraus: Quelle (gehe dort auf Seite 21/22). Wenn die - von kaum einer eigenen Streuobst-Sachkenntnis getrübte - Polemik des OLG Erbach den NABU-Streuobst-Rundbrief als Quelle nutzt, sollte sie sich zumindest bemühen, die darin vorgebrachten Kenntnisse zu verstehen: Finden Spechte, hier vor allem Grünspechte, keinen Stamm, der sich für ihre Nisthöhle eignet, dann sterben sie in der jeweiligen Gegend aus.


Auf Förderung verzichte ich bei eigener Anzucht ja bewußt. Die Bäume müsste ich sonst an mich selbst verkaufen

Wenn die Gemeinden Jungbäume in günstiger Sammelbestellung verkaufen, wenden sie sich an die Hobbygärtner.

Aber die Förderungen nach Naturschutz- oder Baurecht (= Ausgleichsmaßnahmen) wenden sich an Profis, die auf diese Weise mit ökologisch bewirtschafteten Streuobstwiesen etwas Geld verdienen können. Das "KOB" schreibt dazu: Ausgleichsmaßnahmen ermöglichen es, die Pflege ganz oder teilweise "zu vergeben. Hier kommen beispielsweise die Fachwarte Obst- und Garten, Obstbaubetriebe oder Landwirte in Betracht."

Also musst Du bei Deinen Liebhaber-Experimenten weiterhin ohne Förderung auskommen, und das ist Dir vermutlich auch lieber so?!
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Staudo

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Re: Hochstamm versus Halbstamm
« Antwort #29 am: 14. Februar 2021, 13:54:13 »

Aber die Förderungen nach Naturschutz- oder Baurecht (= Ausgleichsmaßnahmen) wenden sich an Profis, die auf diese Weise mit ökologisch bewirtschafteten Streuobstwiesen etwas Geld verdienen können.

Das ist mir in der Praxis nicht gelungen. Die letzte Variante, die ich kenne, ist, dass man Streuobstwiesen ein paar Jahre nicht pflegen sollte, wenn man Geld für die Pflege will. Ist die Hälfte der Bäume abgängig und die Wiese droht zu verbuschen, wird u.U. im Rahmen einer „Revitalisierung“ eine Ausgleichsmaßnahme finanziert. Hier plant man derzeit, auf eine junge Streuobstwiese einen Biotop für Zauneidechsen anzulegen, auf der Nordseite des angrenzenden Walds. Meine Bemühungen, statt dessen lieber die Pflege der Streuobstwiese zu finanzieren, fand kein Gehör. Also werden in eine freie Ecke der Wiese statt Obstbäume Sträucher gepflanzt ...
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