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Autor Thema: Studie zu Insektensterben  (Gelesen 35495 mal)

Floris

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Re: Studie zu Insektensterben
« Antwort #570 am: 18. November 2019, 17:54:55 »

Ich staune immer wieder, wie groß doch die Unterschiede zwischen den Bundesländern in solchen Fällen sind.

Hier ist die Antragsfrist für Vertragsnaturschutz gerade rum und es wird gerechnet. Grünlandextensivierung wird komplett genehmigt, ohne Beurteilung der Wertigkeit der Flächen. Also auch Flächen, die es fachlich nicht verdienen (Die Landesregierung leitet ihren Erfolg über die verausgabten Mittel ab)
Streuobstwiesen wären auf jeden Fall drinne, weil grundsätzlich als  hochwertig eingestuft, und mit Wiedehopf erst grad.

Wenn die Bindung einer solchen Fläche abläuft, meldet sich der bisher Verantwortliche  bei einem Landschaftspflegeverband oder der zuständigen Behörde (nicht der Gemeinde). Die Umfrage bei den örtlichen Landwirten ergibt in der Regel rasch einen Interessenten, der gegen Betriebsprämie plus Extensivierungsprämie die Fläche bewirtschaftet. Wobei die Auflagen nicht extrem sind, neben Düngeverzicht wird nur die Mahd zur Heuzeit (nicht Silomahd) gefordert. Zur allgemeinen Verbesserung der Fläche für die Artenvielfalt reicht das erstmal.

Heumulchsaat wird nur zur Neuanlage von Grünland eingesetzt, nicht auf bestehenden Wiesen.

Zum Thema Insekten: ebenso erhebliche Unterschiede vermute ich beim Ausmaß des vermuteten Insektensterbens. Ich bezweifle, dass man die vorhanden Untersuchungen bundesweit hochrechnen kann. Ebenso erscheinen die mir pauschal und umfassend geforderten Maßnahmen nicht überall gerechtfertigt.
In großräumig ackerbaulich genutzten Regionen mag das passen (z. B. einen Prozentsatz als dauerhafte Strukturelemente anlegen). Sowas gibt es hier auch, aber eher untergeordnet. In den noch strkuturierten Mittelgebirgslandschaften würden damit viel  Mittel verschleudert weil nicht zielgerichtet, die andernorts immer wieder beanstandete "Gießkanne".

Ach ja: Streuobstwiesen als Kompensation waren bei uns auch mal beliebt, sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis (wenn man sie nach der Anlage sich selbst überläßt)
Ich weiß nicht genau wer das letztendlich bewirkt hat, aber sowas taucht seit Jahren schon nicht mehr in den Planungen auf. Möglicherweise hat die Genehmigungsbehörde das eingesehen und entsprechende Bedenken berücksichtigt...
Gespeichert
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